ai : SÜDAFRIKA

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MENSCHEN IN GEFAHR : “Im März wurde der südafrikanis­che Lan­drecht­sak­tivist und Vor­sitzende des Amadi­ba Cri­sis Com­mit­tee (ACC), Sikhosiphi Rhadebe, erschossen. Kurz vor seinem Tod hat­te er erfahren, dass sein Name sowie die Namen zweier weit­er­er Sprecher_innen des ACC auf ein­er “Abschus­sliste” ste­hen. Es gibt Zweifel an der Gründlichkeit der Unter­suchun­gen der Tötung. Zudem beste­ht Sorge um die Sicher­heit der bei­den ACC-Sprech­er_in­nen sowie weit­er­er Aktivist_innen, die in Xolobeni gegen ein Berg­baupro­jekt kämpfen. Sikhosiphi “Bazooka” Rhadebe wurde am 22. März 2016 von zwei Män­nern erschossen, die ihn bei sich zuhause in Lurhol­weni in der Prov­inz Ostkap auf­sucht­en und sich als Polizis­ten aus­gaben. Sein min­der­jähriger Sohn war bei dem Vor­fall anwe­send. Wenige Stun­den vor seinem Tod hat­te Sikhosiphi Rhadebe erfahren, dass sein Name auf ein­er “Abschus­sliste” stand. Auf dieser Liste befind­en sich zudem die Namen zweier weit­er­er ACC-Mit­glieder, Mzamo Dlami­ni und Nonhle Mbuthu­ma. Sikhosiphi Rhadebe war Leit­er des ACC, ein­er Gemein­schaftsini­tia­tive gegen den Abbau von Titan und anderen Schw­er­met­allen in einem Tage­bau auf Gemein­schaft­s­land in Xolobeni durch ein lokales Tochterun­ternehmen des aus­tralis­chen Konz­erns Min­er­al Com­modi­ties Lim­it­ed (MRC). Das ACC befürchtet, dass infolge des Berg­baupro­jek­ts Hun­derte Ange­hörige der Gemein­schaft der Umgun­gundlovu von ihrem anges­tammten Land ver­trieben wer­den, und dass durch Umweltschä­den wie z. B. Wasserver­schmutzung ihr Recht auf einen angemesse­nen Lebens­stan­dard (ein­schließlich Zugang zu sauberem Trinkwass­er) ver­let­zt wird. Das ACC beste­ht aus etwa 3.000 Mit­gliedern und kämpft seit zehn Jahren für die Rechte der Anwohner_innen, die im Fall ein­er Berg­baulizenz für die MRC-Tochterge­sellschaft gefährdet wären. ACC-Mit­glieder sind wegen ihrer Arbeit bedro­ht und ange­grif­f­en wor­den, unter anderem auch von Anwohner_innen, die das Berg­baupro­jekt unter­stützen. Die Organ­i­sa­tion hat diese Angriffe bei der Polizei angezeigt, die jedoch größ­ten­teils untätig geblieben ist. Nach der Tötung von Sikhosiphi Rhadebe sind führende ACC-Mit­glieder äußerst besorgt um ihre Sicher­heit. Kurz nach dem Vor­fall über­gab die örtliche Polizei die Unter­suchung der Tötung an die Ein­heit zur Unter­suchung schw­er­er Straftat­en (Direc­torate for Pri­or­i­ty Crimes Inves­ti­ga­tion — DCPI) des nationalen Polizei­di­en­stes. Doch die Ermit­tlun­gen weisen einige Män­gel auf, was Zweifel daran aufkom­men lässt, ob die Fam­i­lie von Sikhosiphi Rhadebe Gerechtigkeit erfahren wird.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 6. Juli 2016 hin­aus, unter > ai : urgent action

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