san zaccaria

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nordpol : 23.01 UTC – Clara, ein Nashorn, welches vor langer Zeit als lebendes Schau­stück durch Europa reiste, soll im Jahr 1751 zur Zeit des Carne­vals auch in Venedig zu sehen gewesen sein. 1720 bereits wurde das Caffee Florian am Rande des Markus­platzes eröffnet. Man stelle sich einmal vor, wie das ausge­wach­sene Nashorn wieder­käuend in einem der mit Fein­gold verzierten Kaffee­haus­ab­teile steht und etwas vom Heu nascht, während es begafft wird. Man kann leichter Hand sehr viele Geschichten erfinden, wenn man mit Wasser­bussen selbst­ver­gessen durch Venedig reist, man könnte die ein oder andere Wirk­lich­keit mit einer weiteren Wirk­lich­keit verweben. An einem Nach­mittag folgte ich einer Gruppe betagter Chine­sinnen durch jene Gäss­chen, da sich Glas­wa­ren­mo­tive tausend­fach repro­du­zieren. Ich dachte noch, ich sei von Vögeln umgeben, zwit­schernde Stimmen. Plötz­lich deutete eine der alten Frauen, sie trug gelbe Turn­schuhe und schloh­weisses Haar auf dem Kopf, nach einem Schriftzug, der auf der Rück­seite einer Minia­tur­thea­ter­maske von Plastik zu lesen war: Made in China, diese Freude. Wie wunderbar die Küchen der Zwerg­köche, deren Räume da und dort sichtbar werden in der Dunkel­heit schmaler Gassen. Einmal begeg­nete ich an einem späten Abend einem Mädchen, das leuch­tete. – stop

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