entwicklung

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1.17 — Sobald ich bemer­ke, dass mir eine Figur, die ich gera­de erfin­de, fremd ist, der Gedan­ke: Du bist noch nicht ganz durch­be­lich­tet. — stop

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schöpfung

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0.15 — Sind nicht viel­leicht kleins­te Teil­chen, die aus dem Kos­mos kom­mend die Erde und dort auf Men­schen und dort auf Zel­len tref­fen, als Zufalls­ge­ne­ra­to­ren der Schöp­fung anzu­se­hen? — stop

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pergament

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0.37 — In ein schüt­zen­des Kor­sett von Schaum­gum­mi gepresst, ruh­te eine Apfel­bir­ne unter wei­te­ren Früch­ten, sie glänz­te, als hät­te sie hohes Fie­ber. Habe sie mit nach Hau­se genom­men und ver­su­che gera­de eben her­aus­zu­fin­den, ob es sich bei die­ser Apfel­bir­ne um eine Bir­ne oder doch eher um einen Apfel han­deln könn­te. Zu die­sem Zeit­punkt, es ist kurz nach zwölf Uhr, mei­ne ich bereits her­aus­ge­fun­den zu haben, dass eine Apfel­bir­ne nach Bir­ne, nicht aber nach Apfel duf­tet, dass sie jedoch in Gestalt und Far­be einem gewöhn­li­chen Apfel ähn­li­cher ist, aller­dings wie­der­um in die Per­ga­ment­haut einer Bir­ne geklei­det. Ein gelun­ge­nes Objekt. Ein Objekt, das in mei­nem Gehirn leich­te Ver­wir­rung zu erzeu­gen ver­mag. Ein wenig ist das so, als wür­de man von einer Frau, die man liebt, eine zärt­lich aus­ge­führ­te Ohr­fei­ge erhal­ten. — stop

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nachtlicht

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0.08 — Das Nacht­licht der Son­ne ist nur mit dem Gehirn zu betrach­ten, weil es sehr schwach ist, weil es aus dem Boden, weil es von der ande­ren Sei­te her kommt.- stop

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geräuschstempel

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15.01 — Wel­ches Geräusch erzeu­gen zwei Mil­lio­nen Amei­sen­bei­ne sobald sie in rasen­der Bewe­gung einen Baum erobern? Exis­tiert viel­leicht ein india­ni­sches Wort für die­ses spe­zi­el­le Geräusch? Wie könn­te ich die­ses Wort fin­den? Oder eine Ges­te, die eine dro­hen­de Amei­sen­flut bedeu­tet? — stop

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herzschlag

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2.18 — Von Zeit zu Zeit, wenn ich in einem bota­ni­schen Gar­ten sit­ze bei­spiels­wei­se, wenn ich mir wün­sche, eine der chi­ne­si­schen Nach­ti­gal­len möge von den Bäu­men her­un­ter­kom­men und sich zu mir set­zen, hal­te ich die Luft so gründ­lich an, dass ich zu einer laut­lo­sen Erschei­nung wer­de unter scheu­en Vögeln. – Stun­den des Arbei­tens, des War­tens. — Das kaum noch wahr­nehm­ba­re Brau­sen einer Stadt jen­seits der Bäu­me, jen­seits der Mau­ern. – Trop­fen­des Was­ser. — Mei­ne Hän­de, die die Tas­ta­tur der Notier­ma­schi­ne so behut­sam berüh­ren, als wür­den sie Amei­sen­rü­cken beschrif­ten. — Weit nach Mit­ter­nacht. Es ist so still, dass ich glau­be, von fern mei­nen Herz­schlag zu hören. — stop

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