Aus der Wörtersammlung: telefon

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taucher

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hima­la­ya : 0.12 — Men­schen, die tele­fo­nie­rend in U‑Bahnen sit­zen, machen Geräu­sche, als funk­ten sie aus einer ande­ren Zeit her­über, als wären sie Kon­ser­ve, als wür­de eine uralte Schall­plat­te abge­spielt, als wür­den sie in einem U‑Boot lang­sam sin­ken, krei­schen­de, knis­tern­de, kra­chen­de Töne aus ton­nen­schwe­rer Tie­fe, aus dem Infer­no spie­len­der Kra­ken Stim­men, die Frag­men­te flüs­tern, sodass man nur noch ver­damm­te letz­te Din­ge ant­wor­ten kann. Dann aber Stil­le. Ein wei­te­res Ende. Man steht her­um, man weiß nichts zu tun, man öff­net die Tür, Salz stürzt die Trep­pe her­auf, und Luft, eine Wel­le feuch­ter Luft, vom Was­ser gehetzt, das bereits um die Ecke don­nert. Kaum hat man einen Gedan­ken gefasst, ist alles geflu­tet, der Flur, das Bad, die Lun­ge. Jetzt trei­ben sie her­ein, schwe­ben in der Küche her­um, machen Zei­chen und Sät­ze, berich­ten von klei­nen Schreib­tisch­krie­gen, Kom­man­dan­ten der Tage. — stop

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kolibri

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3.01 — Ich wur­de, noch nicht lang her, gefragt, wor­in denn die Vor­zü­ge eines Lebens auf Bäu­men zu sehen sei­en. Hört zu, habe ich geant­wor­tet, kei­ne Zei­tung, kein TV. Ruhe. Fast Stil­le. Etwas Pfei­fen, etwas Schnat­tern. Käfer. Amei­sen­tie­re. Und Affen, grö­ße­re Grup­pen fre­cher Affen. Tama­ri­ne. Die Ker­le dro­hen mit längst ver­go­re­nen Früch­ten, die sie für Geschen­ke hal­ten. Mos­ki­tos. Fau­chen­de Scha­ben. Kein Besteck, kei­ne Waf­fen, kei­ne Tele­fo­ne. Abend­seg­ler. Leich­te­re Flie­gen. Flie­gen in Blau, in Rot, in Schwarz. Schnel­le Spin­nen. Abwar­ten­de Spin­nen. Regen. War­mes Was­ser. Die Stäm­me der Bäu­me, die so hoch auf­ra­gen, dass man ihre Kro­nen nicht mit Bli­cken errei­chen kann, auf und ab, auf und ab, Schiffs­mas­ten im Hafen vor Sturm. Des­halb See­krank­heit, des­halb Höhen­angst. Aber Vögel, sehr klei­ne Vögel. Flü­gel. Unschär­fen der Luft. Öff­net man vor­sich­tig den Mund, wird man für eine Blü­te gehal­ten. — stop

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salznamen

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2.01 — Dass die Fische eines Schwarms kei­ne Namen tra­gen. Auch die Som­mer­fä­den eines August­him­mels oder die Mole­kü­le eines Was­ser­trop­fens sind kaum je beschrif­tet, wie der Sand einer Wüs­te ohne jede Bezeich­nung ist, sodass man eine Hand­voll Sand nicht auf einen Tisch wer­fen könn­te und sagen, die­ser klei­ne Stein hier, das ist S‑sa­ha­ra-No 537675258386. Ich sehe Dich, aber ich gebe Dir kei­nen Namen. Statt­des­sen ver­su­chen wir den Him­mel. Wir sagen: Das ist Gala­xie M‑23. Und die­ser blaue Nebel hier ver­dun­kelt die Gala­xie M‑C58. Unse­re elek­tro­ni­schen Augen sind emp­find­lich. Wir könn­ten mit die­sen Augen viel­leicht einen Golf­ball auf dem Mond erken­nen oder eine Tele­fon­zel­le auf dem Mars, nicht aber einen Stern hin­ter einem Stern in einer 7 Mil­lio­nen Licht­jah­re ent­fern­ten Spi­ral­ga­la­xie. Viel­leicht soll­te ich, wenn ich wie­der ein­mal auf­ge­regt sein wer­de, weil mir der Him­mel auf den Kopf zu fal­len droht, einen Tee­löf­fel Salz auf mei­nen Schreib­tisch schüt­ten und eine Zäh­lung und Bezeich­nung der Kris­tal­le vor­neh­men. Wie lan­ge Zeit wür­de ich zäh­len? Könn­te ich je wie­der auf­hö­ren? — stop

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