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ulysses : 6.55 – Im Traum spaziere ich die winter­liche Küste der Staten Island Insel entlang. Sandiger Boden, Strand, der unter meinen Füßen knis­tert. Es ist sehr kalt, der Schnee in der Nähe des Wassers geschmolzen, land­ein­wärts aber türmt er sich, Wehen, die Kiefern­bäume, die ganze Häuser verschlu­cken. An meiner Seite wandert eine alte, hoch­ge­wach­sene Frau. Sie erzählt in rasender Geschwin­dig­keit eine Geschichte, die ich nicht wirk­lich wahr­nehmen kann, weil ich ihre Sprache nicht verstehe. Aber das scheint die alte Frau nicht weiter zu kümmern, viel­leicht erzählt sie nur deshalb unent­wegt vor sich her, damit ich ihre Stimme hören kann und sie in der Dunkel­heit nicht verliere. Tatsäch­lich ist fast licht­lose Nacht, nur ein halber Mond und ein paar größere Schiffe weit draußen, die in Rich­tung des offenen Atlan­tiks fahren. Ich erin­nere mich, dass die alte Frau eine Pelz­mütze und einen Pelz­mantel trägt, sommer­liche Schuhe, Sport­schuhe, und keinerlei Strümpfe. Um sie herum flitzen Eidechsen, sie scheinen ihr zu folgen, weiss sind sie wie der Schnee, aus dem sie gekommen sind. Wenn ich mich bücke kommen sie neugierig näher, Ich kann sie aufheben, ich kann sie zerbre­chen, sie tragen schnee­weisse Zungen in ihren kleinen Mündern und sie fauchen und tauen, sobald ich sie in meine Hosen­ta­sche stecke. In diesem Moment meine ich, die alte Frau mit einem Namen ange­spro­chen zu haben, an den ich mich nicht erin­nern kann. Einmal bleibt sie stehen, kauert sich auf den Boden, singt leise eine Melodie vor sich hin, der Faden ihrer Stimme wird sichtbar in der fros­tigen Luft. Jetzt hebt sie Steine aus dem Sand, schichtet sie über­ein­ander, so dass sie Türme bilden, die sich in der Dunkel­heit wie Wäch­ter­wesen, wie Mahnende benehmen. Ein hell beleuch­tetes Fähr­schiff fährt dicht am Ufer entlang. Ich sehe Menschen, die tanzen. Das Schiff wird von weiteren Menschen gezogen, die im eiskalten Wasser schwimmen. – stop

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