Aus der Wörtersammlung: eis

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lichtzeitmaschine

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romeo : 0.01 — Glüh­bir­nen sam­meln für 500 Jah­re Glüh­fa­den­licht. stop. Dazu Hand­kur­bel­ma­schi­nen zur Strom­erzeu­gung. stop. Denk­bar, dass ich den Ursprung einer wil­den Geschich­te ent­deck­te, wäh­rend ich ges­tern Nach­mit­tag schla­fend durch den Pal­men­gar­ten spa­zier­te. stop. Ver­rückt sein. stop. Eine lite­ra­ri­sche Geschich­te ins wirk­li­che Leben zie­hen. stop. Seit Stun­den nun geis­tert das Wort Men­lo Park durch mei­nen Kopf. stop. Ahne, woher das schö­ne Wort gekom­men ist. stop. Wie lan­ge Zeit, bei güns­tigs­ten Wit­te­rungs­be­din­gun­gen, leuch­tet eine 60 Watt Glüh­lam­pe? — stop

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ein bauch voll licht

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alpha : 0.01 — Kurz nach Mit­ter­nacht, also Nach­mit­tag. Ich habe gera­de eine Tas­se hei­ßer Scho­ko­la­de getrun­ken, und wie immer, wenn ich Scho­ko­la­de getrun­ken habe, mei­ne ich, vom Licht uralter Glüh­bir­nen genascht zu haben. Jetzt ste­he ich mit einem war­men Bauch voll Licht vor einem Fens­ter, hin­ter dem pola­re Käl­te knis­tert. Ja, eine ange­neh­me Nacht ist ange­bro­chen. Ich könn­te gleich eine Rei­se begin­nen. Ich stel­le mir eine Lese­zeit wie eine Rei­se­zeit vor? Ich set­ze mich auf mein Sofa, öff­ne ein Buch gesam­mel­ter Geschich­ten, sagen wir, gesam­mel­ter Geschich­ten aus aller Welt, und lese. Ich lese fünf Stun­den, ohne ein­zu­schla­fen, weil die Geschich­ten, die ich lese, gute Geschich­ten sind. Dann trin­ke ich Kaf­fee und lau­fe ein wenig in der Woh­nung her­um. Dann schla­fe ich. Dann lese ich wei­ter. Dann schla­fe ich wie­der. Habe ich aus­rei­chend Was­ser, Enten, Brot für eine Woche? — stop

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mrs. callas zählt schneeflocken

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marim­ba : 0.01 — Wenn Mrs. Cal­las Schnee­flo­cken zählt, will sie jede Flo­cke mit ihren Zei­ge­fin­gern berüh­ren. Aus der Ent­fer­nung betrach­tet, könn­te man dann mei­nen, Mrs. Cal­las wür­de sich mit nicht sicht­ba­ren Engeln unter­hal­ten, oder mit Engeln, die so klein sind, dass sie für das Licht nicht ins Gewicht fal­len. Ja, wenn Mrs. Cal­las Schnee zu zäh­len wünscht, spricht sie mit ihren Hän­den mit der Luft. Sie ist sehr schnell in die­ser Bewe­gung des Spre­chens und sie ist glück­lich, habe ich den Ein­druck, ein Mäd­chen, wie sie am klei­nen See des Pal­men­gar­tens auf Zehen­spit­zen steht und so herz­lich lacht, dass die Rei­her ange­flo­gen kom­men, die eigent­lich längst schon nach Afri­ka abge­reist sein soll­ten. Ich glau­be, flüs­tert sie, jetzt habe ich den Über­blick ver­lo­ren. Wir sind dann noch her­um­spa­ziert zwei Stun­den und haben dis­ku­tiert, was Mrs. Cal­las an Bord der Sea­town gern tra­gen wür­de, etwas Leich­tes natür­lich, wegen der schwü­len Hit­ze, die zu erwar­ten sein wird, weil wir uns das so aus­ge­dacht haben von Zeit zu Zeit, das Inven­tar einer Welt, die eigent­lich nicht exis­tiert. — stop

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von der poesie der insekten

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echo

~ : louis
to : mon­sieur jean-hen­ri fabre
sub­ject : VON DER POESIE DER INSEKTEN

Mein lie­ber Mon­sieur Fab­re, an die­sem wun­der­schö­nen, eis­kal­ten Dezem­ber­tag gegen Zehn, habe ich ent­lang Ihrer fei­nen Zei­chen­ket­te die Bestei­gung des Mont Ven­toux in Angriff genom­men. Nun bin ich wie­der ein­mal begeis­tert von hin­rei­ßen­der Land­schaft, von der dün­ner wer­den­den Luft, von ihren gelieb­ten Wes­pen, die ich noch nie in mei­nem Leben mit eige­nen Augen wahr­ge­nom­men habe. Heu­te Mor­gen sehr früh, als ich vor dem Fens­ter saß und mei­ne Polar­spin­ne beob­ach­te­te, wie sie sich freu­te, nach einer sehr lan­gen Zeit im Eis­fach end­lich unter der frei­en, kal­ten Luft die Ster­ne betrach­ten zu kön­nen, hat­te ich die Genau­ig­keit Ihres Sehens erin­nert, die Geduld Ihrer Augen, und sofort in Ihr klei­nes, bedeu­ten­des Buch von der Poe­sie der Insek­ten geschaut. Man kann das Atmen ver­ges­sen. Wie lan­ge Zeit wer­den Sie wohl eine gra­ben­de Sand­wes­pe betrach­tet haben, ehe Sie einen ers­ten Satz for­mu­lier­ten? Und was, zum Teu­fel, haben Sie da unter der Lupe, als Nadar Sie foto­gra­fier­te? — Ihr Lou­is, mit bes­ten Grüßen.

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yanuk : fröhliche weihnachten

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del­ta

~ : yanuk le to : louis
sub­ject : FRÖHLICHE WEIHNACHTEN
date : dez 23 08 6.55 a.m.

In die­sen Minu­ten, Mr. Lou­is, will ich sehr lei­se und behut­sam von einer auf­re­gen­den Beob­ach­tung berich­ten. Du musst wis­sen, heu­te Mor­gen, als ich auf Höhe 385 schlaf­trun­ken mein Zelt ver­ließ, hat­te ich sofort bemerkt, dass wäh­rend der Nacht irgend­et­was gesche­hen sein muss­te, etwas Selt­sa­mes, etwas, das mei­ne klei­nen Affen­freun­de beun­ru­hig­te. Sie lagen nicht, wie üblich, vor sich hin däm­mernd lose auf dem höl­zer­nen Boden her­um, son­dern dicht anein­an­der gedrängt und beb­ten, als wür­den sie frie­ren. Alle sahen sie mit ihren zitro­nen­gel­ben Augen in ein und die­sel­be Rich­tung, starr­ten zum Stamm eines benach­bar­ten Bau­mes hin, ein Bün­del furcht­sa­mer oder viel­leicht stau­nen­der Bli­cke, das den schma­len, voll­kom­men unbe­klei­de­ten Kör­per eines Mäd­chens betas­te­te, der nur weni­ge Meter von uns ent­fernt über der Tie­fe hing. Ich hat­te natür­lich zunächst den Gedan­ken, dass das vor mir bau­meln­de Mäd­chen nur eine Erschei­nung gewe­sen war, viel­leicht ein Traum oder die Spur eines Trau­mes, die in einen wirk­li­chen Tag hin­über­reich­te. Beun­ru­higt wie mei­ne Freun­de, begann ich des­halb zunächst mit einer Kur­bel Strom für mei­ne Schreib­ma­schi­ne zu erzeu­gen. Eine kon­tem­pla­ti­ve Bewe­gung, eine, die ich auch im Schlaf ver­rich­ten könn­te. Wäh­rend ich so arbei­te­te, hör­te ich bald ein mensch­li­ches Lachen. Ja, Sie lesen ganz rich­tig, Mr. Lou­is, das Mäd­chen lach­te, ein fei­nes, hel­les Lachen war zu hören, und die Affen fauch­ten und wur­den so flach, als woll­ten sie spur­los ver­schwin­den im war­men Holz oder sonst wohin, ganz unsicht­bar wer­den. Wie sich doch alle ver­trau­ten Geräu­sche ver­än­dern, sobald uner­war­te­te Din­ge gesche­hen. Ich hör­te mei­ne eige­ne Stim­me, wie sie sag­te, das ist unglaub­lich, das ist ganz unglaub­lich, und ich hör­te auf zu kur­beln und sah dem Mäd­chen in die Augen, und sofort klapp­te sie ihre Augen zu. Ich glau­be, sie schläft jetzt, wäh­rend ich die­se Sät­ze so behut­sam schrei­be, wie ich nur kann, um das Mäd­chen nicht zu wecken. Ja, stel­len Sie sich vor, Mr. Lou­is, sie scheint tat­säch­lich tief und fest zu schla­fen, wäh­rend sie den Ast, der sie trägt, mit ihrer lin­ken Hand umfasst. Die rech­te Hand liegt flach auf ihrem Bauch, einem mus­ku­lö­sen Bauch von hel­lem Schein, opak, als wür­de ein Teil des Son­nen­lichts sich im Kör­per des Mäd­chens ver­fan­gen und wei­ter leuch­ten, von innen her­aus wei­ter leuch­ten. Wenn sie nur nicht los­las­sen wird in die­ser Höhe! Kein Haar auf dem Kör­per des Mäd­chens zu sehen. Das ist natür­lich selt­sam und ich weiß noch nicht genau, war­um das so ist. Ich will Dir, Mr. Lou­is, an die­ser Stel­le mei­ne herz­li­chen Weih­nachts­grü­ße über­mit­teln aus mei­nen tro­pi­schen Räu­men. Und so mache ich das jetzt, ehe ich einen ers­ten Ver­such unter­neh­men wer­de, mit dem Mäd­chen ein Gespräch zu füh­ren. Viel­leicht wer­de ich ihr mei­ne Blü­ten­zeich­nun­gen zei­gen, die ich wäh­rend der ver­gan­ge­nen Tage sam­mel­te. Fröh­li­che Weih­nach­ten! Cucur­ru­cu – Yanuk

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geraldine wünscht

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alpha

~ : geraldine
to : louis
sub­ject : GERALDINE WÜNSCHT

Seit zwei Tagen fah­ren wir sehr lang­sam im Kreis auf dem Atlan­tik her­um. Ich kann das noch immer nicht glau­ben. Als ob mein sehn­li­cher Wunsch, Sout­hamp­ton nie­mals zu errei­chen, in Erfül­lung gehen wür­de. Viel­leicht träu­me ich das alles nur. Oder ich bin in mei­nem Hof­fen so weit gekom­men, dass alle Wün­sche in Erfül­lung gehen. Irgend­je­mand sag­te, wir wür­den Schiff­brü­chi­ge suchen. Ein Gerücht neh­me ich an. Wir Men­schen brau­chen immer Gerüch­te, wenn etwas geschieht, das unge­wöhn­lich ist. Wir könn­ten noch Jah­re so her­um­fah­ren, ich hät­te nichts dage­gen. Wür­de an der Reling sit­zen und die Far­ben des Was­sers beob­ach­ten. Heu­te ist das Meer von einem hel­len Blau, sil­bern glänzt es, weil uns Fische beglei­ten, deren Rücken weiß und grün im Licht der Son­ne glit­zern. Ich kann mei­nen Blick nicht abwen­den von die­sem Was­ser­licht, für das ich kei­ne Wor­te fin­de. Ges­tern, Mr. Lou­is, habe ich mei­ne sei­de­nen Hand­schu­he getra­gen hier oben an Deck in der kal­ten Luft, mei­ne fei­nen Hand­schu­he zum Tan­zen, Hand­schu­he, die nur ein Hauch sind, mei­ne Haut schim­mer­te durchs Gewe­be. Natür­lich hat­te ich noch Fäust­lin­ge dar­über gezo­gen. Als der Ste­wart kam, – Sie wis­sen, der jun­ge Mann, von dem ich schon erzähl­te, – habe ich sie aus­ge­zo­gen und ihm heim­lich mei­ne klei­nen Hän­de dar­ge­bo­ten. Lan­ge habe ich so gestan­den und zuge­se­hen, wie er sie betrach­te­te, ohne sie zu berüh­ren. Mei­ne Knie, Mr. Lou­is, haben gezit­tert, weil ich unend­lich schwach gewor­den bin, aber die­ser Blick auf mei­ne Hän­de, die­ser Blick, der mei­ne Hän­de lieb­te, hat­te mir Kraft gege­ben und auch das Wün­schen und dass wir Sout­hamp­ton nie­mals errei­chen wer­den. – Ihre Geral­di­ne auf hoher See.

notiert im Jah­re 1962
an Bord der Queen Mary
auf­ge­fan­gen am 20.12.2008
22.12 MEZ

geral­di­ne to louis »

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auftauchen

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alpha : 0.28 — Immer wie­der ein Bild vor Augen, ein Bild lang­sam vor­rü­cken­der Zeit. stop. Die Ober­flä­che des Atlan­ti­schen Oze­ans vor Neu­fund­land. stop. Kei­ne Bewe­gung, nicht die kleins­te Wel­le. stop. Auch am Him­mel, kei­ne Wel­len, kein Flug­zeug, kein Vogel. stop. Abso­lu­te Stil­le. stop. Minu­ten­lan­ge Stil­le. stop. Tage der Stil­le, Mona­te, Jah­re. stop. Jetzt ein Schat­ten. stop. Der Schirm der Was­ser­ober­flä­che öff­net sich. stop. Der Helm eines Tief­see­tau­chers erscheint. stop. Schwe­res Gehäu­se. stop. Trie­fen­de Muscheln. stop. Eine Hand. stop. Die Gestalt einer eiser­nen Hand, wie sie nach ros­ti­gen Schrau­ben tas­tet. stop. Wie der Helm des Tau­chers, durch die Luft fliegt. stop. Das Gesicht eines Man­nes, des­sen Haut schnee­weiß ist. stop. Eine Schne­cke ohne Gehäu­se, die auf sei­ner Stirn sitzt. stop. Sie scheint zu gra­sen. stop. Der Mann, wie er sich umsieht. stop. Wie er blin­zelt, wie er lächelt. stop. Flüs­tert. stop. stop. Obwohl ich ver­su­che, so nahe wie mög­lich her­an­zu­kom­men, ist doch kein Wort zu ver­ste­hen. stop. Jetzt winkt er. stop. stop. Ein hei­te­res Bild. stop. Ein Bild, in dem Zeit ent­hal­ten ist. stop. stop. Wer end­lich ver­haf­tet Robert Muga­be? stop. stop. 0.52 in Musi­na, süd­li­ches Afri­ka. — stop

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eisblumen

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nord­pol : 8.05 — Ich muss eine bemer­kens­wer­te Erschei­nung gewe­sen sein. Stand vor dem Schreib­tisch, hat­te mei­nen rech­ten Arm senk­recht in die Luft gestreckt, übte mit dem Zei­ge­fin­ger die krei­sen­de Bewe­gung eines Pro­pel­lers. Beob­ach­te­te das sub­ku­ta­ne Spiel der Mus­keln, bemerk­te wei­te­re Bewe­gung unter dem Hemd, krem­pel­te das Hemd bis zum Ellen­bo­gen hoch. stop. Die klei­ne uralte Nar­be am Dau­men. stop. Spur einer gro­ßen Geschich­te. stop. Der Geschmack von Honig im Mund. Das Sum­men der Bie­nen. Die nack­ten Bei­ne eines Mäd­chens. Ihre hei­ße Hand, die mei­nen schwel­len­den Dau­men unter­sucht. Atem, der kühl ist. Eine hel­le Stim­me, so vie­le Jah­re alt. Som­mer­blu­men. Wol­ken. Schlaf. Das schmel­zen­de Eis auf mei­ner Stirn. — stop

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seide

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alpha : 6.55 — Ges­tern Abend um 22 Uhr und 8 Minu­ten fol­gen­de E‑Mail: „Und? Hat Nabo­kov schon geant­wor­tet? N.“ Seit­her war­te ich. Als ob ich in den ver­gan­ge­nen Wochen nicht genug gewar­tet hät­te. Auf Schnee, zum Bei­spiel. Heming­way, vor zwei Jah­ren, ant­wor­te­te gar nicht, Lowry nach drei Mona­ten und in einer Wei­se, die ich bis heu­te nicht ent­rät­selt habe. Aber Dju­na Bar­nes, um Him­mels wil­len, Dju­na Bar­nes, als hät­te sie mei­ne Zei­len erwar­tet, ant­wor­te­te noch in der Stun­de mei­nes Schrei­bens. stop. Ich muss das suchen. stop. Geräu­schwort für 750000 vor­wärts schla­gen­de Her­zen bis­her nicht ent­deckt. stop Regen. stop. Sei­dig. stop. Als wür­de der Erd­bo­den schwit­zen. — stop

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animals : eine luftgeschichte

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del­ta : 7.45 — Im Wesent­li­chen exis­tie­ren drei Arten von Geschich­ten. Fer­tig anwe­sen­de, erleb­te Geschich­ten. Rein aus der Luft gefan­ge­ne, das heißt, erfun­de­ne Geschich­ten. Recher­chier­te Geschich­ten. stop. Ani­mals, zum Bei­spiel, die Geschich­te der Ent­de­ckung leben­der Papie­re. stop. Eine Luft­ge­schich­te. stop. Es ist jetzt zwei Uhr nachts. stop. Was brau­che ich? stop. Zwei Kühl­schrän­ke, fünf U‑Bahnwaggons, drei Kaf­fee­häu­ser, eine Hand­voll Abend­seg­ler, Stadt­men­schen, ein Radio­ge­rät. stop. Und Papier­tie­re stop. Sehr klei­ne Her­zen, eben­so klei­ne Gehir­ne, Mün­der und Ver­dau­ungs­trak­te. stop. Auch Pro­pel­ler­flü­gel. stop. Feins­te Ware. stop. Was brau­che ich noch? stop. Räu­me der Zeit und einen ers­ten Satz. stop. Geduld. stop. Das Geräusch mei­nes Blei­stifts auf gro­bem Papier.

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