schweizer jazz : paul nizon

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india : 0.03 — Gestern bin ich Paul Nizon wieder­begeg­net. Durfte beobacht­en, wie er in Paris eine sein­er Arbeitswoh­nun­gen spazierte. Natür­lich waren zwis­chen ihm und mir eine Kam­er­alinse, ein Bild­schirm und dort etwas ver­gan­gene Zeit aufges­pan­nt. Trotz­dem kon­nte ich ihn gut erken­nen. Er trägt jet­zt einen kleinen run­den Bauch vor sich her und sein Haar ist grau gewor­den, und doch ist er ganz der alte, verehrte Schrift­steller geblieben. Vor allem seine schöne Stimme, das sorgfältige Sprechen, die warme Melodie der Sprache, das Schweiz­erische, hier waren sie wieder, und auch das Ton­bandgerät, das auf einem Tisch ruhend die Luftwellen der notierten Sätze eines Tages erwartete. In diesem Moment, grad ist Dien­stag gewor­den, erin­nere ich mich, dass ich Paul Nizon ein­mal per­sön­lich begeg­net war in der Straße, in der ich wohne, und daran, dass ich damals dachte: Er ist klein­er, als ich erwartet habe. Er trug einen grauen Man­tel, weiß der Teufel, weshalb ich die Farbe seines Man­tels gespe­ichert habe, und einen Hut, nehme ich an. Und da war noch etwas gewe­sen, mein Herz näm­lich schlug in ein­er Weise, dass ich’s in meinem Kopf hören kon­nte. — Ein Früh­lingsabend. — Ja, ein Früh­lingsabend. — Und ich sagte zu mir: Louis, reg dich nicht auf! Du bist an einem flanieren­den Geist vorübergekom­men. – Nacht. stop. Schnee. stop. Flügel. stop
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