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marin

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gink­go : 15.05 UTC – Ein Bot­schaf­ter soll kurz vor der Erstür­mung sei­ner Depen­dance Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter ange­wie­sen haben, Doku­men­te, ins­be­son­de­re papie­re­ne Doku­men­te, zu ver­bren­nen oder mit­tels moder­ner Zer­klei­ne­rungs­ge­rä­te aus ihren natür­li­chen Zusam­men­hän­gen zu rei­ßen. Nun ist gleich­wohl denk­bar, dass Men­schen, deren Arbei­ten aus­schließ­lich als digi­ta­le Sub­stanz gespei­chert wur­den, kurz vor einem dro­hen­den dau­er­haf­ten Aus­fall öffent­li­cher Strom­ver­sor­gung, den star­ken Wunsch ver­spü­ren, ihre digi­ta­len Doku­men­te auf Papier zu dru­cken, um sie in schwe­ren Kof­fern mit sich auf eine Flucht­rei­se in die Wild­nis neh­men zu kön­nen. Ich über­le­ge ernst­haft, ob es nicht viel­leicht sinn­voll wäre, eine Map­pe anzu­le­gen, in wel­cher sich wirk­li­che Papie­re befin­den, Auf­sät­ze, Brie­fe, Noti­zen, die in der Gegen­wart nur les­bar sind, solan­ge ich über elek­tri­sche Grund­ver­sor­gung ver­fü­ge. — Das wun­der­vol­le mari­ne­blaue Licht des Schnees in der Däm­me­rung. — stop

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schokolade

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char­lie : 3.05 — In der Stra­ßen­bahn berich­te­te ein älte­rer Herr, er erin­ne­re sich immer wie­der ein­mal zur Weih­nachts­zeit an das Wort Pan­zer­scho­ko­la­de. Das sei Scho­ko­la­de gewe­sen, die für kämp­fen­de Sol­da­ten mit der angst­lö­sen­den Sub­stanz Per­vi­tin ver­setzt wor­den sein soll. Er kön­ne nicht mit Sicher­heit sagen, ob er als Kind jemals einen Niko­laus von Scho­ko­la­de geschenkt bekom­men habe, ihre Gestalt jedoch, ihre roten, blau­en und gol­den glän­zen­den Metall­män­tel unse­rer Tage rufen unaus­weich­lich das Wort Pan­zer­scho­ko­la­de in ihm her­vor. Ob ich wüss­te, frag­te er, dass Per­vi­tin Crys­tal Meth ähn­lich sei, dass man Pan­zer­scho­ko­la­de damals an Kios­ken ver­kauf­te, an Zivi­lis­ten, eine unglaub­li­che Sache. — Mit­ter­nacht. Noch zu tun: Ein authen­ti­sches Wort für Puls­ge­räu­sche der Koli­bris erfin­den. — stop

ping

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brooklyn : zur zeit der fliederblüte

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sier­ra : 2.10 — Man stel­le sich das ein­mal vor, wie man an einem war­men Früh­lings­tag in Brook­lyn durch den Pro­s­pect Park spa­ziert. Gera­de ist die Zeit der Flie­der­blü­te ange­bro­chen, die Bäu­me duf­ten weit in die Stra­ßen hin­ein, Möwen flie­gen im Park her­um, obwohl sie eigent­lich nie­mals die Innen­sei­te der Stadt besu­chen, es ist eben ein beson­de­rer Tag in einem nächs­ten Jahr. Und wie wir so im Park spa­zie­ren, mei­nen wir zu bemer­ken, dass das Licht ein ande­res Licht ist, als noch vor Mona­ten, als wir zuletzt an die­sem wun­der­ba­ren Ort ein paar Stun­den Zeit ver­brach­ten, um Wasch­bä­ren zu zäh­len viel­leicht, oder Eich­hörn­chen, Tau­ben, Men­schen, die­se Freu­de, jawohl, an der Zäh­lung der Welt, an der Beob­ach­tung der Far­ben. Heu­te aber ist das Licht ein ande­res Licht gewor­den, noch immer oder wie­der Son­ne, aber auch ein selt­sa­mer Schat­ten, kei­ner der Wol­ken­schat­ten, die immer­zu von Licht durch­setzt gewe­sen sind, son­dern ein Schat­ten, der ener­gisch ist, der das Gleich­ge­wicht des Lich­tes in der Wei­te des Parks zu ver­än­dern scheint. Noch haben wir nicht zum Him­mel geschaut, son­dern uns nur gewun­dert, dass das Licht ein ande­res Licht ist, ein Licht­ge­fühl, das sich grund­sätz­lich änder­te, das könn­te sein, ein merk­wür­dig blau­es Licht, das auf den Blät­tern der Bäu­me flim­mert, auf den Fel­len der Eich­hörn­chen, im Gefie­der der Tau­ben. Und da sehen wir, dass den Bäu­men, den Eich­hörn­chen­tie­ren, den Tau­ben ihre Schat­ten feh­len, als wäre so etwas wie eine Son­nen­fins­ter­nis am Him­mel auf­ge­tre­ten. Höhe Caroll Street ent­de­cken wir ein Tau, nein, ein metal­le­nes Seil, das im Gestein fest ver­an­kert wur­de, ein kräf­ti­ges Seil, das senk­recht aus dem Boden steigt, ein Seil, um wel­ches sich wei­te­re Sei­le aus dem Boden erhe­ben. Gera­de in dem Moment, als wir dort am Ort der im Wie­sen­bo­den ver­an­ker­ten Seil­strän­ge ange­kom­men sind, beob­ach­ten wir eine metal­le­ne Seil­bahn­ka­bi­ne, in wel­cher ein Mensch steht, der lang­sam him­mel­wärts schwebt. Wir fol­gen ihm mit unse­ren Bli­cken hin­auf zu einem rie­si­gen Fes­sel­bal­lon, an wel­chem statt eines Kor­bes, Gebäu­de von Holz befes­tigt sind. Das sind wun­der­ba­re, klei­ne Häu­ser, sie sind in den Far­ben der Nord­län­der gestri­chen, in Blau und Gelb und grün und rot, eine Trau­be bun­ter Häu­ser, die über Fens­ter ver­fü­gen, dort, wo sich an Häu­sern Fens­ter immer befin­den. Aber die Türen, die Türen sind in den Boden der Häu­ser ein­ge­las­sen, das ist schon selt­sam, die­se Türen, die sich dort befin­den, wo man die Häu­ser nie­mals sieht, weil sie auf dem Boden ruhen. Wir ste­hen ganz still und schau­en hin­auf, und wir wun­dern uns wie weit es da doch hin­auf­geht, Men­schen win­ken aus geöff­ne­ten Fens­tern, sie sind klein, ja, die­se win­ken­den Wesen müs­sen unbe­dingt Men­schen sein, an die­sem wun­der­bar war­men Früh­lings­tag in Brook­lyn im kom­men­den Jahr, einem Tag, an dem Sil­ber­mö­wen in fürch­ter­li­chen Rudeln vom Meer her in die Stadt gekom­men sind. — stop
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kalkutta

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del­ta : 5.02 — Ein Brief, 12.5 Gramm schwer, den ich vor zwei Jah­ren als Son­de per Luft­post nach Kal­kut­ta schick­te, ist ges­tern zu mir zurück­ge­kom­men. Irgend­wann wäh­rend der ver­gan­ge­nen Mona­te muss ich ihn doch tat­säch­lich ver­ges­sen haben. Jetzt, da der Brief vor mir auf dem Schreib­tisch liegt, erin­ne­re ich mich prä­zi­se, dass ich ihn an ein zwei­stö­cki­ges Haus in einer Stra­ße adres­sier­te, die sich nicht in unse­rer Wirk­lich­keit befin­det. Da in Kal­kut­ta zahl­rei­che stra­ßen­lo­se Häu­ser exis­tie­ren sol­len, stell­te ich mir vor, ein Brief­trä­ger habe sich in dem Wunsch, mei­nen Brief erfolg­reich zustel­len zu kön­nen, ein Haus aus­ge­dacht, das an einer Stra­ße liegt, die tat­säch­lich exis­tiert, oder eine Stra­ße, die nicht exis­tiert für ein Haus, in dem ein Mann namens Sini Sha­pi­ro lebt. Spu­ren, die ich auf dem Kuvert des Brie­fes ent­deck­te, erzäh­len von drei oder vier Ver­su­chen, das Schrift­stück an Mr. Sha­pi­ro aus­zu­hän­di­gen, so fin­den sich auf der Ansichts­sei­te des Brie­fes die Stem­pel­mo­ti­ve Adres­se insuf­fi­san­te (Anschrift unvoll­stän­dig) sowie Pas de boî­te à ce nom (Kein Namens­schild), auf der Rück­sei­te indes­sen unles­ba­re hand­schrift­li­che Zei­chen, die mit Füll­fe­der oder Blei­stift auf­ge­tra­gen wor­den waren. Mög­li­cher­wei­se lager­te mein Brief zwei Jah­re lang auf einem Schreib­tisch in Kal­kut­ta unter wei­te­ren Brie­fen, die nicht zustell­bar waren. Mög­li­cher­wei­se, auch das ist denk­bar, wur­de von Zeit zu Zeit ein pos­ta­li­scher Spä­her in die Stadt ent­sandt, um nach­zu­se­hen, ob das Haus oder die Stra­ße, die kurz zuvor noch nicht exis­tier­ten, nun doch zu fin­den waren. Kürz­lich wur­de dann jeder wei­te­re Zustel­lungs­ver­such auf­ge­ge­ben. Ja, das ist denk­bar. Ich wer­de mei­nen weit gereis­ten Brief sorg­fäl­tig ver­wah­ren. Sicher ist: Mr. Sini Sha­pi­ro exis­tiert tat­säch­lich. Er lebt in Man­hat­tan in einem Haus an der Park Ave­nue Höhe 70. St., er liebt Brook­lyn. — stop

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nachtbild

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char­lie : 2.02 — Noch dun­kel, aber doch soviel Licht, dass ich eine Hand ent­de­cke, die sich genau­so bewegt, als wür­de sie malen. Der Mensch, zu dem die­se malen­de Hand gehört, schläft, ver­mut­lich ereig­nen sich im Augen­blick mei­ner Beob­ach­tung Träu­me, die die Hand bewe­gen. Ich ver­su­che in der Beob­ach­tung her­aus­zu­fin­den, das heißt, vor­zu­stel­len, was die­se Hand gera­de malen oder zeich­nen könn­te. Dar­über schla­fe ich ein. Als Mor­gen gewor­den ist, sage ich fröh­lich: Du hast heu­te Nacht viel­leicht im Schlaf gemalt! Kannst Du Dich erin­nern, an wel­chem Bild Du gear­bei­tet haben könn­test? — Es ist die Zeit der Hum­mer­ern­te. Ers­te kal­te Win­de flie­ßen über die gro­ßen Seen süd­ost­wärts. Ecke Wil­low St. pas­siert ein Legu­an die Cran­ber­ry St., ein Poli­zist, der sich freut, regelt den Ver­kehr. Plötz­lich eine Fra­ge wie eine bren­nen­de Lun­te, eine Fra­ge, die ich in einer frem­den Spra­che vor­sich­tig notie­re, ob sich Hum­mer­tie­re an mensch­li­chen Kör­pern ver­grei­fen? Beun­ru­hi­gend, wie damals, Ende des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts, die Fra­ge nach den Vor­lie­ben der Vik­to­ria­see­bar­sche? — stop
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kein wort unterstrichen

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ulys­ses : 0.25 — Kon­stan­tin erzähl­te von einer Biblio­thek unbe­rühr­ter Bücher, die sich in sei­ner Woh­nung befin­den soll. Als ich ihn frag­te, was er unter unbe­rühr­ten Büchern ver­ste­hen wür­de, erklärt er, das sei­en Bücher, die er besit­ze, aber nie geöff­net habe, nie in ihnen geblät­tert, kei­ne Notiz wur­de auf irgend­ei­ner der Sei­ten der Bücher hin­ter­las­sen, kein Wort unter­stri­chen. Selt­sa­mer­wei­se habe er jedes die­ser Bücher gele­sen, ihre digi­ta­len Schat­ten. Er lese aus­schließ­lich Bücher in elek­tro­ni­scher Bear­bei­tung, er sehe nicht mehr gut, er kön­ne die Zei­chen elek­tro­ni­scher Bücher in sei­ner Lese­ma­schi­ne ver­grö­ßern, so wie es für sei­ne Augen ange­nehm sei. Ein­mal habe er bemerkt, dass er Bücher, die ihn begeis­ter­ten, unbe­dingt besit­zen müs­se, ihre Aus­ga­be auf Papier sicht­bar in einem Bücher­re­gal. Ein­mal habe er einen elek­tro­ni­schen Text selbst aus­ge­druckt und zu einem Buch­kör­per geformt, weil er eine papie­re­ne Aus­ga­be des Buches zum Kauf nicht fin­den konn­te. — stop
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von libellen : von zikaden

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oli­mam­bo : 0.02 — Dass ich gut den­ken und erfin­den kann, sobald ich Libel­len beob­ach­te oder von Libel­len beob­ach­tet wer­de, habe ich vor Jah­ren bereits bemerkt. Das ist mög­li­cher­wei­se so, weil Libel­len sich in der Art und Wei­se der Gedan­ken selbst bewe­gen. Sie schei­nen lan­ge Zeit still in der Luft zu ste­hen und sind doch am Leben, was man dar­an erken­nen kann, dass sie nicht zu Boden fal­len. Etwas Zeit ver­geht, wie immer. Und plötz­lich haben sich die fei­nen Libel­len­raub­tie­re wei­ter­be­wegt. Sie sind von einer Sekun­de zur nächs­ten Sekun­de an einem ande­ren Ort ange­kom­men. Genau so scheint es mit Gedan­ken zu sein. Sie sprin­gen wei­ter und machen neue Gedan­ken, ohne dass der Weg von da nach dort sicht­bar oder spür­bar gewor­den wäre. Irgend­je­mand müss­te sofort Libel­len erfin­den, die Geräu­sche der Zika­den erzeu­gen, dann wär ich zufrie­den. — stop

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eine geschichte von büchern

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nord­pol : 4.02 — B. erzähl­te ges­tern, war­um sie ihren Lieb­ha­ber M. nun wirk­lich zum letz­ten Mal aus ihrer Woh­nung gewor­fen habe. Sie sei, sag­te sie, ihrem jun­gen Freund noch immer sehr ver­bun­den, aber es sei eben auch so, dass sie gelernt habe, nie­mals vor­her­sa­gen zu kön­nen, was M. Ver­rück­tes in der nächs­ten oder über­nächs­ten Stun­de unter­neh­men wür­de. Ein­mal habe er sich auf eine Stra­ße gelegt, um Kin­dern, die ihn beob­ach­te­ten, vor­zu­füh­ren, was gesche­hen wür­de, wenn sie bei Rot über die Stra­ße gin­gen. Er sei dann bald selbst über­fah­ren wor­den, nur weil die Kin­der win­kend auf der Stra­ße einem sich nähern­den Bus ent­ge­gen­ge­lau­fen sei­en, war er ver­mut­lich am Leben geblie­ben. Wie­der­holt, sie­ben oder acht Male, sei er außer­dem in das Klas­sen­zim­mer, in dem B. gera­de unter­rich­te­te, ein­ge­drun­gen, um ihr, mit Rosen bewaff­net, je einen Hei­rats­an­trag zu eröff­nen. Ein­mal, das wer­de sie nie­mals ver­ges­sen, sei M. wäh­rend einer Film­vor­füh­rung im Metro­po­lis-Kino auf­ge­sprun­gen und habe dar­um gebe­ten, den Film sofort anzu­hal­ten, zurück­zu­spu­len und lang­sam wie­der vor­wärts­lau­fen zu las­sen, da er etwas Beson­de­res beob­ach­tet haben woll­te, er sei sich aber nicht sicher gewe­sen, er müss­te das über­prü­fen. Nun also habe sich M. an ihrer, B.’s, Biblio­thek ver­grif­fen. Zwei­tau­send Bücher, sorg­fäl­tigst sor­tiert, Phi­lo­so­phie, Kunst, Rei­se, Dich­tung, ein Sys­tem, in dem sie sofort jedes gesuch­te Buch noch im Traum fin­den konn­te. Auch wenn er in guter Absicht gehan­delt haben moch­te, an einem Vor­mit­tag, da sie unter­rich­te­te, habe M. ihre Biblio­thek voll­kom­men neu orga­ni­siert, er habe ihre Bücher sowohl der Grö­ße, als auch der Far­be ihrer Buch­rü­cken nach in die Rega­le ein­sor­tiert, noch schlim­mer sei gewe­sen, dass er sich ihre Empö­rung nicht erklä­ren konn­te. Sie habe ihn in die Arme genom­men, und dann habe sie ihn behut­sam auf den Geh­steig vor ihr Haus gestellt. — stop
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rot

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india : 5.58 — Zwei Foto­gra­fien, die mög­li­cher­wei­se nicht mehr exis­tie­ren, zei­gen den Kopf eines älte­ren Man­nes ohne Haa­re, des­sen Mund weit geöff­net ist. In die­sem weit geöff­ne­ten Mund hockt ein klei­ner schwar­zer Vogel von rotem Stirn­ge­fie­der. Der Vogel scheint sich in dem Mund des alten Man­nes wohl­zu­füh­len, er kau­ert dort, als wäre der Mund sein Nest. Wei­te­re Vögel sind auf dem Bild zu erken­nen, die dem Vogel im Mund des Man­nes glei­chen, dunk­les Gefie­der, das über ihren Augen hell­rot leuch­tet. Vier Vögel sit­zen auf dem Kopf des alten Man­nes, fünf auf sei­nen Schul­tern, von einem Vogel ist am lin­ken Rand der Foto­gra­fie nur ein Schwanz zu erken­nen, zwölf Vögel befin­den sich schwir­rend in einem Orbit um den Kopf in der Höhe der Ohren, es sieht so aus als wären die­se Vögel Kopf­vö­gel, eine Spe­zi­es für sich, wie Put­zer­fi­sche viel­leicht, die Mond­fi­sche ein Leben lang beglei­ten. Auf einer zwei­ten Foto­gra­fie, von der sich nicht sagen lässt, ob sie vor oder nach der beschrie­be­nen Auf­nah­me gefer­tigt wur­de, zeigt sich der Mund des alten Man­nes geschlos­sen, er lächelt. Strah­lend blaue Augen sit­zen hin­ter einer Bril­le, in deren Glä­sern sich war­mes Licht spie­gelt. Als ich bei­de Bil­der vor eini­ger Zeit neben­ein­an­der leg­te, begann ich unver­züg­lich jene Vögel, die sich um den Kopf des Man­nes her­um­be­weg­ten oder auf ihm saßen, jeweils sorg­fäl­tig zu zäh­len. — stop
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von ohrenbäumen

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marim­ba : 0.55 — Auf der Suche nach der Exis­tenz der Ohren­bäu­me in der digi­ta­len Sphä­re, ent­deck­te ich, dass sie mög­li­cher­wei­se nicht exis­tie­ren. Ich könn­te einen Ohren­baum dem­zu­fol­ge erfin­den. So viel ist noch zu sagen: Eine Ame­ri­ka­ne­rin, Mrs. Eliza­beth Ohren­baum, soll von 1796 bis 1885 in dem Städt­chen Lado­ga im Staa­te India­na gelebt haben. Außer­dem mög­li­cher­wei­se ein Mann namens Lud­wig Ohren­baum, nach dem Mr. Bene­dict Orn­b­urn an einem Sonn­tag, den 6. Sep­tem­ber 1998 um 22:50:02 Uhr im Jahr 1998 mit fol­gen­den Wor­ten such­te: Query: I am loo­king for infor­ma­ti­on about LUDWIG OHRENBAUM / The first OHRENBAUM (LUDWIG) is sup­po­sed to have come to Berks Cnty about 1699 from Ger­ma­ny. This OHRENBAUM or a decen­dent, LUDWIG OHRENBAUM had a son, also cal­led LUDWIG OHRENBAUM (LUDWIG II).LUDWIG II is recor­ded in Penn­syl­va­nia Archi­ves, second series Vol 14. I would like to know more. — Acht­zehn Jah­re spä­ter ver­such­te ich ver­geb­lich, Lud­wig Orn­b­urn per E‑Mail zu errei­chen. Fol­gen­de Ant­wort einer Ser­ver­ma­schi­ne ist zu ver­zeich­nen: host ff-ip4-mx-vip2.prodigy.net[144.160.159.22] said: 550 5.2.1 … Address unknown, relay=[194.25.134.82] (in rep­ly to RCPT TO com­mand) — /// Bit­te mel­den! — stop

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