Aus der Wörtersammlung: elle

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ANFANG === bEKOl6nBFkbLw4UCQdhQBw === ENDE

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alpha : 5.15 — Der Feed-Atom eines klei­nen Tex­tes, den ich im Juni des Jah­res 2013 an die­ser Stel­le ver­schlüs­selt sen­de­te, wur­de bis­her 16205 Mal ange­for­dert. Ich bin nun bei­na­he sicher, dass es sich bei mei­nem Text um die Lek­tü­re einer Maschi­ne han­delt, die sich rhyth­misch ver­ge­wis­sert, ob der mög­li­cher­wei­se gefähr­li­che Text noch exis­tiert auf dem Par­tic­les-Ser­ver. Die­se mir nicht bekann­te, rou­ti­niert arbei­ten­de Maschi­ne scheint noch immer nicht in der Lage zu sein, einen Code zu erken­nen, der im letz­ten Satz des Tex­tes selbst für sei­ne umge­hen­de Ent­schlüs­se­lung prä­pa­riert wur­de. Eine skur­ri­le Ange­le­gen­heit, nicht wahr! Ver­such No. 3: ANFANG === a 4 n Z Q c Z c V 5 2 E p 5 0 P B S a l A B Y l g e 0 E Z M a N Q M D U F f a 5 g a F X 0 r j W u G h y B C V u v f L 7 U r D z s 9 y V 7 Q x I Q R E m I L c I 9 c n c D p t x g / y G r p M e k z a x 3 s O f c H / E e Q s 2 X 0 8 6 6 U h i M J 3 G 5 0 r m A f j Q j h k 3 f f 7 5 m r W + i R O f F H R d b m 1 n q i v 8 B Y 5 P m b q J 6 W J 8 Z t j o F h u J V Z T r W V 8 h + I 3 Y k g / P j L 0 S 5 p B j 8 J t / B 1 8 p + O O h k l 5 f n i z q e H J s s e g P W 9 m F n c L n / 6 Y C 8 n L p v / G H x m n K / D I 5 v d F u 8 u 8 M l 5 A m / V Y p g Q === ENDE / code­wort : bir­dy­bir­dy — stop

ping

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onkel ludwig

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tan­go : 1.38 — Mein alter Onkel Lud­wig, der wirk­lich schon sehr alt ist, berich­tet, er habe errech­net, wenn er noch in der Lage wäre, jeden Tag 300 Sei­ten eines Buches zu lesen, wenn er außer­dem noch fünf Jah­re lesend erle­ben dürf­te, wür­de er, bei guter Füh­rung, 1825 wei­te­re Bücher zu sich neh­men. Das könn­te genü­gen, sag­te Onkel Lud­wig. Er ist übri­gens noch gut zu Fuß, man kann ihn mor­gens gegen 10 Uhr beob­ach­ten, wie er die Trep­pen zur Stadt­bi­blio­thek erklimmt. Er kommt mit der Stra­ßen­bahn dort an, heim­wärts, schwe­re Bücher­ta­schen tra­gend, nimmt er ein Taxi. Manch­mal sitzt er noch ein oder zwei Stun­den im Café Mozart, er liebt Käse­ku­chen und Mohn­schnit­ten von Her­zen. Ich glau­be, heu­te ist Mitt­woch, heu­te wird er ein Buch der Schrift­stel­le­rin Yoko Oga­wa zu sich neh­men, so ist sein Plan, in die­sem Buch soll ein Ele­fant auf dem Dach eines Kauf­hau­ses leben. Gera­de eben leich­ter Gewit­ter­re­gen. Das wird sicher sehr war­mes Was­ser sein, das vom Him­mel fällt. Guten Mor­gen! — stop

queenmary

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vom fotografieren

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hima­la­ya : 2.28 — Ges­tern Abend mach­te ich einen Spa­zier­gang durch die Stadt. Es war schön warm gewor­den, über den Opern­platz jag­ten ein paar Hai­füss­lie­re in Kopf­hö­he unter den fla­nie­ren­den Men­schen dahin, eine wirk­lich schö­ne dun­kel­blaue Stun­de. Und wäh­rend ich so ging, tele­fo­nier­te ich schein­bar, das heißt, ich hielt mein Mobil­te­le­fon an mein rech­tes Ohr, aber anstatt einer Stim­me zuzu­hö­ren, die gar nicht aus dem Tele­fon her­aus­kom­men konn­te, weil ich mit nie­man­dem ver­bun­den war, foto­gra­fier­te ich wild her­um, ohne frei­lich sehen zu kön­nen, was mir vor die Ohr­lin­se kam. Auf der Kai­ser­stra­ße mach­te ich in die­ser Wei­se heim­lich Auf­nah­men von einem Hüt­chen­spie­ler. Ich muss­te mich dazu seit­wärts zum Gesche­hen in mei­ner Nähe posi­tio­nie­ren. Jemand könn­te in die­sem Moment viel­leicht Ver­dacht geschöpft haben, als ich wei­ter­ging, wur­de ich beob­ach­tet, zwei Her­ren, die mir nicht gefie­len, beglei­te­ten mich. Sie kamen sehr nah an mich her­an. Um mich zu ret­ten, begann ich in mein Tele­fon zu spre­chen. Ich tat so, als ob ich irgend­je­man­dem eine Geschich­te erzäh­len wür­de. Ich berich­te­te von Häu­sern, die unter rie­si­gen Bal­lo­nen schwe­ben. Indes­sen ging ich nicht schnel­ler vor­an als üblich. Zwei­mal blieb ich ste­hen, und auch die zwei Män­ner blie­ben ste­hen. Am Lon­do­ner Platz fiel mir zu Bal­lon­häu­sern nichts mehr ein, ich gab dar­um eine Wei­le vor, selbst einer Geschich­te zuzu­hö­ren, nick­te immer wie­der, lach­te, dann frag­te ich mit fes­ter Stim­me, ob ich viel­leicht die Geschich­te von den Eis­bü­chern erzäh­len soll­te. Da lie­ßen, weiß der Him­mel, war­um, bei­de Herrn von mir ab. — stop
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im nachtpark

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alpha : 4.52 — Ges­tern, am frü­hen Mor­gen, spa­zier­te ich im Ador­no Park. Die Vögel schlie­fen noch, bei­na­he Licht­lo­sig­keit. Wie ich so ging und über­leg­te, ent­deck­te ich eine Gestalt, die auf einer Bank unter einer Kas­ta­nie saß. Sie beweg­te sich nicht im min­des­ten und schien, obwohl doch kaum Licht exis­tier­te, in einer Zei­tung zu lesen. Auch die Zei­tung beweg­te sich nicht, viel­leicht weil kein Wind. Ein merk­wür­di­ger Anblick. Ich stand ganz still und war­te­te. Ich war­te ein oder zwei Minu­ten lang, dass sich die Gestalt auf der Bank für einen Moment bewe­gen möge, ein Lebens­zei­chen von sich geben, ein Geräusch viel­leicht. Ich dach­te noch, das könn­te ein selt­sa­mer Anblick sein für einen hin­zu­kom­men­den Beob­ach­ter, ein Mann, der reg­los auf einer Bank sitzt, wäh­rend er von einem wei­te­ren reg­los ste­hen­den Mann betrach­tet wird. Nun wird viel­leicht auch die­ser Beob­ach­ter stau­nend oder furcht­sam inne­hal­ten, was für eine selt­sa­me Sache. Zum Glück wird es bald hell wer­den, die Vögel wer­den erwa­chen und das Licht begrü­ßen, oder sie wer­den ganz still sein vor Ver­wun­de­rung, welch uner­hör­te Din­ge sich in ihrem Park ereig­nen. — Fünf Uhr zwei­und­fünf­zig in Pal­my­ra, Syria. — stop

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e — geparden

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nord­pol : 6.28 — Man müss­te ein­mal ein Pro­gramm erfin­den, das in der Lage wäre, E‑Mailbriefe, die man ver­se­hent­lich ver­schick­te, zu jagen, zu erle­gen, oder ganz ein­fach behut­sam wie­der zurück­zu­ho­len. Ich mei­ne das so: Neh­men wir ein­mal an, eine E‑Mail wäre vor­zei­tig ent­wischt, ohne Gruß und Unter­schrift beweg­te sie sich rasend schnell durch das World Wide Web von Kno­ten zu Kno­ten, ein Brief, der nicht unhöf­li­cher sein könn­te, ein licht­schnel­les Mons­trum, wie glück­lich wür­de man sein, wenn man ihn unge­sche­hen machen oder nach­träg­lich noch bear­bei­ten könn­te, indem zu jeder E‑Mail ein per­sön­li­cher E‑Mailgepard gehör­te, der nach dem feh­ler­haf­ten Stück het­zen wür­de, bis das gejag­te Zei­chen­we­sen getilgt sein wür­de, zu einem Nichts gewor­den, wie nie gewe­sen. Man­che die­ser Gepar­den wären viel­leicht in der Lage, sich bis in die E‑Mailprogramme adres­sier­ter Com­pu­ter selbst fort­zu­be­we­gen, E‑Mailbriefe, die bereits geöff­net wur­den, wür­den vor den Augen der Leser ver­schwin­den oder sehr heim­lich spä­ter, so dass sie nie wie­der gefun­den wer­den könn­ten, als ob sie nie exis­tier­ten, Geis­ter­we­sen, Täu­schung, Gehirn­schat­ten ohne Beweis. Es ist Sams­tag und es reg­net küh­les Was­ser, als wäre die­ser Tag bereits im Herbst. — stop / koffertext
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alexandros panagoulis

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alpha : 2.58 — Ich beob­ach­te­te einen jun­gen Mann, der lan­ge Zeit neben einer Ampel vor einer Kreu­zung stand, eine vor­neh­me und zugleich merk­wür­di­ge Erschei­nung. Der Mann trug einen ele­gan­ten, grau­en Anzug, hell­brau­ne, fei­ne Schu­he, ein wei­ßes Hemd und eine Kra­wat­te, feu­er­rot. Er mach­te etwas Selt­sa­mes, er setz­te näm­lich sei­nen rech­ten Fuß auf die Stra­ße, um ihn sogleich wie­der zurück­zu­zie­hen, als ob der Belag der Stra­ße zu heiß wäre, um sie tat­säch­lich betre­ten zu kön­nen. Das ging eine Vier­tel­stun­de so ent­lang, ein frü­her Nach­mit­tag, es reg­ne­te leicht. Der Mann schien nicht zu bemer­ken, dass ich ihn beob­ach­te­te. Um uns her­um waren sehr vie­le Men­schen unter­wegs gewe­sen, die die Kreu­zung Broad­way Ecke 30. Stra­ße schnell­fü­ßig unter sich dre­hen­den Regen­schir­men über­quer­ten. Für einen Augen­blick hat­te ich den Ein­druck, der Mann wür­de sich ver­hal­ten wie eine Figur in einem sehr kur­zen Film, der sich unab­läs­sig wie­der­hol­te. Ein­mal bleibt eine älte­re Frau neben ihm ste­hen, sie schien zu zögern, aber dann trat sie doch ent­schlos­sen auf die Stra­ße, um kurz dar­auf zurück­zu­keh­ren und dem jun­gen Mann eine Tüte Nüs­se zu über­rei­chen. In genau die­sem Augen­blick ließ ich los und spa­zier­te wei­ter in Rich­tung South Fer­ry, ohne mich noch ein­mal nach dem jun­gen Mann umzu­dre­hen. — Kurz vor drei Uhr. Noch Stil­le drau­ßen vor den Fens­tern, küh­le Nacht. Erin­ner­te mich vor weni­gen Stun­den an Alex­an­dros Pana­gou­lis, an das vor­ge­stell­te Bild des Dich­ters, wie er im grie­chi­schen Mili­tär­ge­fäng­nis Bogia­ti in einer Zel­le sitzt. Er ist ohne Papier, er notiert Gedich­te, die er auf­hebt in sei­nem Kopf. Lan­ge muss­te ich nach sei­nem Namen suchen, er war ver­schwun­den gewe­sen, als hät­te ich nie von ihm gele­sen. — stop
drohne4

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von regenschirmen

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romeo : 6.48 — In der Däm­me­rung die Vor­stel­lung, ich wür­de unter Bäu­men lie­gen, Vögel sin­gen, was für ein wun­der­schö­ner Mor­gen, es ist warm, es ist kurz vor fünf. Ich höre wie sich ein gro­ßes Tier durchs Unter­holz bemüht, das könn­te ein Bär sein oder ein Hirsch oder ein Bison. Häu­ser exis­tie­ren an die­sem Mor­gen kei­ne, weder Brief­käs­ten noch Fahr­rä­der, ich ruhe auf Blät­tern, die ich am Abend zuvor zu einem Hau­fen leg­te. Es ist viel­leicht das Jahr 8022 vor Beginn unse­rer Zeit­rech­nung. Ich ahne noch nicht, dass ich bald eine Tas­se Kaf­fee begeh­ren wer­de. Ich bin glück­lich, ich bin noch kei­nem Wolf begeg­net. Aber ich habe, glau­be ich, die Appa­ra­tur eines Regen­schirms bereits erfun­den, sie ist, wie mein Bett, von höl­zer­nen Stäb­chen und Blät­tern gefer­tigt. Ver­mut­lich wer­de ich an einem wei­te­ren Tag in dem­sel­ben Leben erken­nen, dass ich aus einem grö­ße­ren Regen­schirm ein Haus bau­en könn­te, heu­te aber, in der Mor­gen­däm­me­rung, gera­de begin­nen die Vögel zu sin­gen, ich bin noch schläf­rig, noch kein Erfin­der­geist. Es ist warm, es exis­tie­ren weder Häu­ser noch Fahr­rä­der, noch Brief­käs­ten, noch Uhren. — stop

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siatista mittags jahre später

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echo : 5.08 — Vor Jah­ren ein­mal wur­de mir erzählt, ein sehr alter Mann habe sich aus Ver­zweif­lung über die poli­ti­sche Lage sei­nes Lan­des, ande­re mein­ten, weil er im hohen Alter noch hun­gern muss­te, an einem wun­der­schö­nen Mai­tag auf dem Markt­platz der male­ri­schen Stadt Sia­tis­ta, dem­zu­fol­ge in einer nörd­li­chen Pro­vinz Grie­chen­lands, erschos­sen. Er habe ein Sturm­ge­wehr für sei­nen letz­ten Schuss ver­wen­det, eine Waf­fe, die seit dem Jah­re 1944 im Kel­ler sei­nes Eltern­hau­ses in Ölpa­pier gewi­ckelt lager­te. Bei­na­he wäre das Gewehr, einst Stolz des jun­gen Man­nes im Kampf gegen deut­sche Faschis­ten, für immer in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Im Detail war damals zu erfah­ren gewe­sen, die Kugel habe zunächst den Unter­kie­fer des alten Man­nes durch­schla­gen, sei von dort aus in das Gehirn vor­ge­drun­gen und habe den Kopf über das lin­ke Auge hin wie­der ver­las­sen. Bruch­tei­le einer Sekun­de spä­ter soll das Pro­jek­til eine Flie­ge getö­tet haben, die sich kurz zuvor auf den Weg süd­west­wärts gemacht hat­te, um sich zuletzt in den Ast eines Salz­bau­mes zu boh­ren. — Ist das nun eine Geschich­te oder eine Nach­richt? Ich habe noch immer kei­ne Ant­wort auf die­se Fra­ge. — stop

ping

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ai : SUDAN

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MENSCHEN IN GEFAHR: „Zwei Mit­glie­der der pres­by­te­ria­ni­schen Kir­che im Süd­su­dan, Rever­end Yat Micha­el und Rever­end Peter Yen, sind am 1. März auf der Grund­la­ge des suda­ne­si­schen Straf­ge­setz­buchs in acht Punk­ten unter Ankla­ge gestellt wor­den. Zwei der ihnen zur Last geleg­ten Straf­ta­ten kön­nen die Todes­stra­fe nach sich zie­hen. Rever­end Yat Micha­el und Rever­end Peter Yen waren am 21. Dezem­ber 2014 bzw. am 11. Janu­ar 2015 vom suda­ne­si­schen Geheim­dienst (NISS) fest­ge­nom­men wor­den und wur­den bis zum 2. März 2015 ohne Kon­takt zur Außen­welt in Haft gehal­ten. Sie wur­den am 1. März auf der Grund­la­ge des Straf­ge­setz­buchs von 1991 unter Ankla­ge gestellt. Die ihnen zur Last geleg­ten Straf­ta­ten sind “gemein­sa­me Hand­lun­gen zur Pla­nung einer kri­mi­nel­len Hand­lung”, “Unter­wan­de­rung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung”, “Krieg gegen den Staat”, “Spio­na­ge gegen das Land”, “Ent­hül­lung und Erhalt von Infor­ma­tio­nen und offi­zi­el­len Doku­men­ten”, “Schü­ren von Hass zwi­schen reli­giö­sen Grup­pen”, “Stö­rung des öffent­li­chen Frie­dens” und “Belei­di­gung von reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen”. Auf der Grund­la­ge des suda­ne­si­schen Straf­ge­setz­buchs kön­nen die Straf­tat­be­stän­de “Krieg gegen den Staat” und “Unter­gra­bung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung” mit der Todes­stra­fe geahn­det wer­den, wäh­rend die übri­gen sechs Straf­tat­be­stän­de eine Prü­gel­stra­fe nach sich zie­hen. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die bei­den Geist­li­chen wegen ihrer reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen fest­ge­nom­men und ange­klagt wur­den. Der NISS hielt die Gefan­ge­nen bis zum 2. März ohne Kon­takt zur Außen­welt fest. An die­sem Tag wur­den sie ins Gefäng­nis Kober in Khar­tum ver­legt, und man gestat­te­te ihnen ers­te Familienbesuche.Reverend Yat Micha­el und Rever­end Peter Yen tra­ten am 28. und 29. März zwei Tage in den Hun­ger­streik, um gegen ihre fort­ge­setz­te Inhaf­tie­rung und die Ver­wei­ge­rung des Zugangs zu Rechts­bei­stän­den zu pro­tes­tie­ren. Sie wer­den der­zeit von einem pro bono täti­gen Anwalts­team ver­tre­ten. Am 19. und am 31. Mai haben bereits Anhö­run­gen im Fall der bei­den Geist­li­chen statt­ge­fun­den. Am 15. Juni soll ihre Ver­fah­ren fort­ge­setzt wer­den. Amnes­ty Inter­na­tio­nal betrach­tet Rever­end Yat Micha­el und Rever­end Peter Yen als gewalt­lo­se poli­ti­sche Gefan­ge­ne, die allein wegen der fried­li­chen Wahr­neh­mung ihres Rechts auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung fest­ge­nom­men, inhaf­tiert und ange­klagt wur­den.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­le­ne schrift­li­che Aktio­nen, mög­lichst unver­züg­lich und nicht über den 21. Juli hin­aus, unter »> ai : urgent action

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2 + 5 = 8

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alpha : 7.12 — Seit eini­gen Tagen wer­de ich von mei­ner Par­tic­les-Word­press­ma­schi­ne, sobald ich die Sei­te der Anmel­dung öff­ne, auf­ge­for­dert, unver­züg­lich nach­zu­wei­sen, dass ich ein Mensch bin: Pro­ve your huma­ni­ty. Die­ser prä­gnan­ten Auf­for­de­rung ist je eine Rechen­auf­ga­be nach­ge­stellt, Zah­len sind zu addie­ren, etwa die Zahl 4 zur Zahl 6, wes­we­gen ich mir zu die­sem Zeit­punkt noch kei­ne Sor­gen mache. Eigen­tüm­li­cher­wei­se jedoch emp­fin­de ich die Auf­for­de­rung, mei­ne mensch­li­che Eigen­art dar­zu­stel­len, als eine Zumu­tung. Ein­mal unter­läuft mir ein Rechen­feh­ler, und tat­säch­lich wer­de ich nicht wei­ter vor­ge­las­sen, obwohl ich mei­nen kor­rek­ten Benut­zer­na­men und mein kor­rek­tes Pass­wort, mehr­fach geprüft, in die Mas­ke des Log-ins notier­te. Es ist selt­sam, seit ich mich bewei­sen muss, habe ich den Ein­druck, mei­ne Par­tic­les-Word­press­ma­schi­ne sei selbst mäch­ti­ger oder mensch­li­cher gewor­den, eine Per­sön­lich­keit, die mir viel­leicht in weni­gen Tagen zum Beweis mei­nes mensch­li­chen Ursprungs die Lösung eines Drei­sat­zes abver­lan­gen wird. — stop

schleuse



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