downtown manhattan : concerto No 5

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nordpol : 0.01 – Donnerstag, später Abend. Mrs. Lillue spielt Mozarts Violin Concerto No 5. Schwere Schnee­flo­cken schau­keln vom dunklen Himmel. Eisige Kälte da draußen über der Upper Bay, in der Warte­halle White­hall Ferry Terminal aber ist es warm und die Luft so trocken, dass Mrs. Lillue ihren Mantel ablegt. Sie trägt jetzt ein dunkel­grünes Kleid, das bis zum Boden reicht und feuer­rote Turn­schuhe. Ein schwarzer Junge sitzt in ihrer Nähe auf seinem Basket­ball und hört ihr zu mit ernstem Gesicht. Kaum ein weiterer Laut zu hören, obwohl hunderte Menschen darauf warten, auf das nächste Schiff treten zu dürfen, das gleich anlegen wird. In diesem Moment nähert sich eine zier­liche alte Frau der Künst­lerin. Sie ist beinahe durch­sichtig, so hell ihre Haut, so hell ihre Augen, und auch ihre Stimme so hell, dass man sie kaum noch vernehmen kann. Sie will wissen, wie alt die  Geige sei auf der Mrs. Lillue spielt? Wie sich die alte Frau soweit streckt bis sie auf den Spitzen ihrer Zehen zu stehen kommt, um mit dem Rücken ihrer Hand über das Holz des Instru­ments zu strei­chen. – stop

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