st. elena

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sier­ra : 22.12 UTC — Am Bug sitzen bei schw­erem See­gang. Das gis­chtige Meer­wass­er fliegt durchs neblige Licht wie Milch. Men­schen, die das Vaporet­to betreten, dampfen, dass die Scheiben beschla­gen. Eine junge Frau dreht pfeifend einen roten Regen­schirm im Wind. Ich denk mir die Geräusche des Regens aus, die unter dem Dröh­nen der Vaporet­to­mo­toren unhör­bar sind. Aber das Qui­etschen der Gum­mistiefel. Trug Schwarze oder Gelbe als Kind. Heutzu­tage existieren sie in allen möglichen Far­ben. Auch Malerei ist aufge­tra­gen, alte Meis­ter, der Früh­ling, Punk­tze­ich­nun­gen der Marienkäfer, Muster in allen möglichen Far­ben. Ein Mann zeigt sein­er Geliebten einen fin­ger­lan­gen Nashornkäfer von Glas, er hält das schim­mernde Wesen in die Luft, eine Vorstel­lung in diesem Moment, da wir uns wieder dem Land näh­ern, die Vorstel­lung auch eines Glas­bläsers, irgend­wo müssen diese wahren Kün­stler glühen­den, schmelzen­den Sandes noch heim­lich ihre Back­en plus­tern wie Trompe­ten­spiel­er. Genau dort scheint eine Verbindung zu existieren von der Musik zu den Nashornkäfern, die in Samm­lun­gen weltweit genadelt sitzen. — stop

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