fernsehmaschine

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tan­go : 22.08 — Bilder von der Fernsehmas­chine, die einem Alp­traum entkom­men. Das Meer reißt men­schlich­es Leben an sich, eine gewaltige, flüs­sige Faust, die auf schwank­endes Land niederge­ht. Atom­are Höl­len­hitze in zer­brech­lichen Gefäßen. Ein klein­er Junge ste­ht unter Nadel­bäu­men, erhobene Hände, vor ein­er erwach­se­nen Per­son, die einen Schutzanzug trägt. Der Astro­naut misst, ob das Kind gefährlich gewor­den ist. Uralte Men­schen ruhen in der kalten Luft auf Bahren in Deck­en gewick­elt dicht über dem Boden, Neuge­borene in ihren let­zten Leben­sta­gen, die mit wild gewor­de­nen Augen den Him­mel betas­ten. Von Stunde zu Stunde zählen Kom­men­ta­toren in den Sprachen dieser Welt Geis­terzahlen, Tote, Ver­mis­ste, Ver­let­zte. Da ist ein brausendes Geräusch, schwarzes Wass­er, das Autos, Schiffe, Häuser durch enge Straßen lan­dein­wärts drückt, Hupen, blech­ernes Krachen, keine men­schlichen Stim­men. Am Strand dann aber ein Mann, der zu ein­er Kam­era spricht. Er sagt, er glaube, sich in einem Hor­ror­film zu befind­en, er wisse nicht, ob er träume. Mit einem fes­ten Griff reißt er an der Haut seines Gesicht­es. Das Unsicht­bare schon anwe­send. Weit draußen auf dem offe­nen paz­i­fis­chen Ozean treibt ein weit­er­er Mann. Er ste­ht auf dem Dach seines eige­nen Haus­es.

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