etwas weiteres das knurrte

picping

Im Nacht­ex­press Mozart von Mün­chen ( Flug­ha­fen ) nach Wien ( Cen­tal­b­an­hof ) sind gegen Mit­ter­nacht grund ver­sehnt­li­cher Ent­fal­tung eines 2 Sekun­den­zel­tes in einem Groß­raum­wa­gon drei tas­ma­ni­sche Sing­zi­ka­den ( Cica­di­dae ), 32 aus­tra­li­sche Kno­ten­ammei­sen ( rot / Myr­mi­ci­nae ) sowie ein Dorn­teu­fel­chen ( 25 Gramm ) in die Frei­heit ent­wi­chen. Noch etwas wei­te­res war flüch­tig, das knurrte ehe es ver­stummte. – stop

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von ohrenbäumen

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marimba : 0.55 – Auf der Suche nach der Exis­tenz der Ohren­bäume in der digi­ta­len Sphäre, ent­deckte ich, dass sie mög­li­cher­weise nicht exis­tie­ren. Ich könnte einen Ohren­baum dem­zu­folge erfin­den. So viel ist noch zu sagen: Eine Ame­ri­ka­ne­rin, Mrs. Eliz­a­beth Ohren­baum, soll von 1796–1885 in dem Städt­chen Ladoga im Staate Indiana gelebt haben. Außer­dem mög­li­cher­weise ein Mann namens Lud­wig Ohren­baum, nach dem Mr. Bene­dict Ornburn an einem Sonn­tag, dem 6. Sep­tem­ber 1998 um 22:50:02 Uhr im Jahr 1998 mit fol­gen­den Wor­ten suchte: Query: I am loo­king for infor­ma­tion about LUDWIG OHRENBAUM / The first OHRENBAUM (LUDWIG) is sup­po­sed to have come to Berks Cnty about 1699 from Ger­many. This OHRENBAUM or a decen­dent, LUDWIG OHRENBAUM had a son, also cal­led LUDWIG OHRENBAUM (LUDWIG II).LUDWIG II is recor­ded in Penn­syl­va­nia Archi­ves, second series Vol 14. I would like to know more. – Acht­zehn Jahre spä­ter ver­suchte ich ver­geb­lich, Lud­wig Ornburn per E-mail zu errei­chen. Fol­gende Ant­wort einer Ser­ver­ma­schine ist zu ver­zeich­nen: host ff-ip4-mx-vip2.prodigy.net[144.160.159.22] said: 550 5.2.1 … Address unk­nown, relay=[194.25.134.82] (in reply to RCPT TO com­mand) – /// Bitte mel­den! – stop

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zwitschern

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kili­man­dscharo : 2.02 – Beim Ohren­arzt trete ich durch eine schmale Tür in einen Saal. Vögel flie­gen herum, sie piep­sen und pfei­fen, dass es eine wahre Freude ist. Da sind Rot­kehl­chen, Sper­linge, Tig­er­wald­sän­ger, Sei­den­schwänze, Ammern, Tanga­ren, Schwanz­mei­sen, woher ich nur diese wun­der­ba­ren Namen habe? Zwei Fin­ken lan­den auf mei­nem Kopf, sie sin­gen nicht nur, sie spre­chen, sie sagen: Sie sind zu spät, haben sie bitte etwas Geduld! Im Saal lie­gen zwan­zig oder drei­ßig Men­schen in Bade­wan­nen, andere sit­zen auf Stüh­len, tra­gen irgend­wel­che blin­ken­den Käfige über dem Kopf. Grad als ich mich hei­misch fühle, bemerke ich einen Korb, in dem mensch­li­che Ohren lie­gen, das war irgendwo nahe der Jora­le­mon Street. Ich sitze bald auf einer Bank mit Blick auf die Upper New York Bay. Es ist frü­her Abend. Wol­ken­lo­ser Him­mel. Noch immer kann ich nicht sagen, ob ich wirk­lich wach bin. – stop
propeller

gelb

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nord­pol : 0.12 – Wie gut, dass digi­tale Such­ma­schi­nen exis­tie­ren, die in der Lage sind, die­sen Ort : par­ti­cles : zu durch­su­chen, sobald ich eine Frage an ihn richte, zum Bei­spiel, wie oft ich das Wort Blau ver­wen­det habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ( : 53 Mal ), oder das Wort Rot ( : 35 Mal ), das Wort Orange ( : 10 Mal, eher sel­ten ), auch mit dem Wort Gelb war ich spar­sam gewe­sen ( : 18 Mal ). Als ich das Wort Gelb, die Häu­fig­keit sei­nes Vor­kom­mens prüfte, erin­nerte ich mich an einen wun­der­ba­ren Text, Uwe John­sons Brief aus New York, in dem das Wort Gelb eine her­vor­ra­gende Rolle spielt. Der Text beginnt so: Über was hier anders ist / in New York im Staat New York / weißt du es ist eine von jenen Städ­ten in die die west­ber­li­ner Zei­tungs­ver­le­ger kleine Klin­geln aus Por­zel­lan schi­cken an Fami­lien denen ein Ange­hö­ri­ger umge­bracht wurde bei dem Ver­such Ange­hö­rige ande­rer Fami­lien umzu­brin­gen / in Viet­nam das ist noch hin­ter der Tür­kei / ein Brief über was hier anders ist über einen Unter­schied / Ende der Über­schrift // Gelb, zum Bei­spiel / Gelb ist hier anderswo / ich meine die ganze Far­ben­fa­mi­lie / was noch gelb ist oder so nahe an Gelb wie Ocker oder Kana­ri­en­vo­gel oder über­haupt alles im Bereich zwi­schen Rot und Grün / nicht nur any of the colors nor­mally seen when the por­tion of the phy­si­cal spec­trum of wave lengths 571,5 to 578,5 mil­li­mi­crons employed as a sti­mu­lus wie Webs­ter sagt / son­dern auch was mal gelb war / Gelb ist hier anderswo / nicht nur im Ei in den Mon­go­len in der Gelb­sucht in Schwäm­men Schmet­ter­lin­gen But­ter­blu­men / nie so viel Gelb gese­hen wie hier … / – stop. Ich habe die­sen Text in dem Buch Eine Lite­ra­ri­sche Land­karte ent­deckt, das von Hans Magnus Enzens­ber­ger im Jahr 1999 her­aus­ge­ge­ben wurde. Gleich werd ich mich an mei­nen Schreib­tisch set­zen und mit Blei­stift aus­ge­rüs­tet, das Wort Gelb zu zäh­len begin­nen. – stop
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im warenhaus

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marimba : 0.02 – Am Abend im Waren­haus beob­achte ich einen klei­nen Jun­gen. Er springt in einer War­te­schlange vor einer Kasse herum und lacht und ver­dreht die Augen. Weil sich auf dem För­der­band vor der Kasse Milch­fla­schen, Corn­flakes­schach­teln, Rei­stü­ten sowie zwei Honig­me­lo­nen befin­den, kann der Junge den Mann, der an der Kasse seine Arbeit ver­rich­tet, zunächst nicht sehen. Bei dem Mann han­delt es sich um Javuz Aylin, er ist mit­tels eines Namens­schild­chens, das in der Nähe sei­nes Her­zens ange­bracht wurde, zu iden­ti­fi­zie­ren. In die­sem Moment der Geschichte erhebt sich Herr Aylin ein wenig von sei­nem Stuhl, um neu­gie­rig  über die Waren hin­weg zu spä­hen, ver­mut­lich des­halb, weil der Haar­schopf des Jun­gen mehr­fach in sein Blick­feld hüpfte. Da ist noch ein zwei­ter Haar­schopf an die­sem Abend im Waren­haus in nächs­ter Nähe, schwar­zes, locki­ges Haar, es ist der jün­gere Bru­der des Jun­gen, der in weni­gen Sekun­den zu dem Kas­sie­rer spre­chen wird, beide Kin­der sind sich so ähn­lich als seien sie Zwil­linge, ein gro­ßer und ein klei­ner Zwil­ling. Gleich hin­ter den Buben war­tet die Mut­ter, sie lächelt wie sie ihre Kin­der so fröh­lich her­um­tol­len sieht. Die junge Frau trägt ein sehr schön bun­tes Kopf­tuch, ich stelle mir vor, sie könnte in Marokko gebo­ren wor­den sein, kräf­tig geschmink­ter Mund, herr­li­che Augen. Plötz­lich sind die Waren auf dem För­der­band ver­schwun­den, der ältere der bei­den Jungs betrach­tet auf­merk­sam das Gesicht des Kas­sie­rers Aylin, der müde zu sein scheint. Er hält dem Jun­gen ein Päck­chen mit Sam­mel­bil­dern zur Euro­pa­meis­ter­schaft ent­ge­gen, außer­dem ein zwei­tes Päck­chen für den klei­ne­ren Bru­der, der immer noch hüpft, weil er gerade eben doch noch zu klein ist, um über das Band selbst hin­weg spä­hen zu kön­nen. Oh, danke, sagt der Junge zu Herrn Aylin. Er schaut kurz zur Mut­ter hin­auf, die nickt. Ich habe schon fast alle Kar­ten, fährt er fort, die deut­sche Mann­schaft ist kom­plett. Er macht eine kurze Pause. Ich bin näm­lich Deut­scher, sagt der Junge mit kräf­ti­ger Stimme, auch mein Bru­der ist Deut­scher. Wie­der schaut er zu Mut­ter hin, und wie­der nickt die junge Frau und lacht. Bist Du auch Deut­scher, fragt der Junge Herrn Aylin. Der schüt­telt jetzt den Kopf und schnei­det eine freund­li­che Gri­masse. Der Junge setzt nach: Ach so! Warum nicht? Aber da ist er, ehe Herr Aylin ant­wor­ten kann, mit sei­nem klei­nen Bru­der und sei­nen Sam­mel­bil­dern bereits irgendwo hin­ter der Kasse ver­schwun­den, so dass sich ihre Mut­ter beei­len muss, um sie nicht aus den Augen zu ver­lie­ren. – stop
ersteseite

ai : BAHRAIN

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MENSCH IN GEFAHR : “Der bah­rai­ni­sche Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger Nabeel Rajab ist am 13. Juni fest­ge­nom­men wor­den. Er ist wegen “Ver­brei­tung von fal­schen Infor­ma­tio­nen und Gerüch­ten mit dem Ziel, den Staat in Ver­ruf zu brin­gen” ange­klagt. Die Staats­an­walt­schaft hat eine sie­ben­tä­gige Haftan­ord­nung gegen ihn erlas­sen. Er ist ein gewalt­lo­ser poli­ti­scher Gefan­ge­ner. Am 13. Juni gegen 5 Uhr mor­gens umstell­ten Bereit­schafts­po­li­zis­t_in­nen das Vier­tel des Dor­fes Bani Jamra west­lich der Haupt­stadt Manama, in dem Nabeel Rajab wohnt, und nah­men den Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger fest. Sie leg­ten einen Durch­su­chungs­be­schluss für sein Haus sowie einen Haft­be­fehl gegen ihn und einen Beschluss für seine Über­gabe an die Kri­mi­nal­po­li­zei vor. Eine Begrün­dung für diese Maß­nah­men war dar­aus jedoch nicht ersicht­lich. Sein Handy und sein Com­pu­ter wur­den beschlag­nahmt und er ist auf die Poli­zei­sta­tion in Ost-Riffa süd­lich von Manama gebracht wor­den, wo er sich noch immer befin­det. Man hat ihm erlaubt, seine Fami­lie anzu­ru­fen. Am 14. Juni hat man Nabeel Rajab zur Staats­an­walt­schaft gebracht, wo er wegen “Ver­brei­tung von fal­schen Infor­ma­tio­nen und Gerüch­ten mit dem Ziel, den Staat in Ver­ruf zu brin­gen” ange­klagt wurde. Die Staats­an­walt­schaft erließ zudem wegen der lau­fen­den Ermitt­lun­gen eine sie­ben­tä­gige Haftan­ord­nung gegen ihn. Die Rechts­bei­stände von Nabeel Rajab waren bei dem Ter­min am 14. Juni anwe­send. Als seine Ange­hö­ri­gen ihn gegen 21 Uhr des­sel­ben Tages besuch­ten, sagte er ihnen, dass man ihn anders als andere Gefan­gene in Ein­zel­haft fest­halte. Gegen Nabeel Rajab wird zusätz­lich wegen sepa­ra­ter Vor­würfe bezüg­lich eini­ger Twit­ter-Kom­men­tare und geteil­ter Twit­ter-Nach­rich­ten ermit­telt. The­men der Kom­men­tare sol­len der Krieg im Jemen und Fol­ter­vor­würfe im Zusam­men­gang mit einem Häft­lings­streik am 10. März 2015 im Jaw-Gefäng­nis gewe­sen sein. Sollte auch die­ser Fall vor Gericht gebracht und Nabeel Rajab ver­ur­teilt wer­den, dro­hen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Im Novem­ber 2014 wurde ein Rei­se­ver­bot gegen ihn ver­hängt.” – Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schrift­li­che Aktio­nen, mög­lichst unver­züg­lich und nicht über den 28. Juli 2016 hin­aus, unter > ai : urgent action

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