jamaica

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echo : 20.26 — Ich will von einem Mann erzählen, der mir in einem Sub­way­wag­on auf der Fahrt von der Lex­ing­ton Avenue nach Jamaica begeg­net war. Er trug, obwohl es im Abteil sehr warm gewe­sen war, Hand­schuhe an bei­den Hän­den. Das waren recht merk­würdi­ge Hand­schuhe, denn die Dau­men des Mannes wur­den von Schnüren, die an den Fäustlin­gen befes­tigt waren, ins Innere der Hand gezo­gen. Fin­ger umschlossen sie fest, auch sie waren mit­tels Schnur­w­erkes gefes­selt. Man kön­nte sagen, dass die Hand­schuhe, die der Mann trug, seine Hände bändigten, in dem sie Fäuste formten. So, gefes­selt, saß der Mann während der lan­gen Fahrt vor mir und nick­te. Er betra­chtete seine Hände, wie mir schien, mit zärtlichenr Aufmerk­samkeit, in der Art und Weise der Lieben­den vielle­icht, wenn ein Blick nachts heim­lich einen schlafend­en Mund umschme­ichelt. Ich ver­suchte zu arbeit­en, kon­nte mich aber nicht konzen­tri­eren. Nach einiger Zeit fragte ich den Mann, ob er denn etwas in Hän­den hielte, etwas, das vielle­icht flüchte kön­nte, wenn er seine Hände öffnete. Das schien nicht der Fall zu sein, weil der Mann seinen Kopf schüt­telte und lachte, ohne indessen mit mir ein Gespräch aufnehmen zu wollen. Ich wartete also einige Zeit, sah aus dem Fen­ster, späte Flugzeuge, eine Kette von Lichtern, näherte sich dem Flughafen. Und da war mein müdes Gesicht im Spiegel der Scheibe. Und dann wieder der Mann und seine Hände, die auf seinen Schenkeln lagen. Sie drück­en die Dau­men, sagte ich, ist das möglich? Der Mann lachte jet­zt. Er schien zu über­legen, dann antwortete er mit leis­er Stimme, die in dem schep­pern­den Lärm des Sub­way­wag­ons kaum noch zu hören war, dass ein Prob­lem sei, dass er nicht wisse, wie er seine Fäustlinge für das Wün­schen bei Nacht, ohne die Hil­fe eines weit­eren Men­schen anle­gen kön­nte. Der linke der Hand­schuhe war im übri­gen von gel­ber, der rechte von blauer Farbe. — stop

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