im haus der alten menschen : ein zimmer

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tango : 22.22 UTC – Da sind Bilder und Foto­gra­fien an den Wänden, eine Katze und noch eine Katze, ein Mann unter einem Schnee­kirsch­baum, der die Arme in die Luft wirft. Hände, die sich in ihren Fingern umarmen. Und zwei Lampen. Eine Lampe zum Knipsen und eine zum Strei­cheln, Licht an, Licht aus. Ein Hase von Bronze mit langen Ohren von Bronze. Ein hölzernes Kreuz auf einem Tisch. Ein weiteres hölzernes Kreuz an einer Wand. Und ein guss­ei­serner bemalter Baum. Zwei blühende Orchi­deen, weiß. Ein Christ­stern, rot. Und ein Strauß geschnit­tener Blumen, wild. Ein Stern von Papier und eine Zeich­nung von Kinder­hand, dies und das. Pfle­ge­schaum­dosen. Creme­tuben. Tücher. Tupfer. Klingen. Ein Radio. Vinyl­hand­schuhe. Und eine Nahrungs­mit­tel­pumpe. Ein Bett. Eine Matratze, die sich bewegt. Ein Bündel getrock­neter Blumen. Kompressen. Ein Mess­gerät. Ein Pillen­zer­stäuber. Fünf Bücher. Auch Proust, Briefe zum Leben. Ein kleines Schaf und ein Teddybär. Ein Engel von Porzellan. Ein Duft­was­ser­flacon, Ohrstäb­chen, Hand­voll­menge. Ein Rosen­kranz und ein Tannen­zapfen. Holz­löffel für Zunge und Hals. Eine Schere. Eine Pinzette. Eine Spritze. Ein Mund­schaum­stäb­chen. Eine Windel. Termin­plan für Logo­pädie gegen verlo­renes Spre­chen. Laven­del­duft­kissen. Keine Uhr, nur die eine, die mit mir ins Zimmer gekommen ist. – stop

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