bronx — flug

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echo : 23.
32 — In der Däm­merung des Abends gegen die 241 St zu, let­zte Sta­tion weit oben im Nor­den. Eine halbe Stunde Tief­flug über stein­erne Land­schaften der Bronx, Miethauskaser­nen, rot, grau, rußig schwarz. Nach und nach leert sich der Zug, aber da draußen, da unten hin­ter den schep­pern­den Scheiben des Zuges, geräusch­los, stumm, Straßen­züge voller Men­schen bis hin zum Hor­i­zont. Und wie sich die Licht­mem­brane dann beruhi­gen, wie wir langsamer und langsamer wer­den, der schmale Kopf eines met­al­lenen Füh­lers, unser Bahn­steig, an den der Zug sich müde lehnt wie ein Schiff an einen meerischen Lan­dungssteg nach langer Reise. Wald, wild und dornig, jen­seits der Schienen, blühende Gräs­er erheben sich vom brüchi­gen Boden. Eine Bank, warmes Holz, auf dem ich sitze, rot leuch­t­ende Fal­ter eilen west­wärts. Weit ent­fer­nt, am anderen Ende des schlafend­en Zuges noch, die Gestalt ein­er Frau mit Besen, die sich durch die schim­mernde Schlange fädelt, eine Frau von schwarz­er Haut­farbe. Sie trägt kräftige Schuhe und einen Over­all. Als sie bei mir ankommt, zögert sie kurz, will wis­sen, was ich hier tue, sel­tene Erschei­n­ung, for­muliert so rasend schnell, dass ich ihr kaum fol­gen kann. Bald geht sie weit­er, schleift ihren Besen hin­ter sich her, macht den Zug zu Ende, kommt wieder zurück, set­zt sich neben mich, spricht wie in Zeitlupe  mit leicht erhoben­er Stimme: I — s — - t – h — a — t — - s — l – o — w — - e – n — o — u – g – h ?
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