auf der roseninsel

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india : 5.15 — Ich habe etwas Lustiges geträumt. War nachts mit einem Zug nach Pos­sen­hofen gefahren. Ein har­ter Win­ter, schlen­derte am Ufer des Starn­berg­er Sees. Man­schet­ten von Eis umsäumten Steine und Hölz­er, die im Niedrig­wass­er sicht­bar gewor­den waren. Ich erin­nere mich, dass ich ver­suchte Wörter zu find­en für Geräusche, die meine Schritte auf dem gefrore­nen Boden erzeugten. Ich hat­te viel Zeit, ich war auf dem Weg zur Ros­enin­sel. Eich­hörnchen flitzten durchs Unter­holz, auf Bänken, welche ich passierte, saßen gefrorene Men­schen, das war selt­sam, weil sie alle lächel­ten, als wäre das Erfrieren ein angenehmer Vor­gang gewe­sen. Außer­dem kon­nten sie leise sprechen. Wenn ich ihnen eine Frage stellte, näm­lich, ob ich auf dem richti­gen Weg zur Ros­enin­sel sei, antworteten sie, jaja, ihre Stim­men kamen aus den Ohren der gefrore­nen Gestal­ten her­aus, sodass ich den Ein­druck hat­te, in den men­schlichen Kör­pern wür­den weit­ere Kör­p­er sitzen. Auch Fis­che spazierten im Traum herum, auf Füssen, an welchen sie Wan­der­schuhe tru­gen. Dann war ich irgend­wann angekom­men und wartete am Ufer, ob mich jemand holen würde. Das Wass­er an dieser Stelle leuchtete, ein Licht, das sich bewegte. Plöt­zlich tauchte ein kleines U-Boot aus dem Wass­er. Es hat­te die Form ein­er Zigarre und war durch­sichtig und kam sehr nah an das Ufer her­an. Eine Luke öffnete sich. Robert de Niro wink­te und er sagte, ich solle zu ihm ins Boot steigen. Wir taucht­en dann rüber zur Insel, es war Tag als wir angekom­men waren, Som­mer. Auf ein­er Bank sass mein Vater, er las in ein­er Zeitung. Hier, in sein­er Nähe, wachte ich auf, weil mein Weck­er klin­gelte. Ich nahm den Weck­er in die Hand, und als ich drei Stun­den später wieder ein­mal wach gewor­den war, hat­te ich den Weck­er noch immer der Hand, so wie es sein muss, mit den Weck­ern, wenn man sie träumt. — stop

polaroidwolken

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