seltsame geschichte

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india : 5.56 — Seit eini­gen Tagen ereignen sich in oder in der Umge­bung mein­er Schreib­mas­chine kuriose Dinge. Es geht darum, dass ein Text, den ich am Mon­tag notierte, sich immer dann, wenn ich schlafe, verän­dert und zwar zu seinem Nachteil. Fehler­hafte Wörter, die ich bere­its kor­rigierte, kehren wieder oder ich ent­decke voll­ständig neuar­tige Miss­bil­dun­gen, ver­drehte Buch­staben, Worterfind­un­gen, Punk­te oder Kom­ma­ta ver­schwinden, aus der Farbe ROT wird die Farbe BLAU, aus Schnee wird Regen, aus Kindern wer­den Greise. Es ist eine eige­nar­tige Sit­u­a­tion, ich geste­he, ich beginne mich zu fürcht­en. Selb­stver­ständlich habe ich mir die Frage gestellt, ob sich vielle­icht ein weit­er­er Men­sch, den ich bis­lang noch nicht ent­deck­te, in mein­er Woh­nung befind­et, oder ob ich vielle­icht selb­st schlafwan­del­nd mich an meine Schreib­mas­chine set­ze. In diesem Zusam­men­hang kön­nte die unheim­lich­ste Aus­sicht der Gedanke sein, dass meine Schreib­mas­chine selb­st oder gar der Text an sich, machen was sie wollen. Von Außen jeden­falls ist ihm nicht anzuse­hen, ob irgen­det­was mit ihm nicht in Ord­nung sein kön­nte. Zur Prü­fung, der Text begin­nt so: Der Rasen in Zyp’s Garten war ein Tep­pich von Moos, auf dem immer irgen­det­was blühte. Selb­st in den kalten Monat­en des Win­ters, wenn es schneite, wenn das Eis an die Küste schin­delte, glaubte Zyp Wes­ley, die Geräusche des Wach­sens und Verge­hens zu hören aus dem unsicht­baren Raum unter dem Weiß. Er ver­fügte über ein her­vor­ra­gen­des Gehör, obwohl er seit Jahren Posaune spielte, wohnte deshalb etwas abseits. Das näch­ste Haus, indem eine Fam­i­lie mit Kindern siedelte, war etwa zwei­hun­dert Meter weit ent­fer­nt, hin­ter ein­er Anhöhe passierten die Geleise der Stat­en Island Rail seine Gegend. Man kon­nte von dort das Schep­pern der Sub­wayzüge leise hören bei Tag und bei Nacht. – stop
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