paris

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sier­ra : 5.25 — In der Mor­gendäm­merung komme ich an, es ist die Stadt Paris gewe­sen, Gare de l’Est. Im Zug hat­te eine Frau von mon­strösen Aus­maßen neben mir Platz genom­men, presste mich gegen eine Wand des Abteiles, ich kon­nte kaum atmen, und wie ich den Bahn­hof ver­lasse, fol­gt sie mir. Ich gehe west­wärts Rich­tung Mont­par­nasse. Plöt­zlich sitze ich in einem Café, in dem alle Gegen­stände von Holz sind. Der Boden, die Wände, Stüh­le, Tis­che, auch die Teller, Servi­et­ten, Tassen und die Blu­men in ihren hölz­er­nen Gefäßen, das Wass­er der Vasen, der Kaf­fee, selb­st die Frau, am Nach­bar­tisch, die sich fre­undlich nach ein­er Zigarette erkundigt, scheint zu größeren Teilen aus Holz zu beste­hen, Hals, Stirn, Wan­gen, Arme und Hände, eines ihrer Augen. Auf dem Tisch vor mir sitzt eine Ameise. Sie bewegt sich kaum. Ich weiß, dass sie zu mir gehört, ich habe sie gekauft. Der Mann, der mir die Ameise verkaufte, ste­ht auf der Straße vor dem Café und spricht mit jen­er Frau, die mir fol­gt. Er trägt einen Hut, eine Mel­one, die Frau scheint weit­er­hin zu wach­sen. Bei­de schauen in meine Rich­tung, sie lachen. Dann kommt der Mann zurück. Er schüt­tet eine Hand­voll Sul­ta­ni­nen auf den Tisch, sagt, dass ich die Früchte in Scheiben zer­legen solle, weil Ameisen, ger­ade diese Ameise, die zu meinem Eigen­tum gewor­den ist, Sul­ta­ni­nen bevorzugt verzehren wür­den. Das kleine Tier ist sehr kost­bar. Es ist eine Ameise, die ihr Leben heim­lich mit Samuel Beck­ett geteilt haben soll, ich habe das schriftlich, eine Ameise mit einem wun­der­vollen Gehirn, sie ist sehr alt, ver­fügt über Ohren und spricht mit den Füh­lern. Ich weiß nicht, wie ich die Ameise trans­portieren soll, deshalb wache ich auf und wun­dere mich, weil ich kein Licht sehe. Aber ich spüre die Schritte ein­er Ameise auf meinem Bauch. Sie läuft kreuz und quer, bald sitzt sie unter­halb meines linken Auges. Das Tier scheint zu warten. — stop

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