nachtgecko

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alpha : 2.28 — Das Muse­um der Nachthäuser befind­et sich am Shore Boule­vard nördlich der Hell Gates Bridge befind­et, die den New York­er Stadt­teil Queens über den East Riv­er hin­weg mit Randilis Island verbindet. Ich weiß nicht, ob das Muse­um noch immer existiert, es war oder ist ein recht kleines Haus, rote Back­steine, ein Schorn­stein, der an einen Fab­rikschlot erin­nert, ein Garten, in dem ver­wit­terte Apfel­bäume ste­hen, und der Fluss so nah, dass man ihn riechen kon­nte. Während eines Spazier­ganges, zufäl­lig, ent­deck­te ich dieses Muse­um, von dem ich nie zuvor hörte. Es war ein später Nach­mit­tag, ich musste etwas warten, weil das Muse­um nicht vor Ein­bruch der Däm­merung öff­nen würde, ein Muse­um für Nacht­men­schen eben, die in Nachthäusern wohnen, welche erfun­den wor­den waren, um Nacht­men­schen art­gerecht­es Wohnen zu ermöglichen. Als das Muse­um dann endlich öffnete, war ich schon etwas müde gewor­den, und weil ich der einzige Besuch­er gewe­sen, führte mich ein junger Mann per­sön­lich herum. Er war sehr geduldig, wartete, wenn ich wie wild in mein Notizbuch notierte, weil er span­nende Geschicht­en erzählte von jenen merk­würdi­gen Gegen­stän­den, die in den Vit­ri­nen des Muse­ums ver­sam­melt waren. Von einem dieser Gegen­stände will ich kurz bericht­en, von einem met­al­lenen Wesen, das mich an eine Kreuzung von Gecko und Spinne erin­nerte. Das ver­rostete Ding war von der Größe eines Schuhkar­tons. An je ein­er Seite des Objekt saßen Beine fest, die über Saugnäpfe ver­fügten, eine Kam­era thronte obe­nauf wie ein Reit­er. Der junge Mann erzählte, dass es sich bei diesem Gerät um ein Instru­ment der Vertei­di­gung han­delte, aus ein­er Zeit, da Nacht­men­schen mit Tag­men­schen noch unter ein und dem­sel­ben Haus­dach wohn­ten. Das kleine Tier saß in der Vit­rine in ein­er Hal­tung als würde er sich duck­en, als würde es jed­erzeit wieder eine Wand besteigen wollen. Das war näm­lich seine vornehme Auf­gabe gewe­sen, Zim­mer­wände zu besteigen in der Nacht, sich an Zim­merdeck­en zu heften und mit kleinen oder größeren Ham­mer­w­erkzeu­gen Klopf- oder Schlag­geräusche zu erzeu­gen, um Tag­men­schen aus dem Schlaf zu holen, die ihrer­seits wenige Stun­den zuvor noch durch ihre erbar­mungs­los harten Schritte den Erfind­er der Geck­o­mas­chine, einen Nachtar­beit­er, aus seinen Träu­men geris­sen haben mocht­en. Es war, sagte der junge Mann, immer so gewe­sen damals in dieser schreck­lichen Zeit, dass sich Tag­men­schen sich­er fühlten vor Nacht­men­schen, die unter ihnen lebten, die mit Schrit­ten Zim­merdeck­en ihrer Woh­nung niemals erre­icht­en. Aus und fini! - stop

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