ai : MEXIKO

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MENSCHEN IN GEFAHR : “2013 nahmen die Einwan­de­rungs­be­hörden Mexikos 82 269 Migran­tInnen fest und 75 704 wurden abge­schoben, die große Mehr­heit nach Guate­mala, Honduras und El Salvador. Eine größere Zahl mittel­ame­ri­ka­ni­scher Migran­tInnen versuchte, in die USA zu gelangen. In Mexiko erleiden viele Migran­tInnen weiterhin Verstöße durch die Polizei, und andere werden Opfer gezielter Entfüh­rungen, des Menschen­han­dels, von Verge­wal­ti­gung und Tötungen durch krimi­nelle Banden, die häufig im Einver­nehmen mit lokalen Behörden agieren. Reformen der Migra­ti­ons­ge­setz­ge­bung, die manche Rechte von Migran­tInnen, insbe­son­dere das Recht auf Schutz und Zugang zur Justiz stärkten, wurden nicht ange­messen umge­setzt. Die natio­nale Stra­tegie zur Bekämp­fung der Entfüh­rung von Migran­tInnen zieht immer noch keine krimi­nellen Banden und Mitar­bei­te­rInnen von Behörden zur Verant­wor­tung, die Menschen­rechts­ver­let­zungen an Migran­tInnen begehen. 2011 berich­tete die natio­nale Menschen­rechts­kom­mis­sion von 10 00 Entfüh­rungen von Migran­tInnen ohne regu­lären Aufent­halts­status durch krimi­nelle Banden in einem Zeit­raum von nur sechs Monaten, häufig im Einver­nehmen mit Behör­den­ver­tre­te­rInnen. Die Verant­wort­li­chen für Verschlep­pungen und andere Menschen­rechts­ver­let­zungen an Migran­tInnen werden nur selten zur Rechen­schaft gezogen. / Die Behörden auf Bundes­staa­ten­ebene igno­rieren die Misere der Migran­tInnen zu großen Teilen, und die Bundes­be­hörden sehen Migran­ten­ströme zuneh­mend als Gefahr für die natio­nale Sicher­heit, statt die Sicher­heit von Migran­tInnen auf der Durch­reise zu gewähr­leisten. Vor kurzem reisten Mütter von Migran­tInnen aus Mittel­ame­rika auf der Suche nach ihren Kindern durch Mexiko und forderten staat­liche Unter­su­chungen. Die natio­nale Menschen­rechts­kom­mis­sion veröf­fent­lichte kürz­lich einen unbe­frie­di­genden Bericht zu der Tötung von 72 Migran­tInnen in San Fernando im Bundestaat Tamau­lipas im August 2010. Das Versagen der Behörden beim Schutz des Rechts auf Leben der Migran­tInnen und der umfas­senden Aufklä­rung des Massa­kers war nicht Inhalt des Berichts. Er beschränkte sich auf begrenzte Aspekte des Falls im Zusam­men­hang mit grob fehler­haften foren­si­schen Unter­su­chungen zur Iden­ti­fi­zie­rung der Opfer. Die Leich­name aus anderen Massa­kern, / von denen vielen vermut­lich Migran­tInnen sind, sind noch gar nicht iden­ti­fi­ziert worden. / Amnesty Inter­na­tional veröf­fent­lichte 2010 einen Bericht über die Menschen­rechts­ver­let­zungen an Migran­tInnen auf der Durch­reise durch Mexiko mit dem Titel “Invi­sible Victims: Migrants on the move in Mexico”. Amnesty Inter­na­tional hat eine Aktion ins Leben gerufen, um die Misere der Migran­tInnen auf dem Weg durch Mexiko sichtbar zu machen.” – Hinter­grund­in­for­ma­tionen sowie empfoh­lene schrift­liche Aktionen, möglichst unver­züg­lich und nicht über den 6. Mai 2014 hinaus, unter »> ai : urgent action

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