Aus der Wörtersammlung: pen

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cimitero s. michele

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vic­tor : 22.24 UTC — Auf der Insel Giudec­ca exis­tiert an eine Brü­cke gelehnt ein Auf­zug für Men­schen, die nicht in der Lage sind, Trep­pen zu stei­gen. Der Auf­zug soll nun seit bei­na­he 3 Jah­ren außer Dienst genom­men sein. Ich hät­te davon kei­ne Kennt­nis erhal­ten, wenn ich nicht zufäl­lig hör­te, wie ein alter Mann sich wegen die­ses kran­ken Auf­zu­ges empör­te. Er saß in einem Roll­stuhl auf einem Bal­kon nur weni­ge Meter ent­fernt von der Brü­cke und warf Brot in die Luft, wel­ches von Möwen im Flug auf­ge­fan­gen wur­de. Der Mann schimpf­te in eng­li­scher, bald in fran­zö­si­scher Spra­che, als ob er ganz sicher­ge­hen woll­te, dass jene Men­schen, die die Brü­cke über­quer­ten, sei­ne Nach­richt ver­ste­hen wür­den. An die­sem Abend, da der wüten­de Mann die Admi­nis­tra­ti­on der Stadt Vene­dig ver­damm­te, wäre ich sehr ger­ne sofort in das Was­ser zu mei­nen Füßen gesprun­gen, um den Reiz der Mücken­sti­che, die ich wäh­rend eines Besu­ches des Fried­ho­fes San Miche­le hin­neh­men muss­te, durch Küh­le zu lin­dern. Es war am Nach­mit­tag gewe­sen, ich plan­te das Grab Joseph Brodsky’s zu besu­chen, muss­te aber bald vor dut­zen­den Raub­tie­ren flüch­ten, die sich auf zart schil­lern­den Flü­geln kaum hör­bar näher­ten in einer Wei­se, die mir koor­di­niert zu sein schien. Poli­zis­ten such­ten auf dem Fried­hof nach zwei Frau­en. Ich hat­te kurz zuvor beob­ach­tet, wie sie den Fried­hof betra­ten. Sie tru­gen schwar­ze Klei­der und schwar­ze Stie­fel und schwar­ze Hand­schu­he, auch ihr Haar war schwarz gefärbt und ihre Augen wie von Koh­le umran­det, sie waren voll­stän­dig in Schwarz dar­ge­stellt, aber ihre Haut war weiß gepu­dert. — Vor dem Fens­ter pfei­fen lei­se Vögel wie Spre­chen. — stop

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alberoni

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india : 22.06 UTC — Regen­wind­tü­cher wan­dern in der Fer­ne vor Ber­gen, die sich am Hori­zont deut­lich abbil­den. Vom Lido aus, an der Meer­enge zur Insel­zun­ge Pal­estri­na, öff­net sich ein wei­ter Blick nord­wärts über die Lagu­ne hin. Das Meer noch beru­higt, Muschel­fang­sta­tio­nen set­zen wie gezeich­net fei­ne Akzen­te, höl­zer­ne Fin­ger, zu Rei­hen grup­piert, jen­seits der Was­ser­bah­nen, die mit­tels mäch­ti­ger Boh­len mar­kiert wor­den sind. In Albe­ro­ni stei­ge ich aus, spa­zie­re an Leucht­tür­men vor­bei, eine Mole ent­lang, mäch­ti­ge Stei­ne. Da sind ein wil­der Wald und sump­fi­ge Mul­den, in wel­chen Fisch­chen blit­zen, Wol­ken­struk­tu­ren, die des Him­mels und die der Schup­pen­haut­schwär­me. Ich nähe­re mich Schritt für Schritt, irgend­wo da unten in der Tie­fe der Was­ser­stra­ße hin zum offe­nen Meer soll sich M.O.S.E. befin­den. Eine jun­ge Vene­zia­ne­rin erklär­te noch: Bad Pro­jekt! Und wie sich ihre Augen ange­sichts des Bösen ver­dun­kel­ten, mein­te ich mei­nen Wunsch, M.O.S.E zu besu­chen, ver­tei­di­gen zu müs­sen. Die Son­ne geht lang­sam unter. Röt­lich glim­men­de Stä­be nahe dem schma­len Mund zur Lagu­ne erschei­nen, als wür­den sie in der Nacht auf die Exis­tenz des schla­fen­den Schutz­rie­sen unter der Was­ser­ober­flä­che ver­wei­sen. Da liegt ein ver­las­se­ner Kin­der­spiel­platz in Mee­res­nä­he unter Ole­an­der­bäu­men. Ein san­di­ger Strand, Muscheln, höl­zer­nes Treib­gut, drei Möwen, ein Ang­ler, Fuß­spu­ren im feuch­ten Sand, die die auf­kom­men­de Flut bald ver­schlin­gen wird. Im Was­ser selbst drei mensch­li­che Köp­fe, die lachen, und ein wei­te­rer Kopf, der sich par­al­lel zur Küs­te schwim­mend hin und her bewegt, nur nicht die tie­fe­re Zone die­ses Mee­res berüh­ren, in dem so vie­le Men­schen bereits ertrun­ken sind. In einem Regal des Kin­der­spiel­plat­zes ent­de­cke ich heim­wärts gehend eini­ge Bücher, kurz dar­auf einen Fuß­ab­druck, den ich selbst hin­ter­las­sen haben könn­te. — stop

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eine wiese

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echo : 22.05 UTC — Ich hat­te einen lus­ti­gen Traum. Da war im Traum eine Wie­se unter Apfel­bäu­men. Plötz­lich lag ich in die­ser Wie­se her­um und beob­ach­te­te Wes­pen, wie sie dicht über mir hin- und her­flo­gen auf einer schnur­ge­ra­den Linie. Bemer­kens­wert war, dass sie alle sehr klei­ne Äpfel trans­por­tier­ten in eine der Rich­tun­gen, ich glau­be west­wärts. Am Rand der Wie­se stand, halb schon im Wald, ein Haus. Im Haus traf ich eine alte Frau an, die mit sich selbst zu spre­chen schien. Aber das war dann doch ganz anders gewe­sen, die alte Frau sprach mit den Wes­pen, sie bedank­te sich für jeden der Äpfel, den die Wes­pen über einer Scha­le abwar­fen, die im Schoß der alten Frau ruh­te. Ich erin­ne­re mich, die Küche duf­te­te nach Kuchen­teig. In einem Käfig in einer Ecke des Hau­ses hock­te ein Huhn auf einem Apfel, den das Huhn selbst gelegt haben soll, auf einem Wes­pen­ap­fel oder einem Apfel vol­ler Wes­pen. Dann wach­te ich auf. Ein schö­ner Tag begann. Und jetzt ist Abend gewor­den. In der Stadt Chem­nitz tra­gen Men­schen, die ent­we­der Faschis­ten sind, oder sich nicht scheu­en, in einer Rei­he mit Faschis­ten her­um­zu­lau­fen, wei­ße Rosen am Revers. Eine ent­setz­li­che Geschich­te. — stop
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elisabeth

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char­lie : 0.05 UTC – Vor eini­gen Wochen besuch­te ich das Haus der alten Men­schen, in dem mei­ne Mut­ter wohnt. Ich spa­zier­te über die Flu­re des Hau­ses, mit einem Apfel in der Hand, und war­te­te, dass ich in das Zim­mer mei­ner Mut­ter geru­fen wür­de. Auf einem Sofa am Ende eines der Flu­re vor einem Fens­ter saß eine alte Frau, wie zu einer Salz­säu­le erstarrt. Als ich zum drit­ten Male an ihr vor­über­kam, erin­ner­te ich mich an eine Geschich­te, die ich ein­mal in Brook­lyn erleb­te. Ich hat­te sie vor Jah­ren notiert. Ich schrieb: Im Win­ter des vergan­genen Jah­res, an einem win­dig kal­ten Tag, besuch­te ich in Brook­lyn einen alten Herrn, Mr. Tomas­zweska und sei­ne Frau Elisa­beth. Sie woh­nen nahe der Clark Street in einem sechs­stö­ckigen Haus mit Blick auf die Upper Bay von New York. Ich hat­te den alten Mann wäh­rend einer Fahrt auf einem Fähr­schiff zufäl­lig kennen­ge­lernt. Er beob­ach­tete, wie ich Fahr­gäste foto­gra­fierte, die ihre Namen heim­lich in die höl­zer­nen Sitz­bänke des Schif­fes ritz­ten. Er sprach mich freund­lich an, woll­te mir einen Schrift­zug zei­gen, den er selbst drei Jahr­zehnte zuvor an Ort und Stel­le in der glei­chen Wei­se wie die beob­ach­teten Passa­giere einge­tragen hat­te. Wir führ­ten ein kur­zes Gespräch über die New Yor­ker Hafen­be­hörde, Eisen­bahnen und Flug­zeuge, weiß der Him­mel, wie wir dar­auf gekom­men waren. Als wir das Schiff ver­lie­ßen, lud Mr. Tomas­zweska mich ein, ein­mal zu ihm zu kom­men. Dar­um stieg ich nur weni­ge Tage spä­ter in den sechs­ten Stock des schma­len Hau­ses auf den Höhen Brook­lyns. Die Tür zur Woh­nung stand offen, war­me Luft kam mir ent­ge­gen, die nach süßem Teig duf­te­te, nach Zimt und Früch­ten. Die Räu­me hin­ter der Tür waren verdun­kelt. Ich hat­te sogleich den Ein­druck, dass ich viel­leicht träum­te oder ver­rückt gewor­den sein könn­te, weil in die­sem Halb­dunkel an den Wän­den, auch auf dem Boden, Lam­pen, Dioden­lichter, glüh­ten. Modell­ei­sen­bahn­züge fuh­ren auf schma­len Gelei­sen her­um. Ich höre noch jetzt das lei­se Pfei­fen einer Dampf­lo­ko­mo­tive, das mei­nen Besuch beglei­tete. Es war eine rasen­de Zeit, Stun­den des Stau­nens, da in der Woh­nung des alten Herrn eine sehr beson­dere Modell­an­lage gas­tier­te, ja, ich soll­te sagen, dass die Woh­nung selbst zur Anla­ge gehör­te, wie der Him­mel zur wirk­li­chen Welt. Alle Züge fuh­ren auto­ma­tisch von einem Com­pu­ter gesteu­ert, die Luft über den Gelei­sen roch scharf nach Zinn. Wir spra­chen indes­sen nicht viel, Mr. Tomas­zweska und ich, son­dern schau­ten dem Leben auf dem Boden in aller Stil­le zu. An einem Fens­ter, des­sen Vor­hän­ge zuge­zogen waren, saß Mr. Tomaszweska’s Frau Elisa­beth. Sie beach­tete mich nicht, starr­te viel­mehr lächelnd auf eine klei­ne Klap­pe, die in die Wand des Hau­ses einge­lassen war. Manch­mal öff­ne­te sich die Klap­pe und ich konn­te für Momen­te das Meer erken­nen, das an die­sem Tag von grün­grauer Far­be gewe­sen war, wunder­bare Augen­blicke, denn immer dann, wenn das Meer in dem klei­nen Fens­ter erschien, lach­te die alte Frau mit glocken­heller Stim­me auf, um kurz dar­auf wie­der zu erstar­ren. Ein­mal setz­te sich Mr. Tomas­zweska neben sei­ne Frau und füt­ter­te sie mit war­mem Oran­gen­ku­chen, den er selbst geba­cken hat­te. Und wie wir uns wie­der auf den Boden setz­ten, um ein Modell des Orient­ex­press durch die Zim­mer der Woh­nung krei­sen zu sehen, erzählt der alte Mann, dass sie gemein­sam hier oben sehr glück­lich sei­en. Er kön­ne mit sei­ner Frau zwar nicht mehr spre­chen, er kön­ne sie nur noch strei­cheln, was sie ver­ste­hen wür­de oder sich erin­nern an die Spra­che sei­ner Hän­de. Ver­stehst Du, sag­te er, sie ver­gisst immer sofort, alles ver­gisst sie, auch wer ich bin, aber sie ver­gisst nie­mals nach den klei­nen Engeln zu sehen, die uns besu­chen, sie kom­men dort durch die Klap­pe, siehst Du, schau genau hin, es ist schon ein Wun­der, sag­te der alte Mann, wie schön sie lacht, mein jun­ges Mäd­chen, nicht wahr, mein jun­ges Mäd­chen. – stop
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nachtmann

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del­ta : 0.36 UTC — Ich stell­te mir einen Nacht­mann vor, der unter einem Schirm durch die Welt reist, oder mit einem leich­ten Zelt, das sich beleuch­ten lässt, wie sich auch der Schirm beleuch­ten lässt. Ein­mal erreicht der Mann die süd­li­che Küs­te der Insel Kre­ta. Er beschloss, an einem Strand nahe Soug­hia zu über­win­tern. Er errich­te­te dar­auf­hin sein Zelt im Schat­ten eines Salz­bau­mes. Nun konn­te man ihn nachts im Dorf oder am Strand her­um­lau­fen oder spa­zie­ren sehen. Am Tag ruh­te er in der Dun­kel­heit sei­nes Zel­tes und schlief oder las oder tele­fo­nier­te im Licht sei­ner Lam­pen. — stop

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von lampen

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tan­go : 22.15 — Ein Mann schob einen klei­nen Wagen einen Flur ent­lang. Der Wagen war bepackt mit grö­ße­ren oder klei­ne­ren elek­tri­schen Lam­pen, die der Mann ent­zün­det hat­te, so als woll­te er, dass ich sie alle sehen könn­te, viel­leicht um sie an mich zu ver­kau­fen. Nein, eigent­lich war das ganz anders gewe­sen, ich wuss­te, der Mann ver­kauf­te kei­ne Lam­pen, son­dern er tausch­te Lam­pen aus, Decken­lam­pen, Schreib­tisch­lam­pen, Not­leuch­ten, Licht­ta­pe­ten, glim­men­de Stäb­chen, auch flie­gen­de Lich­ter, Droh­nen­leuch­ten. Die­se Droh­nen, win­zi­ge Wesen, saus­ten um sei­nen Kopf her­um, als wären sie Insek­ten, Flie­gen, die Stirn­lam­pen tru­gen, mit wel­chen sie mehr oder min­der frei­wil­lig aus­ge­rüs­tet, ihren Flug doku­men­tier­ten. Wah­re Wol­ken von Licht waren zu bemer­ken, auch saßen Flie­gen auf dem Rücken des Man­nes, der in einer Wei­se leuch­te­te, als wäre Schnee gefal­len. Da war noch eine Schne­cke, die sich über sei­nen Hals beweg­te, auch die Schne­cke leuch­te­te: Das sah sehr schön aus, das vie­le Licht und der Mann, der sei­nen schau­keln­den Wagen über den Flur schob, gera­de auf mich zu. Plötz­lich blieb der Mann ste­hen. Er frag­te, ob ich die Schne­cke haben wol­le, sie sei zahm, sie ernäh­re sich von Staub, den sie zu sehr fei­nen Würm­chen pres­sen wür­de, wel­che ich dann bequem auf­sam­meln könn­te. Außer­dem sei sie wun­der­schön anzu­se­hen nachts auf ihrer Wan­de­rung durch die Dun­kel­heit. Ohne eine Ant­wort abzu­war­ten, fass­te sich der Mann an sei­nen Hals und zog am Gehäu­se der Schne­cke, die sich wehr­te, sie leuch­te­te zunächst rot und dann blau, und wur­de schließ­lich in dem Moment, da sie sich vom Hals des Man­nes lös­te, grün. So, in die­ser grü­nen Far­be leuch­tend, reis­te sie an der Hand des Man­nes durch die Luft. Kurz dar­auf hock­te sie an mei­nem Hals, dicht unter dem Kinn. Ich ver­moch­te ihr Licht an mei­ner Schul­ter erken­nen, die Schne­cke schien sich wohl­zu­füh­len, leuch­te­te in einem schwa­chen Oran­ge, das pul­sier­te, lang­sam, beru­hi­gend. Ich sol­le ihr einen Namen geben, sag­te der Mann. Dann war Mor­gen, es reg­ne­te, selt­sa­mer­wei­se aus einer Wol­ke, die sich unmit­tel­bar über mei­nem Bett unter Zim­mer­de­cke türm­te. — stop

 

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von apfelbäumen

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tan­go : 20.02 — In der Schnell­bahn hör­te ich eine Stim­me, die von Blü­ten­be­stäu­bern erzähl­te. Immer wie­der unter­bro­chen von schep­pern­den Maschi­nen­ge­räu­schen, wel­che Hal­te­sta­tio­nen kom­men­tier­ten, ver­moch­te ich nicht alle Fäden der Geschich­te wahr­zu­neh­men. So viel habe ich ver­stan­den. Ein Apfel­baum­gar­ten soll exis­tie­ren, des­sen Bie­nen­völ­ker ver­stor­ben sind, auch Hum­meln und Wes­pen und Schmet­ter­lin­ge sei­en nicht erschie­nen, nicht ein­mal Fal­ter, nur sel­ten Vögel, Dom­pfaf­fen und Zei­si­ge, Sper­lin­ge aber nicht. Es sei nun der Auf­ruf ergan­gen, man möge sich, wenn man Zeit fin­den kön­ne, mel­den, man wür­den dann mit­tels eines fei­nen Pin­sels auf einer Lei­ter in die Bäu­me stei­gen, um Bie­ne oder Zitro­nen­fal­ter zu spie­len. Wie gern würd ich mich mel­den, wenn ich nur wüss­te, wo und bei wem? — stop

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malimali

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marim­ba : 22.32 UTC — Oder so: Zunächst Flüs­ter­wör­ter, dann Lip­pen­wör­ter. Ob Augen­wör­ter exis­tie­ren? Das sind viel­leicht Wör­ter, die sich in Gedan­ken for­mu­lie­ren, wenn man in die Augen eines Men­schen schaut, der nicht mehr spricht, weil er nicht mehr spre­chen kann. In die­sem Sin­ne sind Augen­wör­ter denk­bar. Wie Über­set­zun­gen. Oder Rada­re, ping. — Ich hör­te einen schö­nen Namen an die­sem Tag unter­wegs: Mali­ma­li. Jetzt ist Abend. Schau aus dem Fens­ter und denk noch, da flie­gen Vögel her­um und Bie­nen, obwohl schon Dun­kel gewor­den ist. Dass sie also doch exis­tie­ren, die Nacht­bie­nen. — stop



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