die liebe der zeppelinkäfer

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india : 2.12 – Schon weit nach Mitter­nacht, aber immer noch ein später Abend summender Luft. Habe drei lange Stunden versucht 18.924.150 Zeichen des mensch­li­chen Genoms als Sequenz in mein Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm zu laden. Immer wieder schei­tert die Forma­tie­rung mit der Seite 32.678 des Doku­ments, als ob meine Compu­ter­ma­schine sagen wollte, diesen Unsinn mache ich nicht länger mit. – Nun aber rasch noch einen ernst­haften Gedanken notieren. Nehmen wir einmal an, es wäre möglich, einen Käfer zu entwi­ckeln, sagen wir, einen Zeppel­in­käfer, der nahe abso­luter Schwe­re­lo­sig­keit unter letzten Mole­külen von Sauer­stoff schwe­bend Ozon produ­zieren würde, dann könnte man sich einen zweiten Käfer vorstellen, einen Zeppel­in­käfer gleich­wohl, der eine Käfer­dame sein sollte, die sich natür­lich sofort verlieben wird, weshalb wir bald einen Nebel kleinster, sehr gefrä­ßiger Zeppel­in­käfer vor uns am Himmel sehen würden. – Eine beru­hi­gende Vorstel­lung, sagen wir, sehr beru­hi­gend. – Was aber fressen sie dort oben, wo es doch nichts gibt außer Mond, Stern und Sonnen­licht? Man könnte eine Gattung weiterer Käfer erfinden, Käfer, die sehr schmack­haft sind und leiden­schaft­lich gerne, sobald man sie frei­lassen wird, hinter die Wolken steigen, um sich ihren Freuden, den Zeppel­in­kä­fern, mit allem, was sie sind und haben, hinzu­geben. – Ich sollte sofort ein kombi­niertes Patent versu­chen.

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