ai : KOLUMBIEN

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MENSCH IN GEFAHR : “Das Haus des indi­ge­nen Men­schen­rechtsvertei­di­gers Pedro Manuel Lop­er­e­na im Nor­dosten Kolumbi­ens wurde am 11. Mai von ein­er Granate getrof­fen. / Am 11. Mai war­fen zwei unbekan­nte Motor­rad­fahrer eine Granate auf das Haus von Pedro Manuel Lop­er­e­na im Bezirk Don Carme­lo in Valledu­par, der Haupt­stadt des Depar­ta­men­to Cesar. / Pedro Manuel Lop­er­e­na ist Koor­di­na­tor der Men­schen­recht­skom­mis­sion der Indi­ge­nen­vere­ini­gung Orga­ni­zación Wiwa Yugu­maiun Bunkua­nar­rua Tay­rona (OWYBT), die das indi­gene Volk der Wiwa ver­tritt, welch­es in der Bergkette der Sier­ra Neva­da de San­ta Mar­ta lebt. Die Men­schen­recht­skom­mis­sion set­zt sich seit einiger Zeit in mehreren Fällen für Gerechtigkeit ein, bei denen es um die Ver­let­zung der Men­schen­rechte geht, wie z. B. im Fall der außerg­erichtlichen Hin­rich­tung von elf Ange­höri­gen der Gemein­schaft der Wiwa durch Sicher­heit­skräfte zwis­chen dem 15. Feb­ru­ar 2005 und dem 3. August 2006 sowie in anderen Fällen, in denen auf der einen Seite Sicher­heit­skräfte gemein­sam mit Paramil­itärs, auf der anderen Seite Gueril­laein­heit­en Men­schen­rechtsver­stöße began­gen haben. Die Men­schen­recht­skom­mis­sion kämpft zudem gegen zahlre­iche Berg­bau-, Infra­struk­tur- und Touris­mus­pro­jek­te im Gebi­et der Sier­ra Neva­da, da das Volk der Wiwa der Ansicht ist, diese Pro­jek­te wür­den ihre Nahrungsmit­telver­sorgung ein­schränken, ihre tra­di­tionelle Lebensweise beein­trächti­gen und somit ihr Über­leben gefährden. Pedro Manuel Lop­er­e­na hat sich zudem öffentlich gegen das anhal­tende Operieren von ille­galen bewaffneten Grup­pen im Leben­sraum der Wiwa aus­ge­sprochen. / Zum Zeit­punkt des Grana­te­nan­schlags auf das Haus von Pedro Manuel Lop­er­e­na befan­den sich zudem seine Frau, die im Büro des Men­schen­rechts­beauf­tragten (Defen­soría del Pueblo) als Vertreterin der Gemein­schaft tätig ist, sowie seine vier Kinder (sieben, zehn, 18 und 19 Jahre alt) im Haus. Nie­mand von ihnen kam bei der Explo­sion zu Schaden. / Im Feb­ru­ar wählte die Gemein­schaft der Wiwa neue Gemein­de­sprecherIn­nen. Das kolumbian­is­che Innen­min­is­teri­um hat sich bis­lang geweigert, die neuen SprecherIn­nen anzuerken­nen.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 27. Juni 2013 hin­aus, unter »> ai : urgent action

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