schneebiene

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tan­go : 6.45 — In Tages­licht aus näch­ster Nähe beobachtet, han­delt es sich bei jen­er Mas­chine, die gestern Abend bei leichtem Schneefall noch auf der 5th Avenue süd­wärts durch die Luft reiste, um eine Biene, die auch bei Nacht fliegen kann, weil ihre Augen so kün­stlich sind wie ihr gesamter Flu­gap­pa­rat, ihre Wirbel­säule, ihre Beine, ihre Füh­ler, alles das ist von äußerst leichtem Met­all gewirkt, 528 Schräubchen hal­ten das kom­plizierte Wesen zusam­men, das niemals größer sein wird als ein wirk­lich­es, ein aus organ­is­chen Einzel­teilen hergestelltes Insekt. Genau genom­men ist diese Biene ein sehr klein­er Hub­schrauber, wendig, leise, ein Helikopter, der sich im Kostüm ein­er Biene befind­et, ein spähen­des Sub­jekt, eine Drohne, die man vielle­icht ein­mal bewaffnen kön­nte, um sie einzuset­zen für gute oder weniger gute Zwecke. Gestern Abend beobachtete ich nun mit höch­stem Inter­esse wie man der kleinen Mas­chine kurz vor ihrem Start ein weit­eres Gewand über­streifte, das an einen hellen Pelz erin­nerte, so dass ich lachen musste, weil ich für einen Moment glaubte, man habe die äußere Beschaf­fen­heit ein­er Biene mit der Idee eines Eis­bären gekreuzt. Kaum aus dem Fen­ster des Erfind­ers geflo­gen, war die weißge­fiederte Biene schon im dicht­en Schnee­treiben ver­schwun­den. Nun kon­nten wir glück­lich durch die Augen der Unsicht­baren die Win­ter­welt betra­cht­en, wir sahen uns selb­st in ein­er Ver­fol­gung und wir begeg­neten Men­schen, riesen­haften Gesichtern, die feucht waren, Regen­schir­men, dem Licht der Fußgänger­am­peln und Dampf­wolken, die aus dem Boden pafften, als wären sie der Atem unsicht­bar­er, unter dem Asphalt ver­bor­gen­er Riesen. stop. Däm­merung. stop Es ist Fre­itag. — Guten Mor­gen!  — stop

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