salinenweg

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whiskey : 0.01 — Ich schlief über einem Buch des Schweiz­er Schrift­stellers Nico­las Bou­vi­er. Ehe ich fest eingeschlafen war, hat­te ich in let­zter Sekunde noch einen Gedanken wahrgenom­men. Ich sagte zu mir mit leis­er wer­den­der Stimme: Du soll­test ein­mal über­legen, ob es sin­nvoll ist, nach ein­er Meth­ode zu suchen, im Schlaf ein Buch lesen zu kön­nen. Ja, das wäre eine inter­es­sante Geschichte. Man würde sich natür­lich an die erzäh­lende Wirk­lichkeit des Buch­es selb­st nicht erin­nern, das man ger­ade noch las oder hörte während man schlief, weil man das Buch nicht bewusst wahrnehmen kon­nte, und doch wäre man mit Her­rn Bou­vi­er nach Gal­way geflo­gen wegen eines Lochs im Sturm. Man wäre in ein­er Art und Weise nach Gal­way geflo­gen, dass man sich ein­mal später so gut an diesen Flug erin­nern kön­nte, als wäre man selb­st dort in Kil­ro­nan gewe­sen, eine Ahnung, Geräusche, Luft und Leute. — Das geschmei­di­ge Wort Sali­nen­weg. Wie ich über eine hölz­erne Brücke gehe im Win­ter, ich stre­iche mit ein­er Hand Schnee von einem Gelän­der. Immer wieder, im Som­mer, im Früh­ling, im Herb­st, wenn ich diesen Ort passierte, erzählte ich von diesem Moment, als ich im Win­ter den Schnee berührte. — stop
polaroidcentralpark

münchen — mariupol

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echo : 22.01 — Einen Gegen­stand mit Gedanken durch­drin­gen. Halt­bar machen. Eine Geschichte, eine schwierige Geschichte, zur Erfahrung notieren. Nicht im Schreiben liegt die Schwierigkeit, son­dern darin, so zu leben, daß das zu Schreibende ganz natür­lich entste­ht. Etwas heute beina­he Unmöglich­es; aber ich kann mir keinen anderen Weg vorstellen. Dich­tung als Ent­fal­tung, Blüte, oder nichts. Alle Kun­st der Welt kön­nte dieses Nichts nicht ver­ber­gen. Philippe Jac­cot­tet. stop — Eine Reise von München nach Mar­i­upol in Worten > Haupt­bahn­hof : Rich­tung West­en 300 m Links Rich­tung Bay­er­straße abbiegen 53 m Rechts abbiegen auf Bay­er­straße 500 m Weit­er auf Lands­berg­er Str. 900 m Rechts auf die Auf­fahrt nach A9/ Nürnberg/ Flughafen München abbiegen 250 m Auf Donnersbergerbrücke/ B2R fahren Weit­er auf B2R 3,4 km Die Auf­fahrt Rich­tung Salzburg/ Passau/ Nürnberg/ Flughafen München/ A94/ bald in Tschechien. A9 nehmen 550 m Weit­er auf Georg-Brauch­le-Ring/B2R 46,9 km Am Auto­bahnkreuz 65-Dreieck Holledau rechts hal­ten und den Schildern A93 in Rich­tung Hof/ Regensburg/ Woln­zach fol­gen 750 m Weit­er auf A93 128 km Am Auto­bahnkreuz 28-Kreuz Oberpfälz­er Wald rechts hal­ten und den Schildern A6 in Rich­tung Prag/ Praha/ Waidhaus/ Vohenstrauß/ Tschechien fol­gen 33,7 km Sie sind Weit­er auf D5/ E50 151 km Bei Aus­fahrt 1 in Pražský okruh/ E50/ R1 Rich­tung Brno ein­fädeln 29,2 km Die Aus­fahrt D1/ E65/ E55 nehmen1,0 km Auf D1/ E50/ E65 fahren 193 km Weit­er auf Route 50/ D1/ E50 6,4 km Weit­er auf D1/E462 19,1 km Bei Aus­fahrt 230 auf R46/ E462 in Rich­tung Olomouc/ Ostrava/ Vyškov fahren 900 m Weit­er auf E462/R46 36,4 km Bei Aus­fahrt links in E442/ E462/ R35 Rich­tung Hranice/ Opava/ Ostrava/ Olo­mouc-Holice/ Route 35/ R46 abbiegen­Weit­er auf E462 45,7 km Weit­er auf D Sie sind bald in Polen. 65,3 km  >

hochschlegel

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MELDUNG. Junge Engel, Schule zu St. Nazaire, sind am kom­menden Son­ntag von 17 bis 18 Uhr bei leichter Fliegerei im Bercht­es­gaden­er Land über den nördlichen Wän­den des Hochschlegel anzutr­e­f­fen. Ein­tritt frei. — stop

ping

winterzeiten

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himalaya : 3.18 – Ich kön­nte das Wort Win­ter schreiben. stop. Wie viel Zeit verge­ht, ehe ich das Wort Win­ter zu Ende geschrieben haben werde? stop. Ein­hun­dert Win­terzeit­en. stop. Wie viele Win­terzeit­en machen einen Tag? — stop.

studierzimmer

ein päckchen

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tan­go : 17.01 — Im August ein­mal ste­he ich in ein­er Schlange wartender Men­schen. Der Ort: U.S. Gen­er­al Post Office, New York, 8. Straße. Die Zeit: Kurz vor sechs Uhr abends. Ich bin müde, bin weite Streck­en durch die Stadt gewan­dert. Ich denke noch, wenn ich nicht acht­sam bin, kön­nte ich vielle­icht im Ste­hen ein­schlafen. Ich über­lege, ob ich in diesem Falle umfall­en oder ein­fach so schlafend ste­hen bleiben würde. Draußen ist es höl­lisch heiß, schwül und feucht, in der Halle des Post­amtes eher kühl. Vor mir, so nah, dass ich sie verse­hentlich umar­men kön­nte, wartet eine zier­liche, ältere Dame, sie ist vielle­icht ger­ade vom Friseur gekom­men, ihr Haar, ein bläulich schim­mern­der Ball, der heftig duftet. Auf ihren Schul­tern ruht ein Fuchs, der tot ist. Als sie an die Rei­he kommt, tritt sie an den Schal­ter her­an, stellt sich auf ihre Zehen­spitzen und legt ein Päckchen auf den Tre­sen ab. Mit ein­er läs­si­gen Hand­be­we­gung schiebt sie die Ware zu ein­er Postangestell­ten hin. Die Frauen unter­hal­ten sich. Ich kann nicht jedes Wort ver­ste­hen, sie sprechen sehr schnell. Ich meine, zu hören, wie die Postangestellte bemerkt, dass das Päckchen sehr leicht sei, so leicht, als ob in ihm nichts enthal­ten wäre. Die alte Dame erwidert, in dem Päckchen sei sehr wohl etwas enthal­ten, näm­lich 7 x 1 Stunde Schlaf, die sie einem Fre­und über­mit­teln würde, der nahe Boston wohne, ein Geschenk. Daraufhin lacht die Postangestellte mit tiefer Stimme. Sie sagt: Das ist ein unglaublich­es Geschenk, sie würde auch ein­mal sehr gerne etwas Schlafzeit geschenkt bekom­men. Kurz darauf dreht sich die alte, zier­liche Frau auf dem Absatz um, ein feuer­rot geschmink­ter Mund, gepud­erte, helle Haut, winzige blaue Augen. Sie durch­quert den Saal nach Nor­den hin. Kleine Schritte, sehr schnell. Kurz vor ein­er der Türen, da sie die Rich­tung kor­rigieren muss, wird sie beina­he aus der Kurve getra­gen. — stop
ping

ai : IRAN

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MENSCH IN GEFAHR : “Die gewalt­lose poli­tis­che Gefan­gene Ate­na Farghadani befind­et sich seit dem 9. Feb­ru­ar im Iran im Hunger­streik, um gegen ihre Haft zu protestieren. Nun schwebt sie in Lebens­ge­fahr. Die Kün­st­lerin befind­et sich wegen ihrer friedlichen Aktiv­itäten in Haft, unter anderem hat­te sie in ein­er Karikatur Par­la­mentsab­ge­ord­nete kri­tisiert. Die iranis­che Malerin Ate­na Farghadani trat am 9. Feb­ru­ar in einen Hunger­streik. Sie nahm for­t­an nur noch Wass­er, jedoch keine Nahrung mehr zu sich. Hier­mit will sie gegen die Fort­dauer ihrer Haft im Ghar­chak-Gefäng­nis in der Stadt Varamin protestieren, in dem es keinen Trakt für poli­tis­che Gefan­gene gibt und in dem die Haftbe­din­gun­gen äußerst schlecht sind. Am 25. Feb­ru­ar gab ihr Rechts­bei­s­tand an, dass Ate­na Farghadani als Folge ihres Hunger­streiks einen Herz­in­farkt erlit­ten und kurzzeit­ig das Bewusst­sein ver­loren habe. Sie gab an, ihren Hunger­streik solange nicht zu been­den, bis die Behör­den ihrem Antrag nachkom­men, sie in das Evin-Gefäng­nis in Teheran zu ver­legen. Am 26. Feb­ru­ar wurde sie in ein Kranken­haus außer­halb des Gefäng­niss­es gebracht. Ate­na Farghadani wurde zum ersten Mal am 23. August 2014 wegen ihrer friedlichen Aktiv­itäten festgenom­men. Sie hat­te Fam­i­lien von poli­tis­chen Gefan­genen besucht und in ein­er Karikatur Par­la­mentsab­ge­ord­nete kri­tisiert, die einen Geset­zen­twurf einge­bracht hat­ten, der frei­willig durchge­führte Ster­il­i­sa­tio­nen unter Strafe gestellt hätte und der Teil eines groß angelegten Plans ist, den Zugang zu Ver­hü­tungsmit­teln und Dien­stleis­tun­gen bezüglich der Fam­i­lien­pla­nung zu beschränken. Sie wurde fast zwei Monate lang im Trakt 2A des Evin-Gefäng­niss­es fest­ge­hal­ten, davon 15 Tage in Einzel­haft. Zu ihrer Fam­i­lie und ihrem Rechts­bei­s­tand durfte sie keinen Kon­takt aufnehmen. Am 6. Novem­ber 2014 wurde sie gegen Zahlung ein­er Kau­tion freige­lassen. Ihre neuer­liche Fes­t­nahme am 10. Jan­u­ar erfol­gte nach der Vor­ladung eines Rev­o­lu­tion­s­gerichts, möglicher­weise als Vergel­tungs­maß­nahme für ein Video, das sie nach ihrer Haf­tent­las­sung veröf­fentlicht und in dem sie erk­lärt hat­te, wie Gefäng­nisauf­se­herin­nen sie geschla­gen und erniedri­gen­den Leibesvis­i­ta­tio­nen unter­zo­gen sowie anderen Mis­shand­lun­gen aus­ge­set­zt hat­ten. Ihre Eltern gaben in Inter­views an, dass Ate­na Farghadani vor ihrer Über­führung ins Ghar­chak-Gefäng­nis noch im Gerichtssaal geschla­gen wurde. Die Ankla­gen gegen sie lauteten auf “Ver­bre­itung von Pro­pa­gan­da gegen das Sys­tem”, “Belei­di­gung von Par­la­mentsab­ge­ord­neten durch Zeich­nun­gen” und “Belei­di­gung des Reli­gions­führers”.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und bis spätestens 10. April, unter »> ai : urgent action

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marin

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echo : 16.02 — Das sehr Beson­dere an der Gat­tung der Marinkäfer ist, dass sie blau sind, von einem tiefen, vornehmen Blau, nicht nur von Außen her betra­chtet, son­dern auch dann, wenn man sie öffnet, wenn man ihre Augen, ihr Gehirn, ihr Herz im Innern beobachtet, alles blau im Käfer, Fas­er für Fas­er. Seit Tagen bere­its, da ich ihre Gat­tung ent­deck­te, denk ich darüber nach, wie sie das machen, das Blau­sein, ob das über­haupt möglich ist und woher sie kom­men und wovon sie sich ernähren. Stunde um Stunde, das ist gesichert, Tag und Nacht, senden sie genau ein Mil­ligramm ultra­marines Pig­ment in die Welt, aber nur dann, wenn ich zärtlich zu ihnen spreche, wenn ich sie mit meinen Gedanken berühre. — stop

polaroidposaunist

port-vila

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MELDUNG. Tief­seeele­fan­ten, 188 hupende Rüs­sel­rosen, nahe Port Vila [ Van­u­atu ] gesichtet. Man befind­et sich in zirkulieren­der Bewe­gung. — stop
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galina

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sier­ra : 16.28 — Gestern Abend, im Flughafen­zug, erzählte Gali­na, die seit zehn Jahren in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land lebt, sie sei vor weni­gen Wochen mit ihrer 85 jähri­gen Groß­mut­ter nach Ägypten ans Meer geflo­gen, ein Wag­nis, ein Aben­teuer, weil ihre Groß­mut­ter, eine fed­er­le­ichte Per­son, kaum noch auf ihren eige­nen Füßen gehen könne. Man habe sie in einem kleinen, off­nen Elek­troau­to­mo­bil vor das Flugzeug gefahren und das „uralte Mäd­chen“ mit­tels ein­er speziellen Hebe­bühne zu ein­er beson­deren Tür am Heck des Flugzeuges trans­portiert. Dort sei sie wink­end ver­schwun­den, um ihrer Enke­lin kurz darauf freud­e­strahlend mit­tels eines Rol­la­tors im Gang des Flugzeuges ent­ge­gen­zukom­men, als hät­ten sie sich Jahre nicht gese­hen. Die alte Frau, deren Name Gali­na nicht erwäh­nte, soll in ihrem Leben weit herum gekom­men sein. Sie lebte in der Ukraine nahe Donezk, einige Jahre später zog sie nach Kir­gisien weit­er, auch dort, nahe der chi­ne­sis­chen Gren­ze, wurde die deutsche Sprache in ein­er Weise gesprochen, dass ich sie nur mit Mühe ver­ste­hen würde, bemerk­te Gali­na. In Ägypten habe ihre Groß­mut­ter stun­den­lang bis zu den Schul­tern mit Wass­er bedeckt im Meer ges­tanden, sie habe sich an einem Schwimm­brett fest­ge­hal­ten und gesummt und gewartet, dass die Fis­che zu ihr kom­men. Ihr dreieck­iges Kopf­tuch, das sie immerzu trage, habe sie indessen so gebun­den, wie sie es von Grace Kel­ly lernte. Abends saßen die junge und die alte Frau in lind­grüne Bademän­tel gehüllt im Hotelz­im­mer vor dem Bild­schirm eines Note­books. Sie waren via Skype mit Fam­i­lien­ange­höri­gen in Donezk ver­bun­den, immer wieder sei die Verbindung unter­brochen wor­den, ein­mal seien Det­o­na­tio­nen zu hören gewe­sen, da habe sich ihre Groß­mut­ter ins Bett gelegt. Am näch­sten Mor­gen schwebte die alte Frau wieder lange Zeit im Meer dahin. — stop
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noise

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gink­go : 21.38 — Als ich unlängst die wun­der­bare Filmkomödie Noise von Hen­ry Bean ent­deck­te, erin­nerte ich mich an eine Geschichte, die ich vor eini­gen Jahren in New York skizzierte. Sie geht so: Seit eini­gen Tagen spa­ziert ein drah­ti­ger Herr von klei­ner Gestalt in mei­nem Kopf herum. Er ist so deut­lich zu sehen, dass ich mei­nen möchte, ich würde ihn ein­mal per­sön­lich gese­hen haben, eine Fig­ur, die durch die Stadt New York irrt auf der Suche nach Lärm­quel­len, die so beschaf­fen sind, dass man ihnen mit pro­fes­sio­nel­len Mit­teln zu Leibe rück­en kön­nte, Hupen, zum Bei­spiel, oder Pfeif­ge­räu­sche jed­er Art, Klap­pern, Krei­schen, ver­zerrte Radio­stim­men, Sire­nen, alle die­sen ver­rück­ten Töne, die nicht eigent­lich begrün­det sind, weil sie ihre Ursprünge, ihre Not­wen­dig­keit viel­leicht längst ver­lo­ren haben im Lauf der Zeit, der Jahre, der Jahr­zehnte. Ich erin­nere mich in die­sem Moment, da ich von mei­ner Vor­stel­lung erzäh­le, an einen schril­len Ton in der Sub­way Sta­tion Lex­ing­ton Ave­nue / 63. Straße nahe der Zugangs­schleu­sen. Die­ser Ton war ein irri­tie­ren­des Ereig­nis der Luft. Ich hat­te bald her­aus­ge­fun­den woher das Geräusch genau kam, näm­lich von ein­er Klin­gel mecha­ni­scher Art, die über dem Häus­chen der Sta­ti­ons­vor­ste­he­rin befes­tigt war. Diese Klin­gel schien dort schon lange Zeit instal­liert zu sein, Kabel, von grü­nem Stoff umman­telt, die zu ihr führ­ten, waren von ein­er Schicht öli­gen Stau­bes bedeckt. Äußerst selt­sam an jen­em Mor­gen war gewe­sen, dass ich der ein­zige Men­sch zu sein schien, der sich für das Geräusch inter­es­sierte, wed­er die Zug­rei­sen­den, noch die Tau­ben, die auf dem Bahn­steig lun­ger­ten, wur­den von dem Geräusch der Klin­gel berührt. Auch die Sta­ti­ons­vor­ste­he­rin war nicht im min­des­ten an dem schril­len­den Geräusch inter­es­siert, das in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den ertönte. Ich kon­nte kei­nen Grund, auch kei­nen Code in ihm erken­nen, das Geräusch war da, es war ein Geräusch für sich, ein Geräusch wie ein Lebe­we­sen, des­sen Exis­tenz nicht ange­tas­tet wer­den sollte. Wenn da nun nicht jen­er Herr gewe­sen wäre, der sich der Klin­gel näherte. Er stand ganz still, notierte in sein Notiz­heft, tele­fo­nierte, dann war­tete er. Kaum eine Vier­tel­stunde ver­ging, als einem U-Bah­n­wag­gon der Lin­ie 5 zwei junge Män­ner ent­stie­gen. Sie waren in Over­alls von gel­ber Farbe gehüllt. Unver­züg­lich näher­ten sie sich der Klin­gel. Der eine Mann fal­tete seine Hände im Schoss, der andere stieg auf zur Klin­gel und durch­trennte mit einem muti­gen Schnitt die Lei­tung, etwas Ölstaub rie­selte zu Boden, und diese Stille, ein Faden von Stille. — stop
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abschnitt neufundland

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Abschnitt Neu­fund­land meldet fol­gende gegen Küste gewor­fene Arte­fak­te : Wrack­teile [ Seefahrt – 507, Luft­fahrt — 701, Auto­mo­bile — 53], Grußbotschaften in Glas­be­häl­tern [ 18. Jahrhun­dert — 1, 19. Jahrhun­dert – 105, 20. Jahrhun­dert – 1422 , 21. Jahrhun­dert — 82 ], phys­i­cal mem­o­ries [ bespielt — 7, gelöscht : 26 ], Frösche [ ein Pärchen ] auf Treib­holz [ 2 ], Öle [ 0.77 Ton­nen ], Prothe­sen [ Herz — Rhyth­mus­beschle­u­niger – 6, Kniege­lenke – 33, Hüftkugeln – 88, Brillen – 2 ], Schuhe [ Größen 28 – 39 : 177, Größen 38 — 45 : 209 ], Kühlschränke [ 22 ], Tele­fone [ 652 ], Porzel­lan­pup­penköpfe [ 3 ] Gas­masken [ 8 ], Tief­see­tauchanzüge [ ohne Tauch­er – 3, mit Tauch­er – 56 ], Engel­szun­gen [ 76 ] | stop |

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vor neufundland 18:22:58 uhr : webstimme

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alpha : 22.01 — Fiebertage, meine stür­mis­chen Wind vor den Fen­stern zu hören. Ein helles Geräusch weit­er­hin in meinem Kopf, leise, zu jed­er Zeit. Ein­mal ste­he ich auf, schalte meine Com­put­er­mas­chine an, ent­decke eine Nachricht Noes. Tag 1498 im Taucher­anzug vor Neu­fund­land, Tiefe 84 Meter. ANFANG 18.22.58 | | | > ich höre das tick­en ein­er uhr. s t o p ich kön­nte die zeit zählen. s t o p weit­er­ma­chen. t w o b l u e f i s h e s i n l o v e s t r a i g h t a h e a d. s t o p solange ich lache ist leben in meinem gehäuse. s t o p der duft der kirschblüten. s t o p von einem atemzug zum anderen. s t o p stark. s t o p süß. s t o p vielle­icht flieder? t w o y e l l o w f i s h e s l e f t h a n d. s t o p ich stelle mir vor ich arbeit­ete im wel­traum. s t o p grandiose idee. s t o p da ist etwas das nicht stimmt. s t o p eine men­schliche stimme in mein­er nähe. s t o p eine warme men­schliche stimme so nah dass ich den luftzug spüre der sie webt. s t o p < | | | ENDE 18.24.28

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