Aus der Wörtersammlung: nämlich

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verwandlung

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echo : 0.52 UTC — Vor weni­gen Tagen führ­te ein Gedan­ken­aus­tausch mit einer Per­son, die mir in der digi­ta­len Sphä­re begeg­ne­te, zu einer selt­sa­men Situa­ti­on. Spä­ter Abend. Ich stand in der Küche und schau­te aus dem Fens­ter und über­leg­te, ob es sein kann, dass ein Mensch, der mei­nen tat­säch­li­chen Namen nicht kennt, weil ich mit ihm unter einem Deck­na­men dis­ku­tier­te, in der Lage sein könn­te, her­aus­zu­fin­den, wer ich tat­säch­lich bin, in wel­cher Stadt ich woh­ne, in wel­cher Stra­ße noch dazu. Er hat­te mich näm­lich als Tier bezeich­net, nach­dem ich ihn gefragt hat­te, ob er denn jemals mit einem Men­schen, der in Afri­ka gebo­ren wor­den war, per­sön­lich gespro­chen habe. Er schrieb: Du Zecke, so kön­nen nur Schma­rot­zer fra­gen. Ich ant­wor­te­te, ich müs­se doch anneh­men, dass er sehr vie­le afri­ka­ni­sche Men­schen ken­ne, weil er doch andau­ernd über sie schrei­ben wür­de, dass man oder gar er per­sön­lich inzwi­schen dar­an gewöhnt sei, dass Afri­ka­ner Babys Köp­fe abschnei­den. Und schon woll­te er mich besu­chen, nicht sofort, in ein paar Tagen, viel­leicht in der kom­men­den Woche, er wür­de mir dann das Licht aus­knip­sen. Des­halb stand ich in der Küche und über­leg­te. Es war kurz nach Mit­ter­nacht. — stop

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hidschab

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char­lie : 22.25 UTC — Ein­mal erzähl­te M., sie tra­ge ein Woll­häub­chen unter ihrem Kopf­tuch. Dass M. mit einem Mann, der weder mit ihr ver­wandt noch ihres Glau­bens ist, über ihr Kopf­tuch sprach, war viel­leicht des­halb mög­lich gewor­den, weil wir jah­re­lang immer wie­der ein­mal über ame­ri­ka­ni­sche Fil­me dis­ku­tier­ten, M. ist näm­lich eine her­vor­ra­gen­de Ken­ne­rin des ame­ri­ka­ni­schen Kinos, aber sie will nie­mals natür­lich dort­hin nach Ame­ri­ka rei­sen, eine selt­sa­me Geschich­te. Ihre Kopf­tü­cher, die alle­samt far­ben­froh sind, sei­en gewöhn­li­che Tücher, sag­te M., 90 × 90 cm. Ich dür­fe sie nie­mals unge­fragt foto­gra­fie­ren, das sei ähn­lich wie ihr die Hand zu geben, ich darf ihre Hand nicht ergrei­fen, sie reicht mir die Hand, wenn sie mir die Hand geben will, sie habe nicht eigent­lich ein Pro­blem damit, mir die Hand zu geben, es darf aber nie­mand beob­ach­ten, der über sie des­halb urtei­len wür­de. Bur­ka, sag­te M., das gehe gar nicht, man kann eine Bur­ka­trä­ge­rin nicht foto­gra­fie­ren, nur die Bur­ka. Ja, dass M. mit einem Mann, der weder mit ihr ver­wandt noch ihres Glau­bens ist, über ihr Kopf­tuch noch immer spricht, ist viel­leicht des­halb mög­lich gewor­den, weil wir uns seit der­art lan­ger Zeit begeg­nen, dass ich ihr Kopf­tuch nicht mehr bemer­ke. — stop

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vor dem radio

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hima­la­ya : 18.55 UTC – Ich stel­le mir vor, wie ich in der Küche vor einem Tisch sit­ze. Auf dem Tisch steht ein Radio. Das Radio ist 10 cm lang und eben­so breit und eben­so hoch, ein Wür­fel dem­zu­fol­ge. Der Wür­fel ver­fügt über zwei Knöp­fe, die ich ver­tie­fen oder an wel­chen ich dre­hen könn­te. Dort, wo ich Schrau­ben erken­ne, die in das höl­zer­ne Gehäu­se ein­ge­las­sen sind, scheint sich die hin­te­re Sei­te des klei­nen Radi­os zu befin­den. Ich könn­te das Radio öff­nen. Als ich das Radio öff­ne, ent­de­cke ich wei­te­re win­zi­ge Schrau­ben, eine Pla­ti­ne, Dioden, Wider­stän­de, Beschrif­tun­gen in einer Spra­che, die ich nicht zu lesen ver­mag, außer­dem einen Zylin­der. Ich ent­de­cke also vie­le Din­ge, aber nichts, was mir behilf­lich sein konn­te, das Radio zum Schwei­gen zu brin­gen, das Radio spielt näm­lich in einem Abstand von einer Stun­de eine Pas­sa­ge aus der 2. Sym­pho­nie Rach­ma­ni­nows, die weder lei­ser noch lau­ter ein­zu­stel­len ist, sie ist eben, wie sie ist, laut genug, um das Radio vor das Fens­ter stel­len zu müs­sen. Ein­mal sit­zen zwei Tau­ben links und rechts des Radi­os. Als das Radio sei­ne Musik zu spie­len beginnt, erschre­cken sie und flie­gen davon. Ein ande­res Mal kom­men sie wie­der und bau­en auf dem Radio ein Nest. — stop

ping

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vom fehlenden oder ginkgo

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echo : 20.58 UTC – Notier­te auf der Schreib­ma­schi­ne im Zug und sah gar nicht hin, nicht auf den Bild­schirm, nicht auf mei­ne Hän­de. Ich schrieb eine hal­be Stun­de vor­an, ich schrieb schnel­ler und immer schnel­ler, ich dach­te, da war ein­mal ein Mann gewe­sen, mit einem Kin­der­wa­gen ohne Kind auf einem Bahn­steig am Flug­ha­fen. Weil ich mich wun­der­te über sei­nen Kin­der­wa­gen ohne Kind, beob­ach­te­te ich den Mann. Das war eine selt­sa­me Sache, ich schrieb: Wenn man sich über eine Per­son wun­dert, kann man nicht los­las­sen, man kann nicht sagen, ich beob­ach­te­te die­se Per­son bereits ges­tern, heu­te beob­ach­te ich die­se Per­son nicht noch ein­mal, man wird bemer­ken, man folgt der Per­son mit den Augen, ob man nun will oder nicht. Ich hat­te den Ein­druck, es han­del­te sich bei dem Mann um eine melan­cho­li­sche Per­son, um einen Vater viel­leicht, der am Flug­ha­fen auf ein Kind war­te­te, das nicht ankom­men wird, weil das Kind längst getö­tet wur­de von einem Stück Metall, wel­ches in Alep­po durch die Luft schleu­der­te von einem Vor­satz getrie­ben, näm­lich dem Vor­satz Men­schen umzu­brin­gen. Dann plötz­lich betrach­te­te ich mei­nen Bild­schirm und bemerk­te, dass der Buch­sta­be g mei­ner Tas­ta­tur nicht funk­tio­nier­te, dass den Wör­tern der Buch­sta­be g fehl­te, sobald er eigent­lich in Wör­ter hin­ein­ge­schrie­ben wer­den muss­te. Also schüt­tel­te ich mei­ne Schreib­ma­schi­ne so lan­ge, bis sich die G‑Taste mei­ner Tas­ta­tur aus ihrer Blo­cka­de lös­te, ich las mei­nen Text von vorn und füg­te feh­len­de Buch­sta­ben in die Wör­ter ein, sodass der Text selbst bald voll­stän­dig gewor­den war. — stop
ping

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raymond carver goes to hasbrouck heights / 3

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sier­ra : 5.12 UTC — Es ist Sams­tag und ich habe gera­de eine Mel­dung gele­sen, die mir ein Pro­gramm mei­nes Par­tic­les-Ser­vers sen­de­te, es habe näm­lich ein Mensch, der nahe oder in Washing­ton D.C. leben soll, einen Text besucht, der von Ray­mond Car­ver erzählt. Ich las mei­nen Text nach län­ge­rer Zeit wie­der ein­mal mit älter gewor­de­nen Augen. Und ich dach­te mir, dass ich im Grun­de nicht sicher sein kön­ne, ob ein mensch­li­ches Wesen mei­nen Text in der Wei­te des World Wide Web ent­deck­te, oder ob eine Maschi­ne mein Par­tic­les besuch­te, die einer Spur von Schlüs­sel­wör­tern folg­te. Der Text, der am 12. Dezem­ber 2014 notiert wur­de, geht so: Ich kann nicht mit Sicher­heit sagen, war­um ich mich ges­tern, wäh­rend ich einen Bericht über Unter­su­chun­gen der CIA-Fol­ter­prak­ti­ken durch Ermitt­ler des US-Senats stu­dier­te, an eine klei­ne Stadt erin­ner­te, die ich vor weni­gen Jah­ren ein­mal von Man­hat­tan aus besuch­te. Ich las von Schlaf­ent­zug, von Water­boar­ding, von sehr klei­nen, dunk­len Kis­ten, in wel­che man Men­schen tage­lang sperr­te, von Lärm, von rus­si­schem Rou­lette und plötz­lich also erin­ner­te ich mich an Ole­an­der­bäu­me, die ich gese­hen hat­te in Has­b­rouck Heights an einem son­ni­gen Tag im Mai, an ihren Duft, an einen glück­li­chen Abend am Strand von Coney Island, an ein Jazz­kon­zert nahe der Strand­pro­me­na­de. Ich notier­te damals: Es ist die Welt des Ray­mond Car­ver, die ich betre­te, als ich mit dem Bus die Stadt ver­las­se, west­wärts, durch den Lin­coln Tun­nel nach New Jer­sey. Der Blick auf den von Stei­nen bewach­se­nen Mus­kel Man­hat­tans, zum Grei­fen nah an die­sem Mor­gen küh­ler Luft. Dunst flim­mert in den Stra­ßen, deren Fluch­ten sich für Sekun­den­bruch­tei­le öff­nen, bald sind wir ins Gebiet nied­ri­ger Häu­ser vor­ge­drun­gen, Eis­zap­fen von Plas­tik fun­keln im Licht der Son­ne unter Regen­rin­nen. Der Bus­fah­rer, ein älte­rer Herr, begrüßt jeden zustei­gen­den Gast per­sön­lich, man kennt sich hier, man ist schwarz oder weiß oder gelb oder braun, man ist auf dem Weg nach Has­b­rouck Heights, eine hal­be Stun­de Zeit, des­halb liest man in der Zei­tung, schläft oder schaut auf die Land­schaft, auf ros­ti­ge Brü­cken­rie­sen, die flach über die sump­fi­ge Gegend füh­ren. Und schon sind wir ange­kom­men, ein lie­be­voll gepfleg­ter Ort, der sich an eine stei­le Höhe lehnt, ein­stö­cki­ge Häu­ser in allen mög­li­chen Far­ben, groß­zü­gi­ge Gär­ten, Hecken, Büsche, Bäu­me sind auf den Zen­ti­me­ter genau nach Wün­schen ihrer Besit­zer zuge­schnit­ten. Nur sel­ten ist ein Mensch zu sehen, in dem ich hier schlen­de­re von Stra­ße zu Stra­ße, wer­de dann freund­lichst gegrüßt, how are you doing, ich spü­re die Bli­cke, die mir fol­gen, Bäu­me, Blu­men, Grä­ser schau­en mich an, das Feu­er der Aza­leen, Eich­hörn­chen stür­men über sanft geneig­te Dächer: Habt ihr ihn schon gese­hen, die­sen frem­den Mann mit sei­ner Pola­roid­ka­me­ra, die­sen Mann ohne Arme! Gleich wird er ein Bild von uns neh­men, wird klin­geln, wird sagen: Guten Tag! Ich habe Sie gera­de foto­gra­fiert. Wol­len Sie sich betrach­ten? — stop

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loop

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fox­trott : 22.15 UTC – In einem Auf­zug habe ich heu­te etwas Merk­wür­di­ges erlebt. Ich wur­de näm­lich ver­däch­tigt, mit­tels mei­nes per­sön­li­chen Zei­ge­fin­ger­ab­drucks gewis­se Vor­tei­le erzie­len zu kön­nen. Der Auf­zug erkennt sie, sag­te eine empör­te Frau, die über­zeugt gewe­sen war, der Auf­zug hät­te eigent­lich nach oben, wie von ihr gewünscht, nicht nach unten fah­ren dür­fen. Die Frau hielt in die­sem Augen­blick ihrer Rede eine Sche­re in der Hand, sie war über­haupt mise­ra­bel gelaunt. Ich über­leg­te, ob ich ihr nicht eine Geschich­te zur Beru­hi­gung erzäh­len könn­te, eine sehr kur­ze, span­nen­de, eine über­zeu­gen­de Geschich­te. Ich lächel­te sie an, atme­te tief ein und aus, als ich bemerk­te, dass mir kei­ne Geschich­te ein­fal­len woll­te, außer die­se Geschich­te selbst. Ich sag­te also: Stel­len Sie sich vor, ich habe heu­te in einem Auf­zug etwas Merk­wür­di­ges erlebt. — stop

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halsposaune

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alpha : 15.12 — Es ist Frei­tag. Seit einer hal­ben Stun­de ver­harrt der Hilfs­po­li­zist Tho­mas Lie­ber­mann an der Zen­tral­sta­di­on vor dem Gleis 8 voll­kom­men bewe­gungs­los, weil ihm ein klei­ner Mann begeg­net war, der über Fähig­kei­ten ver­füg­te, die Herr Lie­ber­mann nicht vor­her­se­hen konn­te. Es war näm­lich so gewe­sen, dass er die­sen klei­nen Herrn kon­trol­lie­ren, das heißt prä­zi­se, den klei­nen Mann aus der Hal­le des Bahn­ho­fes ent­fer­nen woll­te, weil der klei­ne Herr sehr ärm­lich geklei­det war und außer­dem schmut­zig und ver­letzt durch eine Wun­de an der lin­ken Wan­ge, die nicht gut, viel­mehr äußerst schreck­lich wirk­te. Sie beweg­te sich näm­lich, etwas in der Wun­de beweg­te sich. Nun ließ sich der klei­ne Herr, der einen schä­bi­gen, blau­en Kof­fer auf den Boden abge­stellt hat­te, nicht bewe­gen in Rich­tung des Aus­gan­ges zu gehen. Er sah Herrn Lie­ber­mann statt­des­sen mit einem fes­ten Blick ent­ge­gen, weil er der fes­ten Über­zeu­gung gewe­sen zu sein schien, dass er sich nicht oder nicht auf Befehl hin auf den Weg machen wür­de hin­aus in die Käl­te. Kurz dar­auf öff­ne­te der alte Mann sei­nen Mund. In die­sem Augen­blick erkann­te Hilfs­po­li­zist Tho­mas Lie­ber­mann, dass er etwas Außer­ge­wöhn­li­ches erleb­te. Denn in den Rachen des Man­nes tief im Schlund war, nun­mehr sicht­bar, der Klang­trich­ter einer klei­nen Posau­ne ein­ge­las­sen. Von dort her war unver­züg­lich ein sono­rer Ton zu hören, der die Hal­le erbe­ben ließ, sowie Herrn Lie­ber­mann in einen Zustand der Erstar­rung ver­setz­te. Das war vor einer hal­ben Stun­de gewe­sen, aber das erzähl­te ich bereits. Auch drei Tau­ben lie­ßen ihr Leben. — stop
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polarlicht

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nord­pol : 0.01 — Irgend­wann ein­mal wür­de ich ger­ne fol­gen­de Mel­dung notie­ren: Zoo­lo­gi­scher Gar­ten auf Grön­land jen­seits des Polar­krei­ses eröff­net. Selbst­ver­ständ­lich wird es sich bei die­sem ark­ti­schen Tier­park nicht um eine gewöhn­li­che Ver­samm­lung leben­der Tie­re han­deln. Im Park dort, frei oder in Gehe­gen, wer­den viel­mehr leuch­ten­de Tie­re woh­nen, schim­mern­de, oder in allen wun­der­ba­ren Far­ben, die man sich aus­zu­den­ken ver­mag, glü­hen­de Wesen, ihre Zel­len näm­lich wer­den glü­hen. So wer­den leuch­ten­de Anti­lo­pen unter der Kup­pel des Afri­ka­hau­ses über künst­li­che Step­pen­grä­ser sprin­gen, und leuch­ten­de Men­schen­af­fen durch das Geäst der Nacht­bäu­me schwin­gen. Und da wer­den leuch­ten­de Vögel sein und eben­so leuch­ten­de Ele­fan­ten in ihren rie­sen­haf­ten Volie­ren. Auch die Eis­bä­ren wer­den leuch­ten und die See­hun­de und Rob­ben und Schnee­füch­se. Es ist des­halb gut, dass in der Polar­nacht immer­zu Dun­kel ist. Der zoo­lo­gi­sche Gar­ten wird rund um die Uhr geöff­net sein, war­um nicht! — stop

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jui patel

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echo : 10.12 — Ein­mal erleb­te ich einen älte­ren Herrn, den ich immer wie­der erin­ne­re, bei­na­he jedes Mal, sagen wir, wenn ich bewusst Flie­gen beob­ach­te. Die­ser Herr näm­lich nann­te jede der zahl­rei­chen Flie­gen, die auf ihm selbst oder in sei­ner Nähe durch die Luft turn­ten, beim Namen. Ich hör­te eine Wei­le zu, dann hol­te ich mei­nen Schreib­block aus der Tasche und begann die Namen der Flie­gen zu notie­ren. Das waren wun­der­ba­re Namen, eine sehr lan­ge Lis­te, Namen ver­mut­lich, die in genau dem Moment, da sie an eine Flie­ge gerich­tet wür­den, erfun­den wor­den waren. Ich zitie­re: Line Jacob­sen . Nameer Buri­ni . Jui Patel . Zoll­ai Janos . Isa­bell Weber . Yvetta Cemo­hors­ta . Alo­is Szeg . Bent Lau­rit­zen . Kat­ja Sal­ly Innes . Vili Luk­sha . Abra­ham Vele . Mag­la Sell­al . Sabi­ba Lu. — stop. Nichts wei­ter. — stop

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wörter verschwinden

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marim­ba : 15.03 — Ich weiß nicht, ob wahr ist, was Mar­tha erzähl­te, dass sie sich näm­lich sehr sorg­fäl­tig vor­be­rei­ten müs­se, um ein Buch oder in einem Buch zu lesen. Sie habe näm­lich bemerkt, dass sie Bücher, Tex­te, nicht zwei Male zu lesen ver­mag. Sie kön­ne, sagt sie, Zusam­men­hän­ge eines Tex­tes wäh­rend einer zwei­ten Lesung nicht wie­der erken­nen, nur ein­zel­ne Wör­ter oder Satz­tei­le. Auch Tex­te, die selbst notier­te, sei­en ver­lo­ren. In dem Moment, da sie einen Text notie­re, wür­de sie bereits ahnen, dass sie selbst die­sen Text nie wie­der ver­ste­hen wird. Sie schrei­be also nie­mals für sich selbst, es sei denn, sie schrei­be mit geschlos­se­nen Augen. — Das ist doch sehr merk­wür­dig. — stop
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