+1 (212) 439–5XXX

pic

echo : 5.26 – Kurz nach Mitter­nacht euro­päi­scher Zeit führte ich ein Gespräch mit Herrn Hiko Aoi, dessen Tele­fon­nummer ich nicht bekannt geben darf, weil er andern­falls jede weitere Unter­re­dung mit mir für immer vermeiden würde. Es dauerte nicht lange bis im Haus 818, Lexington Avenue, mein Anruf entge­gen­ge­nommen wurde. Eine verzerrt klin­gende Stimme meldete sich, es war die Stimme einer Frau, die sich erkun­digte, wer ich sei und was ich von Herrn Aoi wissen wolle. Ich gab meinen Namen zu Proto­koll, weiterhin, dass ich drin­gend eine Frage an Herrn Aoi richten müsse, deren Beant­wor­tung für mich sehr wichtig sei, und zwar noch in dieser Nacht. Ich ahnte, dass ich zunächst lange warte würde, es handelt sich bei Herrn Aoi um einen hoch­be­tagten Mann, der sich sehr vorsichtig durch seine Wohnung bewegt. Wie er sich dem Tele­fon­ap­parat näherte, hörte ich seinen Atem, ein feuchtes, rasselndes Geräusch, um mich dann freund­lich zu begrüßen. Ich stellte mir vor, dass er viel­leicht lächelte. Was gibt’s, Louis? fragte er. Ich erkun­digte mich zunächst nach dem Wetter: Wie ist das Wetter bei Euch drüben? Nun, lassen wir das, ich erklärte, dass ich eine Frage haben würde, eine quälende Frage, dass ich nämlich drin­gend in Erfah­rung bringen müsse, ob er, Mr. Hiko Aoi, sich für Flie­gen­tiere inter­es­siere, für die Art und Weise wie sie sich durch die Luft bewegen, wie sie landen, und wie sie schlafen. Ist es denkbar, dass Sie sich viel­leicht für flie­gende Tiere erwärmen könnten? Herr Aoi lachte. Ich hörte ihn tatsäch­lich lachen, ein gleich­falls feuchtes, heulendes Geräusch. Der alte Mann bat mich um die Möglich­keit eines Rück­rufes. Ich wartete drei Stunden, machte nichts in dieser Zeit als einmal einen Kopf­stand. Gegen vier Uhr mittel­eu­ro­päi­scher Zeit klin­gelte das Telefon. – stop

polaroidlesende

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top