12.15 — Einmal eine Gebärde erfinden, die das Wort Hibiscilli vollständig enthält. Eine Geste der Freude. — stop
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17.32 — Saß traumwärts in einem Café nahe eines Meeres unter Männern, die Go oder etwas anderes spielten mit kleinen, runden, bernsteinfarbenen Steinen. Die Luft an diesem Ort war heiß und trocken. Ich wunderte mich nicht, dass die Männer, die von hohem Alter gewesen waren, sich mit gewaltigen Ohren Luft zufächelten in der Art und Weise der Elefanten. Seltsame Geräusche waren zu hören, schwere, knarzende Töne, als würde an hölzernen Schrauben gedreht. Und doch war die Haut der Ohren so fein, dass man durch sie hindurch sehen konnte. Sobald sie hinter den verwitterten Köpfen zusammenschlugen, wurden die Augen des Herrn zu Schlitzen, bewegten sich die luftigen Häute zurück, öffneten sie sich. Hinter dem Tresen dämmerte ein weiterer Mann, der hatte sich mit seinem Pergament das Gesicht zugedeckt. Ich betrachtete ihn eine Weile, und schon war ich, noch im Stehen, dem heutigen Tage zu, eingeschlafen. — stop
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3.15 — Ich kann mir auf der Stelle ein flugtaugliches Wesen denken, das von einer leuchtend roten Körperfarbe ist und über Augen verfügt, die auf Türmen sitzen. Statt Antennen wachsen ihm Scheren aus dem Kopf, statt Wasser bewohnt es Bäume, statt von Vögeln wird es von Menschen gefressen. Weshalb faszinieren mich Hummer? Warum fürchte ich Krabben? — stop

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21.22 — Gestern Abend, ich hockte im letzten Licht der Sonne auf dem Fensterbrett, habe ich entdeckt, dass ich die Luft, sobald ich ihre feinen Stäube als Plankton und Fliegen und Falter als Fische betrachte, für eine Flüssigkeit, sagen wir, für ein Meeresgewässer halten kann. — stop

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15.05 – Ist es sinnvoll, davon zu sprechen, dass ich Beckett oder Krapp bei ihrer Arbeit in meinem Gehirn beobachte, wenn ich das Letzte Band lese? Oder beobachten sie mich? — stop

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18.15 — Blick auf James Watsons Fotografie, nachdem ich versuchte, in seine Zeichenkette vorzudringen. Ein stillstehender Mensch mit Pipette. Lange andauernde Belichtung, bis die Computermaschine meldet : No signal. Going to sleep. Sind wir seltsam geworden? — stop
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2.15 — Heute Nacht, weiß der Himmel warum, knistern die Wände meiner hölzernen Zimmer. Vielleicht ist der Boden unter der Stadt nach Norden vorgerückt, und ich höre in diesen Stunden das Nachfedern des Hauses. Oder aber feinste Substanzen der Luft sind in elektrischer Bewegung, weil hinter den wandernden Erdmagneten bereits Winter wird. Um eins gehe ich aus dem Haus. Um zwei bin ich zurück. Jetzt ist es fünfzehn Minuten später und in New York gerade kurz nach sieben Uhr Abend, beste Zeit einen kleinen Imbiss zu mir zu nehmen. Dann wieder an die Arbeit. Habe noch ein paar Namen zu erfinden. Geräusche, sagen wir: — Burma 8. Mandrill. Subseven. Milanomaki. — Gern würd ich die kommenden 500 Jahre überleben. — stop

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0.01 — Existiert vielleicht eine Maschine, die zählen kann, wie viele Wörter von einem Menschen während seines Lebens ausgesprochen werden? — Wie viele Wörter habe ich in meinem Leben bereits zur Sprache gebracht, wie viele Wörter habe ich geschrieben und wie viele Wörter habe ich gedacht? — stop

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0.55 — Eine merkwürdige Person könnte einmal erfunden worden sein, ein Mann, der vor einer schweren, mechanischen Schreibmaschine sitzt. Er notiert, ohne ein Farbband eingelegt zu haben. Dann nimmt er das Papier aus der Maschine und macht den Eindruck der Zeichensätze sichtbar, indem er mit einem Bleistift das Papier verdunkelt. — stop

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11.48 — Seit einer Stunde bereits versuche ich den Namen einer jungen Frau wiederzufinden, das heißt, hervorzuholen, um mich auf die Suche nach jener Musik machen zu können, die ihre Trompete einmal spielte oder vielleicht noch immer spielt. Ich laufe auf und ab. Ich spüre, dass er da ist, dass ich den Namen noch in meinem Kopf gespeichert habe. Aber selbst mit geschlossenen Augen komm ich nicht heran. — stop
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