nordpol : 8.16 UTC — Um kurz nach sechs Uhr in der Früh berichtet Katharina in einem Laden unter dem Flughafenterminal 1 vor einer Kasse stehend, sie fliege nun seit bald zwei Jahren Langstrecke nach New York und wieder zurück. Eine anstrengende Pendelbewegung, soeben vor einer halben Stunde erst sei sie gelandet, sie liebe die Beobachtung des Sonnenlichts, das in großer Höhe über dem Atlantik während eines Nachtfluges zurück nach Europa im orangefarbenen Zwielicht stets sichtbar am Horizont verweile. An diesem Morgen ist Katharina sehr aufgeregt, sie habe, sagt sie, in den vergangenen zwei Jahren die Stadt New York selbst nie betreten, gestern aber, vor wenigen Stunden, mit einer Kollegin, mit Muriel, vom Flughafen John F. Kennedy aus ein Taxi genommen, um über die Williamsburg Bridge zum ersten Mal in ihrem Leben nach Manhattan zu fahren, drei Stunden Zeit. Sie seien am Times Square gewesen, vor der New York Public Library, im Grand Central Terminal und im Central Park, noch immer spüre sie Spannung, vermutlich könne sie nicht schlafen. — stop
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Aus der Wörtersammlung: pen
indien
echo : 20.12 UTC — Eine Berliner Freundin erzählte unlängst, sie habe während ihrer letzten Indienreise beobachtet, wie Menschen Kühe in einer Weise bemalten, dass sie vollkommen bunt gewesen seien, selbst ihre Wimpern, die Spitzen ihrer Schwänze, Hufe und Lippen leuchteten in grellem Blau oder Rot oder Gelb. Ich fragte mich, inwiefern sich jene farbigen Kühe noch als Kühe erkannt haben mochten, ob sie sich nicht vielleicht fürchteten vor jenen bunten Wesen, die einerseits vor ihren Augen so fremd sein mochten, aber doch einen sehr vertrauten Geruch verströmten? — Neun Impfungen, so wird berichtet, sind für Indien Reisende zu überlegen zum Schutz vor Diphtherie, Hepatitis A, saisonaler Grippe, Typhus, Cholera, Meningitis, japanischer Enzephalitis, Hepatitis B bei längeren Aufenthalten oder engem Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung, sowie Tollwut. Was ist unter einem engen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung zu verstehen? Wie sollte oder könnte ich in Kalkutta spazierend je einen engen Kontakt zur Bevölkerung vermeiden? — Gestern, während ich halb schlafend telefonierte, habe ich versehentlich meinen Fußboden fotografiert, auch eine Fotografie wiederum Colette’s wie sie im Bett oder auf ihrem Sofa sitzt und schreibt. — stop

abschnitt neufundland
Abschnitt Neufundland meldet folgende gegen Küste geworfene Artefakte : Wrackteile [ Seefahrt – 12, Luftfahrt — 22, Automobile — 122], Grußbotschaften in Glasbehältern [ 18. Jahrhundert — 3, 19. Jahrhundert – 14, 20. Jahrhundert – 453, 21. Jahrhundert — 532 ], Trolleykoffer [ blau : 2, rot : 6, gelb : 18, schwarz : 322 ], Seenotrettungswesten [ 7538 ], physical memories [ bespielt — 15, gelöscht : 28 ], Ameisen [ Arbeiter ] auf Treibholz [ 156 ], 1 Brissonte Dreirad [ Baujahr 1953 ], Brummkreisel : 5, Öle [ 0.87 Tonnen ], Prothesen [ Herz — Rhythmusbeschleuniger – 66, Kniegelenke – 355, Hüftkugeln – 18, Brillen – 453 ], Halbschuhe [ Größen 28 – 39 : 134, Größen 38 — 45 : 22 ], Plastiksandalen [ 5325 ], Reisedokumente [ 246 ], Kühlschränke [ 2 ], Telefone [ 548 ], Puppenköpfe [ 3 ] Gasmasken [ 12 ], Tiefseetauchanzüge [ ohne Taucher – 3, mit Taucher – 1 ], Engelszungen [ 88 ] | stop |

as-sidr
marin
ginkgo : 15.05 UTC – Ein Botschafter soll kurz vor der Erstürmung seiner Dependance Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen haben, Dokumente, insbesondere papierene Dokumente, zu verbrennen oder mittels moderner Zerkleinerungsgeräte aus ihren natürlichen Zusammenhängen zu reißen. Nun ist gleichwohl denkbar, dass Menschen, deren Arbeiten ausschließlich als digitale Substanz gespeichert wurden, kurz vor einem drohenden dauerhaften Ausfall öffentlicher Stromversorgung, den starken Wunsch verspüren, ihre digitalen Dokumente auf Papier zu drucken, um sie in schweren Koffern mit sich auf eine Fluchtreise in die Wildnis nehmen zu können. Ich überlege ernsthaft, ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, eine Mappe anzulegen, in welcher sich wirkliche Papiere befinden, Aufsätze, Briefe, Notizen, die in der Gegenwart nur lesbar sind, solange ich über elektrische Grundversorgung verfüge. — Das wundervolle marineblaue Licht des Schnees in der Dämmerung. — stop

seltsam
ulysses : 1.18 — Wie ist es möglich, Geschichten zu erzählen, die seltsam sind, ohne sofort selbst für seltsam oder merkwürdig oder gar gefährlich gehalten zu werden, da doch diese merkwürdigen Geschichten in meinem Kopf entstehen? Ich habe L. von Esmeralda erzählt, dass Esmeralda eine Schnecke sei, die in meiner Wohnung lebe, als wäre sie eine Katze, dass ich das kleine Tier füttern würde, dass ich meine Wohnung im Winter beheize, auch wenn ich nicht anwesend sei, damit Esmeralda nicht frieren möge. Liebe L. sagte ich, ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mir aus freien Stücken eine Schnecke zu kaufen oder aber zur Sommerzeit in einem Garten einzufangen, nein, niemals, wenn nun jedoch eine Schnecke als Geschenk, als kostenfreie Offerte auf postalischem Wege zu mir reiste, warum sollte ich das Geschenk zurückweisen, warum nicht einen Versuch unternehmen, ein guter oder vorzüglicher Schneckenhalter zu werden? Wir werden es versuchen, sagte ich zur Schnecke kurz nachdem sie angekommen war. Jahre sind seither vergangen, Esmeralda scheint mit ihrem Leben in meiner Wohnung einverstanden zu sein. Einmal öffnete ich die Tür zum Treppenhaus und wartete. Ein anderes Mal öffnete ich ein Fenster und wartete wiederum einige Zeit, Esmeralda blieb oder kehrte zurück. Es stellt sich nicht zum ersten Mal die Frage: Wie alt werden Schnecken? Ist Esmeralda nicht vielleicht bereits viel zu alt, um noch als gewöhnliche Schnecke betrachtet werden zu können? — stop
ein wort
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alpha : 3.28 — In einem Gespräch hörte ich ein schreckliches Wort. In dem Augenblick, da ich das Wort hörte, dachte ich: Diesem Wort bin ich nie zuvor begegnet. Jetzt, da ich das schreckliche Wort in meinem Kopf habe, werde ich es nie wieder vergessen, ich werde dieses Wort nie wieder verlieren. — Leichter Schneefall. Weitere Herzwörter eingefangen: herzfänger, herzfarbe, herzfeibel, herzfell, herzfenster, herzfieber, herzfinger, herzfleisch, herzförmig, herzform, herzfressend, herzfreude, herzfreund, herzbefriedung, herzfröhlich, herzfrömmigkeit, herzfromm, herzfülle, herzgebeint, herzgebet, herzgeblüt, herzgeboppelt, herzgedanke, herzgefahr, herzgefangener, herzgefühl, herzgeist, herzgekrabbelt, herzensbruch, herzfaenger, herzlichkeit, herzenschrein, herzbefriedigung, herzensehr, herzruehrung, herzrührung, herzenleide, herzbekehrung, herzgeliebt, herzgemein, herzgeneigt, herzgeschrei, herzgeselle, herzgespan, herzgespann, herzgesperr, herzgespiele, herzgespött, herzgespräch, herzgetreu, herzgewächs, herzgewinnend, herzgewünscht, herzgolden, herzgras, herzgrube, herzgründlich, herzgrund, herzgülden, herzgut, herzhäuslein, herzhäutlein, herzhaft, herzhaftig, herzhaftigkeit, herzhaftiglich, herzherzlichen, herzhoch, herzhoffärtig, herzhohl, herzhold, herzhorn, herziehen, herzig, herzigen, herziglich, herzigung, herzinbrünstig, herzinnig, herzinniglich, herzisch, herzkäfer, herzkalt, herzkammer, herzkeim, herzkind, herzkirsche, herzkitzelnd, herzklee, herzklopfen, herzklopfend, herzklopfer, herzklopfung, herzknochen, herzknorpel, herzkölblein, herzkönig, herzkörnig, herzkohl, herzkrabbe, herzkränkend, herzkränkung, herzkrampf, herzkrank, herzkrankheit, herzkraut, herzkündiger, herzkützelnd, herzlabung, herzläppchen, herzlappen, herzlaub, herzleer, herzleid, herzlein, herzleuchte, herzleuchtend, herzlich, herzlichen, herzlichgeliebt, herzlichhoch, herzlichkeit, herzlicht, herzlieb, herzliebchen, herzliebend, herzlockend, herzlos, herzlose, herzlosigkeit, herzmacher, herzmahner, herzmangel, herzmarille, herzmensch, herzmitte, herzmixtur, herzmuschel, herzmutter, herznagel, herznagen, herznagend, herznehmend, herznetz, herznoth, herzohr, herzpein, herzpfeil, herzpfeilgemalt, herzpfirsche, herzpförtlein, herzpfrieme, herzpochen, herzpolei, herzpolle, herzpolyp, herzprieme, herzprobe, herzprüfer, herzpulver, herzpunkt, herzpuppern, herzrad, herzräuberisch, herzraubend, herzregierend, herzregung, herzreich, herzrein, herzreis, herzreue, herzring, herzritte, herzrittig, herzröhre, herzrösleingras, herzrührend, herzrührlich, herzrührung, herzruhig, herzsack, herzsaft, herzsame, herzschild, herzschlag, herzschlecht, herzschlechtig, herzschlechtigkeit, herzschmerzlich, herzschneidend, herzschrein, herzschwäche, herzsehnlich, herzseufzend, herzsieben, herzspann, herzspanne, herzsperr, herzspruch, herzstachelnd, herzstärkend, herzstärkung, herzstein, herzstemmend, herzstich, herzstosz, herzstrick, herzsucht, herzsüchtig, herztäuschend, herztausig, herztheilen, herzthür, herztief, herztrauer, herztrauerlich, herztraurig, herztraut, herztreu, herztreulich, herztute, herzung, herzvater, herzverbunden, herzverdriesz, herzverdrusz, herzverein, herzvergifterin, herzverknüpft, herzvernügen, herzvertraut, herzvielgeliebt, herzvoll, herzwasser, herzweh, herzwerth, herzwillig, herzwingen, herzwisser, herzwünschend, herzwunde, herzwunder, herzwurm, herzwurz, herzwurzel, herzzernagend, herzzerreiszend, herzzerschneidend, herzzittern, herzzucker, herzzwinger,
stop

latakia
alisa
foxtrott : 3.02 – Alisa, wie sie vor Jahren in Holzschuhen durch das Treppenhaus hüpft, wie sie Rosenblüten in meinen Briefkasten wirft, wenn schon nicht telefonieren, dann eben so. Ihre Wildheit. Ihre Lust auf Fotoapparate. Ihr blaues Auge, weil sie eine Fotografie zu Hause zeigte, die ich ahnungslos aufgenommen hatte, Alisa, die Kastanien sammelt an einer nahen Straßenbahnhaltestelle, nie wieder Rosenblüten. Wie wir uns einmal auf die Suche machen, Alisas verzweifelte Mutter, mit Kopftuch, und ich, ohne Kopftuch. Sie kann nicht mit dem Mund zu mir sprechen, es fehlen die Wörter, also spricht sie mit den Augen. Mit angewinkelten Beinen sitzt Alisa in einer Turnhalle und sieht riesigen Männern zu, die Basketball spielen. Sie hat die Zeit vergessen, wie alle Kinder die Zeit vergessen. Da ist gerade noch ein Bild in meinem Kopf, ein todmüder marokkanischer Mann, Alisas Vater, mit seinem heruntergekommenen roten Auto, wie er an einem späten Freitagabend gebückt und staubig die Straße überquert. Plötzlich waren sie nicht mehr da, Alisa, ihre Mutter, der Vater, das rote Auto. — stop
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aleppo
himalaya : 0.02 — Vielleicht darf ich folgenden Bericht in voller Länge wiedergeben. Der junge Journalist Zouhir al Shimle berichtet via E‑Mail für Die Zeit: Seit Aleppo belagert ist, fliegen Assads Truppen und seine Verbündeten jeden Tag Luftschläge auf die Viertel der Rebellen, also auch dort, wo ich lebe. Ununterbrochen dröhnen Kampfjets über uns hinweg, Helikopter kreisen über den Häusern. Jeden Tag sterben hier fast fünfzig Zivilisten. Wir leben in einem nie endenden Getöse von Schießereien, Explosionen, Geschrei. Die meisten von uns trauen sich nicht mehr, nach draußen zu gehen. Manchmal hetzen ein paar Leute die Straßen entlang, um Lebensmittel zu besorgen – und rennen sofort nach dem Einkauf zurück in ihre Wohnungen. Dabei ist es zu Hause nicht sicherer als auf der Straße. Denn die Bomben treffen auch unsere Häuser. Während ich diese Zeilen schreibe, höre ich das Donnern der Kampfflugzeuge, von irgendwo her dringt Gefechtslärm. Gott sei Dank habe ich bisher alle Angriffe überlebt. Aber vor ein paar Tagen war ich dem Tod so nah wie nie zuvor. Ich war im Viertel Al-Mashhad unterwegs, dort, wo mein Büro ist. Ich stand gerade im Laden in unserer Straße, um mir etwas zu trinken zu kaufen, als die erste Fassbombe einschlug, gerade mal fünf Häuser von uns entfernt. Ich duckte mich für einige Sekunden vor den umherfliegenden Metallteilen. Dann rannte ich raus auf die Straße. Nur wenige Sekunden später schlug in der Straße die zweite Fassbombe ein. Ein Metallsplitter bohrte sich in meinen Rücken, ein anderer in mein Bein. Ich rannte von der Straße wieder zurück zum Laden. Und war vor Schock wie gelähmt: Sieben Menschen, die dort Schutz vor der zweiten Bombe gesucht hatten, waren tot, zerquetscht vom Schutt der eingestürzten Decke. Sie starben nur, weil sie sich in den Sekunden der Explosion anders entschieden hatten: Sie hielten sich zwischen den Regalen versteckt, während ich auf die Straße lief. Nur deswegen habe ich als Einziger von uns überlebt. Die Helfer hatten große Mühe, die verdrehten und durchtrennten Körper aus dem Geröll zu ziehen. Angehörige der Toten lagen am Boden und schrien, Kinder weinten. Aus einigen Körpern quollen Innereien, überall lagen abgetrennte Hände und Beine. Insgesamt starben durch diese Angriffe 15 Menschen, 25 – mit mir – wurden verletzt. Ich kann diese Bilder nicht vergessen. Ich hätte einer dieser Körper sein können. Ich wurde schnell in ein Krankenhaus gebracht, doch helfen konnte mir dort niemand. Zu viele Menschen benötigten Hilfe, unaufhörlich brachten Männer neue Tragen mit Schwerverletzten hinein. Während ich auf den Arzt wartete, sah ich so viel Blut, dass ich zu halluzinieren begann. Ein Freund brachte mich deshalb in ein anderes Krankenhaus, wo sich Schwestern um mich kümmerten. Sie entfernten einen Metallsplitter, der andere steckt noch in meinem Bein. Sie sagen, er könne erst in einiger Zeit entfernt werden. Doch es sind nicht nur die Bomben und Gefechte, die unser Überleben immer schwerer machen. Das Regime hat nun auch die Castello-Straße eingenommen. Sie ist eine Todeszone geworden: Ständig wird geschossen, brennende Autos liegen am Straßenrand. Das Regime kämpft dort mit aller Macht – und schneidet uns damit von der Außenwelt ab. Die Castello-Straße war bislang die einzige Verbindung von Aleppo nach draußen, in die Vororte und in die Türkei. Es war die Lebensader der Stadt, von dort haben wir Lebensmittel, Gas, Brennstoff, Trinkwasser und Medizin bekommen. Die Belagerung ist für uns dramatisch. Denn jetzt gibt es kaum noch Obst und Gemüse zu kaufen, überhaupt sind die Märkte fast leer. Auch haben wir immer weniger Brennstoff, wir verbrauchen gerade die letzten Reserven der Stadt. Bald schon werden wir in kompletter Dunkelheit leben. Das ist es, was das Regime und seine Milizen wollen: dass Aleppo langsam stirbt. Sie setzen dabei allein auf die Zeit. Wir, die noch rund 300.000 Verbliebenen, werden nicht mehr lange versorgt werden können. Ich fürchte, dass unser Untergang schließlich dadurch kommt, dass wir alle um Wasser und Brot kämpfen. Und dass die, die nicht mehr stark genug sind, darum zu kämpfen, einfach verhungern werden. Fakt ist: Wir sitzen fest. Wir haben keine Chance mehr, aus Ost-Aleppo herauszukommen. Ich habe immer mit drei Freunden in einer WG zusammen gewohnt. Jetzt ist nur noch einer von ihnen hier. Malek hat geheiratet und lebt nun mit seiner Frau zusammen, sie erwarten ein Baby. Der andere, Jawad, konnte in die Türkei entkommen. Sein Vater wurde bei einem Angriff schwer verletzt und Jawad konnte mit ihm vor ein paar Wochen in die Türkei fahren, damit er dort medizinische Hilfe bekommt. Jawad versucht, wieder zu studieren. Er wird nicht mehr nach Aleppo zurückkommen. So zynisch es klingt: Er hat Glück gehabt. Denn nur sehr kranke Menschen dürfen mit einer Begleitung den Grenzübergang Bab al-Salameh in die Türkei passieren. Die Türkei ist da sehr strikt. Für mich gilt das also nicht Selbst, wenn ich Aleppo verlassen wollte: Ich kann es nicht. Die Bombardierungen in der Stadt sind zu stark, ich würde nicht mehr weit kommen. Ich weiß, dass ich hier nicht mehr wegkommen werde. Die Bomben fallen weiter, jeden Tag, jede Stunde. Sie treffen alles, was sich bewegt. Ich sitze in Aleppo fest. Aber noch bin ich am Leben. — stop
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