alexandros panagoulis

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alpha : 2.58 — Ich beobachtete einen jun­gen Mann, der lange Zeit neben ein­er Ampel vor ein­er Kreuzung stand, eine vornehme und zugle­ich merk­würdi­ge Erschei­n­ung. Der Mann trug einen ele­gan­ten, grauen Anzug, hell­braune, feine Schuhe, ein weißes Hemd und eine Krawat­te, feuer­rot. Er machte etwas Selt­sames, er set­zte näm­lich seinen recht­en Fuß auf die Straße, um ihn sogle­ich wieder zurück­zuziehen, als ob der Belag der Straße zu heiß wäre, um sie tat­säch­lich betreten zu kön­nen. Das ging eine Vier­tel­stunde so ent­lang, ein früher Nach­mit­tag, es reg­nete leicht. Der Mann schien nicht zu bemerken, dass ich ihn beobachtete. Um uns herum waren sehr viele Men­schen unter­wegs gewe­sen, die die Kreuzung Broad­way Ecke 30. Straße schnellfüßig unter sich drehen­den Regen­schir­men über­querten. Für einen Augen­blick hat­te ich den Ein­druck, der Mann würde sich ver­hal­ten wie eine Fig­ur in einem sehr kurzen Film, der sich unabläs­sig wieder­holte. Ein­mal bleibt eine ältere Frau neben ihm ste­hen, sie schien zu zögern, aber dann trat sie doch entschlossen auf die Straße, um kurz darauf zurück­zukehren und dem jun­gen Mann eine Tüte Nüsse zu über­re­ichen. In genau diesem Augen­blick liess ich los und spazierte weit­er in Rich­tung South Fer­ry, ohne mich noch ein­mal nach dem jun­gen Mann umzu­drehen. — Kurz vor drei Uhr. Noch Stille draußen vor den Fen­stern, küh­le Nacht. Erin­nerte mich vor weni­gen Stun­den an Alexan­dros Panagoulis, an das vorgestellte Bild des Dichters, wie er im griechis­chen Mil­itärge­fäng­nis Bogiati in ein­er Zelle sitzt. Er ist ohne Papi­er, er notiert Gedichte, die er aufhebt in seinem Kopf. Lange musste ich nach seinem Namen suchen, er war ver­schwun­den gewe­sen, als hätte ich nie von ihm gele­sen. — stop
drohne4

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