manhattan : atome

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tan­go : 1.56 — Ich hat­te in einem Café nahe Times Square ein elek­tro­n­is­ches Ton­bandgerät aus der Man­teltasche gezo­gen und richtete es auf  ein Fen­ster, um den Tumult men­schlich­er Stim­men, Sire­nen, Luft­pumpen und weit­er­er unbes­timm­bar­er Geräusche aufzunehmen. Ein junger Mann, der neben mir vor seinem Note­book saß, beobachtete mich eine Weile aufmerk­sam. Plöt­zlich lacht er: Das ist New York. Ver­rückt, nicht wahr? Ob ich in dieser Stadt öffentlich zugängliche Orte von Stille find­en kön­nte, wollte ich wis­sen. Gibt es nicht, antwortete der Mann. Es wür­den jedoch Orte existieren, die beina­he still sind. Dort aber hörst Du Geis­ter! — Son­ntag. Minus 5° Cel­sius. Lässt sich vielle­icht errech­nen, aus wie vie­len Atom­en die Stadt New York sich fügt? Wie viele Atome wer­den die Stadt täglich ver­lassen, wie viele Atome ein­reisen in unsere Rech­nung? Sub­way 28. Straße wartete ein Mann kurz nach Mit­ter­nacht mit Angel­rute in hüftho­hen Fis­ch­er­stiefeln auf dem Bahn­steig. — stop

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