von den vasentieren

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tango : 3.15 – Tage­lang habe ich über­legt, ob es sinn­voll ist, über die Exis­tenz der Vasen­tiere weiter nach­zu­denken. In diesem Diskurs mit mir selbst, haben meine Vorstel­lungen über das Wesen und die Gestalt der Vasen­tiere, indessen weiter an Präzi­sion zuge­nommen, ohne dass ich das zunächst bemerkte. Einmal wartete ich an einer Ampel unter einer Kastanie. Es war früher Abend und ich nutzte diese Situa­tion des Inne­hal­tens, um mir vorzu­stellen wie es sein könnte, wenn ich eine Vase wäre. Ich hielt zunächst den Atem an, was eigent­lich nicht notwendig gewesen war, Vasen­tiere dürfen atmen, Vasen­tiere müssen atmen, und versuchte mich so wenig wie möglich zu bewegen, eine innere feste Struktur auszu­bilden, sagen wir, eben eine Art Behälter zu sein. Das ist gut gelungen, auch nachdem ich von einer Kastanie auf den Kopf getroffen worden war, bewegte ich mich nicht. In diesem Moment wurde statt­dessen deut­lich, dass Vasen­tiere niemals flüchten, weil sie nicht flüchten wollen und weil sie nicht flüchten können, ihnen fehlen Füße und Beine. Aber sie haben Augen und Ohren, und sind von ihrer orga­ni­schen Konstruk­tion her begabt, Formen nach­zu­ahmen, die geeignet sind, tiefere Gewässer in sich auszu­bilden, das ist nicht verhan­delbar. Auch nicht, dass sie das Wasser zur Versor­gung der Pflanzen, welchen sie Herberge bieten, aus der Luft entnehmen, sei sie noch so trocken. Möglich ist, dass Vasen­tiere, die in der Lage sind, mittels ihrer Gedanken Bewe­gung zu formu­lieren, eher unglück­liche Wesen sein werden, daran sollte man unbe­dingt denken, ehe man sich an die Verwirk­li­chung der Vasen­tiere machen wird. – stop

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