panthergeschichte

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18.15 – Da ist mir doch tat­säch­lich ein junger Pan­ther zuge­laufen, ein zier­li­ches Wesen, das müh­e­los vom Boden her auf meine Schul­ter sprin­gen kann, ohne dabei auch nur den ger­ing­sten Anlauf nehmen zu müssen. Seine Zunge ist rau, seine Zähne kühl, ich bin stark, auch im Gesicht, geze­ich­net von seinen wilden Gefühlen. Der Pan­ther schläft, unter­dessen ich arbeite. So glück­lich sieht er dort aus auf der Decke unter der Lampe liegend, dass ich selb­st ein wenig schläfrig werde, auch wenn ich nur an ihn denke, an das Licht sein­er Augen, das gelb ist, wie er zu mir herüber schaut bis in den Kopf. Spät­abends, wenn es lange schon dunkel gewor­den ist, gehen wir spazieren. Ich lege mein Ohr an die Tür und lausche, das ist das Zeichen. Gle­ich neben mir hat er sich aufge­richtet, schärft an der Wand seine Krallen, dann fegt er hin­aus über die Straße, um einen vom Nacht­licht schon müden Vögel zu ver­speisen. Daran sind wir gewöh­nt, an das leise Krachen der Gebeine, an schau­kelnde Fed­ern in der Luft. Dann weit­er die heim­liche Route unter der Stern­warte hin­durch in den Palmen­garten. Es ist ein großes Glück, ihm beim Jagen zuhören zu dür­fen. Ich sitze, die Beine über­ein­ander geschla­gen, auf ein­er Bank am See, schaue gegen die Sterne, und vernehme die Wande­rung des Jägers ent­lang der Ufer­strecke. Ein Rascheln. Ein Krächzen. Ein Schlag ins Wass­er. Wenn er genug hat, gehn wir nach Hause. — Don­ner­stag. 24. Jan­u­ar 2008. Kurz nach­dem ich diese kleine Geschichte mit Vergnü­gen erfun­den habe, die Nachricht, die kom­plette DNA eines Bak­teri­ums sei zum ersten Mal von Men­schen­hand wieder­holt, das heißt mon­tiert wor­den ist. — stop

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