coleoptera rasura

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tan­go : 10.12 — Eine zier­liche Frau von hohem Alter. Sie schob einen Roll­wa­gen vor sich her, auf dem zwei Kof­fer ruht­en. Ele­gante Klei­dung, sand­far­ben, leichte Som­mer­schuhe, links in der Hand eine Tasche von gelbem Led­er, der ein Kabel entkam, das ein paar Kopfhör­er und ein Mikrophon mit einem Tele­fon ver­band. Das Tele­fon war nicht sicht­bar gewe­sen, aber die Frau sprach in das Mikrophon, das sich in der Nähe ihres Mundes befand, als würde sie tele­fonieren. Hin und wieder blieb sie ste­hen, ihre weißen Hände flat­tern dann in der Luft herum, als wollte sie zur Unter­stützung ihrer Zunge mit Fin­gern artikulieren. Ich ver­suchte, sie anzus­prechen, zu grüßen, ihr nahezukom­men, um hören zu kön­nen, in welch­er Sprache sie kor­re­spondierte. Ich sage Euch, sie flüsterte unbekan­nte Wörter. Ein­mal öffnete sie einen ihrer Kof­fer. Sie gab mir ein Zeichen, ich kni­ete nieder. In dem Kof­fer hock­ten Käfer in Fäch­ern, zwei Käfer je in einem Fach. Ihre Kör­p­er waren von der Farbe und Zeich­nung der Bruyère­hölz­er gewe­sen, und sie brummten, vielle­icht deshalb, weil an der Stelle, da sich üblicher­weise Käfer­zan­gen befind­en, knöch­erne Trom­meln in rasender Geschwindigkeit rotierten. Gegen vier­tel nach zwei Uhr erwacht. Wolken­los­er Him­mel, Sterne, eiskalte Luft nahe der Berge über dem Dach. — stop

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