Aus der Wörtersammlung: welt

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staten island : ans ende der Welt

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sier­ra : 0.10 — In einem Zug der Sta­ten Island Rail­way ans Ende der Welt durch bors­ti­ge Land­schaft. Ort­schaf­ten, die sich ähn­lich sind, Häu­ser von Holz, ein oder zwei Stock­wer­ke hoch, hel­le Far­ben, Gär­ten, klein und von Holz­wän­den umzäunt, als woll­ten die Bewoh­ner die­ser selt­sa­men Gegend ein­an­der nicht sehen, nicht hören. Kirch­turm­spit­zen, Tank­stel­len, Fabri­ken, Stra­ßen ohne Ende, eine eiser­ne Wild­nis, in wel­cher Öltanks und Schrott­ber­ge wie Pil­ze aus kar­gen Wäl­dern wach­sen. Durch die­se Men­schen­land­schaft schau­kelt der Zug, dass man sich fest­hal­ten muss. Auf einem Schiffs­dock liegt ein Schau­fel­rad­damp­fer, den ich sofort mit mir neh­men wür­de, wenn ich ihn in mei­ne Hosen­ta­sche ste­cken könn­te. Frie­ren­de Men­schen stei­gen ein und frie­ren wei­ter. Aus einer Tasche ragt die damp­fen­de Schwanz­flos­se eines gekoch­ten Fisches. Kon­duk­teu­re wan­dern von Abteil zu Abteil, schla­gen Eis von den Türen. Und da ist die­ser wil­de Kerl, läuft rufend und sin­gend im Wag­gon auf und ab. Gefro­re­ne Möwen fal­len vom Him­mel. Tomp­kins­ville. Gre­at Kills. Atlan­tic. — stop

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spulen

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sier­ra : 15.01 — Ich hat­te eine Spu­le digi­ta­ler Spei­cher­schei­ben von einem Zim­mer in ein ande­res Zim­mer getra­gen. Wie ich über eine Tür­schwel­le tre­te, wur­de mir bewusst, dass ich in mei­nen Hän­den 500 Fil­me trans­por­tier­te oder 750 Stun­den Zeit, die ver­ge­hen wür­de, wenn ich jeden die­ser Fil­me ein­mal betrach­ten soll­te. Ich setz­te mich auf mein Sofa und leg­te eine der Schei­ben in mei­nen Com­pu­ter. Kaum 2 Minu­ten waren ver­gan­gen, und schon hat­te ich 5 Fil­me, die auf dem Daten­trä­ger seit Jah­ren gespei­chert waren, von ihrem ursprüng­lich Ort in einen Kas­ten von der Grö­ße einer Zigar­ren­schach­tel trans­por­tiert. Mein Com­pu­ter arbei­te­te indes­sen so lei­se, dass ich mein Ohr an sein Gehäu­se legen muss­te, um gera­de noch sei­nen Atem ver­neh­men zu kön­nen. Zwei Stun­den atme­te mein Com­pu­ter, in dem er alle Fil­me der Spu­le, Schei­be um Schei­be, in den klei­nen Kas­ten, der neben ihm auf dem Sofa ruh­te, trans­fe­rier­te. Dann hol­te ich eine wei­te­re Spu­le und setz­te mei­ne Arbeit fort, bis auch die­se Spu­le und ihre Fil­me in das Käst­chen über­tra­gen waren, Spu­le um Spu­le, eine Nacht ent­lang. Nun ist das so, dass sich in mei­nem neu­en Film­ma­ga­zin unge­fähr 3000 Fil­me befin­den, ohne dass das Daten­käst­chen grö­ßer oder schwe­rer gewor­den wäre. Ich glau­be, ich habe etwas Welt ver­dich­tet, einen Raum gespei­cher­ter Film­be­trach­tungs­zeit ver­klei­nert, eine Mög­lich­keit der Zeit, die sich selbst nicht ver­än­dert haben soll­te. — stop

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dair az-zaur

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sier­ra : 7.48 — Das zwan­zigs­te Jahr­hun­dert blickt nie­der auf eine geheim­nis­lo­se Welt. Alle Län­der sind erforscht, die ferns­ten Mee­re zer­pflügt. Land­schaf­ten, die vor einem Men­schen­al­ter noch selig frei im Namen­lo­sen däm­mer­ten, die­nen schon knech­tisch Euro­pas Bedarf, bis zu den Quel­len des Nils, den Lang­ge­such­ten, stre­ben die Damp­fer; die Vik­to­ria­fäl­le, erst vor einem hal­ben Jahr­hun­dert vom ers­ten Euro­pä­er erschaut, mah­len gehor­sam elek­tri­sche Kraft, die letz­te Wild­nis, die Wäl­der des Ama­zo­nas­stro­mes ist gelich­tet, der Gür­tel des ein­zig jung­fräu­li­chen Lan­des, Tibets, gesprengt. Das Wort TERRA INCOGNITA der alten Land­kar­ten und Welt­ku­geln ist von wis­sen­den Hän­den über­zeich­net. – Ste­fan Zweig. In jenen Land­schaf­ten aber Frau­en, Män­ner, Kin­der. Ahnun­gen. Was in der ost­sy­ri­schen Stadt Dair az-Zaur pro­tes­tie­ren­den Men­schen in die­sen Stun­den geschieht, wis­sen wir nicht. – stop
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vorwinterzeit : beobachtung in der warenwelt

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india: 12.05 — Ein wesent­li­ches Merk­mal, das in der Waren­welt eine ver­kau­fen­de Per­son von einer ein­kau­fen­den Per­son unter­schei­det, scheint die Art und Wei­se zu sein, mit Stof­fen, zum Bei­spiel, mit Win­ter­pull­overn umzu­ge­hen. Die einen, jene, die hin­zu­ge­tre­ten sind, weil sie sich, in Ahnung des Win­ters, einen Pull­over wünsch­ten, ent­fal­ten und ver­rü­cken, was ande­re, jene, die schon da gewe­sen sind, weil sie hier arbei­ten, geord­net, das heißt, gefal­tet haben und getürmt. Weil zwi­schen die­sen sich offen­sicht­lich ent­ge­gen­wir­ken­den Per­so­nen­grup­pen ein Gefäl­le besteht, [die einen sind zahl­reich, die ande­ren nicht], han­delt es sich sowohl bei der Fal­tung, als auch bei der Sor­tie­rung der Ware nach Grö­ße, um einen sehr ernst zu neh­men­den und zeit­auf­wen­di­gen Vor­gang. Aus die­sem Grund ins­be­son­de­re scheint der Zustand der fal­tend sor­tie­ren­den Per­so­nen ein sta­tio­nä­rer Zustand zu sein, wäh­rend jene ande­ren ent­fal­ten­den Per­so­nen, Unord­nung sozu­sa­gen im Vor­über­kom­men pro­du­zie­ren. Die­ser gera­de eben erwähn­te Pro­duk­ti­ons­vor­gang ist nun genau genom­men ein Akt der Zer­stö­rung oder aber beschleu­nig­ter Entro­pie. Zer­stört wird, was vor­aus­ge­setzt, was erwar­tet ist, Über­sicht­lich­keit, sagen wir, Bere­chen­bar­keit und Kon­zen­tra­ti­on. Alle roten Pull­over, Kasch­mir­wol­le, lie­gen süd­lich syn­the­ti­scher Model­le von blau­er Far­be auf dem Aus­la­ge­tisch. Weil die einen im Vor­über­ge­hen zer­stö­ren, was die ande­ren mit Lie­be oder pflicht­ge­mäß errich­tet haben, sind letz­te­re weder glück­lich noch zufrie­den, übli­cher­wei­se viel­mehr von einer vor­aus­ah­nen­den Mor­gen­wut oder von einem gut ver­ständ­li­chen Abend­zorn besetzt. — stop

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ohrlamellenschirm

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pupil­le : 5.08 — 28 Lamel­len, eine kreis­för­mi­ge Ver­samm­lung feins­ter Häu­te, die unbe­merkt eng an mei­nen Gehör­gang­wän­den zu lie­gen gekom­men sind, famo­ses Werk. Und doch kann ich zu die­sem Zeit­punkt noch nicht sagen, dass ganz und gar geglückt ist, was man erdach­te, um den Lärm der Welt aus­zu­schlie­ßen, eine Schirm­ver­schluss­kon­struk­ti­on, Adap­ti­on, durch­blu­tet, einer Blen­de, ers­ter Ver­such, ers­te Ver­hand­lung. Da war ein ange­neh­mes Zie­hen heu­te Nacht gegen zwei, als sich die Schir­me in mei­nen Ohren schlos­sen. Es ist still jetzt, unver­gleich­bar stil­ler als sonst, nichts als mei­ne Kno­chen­räu­me pochen. Nein, nein, ich kann zu die­ser Stun­de nicht wirk­lich sagen, dass ganz und gar geglückt ist, was man erdach­te. Noch wird das Alles mit­tels mei­ner Augen gesteu­ert. Die­ser klei­ne Text zum Mor­gen wur­de von einem zeit­wei­se Blin­den geschrie­ben. — stop

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asmara tigri

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lima : 16.01 — Die Frau, die mir sofort eine Geschich­te erzäh­len wird, scheint müde zu sein. Immer wie­der fal­len für Sekun­den ihre Augen zu. Frü­her Mor­gen, Tigri hat die Nacht über gear­bei­tet. Wir sit­zen in einem Schnell­zug vom Flug­ha­fen in die Stadt. Gera­de woll­te sie noch wis­sen, war­um ich auf dem Note­book einen Film betrach­te, der von ein­stür­zen­den Tür­men des World Trade Cen­ters berich­tet. Sie habe, bemerkt Tigri, sechs Stun­den lang Brie­fe sor­tiert, das heißt, Luft­post­brie­fe für Inseln, die im Pazi­fi­schen Oze­an lie­gen, weil sie eine Spe­zia­lis­tin für Inseln ist, auch für Inseln atlan­ti­scher Gebie­te, aber vor allem ken­ne sie sich aus mit Inseln, die Kiri­ba­ti hei­ßen oder Ton­ga oder Palau oder Vanua­tu. Sie sagt, dass sie die­se Namen lie­ben wür­de, dass sie Anfang der 70er Jah­re in einem Dorf nahe der eri­tre­ischen Haupt­stadt Asma­ra gebo­ren wor­den sei und dass das Dorf im Jahr 1984 wie­der auf­ge­baut wer­den muss­te, weil an einem Sonn­tag­abend ein MIG-Flug­zeug das Dorf zer­stört habe und vie­le ihrer Freun­de getö­tet. Zu die­sem Zeit­punkt leb­te Tigri bereits in West­deutsch­land. Wenn sie den Namen ihres Dor­fes aus­spricht, bin ich nicht imstan­de, das schö­ne Geräusch in mei­nem Kopf zu behal­ten, aber das Wort Asma­ra kann ich mir mer­ken. Sobald ich das Wort Asma­ra for­mu­lie­re, leuch­ten ihre Augen, also sage ich drei­mal Asma­ra und freue mich über die Wirk­sam­keit die­ses Wor­tes. Asma­ra soll eine Stadt hel­len Lich­tes sein, sage ich, es soll dort immer­zu nach Kaf­fee duf­ten, und Tigri lacht und ich den­ke, dass das jetzt ent­we­der so ist oder dass das nicht so ist, dass sie jeden­falls das Hel­le mag und auch den Kaf­fee­duft. Man spre­che Tig­ri­gna dort in ihrer Gegend, sagt Tigri, und ich bemer­ke, dass ihr gan­zer Name selbst in die­sem Wort ent­hal­ten sei. Wie­der lacht die jun­ge Frau, schließt kurz die Augen, erzählt, dass ihr Bru­der, ein Gynä­ko­lo­ge, aus den Diens­ten eines Kran­ken­hau­ses ent­las­sen wur­de, weil man ihn nicht als das behan­deln woll­te, was er zu sein wünsch­te. Mein Bru­der, wis­sen Sie, möch­te ein König sein. Nun ist er arbeits­los und König. Er ist natür­lich schwarz wie ich, genau­so schwarz, und schwarz steht den Köni­gen nur in Afri­ka. Sie macht eine kur­ze Pau­se, reibt sich die Augen. Wir sind jetzt allein auf die­ser Welt, sagt Tigri, alles ging sehr schnell. Im ver­gan­ge­nen Jahr sei ihr Vater gestor­ben in Eri­trea, ein glück­li­cher Mensch, ein Bus­fah­rer, ein sehr stol­zer Herr. Im Okto­ber des­sel­ben Jah­res sei schließ­lich die Mut­ter mit dem Flug­zeug via Rom nach Frank­furt gekom­men. Sie habe, ohne das zu wis­sen, einen Tumor im Kopf mit­ge­bracht, im Febru­ar war sie dann umge­fal­len und tot im März. Tigri lehnt ihren Kopf an die Wand des Zuges, schaut aus dem Fens­ter. Ein hei­ßer, schwü­ler Mor­gen. Ob sie den Film anse­hen dür­fe, will sie wissen.
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Edna St. Vincent Millay

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sier­ra : 20.08 — Wie im Kurz­schlaf die Welt neu geord­net wird. Alle Geschich­ten erzäh­len sich, als hät­ten sie sich über die küh­le Hand einer Nacht gefal­tet. Jede begin­nen­de Stun­de, eine Stun­de vor unbe­kann­ter Land­schaft. — Nach­mit­tags dann begeg­net mir im Park wie­der ein­mal ein zen­tra­ler Satz des por­tu­gie­si­schen Erzäh­lers Antó­nio Lobo Antu­nes. Er sag­te, um ein Buch zu schrei­ben, müs­se man etwas ris­kie­ren. Ein Schrift­stel­ler, der nichts wage, sei unauf­rich­tig. Ich spa­zier­te und über­leg­te, was genau zu unter­neh­men ist, damit mein Schrei­ben so gefähr­lich wer­den könn­te, dass ich von einem Wag­nis spre­chen dürf­te. — Abend jetzt. Küh­le Luft. Vor weni­gen Minu­ten die Stim­me der Dich­te­rin Edna St. Vin­cent Mil­lay. Sie liest ihr Poem RECUERDO. We were very tired, we were very mer­ry, We had gone back and forth all night on the fer­ry. Das fei­ne Doku­ment auf­ge­ho­ben. Oder zu mir geholt. stop. Wie auch immer. — stop

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venenstern

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echo : 20.55 — Ein Schat­ten von Wör­tern exis­tiert in der elek­tri­schen Welt, Anfra­gen der Such­ma­schi­ne g o o g l e, die par­tic­les mit­tel­bar oder unmit­tel­bar berühr­ten: > Flie­ge
 : Mond­fisch 
: Schreib­ma­schi­ne
 : Roman Opal­ka : Koli­bri gezeich­net : DNA : Dop­pel­he­lix
 : Trom­pe­ten­kä­fer 
: Venen­stern 
: Brumm­krei­sel 
: Geräu­schwör­ter : Per­ga­ment­haut
 : Chir­urg
 : Pyra­mi­den­bahn : > 2345 Begrif­fe im Monat August. stop. Feu­er­kä­fer. stop. Ich könn­te viel­leicht sagen, dass Wör­ter die­ser Art Lock­stof­fen ähn­lich sind. Oder Lan­de­bah­nen. Oder Flie­gen­fal­len. — stop

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leben

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kili­man­dscha­ro : 6.45 — Ich lebe sehr gern. Und manch­mal kommt einem vor, dass das gan­ze Leben, das man hin­ter sich hat, eigent­lich kein Jam­mer­tal war. Obwohl es natür­lich schlim­me Punk­te gege­ben hat. Aber im Gro­ßen gese­hen ist die Welt für mich eigent­lich immer schön gewe­sen. Und ich hab immer gern gelebt und ich leb jetzt auch noch sehr gern. Es hat sich die Form im Lau­fe der Jahr­zehn­te total ver­än­dert. Aber das Rasen und Rotie­ren im Kopf, das ist gleich geblie­ben. / Auf der einen Sei­te bin ich also lebens­süch­tig kann man fast sagen, und auf der ande­ren Sei­te bin ich ein gro­ßer Melan­cho­li­ker, von mei­ner Mut­ter. Aber das geht gut zusam­men. / Mit dem Schrei­ben kämp­fe ich eigent­lich gegen den Tod. Ich has­se ja den Tod. Und ich möch­te alles machen, nur damit ich da nicht bald hin­ein­fal­le in die­se Gru­be, in die­se schreck­li­che. — Frie­de­ri­ke May­rö­cker in einem Film­por­trait von Lat­ja Gasser
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syrischer traum

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tan­go : 6.15 — Ich hat­te einen beun­ru­hi­gen­den Traum. In die­sem Traum wur­de mit Pan­zern auf pro­tes­tie­ren­de Men­schen geschos­sen. Pro­jek­ti­le, groß wie Kof­fer, flo­gen durch die Luft. Wenn sie einen Men­schen tra­fen, rotier­ten Kör­per­tei­le gegen den Him­mel. Über­haupt beweg­te sich die Welt in die­sem Traum sehr lang­sam, die Blät­ter der Bäu­me, Kin­der, die unter Pla­ta­nen Him­mel und Höl­le spiel­ten, auch jene flie­gen­den Eisen­kof­fer und das Feu­er, das aus den Geschütz­roh­ren der Pan­zer trat, alles zur Zeit­lu­pe ver­zö­gert. Ein­mal saß ich auf einer Bank. Ich hielt den Kopf eines Jun­gen in Hän­den. Durch ein furcht­erre­gen­des Loch in der lin­ken Wan­ge des Kin­des späh­te ich in das toben­de Gesicht eines Offi­ziers. Das alles war mir, noch im Traum befind­lich, sehr merk­wür­dig vor­ge­kom­men, weil die sin­gen­de Stim­me eines Kin­des in nächs­ter Nähe zu ver­neh­men gewe­sen war. — stop

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