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romeo : 6.55 – Du wirst Dich viel­leicht wundern, lieber Louis, weshalb ich für Dich notiere in dieser Weise auf eine Seite Papier von Heiß­luft­bal­lonen über der Stadt Turku, unter welchen in Körben schla­fende Menschen wohnen. Ich erzählte Dir von einer schnee­weißen Spinne mit acht hell­blauen Augen, die im Gefrier­fach Deines Kühl­schranks wohnt. Erin­nerst Du Dich? Wie wir durch Istanbul fahren im Winter im Wagen einer alten Stra­ßen­bahn auf der Suche nach Mr. Pamuk. Wir sind allein im Wagon, es ist schon spät, wir sitzen gleich hinter der Kabine des Fahrers und erzählen laut­hals von der Erfin­dung der Trom­pe­ten­käfer. Der Fahrer, ein älterer Herr, nickt immerzu mit dem Kopf, und wir über­legen, ob er unsere Sprache viel­leicht verstehen könnte, also erzählen wir weiter, wir erzählten von Vögeln ohne Füße, die niemals landen, von Tief­see­ele­fanten, die den Atlantik in Herden durch­streifen, und von der Sekunde da Melly Cusaro, wohn­haft in Brooklyn, an ihrem 10 Geburtstag beschloss, Astro­nautin zu werden. Wenn Du diesen Brief lesen wirst, lieber Louis, wird 1 Jahr später sein. Ich habe diesen Brief vor genau 365 Tagen für Dich aufge­schrieben, verbunden mit der Anwei­sung, ihn am 1. Dezember 2015 an Dich zuzu­stellen. Im Text sind wesent­liche Pass­wort­kerne für Deine Schreib­ma­schine enthalten, gut versteckt, Du wirst sie, sofern notwendig, wieder­erkennen. Würdest Du bitte noch in dieser Stunde, da Du meinen oder Deinen Brief gelesen haben wirst, Pass­wort­kerne mit neuen Phrasen und Geschichten versehen, einen weiteren Brief notieren, zu senden an Louis im Auftrag: Zuzu­stellen am 14. Dezember des Jahres 2016. Sei herz­lich gegrüßt. Alles Gute! Dein Louis – stop
drohne16

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