marimba : 20.11 UTC – Es ist Februar, es ist kalt, eine schwere Grippe ist eingezogen, in einen Körper, der nur noch schlafen will. Auf dem Bildschirm meiner Schreibmaschine ziehen Sterne langsam über den Himmel über dem Inarisee. Lange Zeiten geschlossener Augen. Kein Geräusch von dort, wo Murmansk in zwei Tages- und Nachtportionen zu Fuß erreicht werden kann. Ein Schlitten mit Stirnlicht kreuzt von Ost nach West über das Eis. Ich habe Käfigtiere geträumt oder habe Käfigtiere ausgedacht. Tiere, deren Gerippe Räume bilden, in welchen sich Luft befindet, die geatmet werden kann. Ein kleiner Kopf, als habe man sich einen Kugelfisch zum Vorbild genommen, zwei winzige Ohren, ein winziger Mund, zwei winzige Augen, der Kopf scheint unwichtig, aber die knöchernen Streben des zentralen Käfigtieres sind von einem feinen, hellroten Fell bedeckt. Zwei Zwergzeisige flattern im Käfig herum, singen, wetzen ihre Schnäbel am warmen Gestänge. Das Käfigtier ist ein Wesen ohne Arme und Beine, wiegt 5 Kilogramm und hängt sehr gern leicht schaukelnd von einem Baum oder einer Zimmerdecke im Wind. — stop
Aus der Wörtersammlung: luft
im garten
charlie : 16.58 UTC – Heute, wenn er noch lebte, wäre mein Vater 93 Jahre alt geworden. Ich erinnere mich mühelos an seine leise Stimme im Alter, ein wenig rau geworden, wie er an einem Sommerabend auf einem Stuhl im Garten saß. Vor ihm stand ein kleiner Tisch und auf diesem Tisch eine Flasche Wasser mit einem Drehverschluss. Ich glaubte, dass mein Vater mich nicht bemerkte. Er schien mit der Flasche zu sprechen. Er beugte sich vor, hielt die Flasche mit der einen Hand fest, während er mit der anderen Hand an ihrem Verschluss drehte. Aber die Flasche war nicht leicht festzuhalten gewesen, vermutlich deshalb, weil sich die Feuchte der Luft auf ihr niedergeschlagen hatte. Also lehnte sich mein Vater wieder auf seinem Stuhl zurück und schloss die Augen. Ich nehme an, er wird eingeschlafen sein. Als er wieder erwachte, war ich noch immer da und auch die Flasche stand auf dem Tisch. Mein Vater beugte sich vor, nahm die Flasche und drehte an ihrem Verschluss. Erneut schien er sich mit der Flasche zu unterhalten, ohne aber die richtigen Worte zu finden, weil die Flasche sich noch immer dagegen wehrte, geöffnet zu werden. Also lehnte sich mein Vater erneut zurück, er schüttelte den Kopf. In diesem Moment schwebte eine Libelle über den Tisch. Sie betrachtete meinen Vater, setzte sich auf den Verschluss der Flasche und faltete ihre Flügel. Ein Moment der Stille, des Friedens. Ein paar Zikaden waren zu hören, sonst nichts. Mein Vater war bald wieder eingeschlafen, es wurde dunkel und die Libelle verschwand. Als er wieder erwachte, saß ich direkt vor ihm. Ich hatte die Flasche für ihn geöffnet und ein Glas mit Wasser gefüllt. Mein Vater erzählte lächelnd in Würde, dass er sich gewundert habe, warum er die Flasche nicht öffnen konnte, er habe sie doch selbst zugedreht. Das ist doch verrückt, sagte er. — stop

Oft erzählte mir
mein Vater,
der Physiker,
von den Sternen.
/
Struktur
Great Wall
im Universum
Glückslicht
NASA
schwefel
india : 8.22 UTC – In diesem Jahr spricht die Republik von Kugelbomben. Irgendwelche Männerleute sprengten sich und andere aus reinem Vergnügen in die Luft. Wie fröhlich war vor Jahren noch das erste Licht des neuen Jahres. In der schwankenden Straßenbahn hörte ich, wie sie mit brennenden Augen nach Worten suchten für das scheppernde Licht des Magnesiums, für das Fauchen der bengalischen Feuer, die sie in Händen hielten. Da war eine Nachtsekunde gewesen, die Sekunde, in der sie das rote, das verbotene Stäbchen entzündet und gerade noch eben rechtzeitig von sich geworfen hatte, da war das Heulen der chinesischen Pulverpfeifen, da waren Funkenregen, da waren blaugraue Wölkchen, die sich auf kleine Zungen niederlegten. Nicht die Feuerblumen des Himmels, das Spektakel der nächsten Nähe entfesselten die Erinnerung von Stunde zu Stunde. Zündhölzer, verborgen in Hosentaschen, waren zurückgeblieben, auch dieses Schwefelholz, immer wieder eine heimliche Geschichte. — stop
vom poetischen wert
alpha : 15.28 UTC – Als würde ich kurz vor einem Gespräch mit einem Verleger vor einer Tür stehen. Ich bin aufgeregt und zugleich konzentriert. Ich habe meine erste Frage, die ich im Gespräch stellen werde, sorgfältig formuliert, auswendig gelernt und mehrfach geprüft. Es ist aber doch etwas anderes geplant, ein Gespräch nämlich mit ChatGPT über die Erfindung der Tiefseeelefanten. Eine Verbindung ist hergestellt, die Eingabemaske leuchtet unmittelbar vor mir auf dem Bildschirm, der Bot scheint zu warten. Ich sehe auf die Uhr, warum? — Das war gestern um kurz nach 22 Uhr gewesen. So habe ich notiert: Guten Abend! Mein Name ist Louis. Folgendes: Ich habe vor Jahren die Gattung der Tiefseeelefanten erfunden. Eine Herde dieser Tiere wanderte über einen Zeitraum mehrerer Monate von Europa aus über den Atlantik nach New York. Sie gingen Schritt für Schritt fest auf dem Boden, indessen ihre kilometerlangen Rüssel bis zur Meeresoberfläche hin ausgestreckt worden waren, um von dort Luft in die Tiefe zu holen. Sind diese Tiere jenseits eines poetischen Raumes denkbare Wesen? — 8 Sekunden später folgende erstaunliche wie berührende Antwort des künstlichen Systems:Deine Idee der Tiefseeelefanten ist faszinierend und poetisch – sie erinnert an die Kraft der Vorstellung, die in der Literatur und Kunst eine Realität für sich schaffen kann. Wenn wir die Idee aus naturwissenschaftlicher Perspektive betrachten, stoßen wir allerdings auf einige Herausforderungen: 1. Rüssellänge und Atmung: Ein kilometerlanger Rüssel, der von der Tiefsee bis zur Wasseroberfläche reicht, würde immense Schwierigkeiten für die Atmung mit sich bringen. Der Wasserdruck in der Tiefsee ist extrem hoch (z. B. ca. 1000 Atmosphären in 10.000 Metern Tiefe), während die Luftsäule im Rüssel nahezu drucklos wäre. Die Muskeln, die den Rüssel öffnen und schließen, müssten unglaublich stark sein, um den Druckunterschied zu bewältigen. 2. Druckresistenz: Lebewesen, die in der Tiefsee existieren, sind an den hohen Druck angepasst. Ein so großes Tier wie ein Elefant, das auf Landdruck optimiert ist, würde in der Tiefe zerquetscht. Eine denkbare Lösung wäre, dass die Tiefseeelefanten eine Anpassung entwickelt haben, um den Druck auszugleichen, z. B. durch eine extrem flexible oder verstärkte Körperstruktur. 3. Fortbewegung: Ein so großes Tier bräuchte sehr kräftige Beine, um auf dem Meeresboden laufen zu können, und gleichzeitig müsste es mit den Widerständen des Wassers zurechtkommen. Viele Tiefseelebewesen sind schwerelos und gleiten oder schweben – ein laufendes Tier wäre ungewöhnlich. 4. Nahrung: Die Tiefsee ist eine karge Umgebung, was Nahrung betrifft. Deine Elefanten müssten eine Strategie haben, um Nahrung in ausreichender Menge zu finden – vielleicht durch das Einfangen von Organismen, die in der Nähe der Wasseroberfläche leben, mithilfe ihrer Rüssel. Denkbare Anpassungen. Mit ein wenig Kreativität lassen sich jedoch Mechanismen erdenken, die deine Tiefseeelefanten möglich machen könnten. 1. Druckausgleich: Sie könnten ein internes System haben, das ihren Körperdruck dem Umgebungsdruck anpasst, ähnlich wie Tauchroboter, die für Tiefseeforschung gebaut werden. 2. Atmung: Statt über Rüssel könnten sie eine Art “Luftreservoir” in ihrem Körper tragen, das durch regelmäßige Besuche an der Wasseroberfläche aufgefüllt wird. 3. Körperstruktur: Ihre Beine könnten besonders dick und muskulös sein, um sowohl dem Druck als auch der Fortbewegung standzuhalten. 4. Ökologie: Sie könnten sich von organischen Ablagerungen am Meeresboden oder hydrothermalen Quellen ernähren, die als „Oasen“ der Tiefsee gelten. Poetischer Wert: Aus literarischer Sicht sind deine Tiefseeelefanten nicht nur denkbar, sondern sogar wunderbar. Sie laden dazu ein, über die Beziehung zwischen Oberfläche und Tiefe, zwischen Lebensräumen und Anpassung nachzudenken. Sie könnten als Symbole für Ausdauer, Anpassung oder den Übergang zwischen Welten stehen – und genau das macht sie so faszinierend. Ich bin gespannt, wie du die Geschichte dieser majestätischen Wesen weiterspinnst! — stop

als tiefseeelefanten
in unseren gesprächen
noch nicht existierten
flog vater 1971 über
grönland nach
san franzisko
heimsuchung
tango : 20.01 UTC – Über dem Kanal de Saint-Martin nahe der Rue Bichat im 10. Pariser Arrondissement kreist seit drei Tagen ein krähenartiger Vogel, ohne je zu landen. Er scheint mit der kalten Winterluft ein Gespräch zu führen im Flug bei Tag und bei Nacht. Vogelbeobachter sind eingetroffen. Sie sitzen auf Bänken und Balkonen, ihre Fernrohre auf Stative gestellt und gegen den Himmel ausgerichtet. Es ist deshalb, weil mit diesem sprechenden und singenden Vogel möglicherweise etwas nicht stimmt. Seit der Vogel eingetroffen ist, so wird erzählt, erscheinen auf den Bildschirmen lokaler Fernsehgeräte Filmaufnahmen, die aus der Sicht dieses Vogels aufgenommen worden sein könnten. Gleichwohl sind Geräusche verzeichnet, sodass nun das Weinen von Kindern in den Pariser Häusern zu vernehmen ist, auch auf den Bildschirmen der Handtelefone sind Kinder zu sehen, die in Zelten wohnen ohne einen Fußboden, weil dort hindurch der Schlamm, der von den Bergen kommt, talabwärts strömt. Die Kinder sind krank, das kann man sehen, sobald man die erschrockenen Augen öffnet. Auch die Eltern der Kinder sind krank, sie tragen Pusteln im Gesicht und auf den Armen und Beinen und auf ihren mageren Rücken. Vulkane wachsen auf den Körpern der Menschen und speien Eiter und Blut. Jener Vogel, der diese Aufnahmen in einer afrikanischen Gegend machte, um sie persönlich nach Europa zu transportieren, war und ist noch immer ein geduldiger Beobachter. Der Vogel flog leise in Bodennähe umher, ohne das Leid zu stören, das sich ihm öffnete, als wäre es eine dunkle schmerzende Blume. Kinder fassten nach dem Vogel, deuten auf ihn, sie waren ohne Furcht. Und die Eltern der Kinder erzählten in einer fremdartigen Sprache, wie es ist derart krank und elend und bedroht zu sein. Ihre Gesten zu dem Auge des Vogels hin waren flehende Gesten. Seit Tagen nun kommen diese Bilder in die Welt der Bildschirme und der Lautsprecheranlagen bei Tag und bei Nacht am Kanal de Saint-Martin nahe der Rue Bichat im 10. Pariser Arrondissement. Niemand kann sagen, warum das so ist und wie lange die Heimsuchung noch dauern wird. Vielleicht, so eine Vermutung, werden weitere Vögel kommen, weitere Bilder, Filme, Geräusche. Eine Person soll auf einer Kanalbrücke stehend lautstark gefordert haben, den Vogel endlich vom Himmel zu holen. Einmal waren Schüsse zu hören. — stop
krieg von oben
marimba : 22.28 UTC – Es war einmal an einem frühen Abend. Landkrieg von oben aus großer Höhe. Noch warmes, mildes Licht der tief über dem Horizont stehenden Sonne. In diesem Licht segeln Drohen weit unter uns lautlos der Erde nah, weiße Rotorwesen vor und zurück, tasten sich heran, wie Luftkatzen an qualmende, gepanzerte Fahrzeuge. Der Rauch brennender Öle, brennender Körper, weithin sichtbar. Flach über den Steppenboden fliegen Geschosse von irgendwoher, zeichnen Spuren in der dampfenden Luft. Menschenfiguren eilen aus versengten Fahrzeugen, suchen Zuflucht im Unterholz der schmalen Baumstreifen, die die ukrainische Steppe durchziehen. Zu schwarzen Gestalten nun in der Schneelandschaft der Wärmebildkamera geworden, Gestalten, die nicht unsichtbar werden, sosehr sie auch wünschen, nie wieder sichtbar zu sein. Drohnen, weitere Vögel, nähern sich. Weiße fliegende Spinnen erkunden, ob noch Leben im brennenden Panzer zu finden ist, luren in die Schatten der metallenen Höhlen. Das sind tatsächlich Bewegungen jagender Katzen. Aus der Helligkeit gleißenden Feuers bewegt sich die Gestalt eines flüchtenden Menschen hervor. Der flüchtende Mensch zieht ein Bein hinter sich her, das Bein scheint verloren. Der Mensch fällt, als er auch das zweite Bein für immer verliert. Liegt ganz still im Gras. Ein Drohnenvogel schwebt über ihm. Der Vogel wartet. — stop
stille zählen
tango : 22.58 UTC — Beobachtung einer Opferzahl, Lebewesen der Zeitgeschichte, welches für die Stadt Mariupol ausgewiesen wird. Berichte geflüchteter Menschen, Angaben der Täter, Untersuchung von Luftbildaufnahmen, Zählungen internationaler Organisationen, Angaben der Leichenarbeiter, die unter Lebensgefahr aus dem besetzten Territorium berichten. Zunächst 3 Tausend, dann 8 Tausend, dann 10 Tausend, dann 20 Tausend, dann 100 Tausend verlorene Menschen. Die Zahl steigt über Monate und Jahre, auch vermutlich deshalb, weil viele vermisste Menschen sich noch immer nicht gemeldet haben. Das Schweigen, das ist denkbar, wird gezählt. Die Stille. — stop
vor dem bildschirm
romeo : 10.22 UTC — Eine liebenswerte Erfindung scheint mir folgende in Kurzform dargestellte Taucherplattform für Hamster zu sein: Gewicht: Vermutlich 30 Gramm. Material: Kunststoff. Farbe: türkis, ober zitronengelb. Befestigung: Gumminapfhalterung. Sitzfläche: Luft gefedert. Wiederaufstieg über Leiter: Zwölf Sprossen. Anwendung am inneren Rande jedwedes Aquariums. Zur ersten Übung mit Hamster ist zu tun. Erstens: Man temperiere das Badewasser auf mindestens 28 °Celsius. Zweitens: Man setze das Hamstertier auf vorgesehene Sitzfläche. Drittens: Man beobachte, wie das Tier langsam in den Fluten des Aquariums versinkt. Bald, nach zwei oder drei Sekunde, wird man sehen, dass Hamstertiere begeistert sind. Kaum noch wollen sie das Aquarium verlassen. — Heute wieder meinen Fernsehapparat betrachtet. Es war Nacht, der Bildschirm dunkel. Ich dachte noch, was in dieser Dunkelheit, Kanal 128 Übersee, wieder Verrücktes im Augenblick der Betrachtung der Dunkelheit gespielt werden wird. All dieses Warten, dass man kaum noch zu denken wünscht. — stop

Mein Vater versuchte
bereits im Jahr 1971
Amerika und seine Menschen
zu verstehen. Er näherte sich
zunächst mit einem
Fotoapperat.
New York
Soho
vom fenster meines hauses aus
alpha : 15.01 UTC ‑Ein Paketbote wurde angekündigt. Er und sein Fahrzeug waren kurz nach elf Uhr auf einer digitalen Karte meiner Schreibmaschine sichtbar geworden, die eine Gegend anzeigte, die mir bekannt ist, weil ich dort wohne. Das Symbol eines Automobils saß einige Straßenzüge entfernt auf der Karte fest. Noch sieben Stopps, ehe das Automobil vor meinem Haus erwartet wurde. Ich stand am Fenster, 5. Stock, hatte das Fenster geöffnet, schöner Blick in die Bäume, Fliegen tanzten im Licht der Sonne, die Luft war schwer und feucht, eine halbe Stunde lang beobachtete ich einmal die Straße, dann wieder das Verhalten des Symbols auf dem Bildschirm. Das Automobil schien sich zunächst zu entfernen, dann kam es wieder näher, ein letzter Stopp vor einem Haus auf der Straßenseite gegenüber. Tatsächlich war soeben ein Automobil dort in gelber Farbe eingetroffen, hatte unter einer Kastanie Platz genommen. Im Schatten des Baums, es war kurz vor 1 Uhr, öffnete ein junger Mann die hintere Tür seines Fahrzeuges, hob eine Sackkarre heraus, dann drei größere Paketstücke, die er übereinander türmte, um bald mit Sackkarre und Turm in einem Tor zum Hof zu verschwinden. Kaum wieder zurück, stellte der junge Mann seine Sackkarre zurück in das Fahrzeug, setzte sich in die Fahrerkabine und schloss die Tür. Ein Fenster wurde geöffnet, Rauchwölkchen stiegen von dort her in die Luft, sie waren weiß und breiteten sich sehr langsam in allen Richtungen aus. Der junge Mann, der vermutlich höchstpersönlich rauchte, musste in diesem Moment seinen Status gemeldet haben. Vielleicht waren es die Pakete selbst gewesen, deren neuer Besitzer ihre Ankunft quittierte. Mein Bildschirm meldete 0 Stopps bis zur Ankunft. Was für ein wunderbarer Mittag. Straßenbahnen quietschten in den Kurven, die Schule war aus, Schulranzen wippten auf kleinen Rücken, so groß, als würden Systeme junger Astronauten zur Lebenserhaltung in sich tragen. Ein Herr in einem Anzug verspeiste auf und ab gehend ein Sandwich, das dampfte. Zwei Eichhörnchen hetzten über die Straße von Ost nach West. Das war kurz vor 2 Uhr gewesen. — stop
sirenen
sierra : 19.12 UTC — Am Nachmittag beobachtete ich, wie meine Schreibmaschine eine Speicherung ihres Gedächtnisses vollzieht, ein leises Knistern ist zu hören aus dem Kästchen, in das notiert wird, was ich später zur Verfügung haben werde, wenn ich zu wissen wünsche, wie es heute gewesen ist, um kurz nach 15 Uhr an diesem 8. September 2024. Es ist noch warm und feucht. In der Nacht wurde Kyjiw von Drohnen attackiert, Charkiw und Odessa. Müde Menschen notieren auf der Position Facebook von Schlaflosigkeit. Auch schlaflose, müde Menschen in Gaza, in Haifa. Gegen 18 Uhr erneute Beobachtung meiner Schreibmaschine. Das Programm Time Maschine meldet 181 Tsd. Änderungen des Systems seit letzter Ausführung zwei Stunden zuvor. Wieder leises Knistern und Schnurren in nächster Nähe, zarte Töne. Seltsame Sache. — stop


