auf der roseninsel

9

india : 5.15 – Ich habe etwas Lustiges geträumt. War nachts mit einem Zug nach Possen­hofen gefahren. Ein harter Winter, schlen­derte am Ufer des Starn­berger Sees. Manschetten von Eis umsäumten Steine und Hölzer, die im Nied­rig­wasser sichtbar geworden waren. Ich erin­nere mich, dass ich versuchte Wörter zu finden für Geräu­sche, die meine Schritte auf dem gefro­renen Boden erzeugten. Ich hatte viel Zeit, ich war auf dem Weg zur Rosen­insel. Eich­hörn­chen flitzten durchs Unter­holz, auf Bänken, welche ich passierte, saßen gefro­rene Menschen, das war seltsam, weil sie alle lächelten, als wäre das Erfrieren ein ange­nehmer Vorgang gewesen. Außerdem konnten sie leise spre­chen. Wenn ich ihnen eine Frage stellte, nämlich, ob ich auf dem rich­tigen Weg zur Rosen­insel sei, antwor­teten sie, jaja, ihre Stimmen kamen aus den Ohren der gefro­renen Gestalten heraus, sodass ich den Eindruck hatte, in den mensch­li­chen Körpern würden weitere Körper sitzen. Auch Fische spazierten im Traum herum, auf Füssen, an welchen sie Wander­schuhe trugen. Dann war ich irgend­wann ange­kommen und wartete am Ufer, ob mich jemand holen würde. Das Wasser an dieser Stelle leuch­tete, ein Licht, das sich bewegte. Plötz­lich tauchte ein kleines U-Boot aus dem Wasser. Es hatte die Form einer Zigarre und war durch­sichtig und kam sehr nah an das Ufer heran. Eine Luke öffnete sich. Robert de Niro winkte und er sagte, ich solle zu ihm ins Boot steigen. Wir tauchten dann rüber zur Insel, es war Tag als wir ange­kommen waren, Sommer. Auf einer Bank sass mein Vater, er las in einer Zeitung. Hier, in seiner Nähe, wachte ich auf, weil mein Wecker klin­gelte. Ich nahm den Wecker in die Hand, und als ich drei Stunden später wieder einmal wach geworden war, hatte ich den Wecker noch immer der Hand, so wie es sein muss, mit den Weckern, wenn man sie träumt. – stop

polaroidwolken

ping

ping

Kommentar verfassen

ping
Top