anweisung im umgang mit dienstweihnachtsbäumen

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~ : louis
to : daisy und violet hilton
subject : WEIHNACHTSBÄUME

Sollte ich folgende amtliche Anwei­sungen im Umgang mit Dienst­weih­nachts­bäumen bereits einmal über­mit­telt haben, verzeiht mir bitte. Ich bin in diesen Tagen ein wenig vergess­lich, viel­leicht deshalb, weil ich lange schlafe weil Oktober geworden ist, eine Art vorwin­ter­liche Traum­zeit, die weit in die Tage herüber­leuchtet. Hier nun einige Sätze, die der Wirk­lich­keit entnommen sind, zur reinen Freude. Es handelt sich, das ist denkbar, um eine neuar­tige Gattung feinster Lite­ratur. Ahoi. Euer Louis ~ > Arbeits­or­ga­nia­ti­ons­richt­li­nien über die Hand­ha­bung und Verwen­dung von Nadel­bäumen klei­neren und mitt­leren Wuchses, die in Dienst­räumen Verwen­dung als Dienst­weih­nachts­bäume finden. ~ Begriff: Ein Dienst­weih­nachts­baum (DWB) ist ein Weih­nachts­baum natür­li­chen Ursprungs oder einem natür­li­chen Weih­nachts­baum nach­ge­bil­deter Weih­nachts­baum, der zur Weih­nachts­zeit in Dienst­räumen aufge­stellt wird. ~ Aufstellen der Weih­nachts­bäume: Ein Dienst­weih­nachts­baum (DWB) darf nur von sach­kun­digen Personen nach Anwei­sung des unmit­tel­baren Vorge­setzten aufge­stellt werden. Dieser hat darauf zu achten, dass 1. der DWB (Dienst­weih­nachts­baum) mit seinem unteren der Spitze entgegen gesetzten Ende in einen zur Aufnahme von Baumenden geeig­neten Halter einge­bracht und befes­tigt wird, 2. der DWB in der Halte­vor­rich­tung derart verkeilt wird, dass er senk­recht steht (in schwie­rigen Fällen ist ein Offi­zier hinzu­zu­ziehen, der die Senk­recht­stel­lung über­wacht. bzw. durch Zurufe wie “mehr links”, “mehr rechts” usw. korri­giert), 3. im Umfall­be­reich des DWB keine zerbrech­li­chen oder durch umfal­lende DWB in ihrer Funk­tion zu beein­träch­ti­gende Anlagen vorhanden sind. ~ Behan­deln der Beleuch­tung: Der DWB ist mit weih­nacht­li­chem Behang nach Maßgabe des Dienst­stel­len­lei­ters zu versehen. Weih­nachts­baum­be­leuch­tung, deren Flam­men­wir­kung auf dem Verbrennen eines Brenn­stoffes mit Flam­men­wir­kung beruht (soge­nannte Kerzen), dürfen nur Verwen­dung finden, wenn 1. die Bediens­teten über die Gefahren von Feuers­brünsten hinrei­chend unter­richtet sind, 2. während der Brenn­zeit der Beleuch­tungs­körper ein in der Feuer­be­kämp­fung unter­wie­sener Soldat mit Feuer­lö­scher und Feuer­pat­sche bereit­steht. ~ Aufführen von Krip­pen­spielen und Absingen von Weih­nachts­lie­dern: In Dienst­stellen mit ausrei­chendem Personal können Krip­pen­spiele unter Leitung eines erfah­renen Vorge­setzten zur Auffüh­rung gelangen. In der Beset­zung sind folgende in der Perso­nal­pla­nung vorzu­se­hende Personen notwendig: 1. Maria: möglichst weib­liche Bediens­tete, 2. Josef: länger dienender Soldat mit Bart, 3. Kind: klein­wüch­siger Soldat, 4. Esel: geeig­neter Soldat, 5. Ochse: wie vor. Die Darstel­lung der Heiligen Drei Könige sollte möglichst durch Gene­ral­stabs­of­fi­ziere, mindes­tens jedoch durch Stabs­of­fi­ziere erfolgen. Zum Absingen von Weih­nachts­lie­dern stellen sich die Soldaten unter Anlei­tung eines Vorge­setzten ganz zwanglos nach Dienst­graden geordnet um den DWB auf. Even­tuell bei der Dienst­stelle vorhan­dene Weih­nachts­ge­schenke können bei dieser Gele­gen­heit durch einen Vorge­setzten in Gestalt eines Weih­nachts­mannes an die Unter­ge­benen verteilt werden. – stop

gesendet am
17.10.2011
12.05 MESZ
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