Aus der Wörtersammlung: meer

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rom : ein flugzeug

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marim­ba : 22.58 — Man müss­te ein­mal ein Flug­zeug erfin­den, das nicht sicht­bar und doch wir­kungs­voll anwe­send ist. Unsicht­ba­re Sit­ze, auf wel­chen sicht­ba­re Pas­sa­gie­re Platz genom­men haben, durch­sich­ti­ge Steu­er­knüp­pel, durch­sich­ti­ge Flü­gel, ein durch­sich­ti­ges Leit­werk. Man sieht nun Men­schen, wie sie über Taxi­way­bah­nen eines Flug­ha­fens schwe­ben, gut sor­tiert, acht Per­so­nen zu einer Rei­he neben­ein­an­der, so sitzt man. Da und dort lie­gen schlam­pi­ger Wei­se Taschen her­um, Ruck­sä­cke, Zei­tun­gen, auch sie sind sicht­bar wie ihre Besit­zer und die Ben­zi­ne in den Flü­geln der Maschi­nen, das Nest der Kof­fer am Flug­zeug­heck, jene zwei Her­ren mit ihren akku­rat gefal­te­ten Flie­ger­hau­ben an der Spit­ze der Pro­zes­si­on, bald wird man sehen, wie das alles fliegt sehr steil gegen den Him­mel zu. Und die­ser Blick nun nach unten, Seen, Stra­ßen, Wäl­der, Schnee auf den Ber­gen, das Meer, die gro­ße Stadt im Anflug, ein röt­lich brau­ner Fleck in einer hel­len Land­schaft. Es war viel Wind unter­wegs und bestän­dig das Gefühl in die Tie­fe zu fal­len, weil die Sub­stan­zen des Flug­zeu­ges nicht zu sehen gewe­sen waren. Jetzt aber Rom. Da ste­he ich mit bei­den Bei­nen fest auf einem Boden, unter dem viel Zeit­spur im Ver­bor­ge­nen liegt. Das Taxi, das durch das groß­zü­gi­ge Spa­lier der Zedern glei­tet, Schirm­pi­ni­en da und dort in Step­pen­land­schaft jen­seits der Stra­ße. Plötz­lich dich­tes Häu­ser­ge­fü­ge in war­men, erdi­gen Far­ben, braun, ocker, gelb, rot, oran­ge, an den Ampeln hel­le Wölk­chen von Blei­luft, die aus knat­tern­den Rol­ler­mo­to­ren paf­fen. Via del­la Maglia­na, Via Por­tu­en­se, Via Qui­ri­no Majo­ra­na, Via del­le For­naci, Via del­le Mura Aure­lie. Vor dem Haus lie­gen drei scheue, schlan­ke Kat­zen. Das Gespräch der Möwen auf ihrem Flug gegen Tras­te­ve­re. – stop
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quallenuhr

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ulys­ses

~ : oe som
to : louis
sub­ject : QUALLENUHR
date : sept 12 12 10.22 a.m.

Ganz plötz­lich, lie­ber Lou­is, habe ich Lust bekom­men, Dir zu schrei­ben. Eigent­lich woll­te ich mich erst am kom­men­den Sams­tag mel­den, aber ein Sturm bewegt sich auf uns zu und es ist nichts zu tun, als zu war­ten, ob er uns mit vol­ler Wucht tref­fen wird. Ver­mut­lich ist es die­se War­te­rei, die an unse­ren Ner­ven zerrt. Auch, dass die Tage wie­der kür­zer wer­den. Ges­tern haben wir einen Schwarm Tin­ten­fi­sche beob­ach­tet, der unser Schiff umkreis­te. Ein unge­wöhn­li­cher Anblick, die Tie­re waren schnee­weiß. Wir haben eini­ge gefan­gen, sie schme­cken süß, wenn man sie brät, nach Brot, nach Gebäck, nach Man­deln. Beun­ru­hi­gend ist, dass sie weder über Her­zen noch Augen ver­fü­gen. Eine hal­be Nacht haben wir einen Fisch nach dem ande­ren durch­sucht. Als wir kein Exem­plar mehr hat­ten, um unse­re Suche fort­set­zen zu kön­nen, ist Mil­ler mit dem Bei­boot los­ge­fah­ren. Fast wind­still ist es hier unten auf Höhe des Mee­res, weit oben jedoch rasen­de Wol­ken von West nach Ost. Ja, lie­ber Lou­is, wir durch­le­ben schwie­ri­ge Tage. Und Noe, unser Noe in der Tie­fe, ist von Fie­ber befal­len. Wir haben ihn gut 150 Fuß ange­ho­ben, damit er Licht sehen kann. Seit meh­re­ren Stun­den wie­der­holt er eine klei­ne Geschich­te, von der wir nicht wis­sen, woher sie kommt. Noe sagt, Noe stel­le sich ein Zim­mer vor, ein freund­li­ches, hel­les Zim­mer von aller­feins­ter Qual­len­haut, ein Zim­mer von Was­ser, ein Zim­mer von Salz, ein Zim­mer von Licht. Man könn­te die­ses Zim­mer, und alles, was sich im Zim­mer befin­det, das Qual­len­bett, die Qual­len­uhr, und all die Qual­len­bü­cher und auch die Schreib­ma­schi­nen von Qual­len­haut, trock­nen und fal­ten und sich 10 Gramm schwer in die Hosen­ta­sche ste­cken. Und dann geht man mit dem Zim­mer durch die Stadt spa­zie­ren. Oder man geht kurz mal um die Ecke und setzt sich in ein Kaf­fee­haus und war­tet. Noe sitzt also ganz still und zufrie­den unter einer Ven­ti­la­tor­ma­schi­ne an einem Tisch, trinkt eine Tas­se Kakao und lächelt und ist gedul­dig und sehr zufrie­den, weil nie­mand weiß, dass er ein Zim­mer in der Hosen­ta­sche mit sich führt, ein Zim­mer, das er jeder­zeit aus­pa­cken und mit etwas Was­ser, Salz und Licht, zur schöns­ten Ent­fal­tung brin­gen könn­te. Hier spricht Noe. Noe stellt sich ein Zim­mer vor, ein freund­li­ches, hel­les Zim­mer von feins­ter Qual­len­haut. — Bes­te Grü­ße. Ahoi. Dein OE SOM

gesen­det am
12.09.2012
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samia yusuf omar

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alpha : 0.03 — Nach­rich­ten­agen­tu­ren mel­de­ten ges­tern, Mon­tag, 20. August 2012, die soma­li­sche Sprin­te­rin Samia Yus­uf Omar sei im Alter von 21 Jah­ren auf dem Weg nach Lon­don zu Olym­pi­schen Spie­len ertrun­ken. Sie reis­te auf einem Flücht­lings­schiff von Liby­en aus nord­wärts. Die Hava­rie des Boo­tes soll sich im Kanal von Sizi­li­en nahe der Insel Mal­ta bereits Anfang April ereig­net haben. Ein­zi­ge Ver­tre­te­rin ihres Hei­mat­lan­des wäh­rend der Olym­pi­schen Spie­le 2008 in Peking, hat­te sich Samia Yus­uf Omar allein auf den gefähr­li­chen Weg nach Euro­pa bege­ben. — stop

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shakespears garden

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lima

~ : malcolm
to : louis
sub­ject : BALCONY
date : aug 11 12 10.08 p.m.

Seit Tagen bereits sehen wir Fran­kie in stän­di­ger Bewe­gung. Das Eich­hörn­chen scheint zu einer Per­sön­lich­keit gewor­den zu sein, die ohne jeden Schlaf aus­zu­kom­men ver­mag. Wir haben das so nicht erwar­tet. In den ver­gan­ge­nen Tagen und Näch­ten wan­der­te Fran­kie 180 Mei­len durch den Cen­tral Park. Wir dach­ten zunächst, dass Frankie’s Unru­he sich ent­fal­tet haben könn­te, weil es reg­ne­te. Aber Fran­kie läuft noch immer und es hat schon lan­ge auf­ge­hört. Der Him­mel an die­sem Abend ist wol­ken­los. Wir befin­den uns nahe der Base­ball­fel­der Höhe 61. Stra­ße. Es ist denk­bar, dass es gleich rauf bis zur 68. Stra­ße gehen wird ohne Pau­se, eine Fra­ge der Zeit bis wir auf­ge­ben müs­sen, weil wir das Ende unse­rer Kräf­te erreicht haben wer­den. Ent­we­der wir bekom­men bald eine Ablö­sung oder es ist Schluss! Manch­mal fra­gen wir uns, war­um das not­wen­dig ist, ein Wesen zu beob­ach­ten, das über einen Sen­der ver­fügt, den wir jeder­zeit anpei­len könn­ten, um das Gespenst wie­der­zu­fin­den. Nein, es ist nicht immer leicht zu ver­ste­hen, was hier vor sich geht. Ges­tern, Frei­tag, haben wir von 2 bis 4 Uhr fol­gen­de Posi­tio­nen hin­ter uns gelas­sen > Turt­le Pond : Gre­at Lawn Soft­ball Field : Bridge No 24 : East 96th Street Play­ground : North Mea­dow : Har­lem Meer : Glen Span Arch : Sene­ca Vil­la­ge Site : Shake­spears Gar­den : Bal­c­o­ny Bridge. Ihr Mal­colm — stop / code­wort : ligu­ri­en

emp­fan­gen am
11.08.2012
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robert walser

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marim­ba

~ : oe som
to : louis
sub­ject : KORALLEN
date : jul 31 12 4.37 p.m.

Seit 552 Tagen nun befin­det sich Tau­cher Noe vor Neu­fund­land in 820 Fuß Tie­fe von einem eiser­nen Anzug umfan­gen. Es ist ein Wun­der wie gut sich Noe hält. Jeden Mor­gen, wenn ich unse­ren Funk­raum betre­te, lau­sche ich in die Tie­fe, freu mich, wenn ich Noe’s lesen­de Stim­me oder sei­nen Atem höre. Wäh­rend mei­nes Besu­ches vor Kur­zem im Mai, habe ich Koral­len­ge­wäch­se von sei­nem Gehäu­se ent­fernt, Schne­cken und ande­re klei­ne Tie­re, die sich dort fest­ge­setzt hat­ten. Ich beob­ach­te­te Noe sehr genau, sei­nen Blick, sei­ne Augen hin­ter der gepan­zer­ten Schei­be. Wie er sich doch über mei­nen Besuch gefreut hat­te, gemein­sam schau­kel­ten wir durchs Meer viel­leicht ein­hun­dert Meter eines Weges in ewi­ger Däm­me­rung auf und ab. Ich hielt mich fest an sei­nen Anzug gepresst. Kurz vor mei­ner Rück­kehr an die Was­ser­ober­flä­che frag­te ich Noe, ob er noch eine Wei­le aus­hal­ten wür­de, die­ser Blick, lie­ber Lou­is, die­ser Blick. Manch­mal den­ke ich bei mir, wir soll­ten auf­hö­ren, wir soll­ten ihn zurück­ho­len. Aber immer dann, wenn wir Noe in Bewe­gung set­zen, wenn wir ihn anhe­ben wol­len, beginnt er zu pro­tes­tie­ren, ein selt­sa­mes Geräusch, das ich so nie zuvor ver­nom­men habe. Aus dem heu­ti­gen Tag ist ein äußerst ange­neh­mer Som­mer­tag gewor­den. Das Meer voll­stän­dig ohne Bewe­gung. Flie­gen­schwär­me ste­hen dicht über dem Was­ser. Wir haben kei­ne Vor­stel­lung, woher sie kom­men und wohin sie wol­len. Noe liest mir sanf­ter Stim­me seit fünf Stun­den aus einem wei­te­ren Unter­was­ser­buch, Robert Walsers Geschich­ten, das wir vor einer Woche fer­tig­stel­len konn­ten: Es gibt Vor­mit­ta­ge in Schus­ter­werk­stät­ten, Vor­mit­ta­ge in Stra­ßen und Vor­mit­ta­ge auf den Ber­gen, und letz­te­re mögen so ziem­lich das Schöns­te auf der Welt sein, aber ein Bank­haus­vor­mit­tag gibt ent­schie­den noch mehr her. – Ahoi! Bis bald ein­mal wie­der Dein OE SOM

gesen­det am
31.07.2012
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korallenbäume

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oli­mam­bo : 7.15 — Ver­gan­ge­ne Nacht Fred Wes­ley im Traum. Wir fuh­ren auf einer Sta­ten Island Fäh­re über die Upper Bay zu New York. Ich glau­be, es war die Samu­el I. New­house gewe­sen. Fred Wes­ley bot einen merk­wür­di­gen Anblick. Sei­ne Ohren waren von dem Mate­ri­al einer Posau­ne, auch unter der Haut sei­ner Stirn und sei­ner Wan­gen schim­mer­te es bereits metal­len. Er schlief so fest, dass ich ihn nicht wecken konn­te. Papa­gei­en flat­ter­ten auf dem Schiffs­deck her­um. Sie stürz­ten auf jeden der Rei­sen­den los, sobald er sich erhe­ben woll­te. Ein älte­rer Mann und ein Jun­ge saßen gleich gegen­über. Der Mann, viel­leicht der Groß­va­ter des Jun­gen, ritz­te Schrift­zei­chen mit einem Mes­ser in das Holz einer Sitz­bank. Drau­ßen über dem Meer, Däm­me­rung. Ein Kano­nen­boot der US Coast Guard beglei­te­te das Schiff. Ich spür­te, dass aus mei­nem Hals Kie­men gewach­sen waren, Koral­len­bäu­me. Ein viel­schich­ti­ges Pfei­fen war zu hören gewe­sen, indem ich atme­te. Davon wach­te ich auf. stop. Nichts wei­ter. — stop

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meeresnähe

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hima­la­ya

~ : malcolm
to : louis
sub­ject : MEERESNÄHE
date : july 1 12 4.12 p.m.

Wir über­mit­teln eine Notiz für Sie, der Sie viel­leicht auf Nach­rich­ten von uns war­ten wer­den. Wir sit­zen in die­sem Moment mit unse­ren Funk­emp­fän­gern im Cen­tral Park, Höhe 87. Stra­ße nahe Onass­is­re­ser­voir. Fran­kie wie­der in Frei­heit. Er scheint glück­lich zu sein. War an die­sem Tag viel unter­wegs gewe­sen, umrun­de­te zwei­fach den gro­ßen See, in dem er von Baum zu Baum segel­te in gro­ßer Höhe. Wir folg­ten ihm in ange­mes­se­nem Abstand, unsicht­bar, und hat­ten doch immer wie­der den Ein­druck, Fran­kie wür­de auf uns war­ten. Es ist jetzt kurz nach vier Uhr. Schwü­le, knis­tern­de Luft. Der Him­mel so dun­kel, als wäre dort über uns schon Nacht gewor­den. Blit­ze in Mee­res­nä­he. Fran­kie hockt unter einer Lin­de. Er schaut uns an. Leuch­ten­de, fieb­ri­ge Augen. Sein klei­ner, mus­ku­lö­ser Kör­per bebt. Wann war es zuletzt gewe­sen, dass wir ein solch präch­ti­ges Eich­hörn­chen gese­hen haben? – Ihr Mal­colm. / code­wort : lepo­rel­lo

emp­fan­gen am
1.07.2012
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möwen

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echo : 4.12 — Lese in Lou­is Kekkola’s Eis­buch Das Wal­fisch­or­ches­ter. Es ist jetzt kurz nach vier Uhr, Däm­me­rung, Vögel pfei­fen. In die­sem Moment tra­ge ich Hand­schu­he. Ich habe mein Ton­band­ge­rät ange­schal­tet und spre­che lei­se, in dem ich das zer­brech­li­che Buch­we­sen in Hän­den hal­te. Kaum habe ich eine Sei­te abge­tas­tet, schlie­ße ich den Kühl­schrank, gehe in der Woh­nung spa­zie­ren und las­se mir alles durch den Kopf gehen. Dann keh­re ich zurück und lese mit damp­fen­dem Atem wei­ter. Höre in die­sen Minu­ten das Ticken des Weckers, der mir 15 Sekun­den Zeit erteilt, um das Buch der unge­stü­men war­men Luft mei­ner Woh­nung aus­zu­set­zen. Auf Sei­te 87 ent­de­cke ich Lou­is Kekkola’s Notiz über das Leben der Möwen an nor­di­schen Strän­den. Er habe, schreibt er, in sei­nem Leben noch nie eine Möwe berührt. Das ist erstaun­lich, ich glau­be, es exis­tie­ren nur weni­ge Men­schen, die je eine Möwe mit ihren Hän­den berühr­ten. Auch ich habe noch nie eine Möwe mit mei­nen Hän­den berührt. Ich könn­te das ändern, ich soll­te ans Meer fah­ren. — stop
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rund um das müllnerhorn

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sier­ra : 0.02 — Den hal­ben Abend mit der Über­le­gung zuge­bracht, was ein moder­ner Ken­taur, ein Ken­taur unse­rer Tage, der in der Gegend um das Müll­ner­horn in einem Laub­wald unter Buchen, Eichen und Lin­den­bäu­men leben könn­te, zum Früh­stück ger­ne zu sich neh­men wür­de. Wie im Flug ist die Zeit ver­gan­gen, ein Zustand leich­ter Selbst­ver­ges­sen­heit. Ich habe mir zunächst Dun­kel­heit vor­ge­stellt, Däm­me­rung, dann, in die­sem glim­men­den Licht des nahen­den Tages, die Umris­se eines Ken­taur von zier­li­cher Gestalt, wie er noch schla­fend seit­lich auf etwas Moos gebet­tet liegt und träumt. Kaum sicht­ba­re Atmung, die Hän­de, lose gefal­tet, ruhen auf der Brust, ein Auge leicht geöff­net, peit­schen­de Bewe­gung der weiß­haa­ri­gen Spit­ze sei­nes Schwan­zes. Von einem ers­ten Son­nen­strahl berührt, setzt er sich auf, reibt sich das Fell, kurz dar­auf eine schwung­vol­le Bewe­gung und schon steht der Ken­taur auf sei­nen vier Bei­nen. Ein wun­der­bar blau­er Him­mel über ihm, ein Him­mel, den man sofort für ein gestürz­tes Meer hal­ten könn­te, ein Meer ohne Wind, ruhig, da und dort eine Wol­ke von Fisch. Jetzt liegt der Ken­taur wie­der seit­lich auf dem Boden, sei­nen schö­nen Kopf auf eine Hand gestützt, nascht er von einem Häuf­chen Bee­ren, blät­tert in einem ram­po­nier­ten Tele­fon­buch der Stadt Chi­ca­go, liest den ein oder ande­ren Namen laut vor sich hin, ein­mal eine Him­bee­re, dann wie­der einen Namen. Ja, ich ahn­te, Ken­tau­ren bevor­zu­gen viel­leicht wil­de Wald­him­bee­ren zum Früh­stück. Und nun, es ist kurz nach Mit­ter­nacht, stellt sich die Fra­ge, ob es Ken­tau­ren mög­lich ist, Bäu­me zu bestei­gen? — stop

für h.d.

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perlboote

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india : 0.02 — Auf der Suche nach Behäl­ter­kon­struk­tio­nen, in wel­chen Perl­boo­te der Gat­tung Nau­ti­lus durch eine gro­ße Stadt trans­por­tiert wer­den könn­ten, ohne dass die Mee­res­tie­re Scha­den neh­men wür­den, auf eine Web­site gesto­ßen, die unter dem Namen Lou­is Benett fol­gen­de Zei­chen­fol­ge ver­merkt: mem­ber sin­ce mon­day, 30 janu­ary 2012 20.00 / last online > never log­ged in / pro­fi­le views : 158 – stop. Selt­sa­me Geschich­te. Die Spur eines über­aus vor­sich­ti­gen Ver­hal­tens viel­leicht, ein Zögern. – Mit­ter­nacht. stop. — Ben­ny Good­man. — stop

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