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MENSCH IN GEFAHR : “Am 2. April wurde Gokarakon­da Naga Saiba­ba von den Gefäng­nis­be­hör­den zu einem Kranken­hauster­min gebracht. Seine Frau erhielt jedoch keine Infor­ma­tio­nen über den Ter­min. Zuvor wurde ihr bere­its der Zugang zu ihrem Mann und seinem Arzt ver­wehrt. Am 27. März hat­te sie bei der Nationalen Men­schen­recht­skom­mis­sion die Unter­suchung seines Gesund­heit­szu­s­tandes sowie den Trans­fer in ein Gefäng­nis in ein­er anderen Stadt beantragt, die über bess­er aus­ges­tat­tete Kranken­häusern ver­fügt und in der er durch seine Fam­i­lien­ange­höri­gen unter­stützt wer­den kann. / Am 7. März 2017 wurde Gokarakon­da Naga Saiba­ba unter anderem der „rechtswidri­gen Aktiv­itäten“, „Verabre­dung zu ter­ror­is­tis­chen Hand­lun­gen“ und „Mit­glied­schaft in ein­er ter­ror­is­tis­chen Organ­i­sa­tion“ schuldig befun­den und zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil basierte haupt­säch­lich auf Unter­la­gen und Videoauf­nah­men, die das Gericht als Beweis für seine Mit­glied­schaft in ein­er Organ­i­sa­tion der ver­bote­nen Kom­mu­nis­tis­chen Partei Indi­ens (Maois­t­en) ansah. Amnesty Inter­na­tion­al ist der Ansicht, dass die Ankla­gen gegen Gokarakon­da Naga Saiba­ba kon­stru­iert sind und dass sein Prozess nicht den inter­na­tionalen Stan­dards für faire Gerichtsver­fahren entsprach. / Seine bei­den Beine sind infolge von Kinder­läh­mung gelähmt und er sitzt im Roll­stuhl. Zudem ist bei ihm eine akute Pankreati­tis diag­nos­tiziert wor­den. Auf­grund dieser Erkrankung hat er Schwierigkeit­en mit sein­er linken Schul­ter und der linken Hand. Er lei­det außer­dem an ein­er Herz­erkrankung sowie Bluthochdruck. Nach sein­er Fes­t­nahme und sein­er Inhaftierung im Zen­tral­ge­fäng­nis von Nag­pur in Maha­rash­tra ver­schlechterte sich sein Zus­tand erhe­blich. Seine Frau berichtete, er habe starke Schmerzen und habe seit sein­er Verurteilung bere­its dreimal das Bewusst­sein in sein­er Zelle ver­loren. In einem Brief teilte er vor kurzem mit, er habe Schmerzen im Bauch und in sein­er linken Hand und lei­de unter Kopf­schmerzen. Er schrieb zudem, es sei ihm nicht möglich, grundle­gende Kör­per­funk­tio­nen wie das Urinieren ohne starke Schmerzen durchzuführen. Auch das Schreiben des Briefes würde schmerzen und fiele ihm sehr schw­er. / Obwohl Gokarakon­da Naga Saibabas Fam­i­lie wieder­holt wichtige Infor­ma­tio­nen über seinen Gesund­heit­szu­s­tand ange­fordert hat, gaben die Gefäng­nis­be­hör­den diese Infor­ma­tio­nen nicht her­aus. Im ver­gan­genen Jahr wurde ein Antrag gestellt, ihn auf­grund seines Gesund­heit­szu­s­tands bis zum Rechtsmit­telver­fahren auf Kau­tion freizu­lassen. Die Anhörung zu diesem Antrag soll kom­mende Woche stat­tfind­en.” - Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen bis spätestens zum 16.5.2018 unter > ai : urgent action
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