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echo : 5.26 — Kurz nach Mit­ter­nacht europäis­ch­er Zeit führte ich ein Gespräch mit Her­rn Hiko Aoi, dessen Tele­fon­num­mer ich nicht bekan­nt geben darf, weil er andern­falls jede weit­ere Unterre­dung mit mir für immer ver­mei­den würde. Es dauerte nicht lange bis im Haus 818, Lex­ing­ton Avenue, mein Anruf ent­ge­gengenom­men wurde. Eine verz­er­rt klin­gende Stimme meldete sich, es war die Stimme ein­er Frau, die sich erkundigte, wer ich sei und was ich von Her­rn Aoi wis­sen wolle. Ich gab meinen Namen zu Pro­tokoll, weit­er­hin, dass ich drin­gend eine Frage an Her­rn Aoi richt­en müsse, deren Beant­wor­tung für mich sehr wichtig sei, und zwar noch in dieser Nacht. Ich ahnte, dass ich zunächst lange warte würde, es han­delt sich bei Her­rn Aoi um einen hochbe­tagten Mann, der sich sehr vor­sichtig durch seine Woh­nung bewegt. Wie er sich dem Tele­fon­ap­pa­rat näherte, hörte ich seinen Atem, ein feucht­es, ras­sel­ndes Geräusch, um mich dann fre­undlich zu begrüßen. Ich stellte mir vor, dass er vielle­icht lächelte. Was gibt’s, Louis? fragte er. Ich erkundigte mich zunächst nach dem Wet­ter: Wie ist das Wet­ter bei Euch drüben? Nun, lassen wir das, ich erk­lärte, dass ich eine Frage haben würde, eine quälende Frage, dass ich näm­lich drin­gend in Erfahrung brin­gen müsse, ob er, Mr. Hiko Aoi, sich für Fliegen­tiere inter­essiere, für die Art und Weise wie sie sich durch die Luft bewe­gen, wie sie lan­den, und wie sie schlafen. Ist es denkbar, dass Sie sich vielle­icht für fliegende Tiere erwär­men kön­nten? Herr Aoi lachte. Ich hörte ihn tat­säch­lich lachen, ein gle­ich­falls feucht­es, heulen­des Geräusch. Der alte Mann bat mich um die Möglichkeit eines Rück­rufes. Ich wartete drei Stun­den, machte nichts in dieser Zeit als ein­mal einen Kopf­s­tand. Gegen vier Uhr mit­teleu­ropäis­ch­er Zeit klin­gelte das Tele­fon. — stop

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