vögel

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echo : 6.05 — Eine Frau, sehr alt, sitzt in einem ver­wüsteten Zim­mer auf dem Boden. Ihr Gesicht ist ver­let­zt, das linke Auge erblind­et, eine tief­blaue, geschwol­lene Wunde. Dann ist eine Straße zu sehen. Auto­mo­bile fahren im Schritt­tem­po schw­er bepackt nach Nor­den oder Süden. Ein Hub­schrauber der rus­sis­chen Armee jagt über diese Straße hin, als würde ein Kinofilm gedreht. Ich schalte das Fernse­hgerät aus, schließe die Woh­nungstür und trete vor das Haus. Vögel pfeifen, immer pfeifen im Som­mer Vögel, wenn ich auf die Straße trete, auch gestern, als woll­ten sie mir etwas sagen. Vielle­icht woll­ten sie sagen, dreh dich um, setz Dich an Deine Schreib­mas­chine, denk nach, ver­suche her­auszufind­en im Such­er Deines Sea­mon­key­browsers was dort geschieht vor den kauka­sis­chen Bergen. Gestern, nach­mit­tags, habe ich mich also doch auf den Weg gemacht, um in einem Waren­haus ein weißes Hemd zu kaufen. Zwei Stun­den später saß ich im Café vor ein­er Tasse Schoko­lade und notierte warum ich wegen aus­gedehn­ter Beobach­tungstätigkeit scheit­erte in dem Ver­such ein weißes Her­ren­hemd zu kaufen. — stop

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