Aus der Wörtersammlung: rom

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kairo nachts

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india : 17.02 - Gigi Ibra­him, ägyp­ti­sche Akti­vis­tin, twit­tert von Mit­ter­nacht bis 10 Uhr mor­gens fol­gen­de Sequen­zen in eng­li­scher Spra­che, 42 Tweets in ara­bi­scher Spra­che sind an die­ser Stel­le nicht wie­der­ge­ge­ben: 

Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 17h 

My friend’s uncle was shot and kil­led in ‪#Alex­an­dria along 5 others +100s inju­red while mil­li­ons of peo­p­le chee­ring Sisi to end bloodshed
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 17h 

Fol­low ‪@Fo2ElSoto7 report­ing on his uncle’s death and the inju­red from insi­de the hopi­tal in ‪#alex­an­dria ..may he RIP :(

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 17h 

Fol­low ‪@Moud_Aly for updates in ‪#Alex­an­dria
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 17h 

Com­ra­de Med­hat El Shin­na­wy got detai­ned by poli­ce in ‪#Damit­ta for rai­sing anti-SCAF ban­ner along with Sus­an Gho­niem and others

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 17h 

The situa­ti­on in ‪#alex­an­dria is inten­se, 150 arres­ted inclu­ding women and inju­red (trans­la­ti­on of ‪#PT ) armed thugs around the mos­que
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 16h 

‪@Beltrew by 6 oct brig­de on nasr st …it’s far from cen­ter that why u cant see it
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 16h 

‪@alaa ‪@Fo2ElSoto7 while army and poli­ce the­re but not inter­vening

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 14h 

Reprots on clas­hes by ‪#Rabaa pro Mor­sy sit-in resul­ting in 3 dead and many inju­red (so far), seems like Sisi’s man­da­te is in effect.

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 14h 

I live in ‪#NasrCi­ty clo­se to ‪#Rabaa and I can hear the sound of the ambu­lan­ces the­re
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 13h 

‪@MowSamy the ques­ti­on is how did the­se wea­pons get the­re in the first place?
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 13h 

‪@QALAWA ‪@MowSamy exact­ly then who is respon­si­ble and should be pro­se­cu­ted? The lea­ders of ikhwan not kil­ling pro­tes­ters
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 13h 

‪@MowSamy to arrest the lea­ders of ikhwan even go into the sitin to cap­tu­re them, why r the­se ppl still free?
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 12h 

I am hea­ring gun shots from home ..near rabaa ‪#NasrCi­ty

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

I lite­ral­ly am hea­ring machi­ne guns being fired ‪#NasrCi­ty near ‪#Rabaa

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

Still hea­ring gun fire being shot while sit­ting home near / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

It’s a bit iro­nic that the tear gas being fired at Pro-Mor­sy pro­tes­ters was pro­ba­b­ly shipped/delivered under Mor­sy to be used against us

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

It is also iro­nic to read tweets coming from ‪#Rabaa abt how hor­ri­ble the tear gas is,simply cuz it has been a while sin­ce MB have smel­led it

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

Let me be clear,I didnt join pro­tests cal­ling for Sisi’s man­da­te &i’m against Mor­sy & ‪#Rabaa sitin but I only belie­ve in one slo­gan ‪#ACAB

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

Repe­ti­ti­ve gun shots ‪#NasrCi­ty ..near ‪#Rabaa

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11h 

‪@0301kalam check my time­line u idi­ot ‪#block! / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 10h 

I love hea­ring chruch bells in the mor­ning ..for a chan­ge ‪#NasrCi­ty

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 10h 

Still hea­ring gun shots being fired repe­ti­tively ‪#NasrCi­ty …near ‪#Rabaa
 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

‪#Rabaa field hos­pi­tal via ‪@soltanlife / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

GRAPHIC peo­p­le kil­led at ‪#Rabaa via ‪@3askarKateloon / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

GRAPHIC I’m against Mor­sy, against Sisi/SCAF man­da­te and against poli­ce kil­ling pro­tes­ters (pic) / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

The sound of gun fire on and off sin­ce 3am until now ..near ‪#Rabaa ‪#NasrCi­ty

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

GRAPHIC makes­hift hos­pi­tal 4hrs ago via ‪@moh_sawaf / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 9h 

:( RT ‪@kfahim: Nine­teen bodies in the ‪#Rabaa field hos­pi­tal just now. / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

I haven’t slept all night and I cant sleep ..this is real­ly too much hap­pe­ning to take in at once ‪#men­talb­reak­down

 Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

I am hea­ring someone yel­ling “ya allah” on the street by my house near ‪#Rabaa ‪#NasrCi­ty

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

I have a pro­blem w/ peo­p­le who are ok & actual­ly hap­py w/mascares even if I oppo­se tho­se being kil­led & would like to see them pro­se­cu­ted

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

MB will not lea­ve any easier now and anyo­ne who was ever in clas­hes b4 never for­gets the moment ur fri­end was kil­led regard­less of the cau­se

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

I will never for­gi­ve all the 60 years of past regimes, poli­ti­cal cor­rup­ti­on & dic­ta­tor­ship is the root of all night­ma­res we are living today

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 7h 

‪@Agenda_kid ‪@SoniaElSakka ‪@TheKaouther ‪@hfakhry dont open ur mouth befo­re actual­ly kno­wing what u r tal­king about ‪#idi­ot

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 7h 

:(( I still cant sleep ..I will try

 / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 8h 

Seems like in all Arab Spring sta­tes, ques­ti­on of poli­ti­cal Islam is domi­na­ting the streets and the poli­ti­cal sce­ne ‪#Tuni­sia ‪#Egypt ‪#Libya / Gigi Ibra­him ‏‪@Gsquare86‬ 11m 

I woke up hoping that the mas­sacre at Rabaa was just a night­ma­re to find out that I am day­d­re­a­ming ..last night was a tra­ge­dy RIP

 — stop :::  gigi ibra­him on twitter
ping

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lufteis

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ulys­ses : 0.22 — Ob es geheim­dienst­li­chen Ana­ly­se­ma­schi­nen mög­lich ist, zwi­schen fik­tio­na­len Tex­ten und nicht fik­tio­na­len Tex­ten zu unter­schei­den? — Wei­ter­hin Wär­me in den Zim­mern. Kaum Flie­gen, viel­leicht weil es drau­ßen schön kühl ist. Gewit­ter­duft, wür­zig nach Moos und Frö­schen. Ich erin­ne­re mich in die­sem Moment vor eini­gen Jah­ren einen beson­de­ren Kühl­schrank in Emp­fang genom­men zu haben, einen Behäl­ter von enor­mer Grö­ße. Ich wie­der­ho­le, dass die­ser Kühl­schrank, in wel­chem ich pla­ne im Som­mer wie auch im Win­ter kost­ba­re Eis­bü­cher zu stu­die­ren, eigent­lich ein Zim­mer für sich dar­stellt, ein gekühl­tes Zim­mer, das wie­der­um in einem höl­zer­nen Zim­mer sitzt, das sich selbst in einem grö­ße­ren Stadt­haus befin­det. Nicht dass ich in der Lage wäre, in mei­nem Kühl­schrank­zim­mer auf und ab zu gehen, aber es ist groß genug, um einen Stuhl in ihm unter­zu­brin­gen und eine Lam­pe und ein klei­nes Regal, in dem ich je zwei oder drei mei­ner Eis­bü­cher aus­stel­len wer­de. Dort, in nächs­ter Nähe zu Stuhl und Regal, habe ich einen wei­te­ren klei­ne­ren, äußerst kal­ten, einen sehr gut iso­lier­ten Kühl­schrank auf­ge­stellt, einen Kühl­schrank im Kühl­schrank sozu­sa­gen, der von einem Not­strom­ag­gre­gat mit Ener­gie ver­sorgt wer­den könn­te, damit ich in den Momen­ten eines Strom­aus­fal­les aus­rei­chend Zeit haben wür­de, jedes ein­zel­ne mei­ner Eis­bü­cher in Sicher­heit zu brin­gen. Es ist näm­lich eine uner­träg­li­che Vor­stel­lung, jene Vor­stel­lung war­mer Luft, wie sie mei­ne Bücher berührt, wie sie nach und nach vor mei­nen Augen zu schmel­zen begin­nen, all die zar­ten Sei­ten von Eis, ihre Zei­chen, ihre Geschich­ten. Seit ich den­ken kann, woll­te ich Eis­bü­cher besit­zen, Eis­bü­cher lesen, schim­mern­de, küh­le, uralte Bücher, die knis­tern, sobald sie aus ihrem Schnee­schu­ber glei­ten. Wie man sie für Sekun­den lie­be­voll betrach­tet, ihre pola­re Dich­te bewun­dert, wie man sie dreht und wen­det, wie man einen scheu­en Blick auf die Tex­tu­ren ihrer Gas­zei­chen wirft. Bald sitzt man in einer U‑Bahn, den lei­se sum­men­den Eis­buch­rei­se­kof­fer auf dem Schoß, man sieht sich um, man bemerkt die begeis­ter­ten Bli­cke der Fahr­gäs­te, wie sie flüs­tern: Seht, dort ist einer, der ein Eis­buch besitzt! Schaut, die­ser glück­li­che Mensch, gleich wird er lesen in sei­nem Buch. Was dort wohl hin­ein­ge­schrie­ben sein mag? Man soll­te sich fürch­ten, man wird sei­nen Eis­buch­rei­se­kof­fer viel­leicht etwas fes­ter umar­men und man wird mit einem wil­den, mit einem ent­schlos­se­nen Blick, ein gie­ri­ges Auge, nach dem ande­ren gegen den Boden zwin­gen, solan­ge man nicht ange­kom­men ist in den fros­ti­gen Zim­mern und Hal­len der Eis­ma­ga­zi­ne, wo man sich auf Eis­stüh­len vor Eis­ti­sche set­zen kann. Hier end­lich ist Zeit, unter dem Pelz wird nicht gefro­ren, hier sitzt man mit wei­te­ren Eis­buch­be­sit­zern ver­traut. Man erzählt sich die neu­es­ten ark­ti­schen Tief­see­eis­ge­schich­ten, auch jene ver­lo­re­nen Geschich­ten, die aus purer Unacht­sam­keit im Lau­fe eines Tages, einer Woche zu Was­ser gewor­den sind: Haben sie schon gehört? Nein! Haben sie nicht? Und doch ist kei­ne Zeit für alle die­se Din­ge. Es ist immer die ers­te Sei­te, die zu öff­nen, man fürch­tet, sie könn­te zer­bre­chen. Aber dann kommt man schnell vor­an. Man liest von uner­hör­ten Gestal­ten, und könn­te doch nie­mals sagen, von wem nur die­se fei­ne Luft­eis­schrift erfun­den wor­den ist. — stop

polaroidcassini

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[sic]

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kili­man­dscha­ro : 22.15 — Zur neu­er­li­chen Kennt­nis­nah­me: An die­sem Sams­tag, 20. Juli 2013, wur­den mit­tels mei­ner Schreib­ma­schi­ne fol­gen­de Begrif­fe in fra­gen­der Absicht an eine Such­ma­schi­ne gesen­det > 96.07 Coper­ni­cus . Strom­chif­free . Blau­krab­be . Anwar as-Sadat . Peli­kan­fisch . Enig­ma . Nawal El Saa­da­wi . Mans­ura Esse­din . Jim Jar­musch Only Lovers Left Ali­ve. Men­schen­streich­ler. Tide . Eis­vo­gel . Mar­ceo Par­ker . Lun­gen­mensch — stop

ping

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südostnordwest

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tan­go

~ : oe som
to : louis
sub­ject : SÜDOSTNORDWEST
date : july 02 13 8.12 p.m.

Tau­cher Noe seit 851 Tagen unter der Was­ser­ober­flä­che. Tie­fe 812 Fuß. Posi­ti­on: 42°55’NORD 51° 42’ WEST. stop. Es ist kurz nach Mit­ter­nacht, die See wie­der ruhig. Ges­tern, unge­fähr zur sel­ben Tages­zeit, wur­den wir wie aus dem Nichts von einer mäch­ti­gen Wel­le getrof­fen. Bei­na­he wären wir geken­tert. Ent­setzt über das Vor­ge­fal­le­ne, lagen wir eini­ge Minu­ten still. Dann mach­ten wir uns auf die Suche, woll­ten wis­sen, ob wir noch voll­zäh­lig waren. Momen­te vol­ler Demut. Ich erin­ne­re mich an Lid­wi­ens zar­tes, blas­ses Gesicht, wie sie vor dem Funk­ge­rät sitzt und Noe anruft, er möge sich mel­den. Es war wie ein Gebet, sie fürch­te­te, ihn ver­lo­ren zu haben, das Tau, an dem er in der Tie­fe schwebt, könn­te geris­sen sein, aber wir spür­ten ein leich­te, schau­keln­de Bewe­gung unter dem Schiff. Es hat­te den Anschein, als wür­de Noe unter uns durchs Dun­kel pen­deln. Nach einer hal­ben Stun­de gedul­di­gen Hof­fens mel­de­te er sich, woll­te wis­sen, was gesche­hen war. Natür­lich ant­wor­te­ten wir aus­wei­chend, um ihn nicht zu beun­ru­hi­gen. Erst ver­gan­ge­ne Woche war es gewe­sen, da wir Noe erklär­ten, dass zu sei­nen Füßen wei­te­re 10660 Fuß Tie­fe war­te­ten. Noe war für zwei Tage sprach­los gewe­sen, dann begann er Mur­phys Geschich­te zu lesen Stun­de um Stun­de, setz­te immer wie­der von vorn an, das Buch scheint ihn zu beru­hi­gen. In die­sem Moment, da ich Dir schrei­be, geht es wie­der los: Die Son­ne schien, da sie kei­ne ande­re Wahl hat­te, auf nichts Neu­es. Mur­phy saß, als ob es ihm frei stün­de, im Schat­ten, in einer Gas­se West Bromb­tons. Hier hat­te er wohl schon sechs Mona­te lang geses­sen, getrun­ken, geschla­fen, sich an- und aus­ge­zo­gen, in einem mit­tel­gro­ßen Käfig mit Front nach Nord­wes­ten und unun­ter­bro­che­ner Sicht auf mit­tel­gro­ße Käfi­ge mit Front nach Süd­os­ten. – Es ist uns, lie­ber Lou­is, ein gutes Zei­chen, dass Noe wie­der liest. Wir haben ihm ver­spro­chen, noch in die­sem Monat eine Bril­le auf­zu­trei­ben, ein Gestell zu fabri­zie­ren, das an sei­nem Helm befes­tigt wer­den kann. Manch­mal den­ke ich, Noe glaubt uns nicht mehr, kei­nem unse­rer Ver­spre­chen, kei­ner Idee. — Ahoi! Dein OE SOM

gesen­det am
03.07.2013
2071 zeichen

oe som to louis »

 

polaroidkueste3

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murphy

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india : 5.01 — Um 2 Uhr nachts sit­zen plötz­lich hun­der­te Flie­gen an den Fens­tern. Beben­de Flü­gel, hel­le, fast wei­ße Kör­per. Unter ihren Füßen das Licht eines künst­li­chen Tages, hin­ter ihren Rücken Gewit­ter­blit­ze. Indes­sen brum­men drei Mari­en­kä­fer durchs Zim­mer. Beob­ach­te­te Becketts absur­de Schach­par­tie, die in sei­nem Roman Mur­phy zu fin­den ist. Unge­üb­te Augen könn­ten irren: e4 Ng8h6 2. Ng1h3 Rh8g8 3. Rh1g1 Nb8c6 4. Nb1c3 Nc6e5 5. Nc3d5 Rg8h8 6. Rg1h1 Ne5c6 7. Nd5c3 Nh6g8 8. Nc3b1 Nc6b8 9. Nh3g1 e6 10. g3 Ng8e7 11. Ng1e2 Ne7g6 12. g4 Bf8e7 13. Ne2g3 d6 14. Bf1e2 Qd8d7 15. d3 Ke8d8 16. Qd1d2 Qd7e8 17. Ke1d1 Nb8d7 18. Nb1c3 Ra8b8 19. Ra1b1 Nd7b6 20. Nc3a4 Bc8d7 21. b3 Rh8g8 22. Rh1g1 Kd8c8 23. Bc1b2 Qe8f8 24. Kd1c1 Bd7e8 25. Bb2c Ng6h8 26. b4 Be7d8 27. Qd2h6 Nb6a8 28. Qh6f6 Nh8g6 29. Bc3e5 Bd8e7 30. Na4c5 Kc8d8 31. Ng3h1 Be8d7 32. Kc1b2 Rg8h8 33. Kb2b3 Bd7c8 34. Kb3a4 Qf8e8 35. Ka4a5 Na8b6 36. Be5f4 Nb6d7 37. Qf6c3 Rb8a8 38. Nc5a6 Be7f8 39. Ka5b5 Ng6e7 40. Kb5a5 Nd7b8 41. Qc3cNe7g8 42. Ka5b5 Kd8e7 43. Kb5a5 Qe8d8 — stop

polaroidcentral

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tod in peking 3

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oli­mam­bo : 3.12 — Wie­der nach Spu­ren des Foto­gra­fen Ted­dy S. in digi­ta­len Räu­men gesucht, sie­ben Mona­te sind ver­gan­gen, seit er in Peking starb. Es ist merk­wür­dig. Ich kann mit­tels der Such­ma­schi­nen, die mir zur Ver­fü­gung ste­hen, kei­ne Nach­richt fin­den, die davon erzählt, dass er nicht mehr am Leben ist. Weder eine Todes­an­zei­ge noch eine Fra­ge nach sei­nem Ver­bleib ist zu ent­de­cken, aber nach wie vor Hin­wei­se auf sei­ne Arbeit, Foto­gra­fien, Noti­zen, Meta­da­ten zu Licht­fang­ma­schi­nen. Die letz­te schrift­li­che Nach­richt Ted­dys wur­de an einem Flug­ha­fen auf­ge­ge­ben. Es ist der 10. Okto­ber 2012: Pack­ing my bags for ano­ther trip to Chi­na. Tonight I’ll fly to Shang­hai and a litt­le later to Bei­jing for a lon­ger stay. Extre­me­ly hap­py to be back so fast after my last stay in August. — Wenn nun ein Mensch nach ihm such­te, weil er sich nach lan­ger Zeit an Ted­dy erin­ner­te, wenn er ihn nicht per­sön­lich antref­fen könn­te, an Tele­fo­nen nicht und hin­ter E‑Mail-Adres­sen, weil sei­ne vor­dem treu­en Ser­ver­ma­schi­nen Ted­dy nicht län­ger ken­nen, wür­de das Ende sei­nes Lebens viel­leicht denk­bar wer­den. Nichts mehr kommt hin­zu, weder Foto­gra­fien noch Wör­ter. — 27. Juni: A mes­sa­ge that you sent could not be deli­ver­ed to one or more of its reci­pi­ents. This is a per­ma­nent error. The fol­lo­wing address(es) fai­led: t.s@gmx.de SMTP error from remo­te mail ser­ver after RCPT TO:: host mx01.gmx.net [213.165.67.97]: 550 Reques­ted action not taken: mail­box unavailable. This is a copy of the mes­sa­ge, inclu­ding all the hea­ders. Return-path: Recei­ved: from fwd55.aul.x (fwd55.aul.x ) by mai­lout x with smtp id 1UsMG3-00075X-W9; Fri, 28 Jun 2013 02:09:48 +0200 Recei­ved: from local­host (Z w u h M r Z f Y h P e h n f I Z 0 n a e u s T F — d y f y 2 k j p g p s 3 4 m W f n T j B r a Y B Y k g O l M E e t S t u E g P p @ [ 1 7 2 . 2 0 . 1 0 1 . 1 2 4 ] ) by with esmtp id 1UsMG3-3aLg­s­C0; Fri, 28 Jun 2013 02:09:47 +0200 MIME-Ver­si­on: 1.0 Recei­ved: from 79.218.83.163:30332 by cmpweb56.aul.t‑online.de with HTTP/1.1 (NGCS V4‑0–19‑4 on API V3-11–28‑0) Date: 23 Jun 2013 02:09:47 +0200 — Rep­ly-To: To: t.s@gmx.de X‑Priority: 3 X‑UMS: E‑Mail X‑Mailer: DTAG NGCS V4‑0–19‑4 Sub­ject: fra­ge — Con­tent-Type: multipart/alternative; boundary=“=_0 f a 1 e 2 5 5 2 f 2 0 f 4 b e 2 7 4 6 f 4 5 c 4 7 f 7 b 2 0 0” Mes­sa­ge-ID: <1UsMG3-3aLgsC0@fwd55.aul.x> X‑ID: Z w u h M r Z f Y h P e h n f I Z 0 n a e u s T F — d y f y 2 k j p g p s 3 4 m W f n T j B r aY B Y k g O l M E e t S t u E g P p@x.net X‑TOI-MSGID: a e 6 4 0 9 f b — 1 8 7 0 — 4 5 a 9 — b 0 8 b — 9 2 2 8 6 6 a 4 d b a 9 –=_0 f a 1 e 2 5 5 2 f 2 0 f 4 b e 2 7 4 6 f 4 5 c 4 7 f 7 b 2 0 0 Con­tent-Type: text/plain; charset=“UTF‑8” Con­tent-Trans­fer-Enco­ding: 7bit — WO BIST DU? –=_0 f a 1 e 2 5 5 2 f 2 0 f 4 b e 2 7 4 6 f 4 5 c 4 7 f 7 b 2 0 0 Con­tent-Type: text/html; charset=“UTF‑8” Con­tent-Trans­fer-Enco­ding: quo­ted-prin­ta­ble — stop

polaroidstrandbild2

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liliput

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romeo : 10.12 — Von äußerst heim­li­cher Art und Wei­se, Gedan­ken zu notie­ren, berich­tet Patri­cia High­s­mith in ihrer Erzäh­lung Der Mann, der sei­ne Bücher im Kopf schrieb. Wenn ich nicht irre, so ruht der Mann, von dem in der Geschich­te die Rede ist, stun­den­lang in einem Lie­ge­stuhl, indes­sen er laut­los an sei­nen Roma­nen arbei­tet. Ein glei­cher­ma­ßen Wör­ter erobern­des wie Wör­ter sichern­des Ver­hal­ten. Es ist schwie­rig für mich, in ähn­li­cher Wei­se vor­zu­ge­hen, nahe­zu unmög­lich, ich habe es ver­sucht, ich kom­me je nur weni­ge Sät­ze weit. Nicht, weil ich ver­ges­sen wür­de, was ich bereits erzähl­te, nein, ich ver­ges­se das Erzäh­len selbst, ich begin­ne zu kon­stru­ie­ren, die Sät­ze geben sich nicht die Hand wie üblich, jeder neue Satz scheint leb­los zu sein, erstarrt, ver­traut, erle­digt. Wenn ich nun doch so heim­lich wie mög­lich zu schrei­ben ver­su­che, schrei­be ich in ein Notiz­buch, schrei­be, sagen wir, ein­hun­dert Sei­ten weit, bis das Notiz­buch mit Zei­chen gefüllt ist. Was aber ist nun zu tun mit die­sem Buch, das nie­mand lesen darf, nur ich allein, weil es ein pri­va­tes Buch sein soll, weil das mein Wunsch, mein Wil­le ist, dass nur ich die­ses Buch lesen wer­de, solan­ge ich nicht ent­schei­de, dass das Buch ein öffent­li­ches Buch wer­den könn­te. Ich müss­te das Buch ver­ste­cken, was nicht wirk­lich mög­lich ist, oder ich müss­te das Buch codie­ren, also ein zwei­tes Buch ver­fas­sen, in dem das ers­te Buch ent­hal­ten ist, aller­dings ver­frem­det durch eine Metho­de, durch einen Schlüs­sel (Lili­put), zu Auf­be­wah­rung in mei­nem Kopf. Sobald nun das ers­te Buch in ein zwei­tes Buch ver­setzt wur­de, wür­de es mög­lich sein, das ers­te Buch ver­schwin­den zu las­sen, mit­tels eines Feu­ers bei­spiels­wei­se. Man stel­le sich ein­mal vor, ich wür­de mei­nen Schlüs­sel zur Metho­de der Ent­zif­fe­rung des zwei­ten Buches ver­ges­sen. Bei­de Bücher ver­lo­ren, wäre ich gezwun­gen, das ist ver­rückt, mein ver­schlüs­sel­tes Buch einer Behör­de zu offe­rie­ren, die über aus­rei­chen­de Rechen­leis­tung ver­fügt, um mei­nen Text zu Leb­zei­ten noch dechif­frie­ren zu kön­nen. — stop

polaroidantennen

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federlibelle

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romeo

~ : malcolm
to : louis
sub­ject : FEDERLIBELLE
date : may 22 13 5.35 p.m.

Wie­der wan­dern wir süd­wärts. Es ist ein gro­ßes Glück. Vor vier Wochen noch war Fran­kie ernst­haft krank gewe­sen. Er lag auf einer Bank am Hud­son River, Höhe 26. Stra­ße. Als wir ihn in die­ser unge­wohn­ten Hal­tung bemerk­ten, fürch­te­ten wir, er könn­te gestor­ben sein, kei­ne Bewe­gung. Vor­sich­tig näher­ten wir uns, hoben ihn an, hüll­ten ihn in eine Decke. Er hat­te hohes Fie­ber, sein Herz ras­te, manch­mal schien es aus­zu­set­zen. Zwei Tage und zwei Näch­te waren wir ihm sehr nah gekom­men. Nun bin ich mir sicher, dass Fran­kie uns kennt, dass das klei­ne Tier uns Ver­trau­en schenkt. Er scheint die Tage sei­ner Gefan­gen­schaft ver­ges­sen zu haben, zu kei­ner Zeit wehr­te er sich. Wir füt­ter­ten ihn mit Nuss­brei und Pflau­men. Wäh­rend er schlief, waren lei­se, knat­tern­de Lau­te zu ver­neh­men. Am Mor­gen des drit­ten Tages, wir hat­ten in sei­ner Nähe über­nach­tet, war Fran­kie wei­ter­ge­zo­gen. Wir folg­ten ihm in einem Abstand von zwan­zig oder drei­ßig Metern. Er wan­der­te zunächst nord­wärts bis Höhe 35. Stra­ße, kehr­te dann plötz­lich um, als hät­te er sich erin­nert, dass er zuvor noch süd­wärts gelau­fen war. Seit drei Wochen kam­pie­ren wir jetzt vor einem alten Back­stein­haus, 371 West 11. Stra­ße, des­sen Feu­er­lei­tern Fran­kie gefal­len. Die Bewoh­ner des Hau­ses haben sich an uns gewöhnt, wie wir gegen­über auf unse­ren Gar­ten­stüh­len sit­zen und Fran­kie nicht aus den Augen las­sen. — Aller­bes­te Grü­ße sen­det Mal­colm / code­wort : federlibelle

emp­fan­gen am
22.05.2013
1412 zeichen

mal­colm to louis »

polaroidsquare

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vor den mangroven

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del­ta : 2.25 — Es darf nicht sein, dass Leu­te einem den Film kaputt machen. Man­chen habe ich schon das Essen aus der Hand geris­sen und weg­ge­wor­fen. Man muss sie ver­prü­geln oder bedro­hen, sonst ist der Film ver­dor­ben, man hat das Recht sie umzu­brin­gen, damit sie auf­hö­ren. Aber Mord ist kei­ne sehr gute Lösung, nach­her wird man noch ver­haf­tet, bevor der Film zu Ende ist. Als ich die „Lady von Shang­hai“ das letz­te Mal gese­hen habe, woll­te ich nicht ein­fach nur mit Rita Hay­worth schla­fen: Ich woll­te Sex mit ihr in Schwarz­weiß! Viel­leicht könn­te man das mit Kon­takt­lin­sen oder einer Bril­le hin­krie­gen, die alles in Mono­chrom ver­wan­delt. Das ist eine selt­sa­me Sache, dass ihre Lip­pen nicht rot sind. Und das liegt nicht am Lip­pen­stift. Ihr Mund hat die­se beson­de­re Far­be, weil er in die­sem silb­ri­gen Schwarz­weiß gefilmt wor­den ist. Sie ist ein Fetisch­ob­jekt, nicht nur, weil sie so schön ist, son­dern weil Wel­les’ Kame­ra sie foto­gra­fiert hat. Des­halb möch­te man nicht nur ein­fach Sex mit Rita Hay­worth, man möch­te genau mit die­ser Figur aus dem Film schla­fen. Der Grund, war­um ich sexu­ell total ver­küm­mert bin, liegt in mei­nem Schei­tern, den fil­mi­schen Vor­bil­dern gerecht zu wer­den. Im ech­ten Leben spielt sich Sex nie­mals in Schwarz­weiß ab. — Die­se klei­ne Geschich­te, die eigent­lich aus zwei Geschich­ten besteht, erzähl­te Jack Angst­reich gera­de noch in dem wun­der­vol­len Film Cine­ma­nia von Ange­la Christ­lieb und Ste­phen Kijak, einer Doku­men­ta­ti­on, die von dem Leben lei­den­schaft­li­cher Kino­gän­ger in New York berich­tet. — 2:15 Uhr. Regen nach wie vor, küh­ler, hell­grau­er Herbst­re­gen. Es könn­te sein, dass die­ser Regen nie wie­der auf­hö­ren wird. In eini­gen tau­send Jah­ren bald beweg­ten sich amphi­bi­sche Eich­hörn­chen vor mei­nem Fens­ter durchs Man­gro­ven­ge­biet. Eben­so denk­bar ist, dass ich zu die­sem Zeit­punkt über zuge­spitz­te Fin­ger­bee­ren ver­fü­gen wer­de, geeig­net, jede der fili­gra­nen Tas­ta­tu­ren moder­ner Tele­fon­ap­pa­ra­te feh­ler­frei und gelas­sen bespie­len zu kön­nen. — stop
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mr. ganga datt padong

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echo : 5.15 — Nicht zum ers­ten Mal stell­te ich mir eine Minu­te vor, dann eine Stun­de, dann einen Tag. Ich stand auf und ging von Zim­mer zu Zim­mer. Ich aß eine Bana­ne, sah aus dem Fens­ter, set­ze mich an den Schreib­tisch und stell­te mir eine Woche vor, dann einen Monat, dann ein Jahr. Und wie­der sah ich aus dem Fens­ter, ver­ließ das Haus, spa­zier­te, kam zurück und mach­te einen Plan. Ich mach­te ihn gründ­lich, ich for­mu­lier­te die alt­be­kann­te Fra­ge, ob es wohl mög­lich ist, einen Zeit­raum von 5022 Jah­ren zu den­ken, das heißt, ein Gefühl zu fin­den für eine bibli­sche Zeit­di­men­si­on? Bald war Abend, bald war Nacht gewor­den und ich habe mich mit der Suche und Erfin­dung von Namen ver­gnügt. Wenn ich aus dem Fens­ter schaue, die Kro­nen der Bäu­me unter mir, in wel­chen Vögel schla­fen, fal­len mir tat­säch­lich sehr schö­ne Namen ein, Namen, die es ver­dien­ten, dass man die Geschich­ten, die hin­ter ihnen ste­hen, auf­spü­ren wird. Über­haupt sind Namen, genau genom­men, die Geräu­sche, die sie im Kopf erzeu­gen, gut dazu geeig­net, erzähl­ba­re Räu­me zu öff­nen. Einer der heu­te Nacht gefun­de­nen Namen lau­tet so: Mr. Ganga Datt Padong. Ich bemerk­te, dass ein Mann, der die­sen Namen tat­säch­lich trägt, sich ein­mal bei mir mel­den könn­te. Er schreibt: Mr. Lou­is, ich habe in die Such­ma­schi­ne geschaut. Woher ken­nen Sie mei­nen Namen? Ich ant­wor­te: Ver­ehr­ter Mr. Padong, ich habe Sie und ihren Namen erfun­den, könn­ten wir viel­leicht Freun­de wer­den? — Fol­gen­de Namen sind wei­ter­hin ver­zeich­net: Han­nah Pie­pen Pal­le Peter­son Pete Mai­do Franz Dant­zer Swet­la­na Anti­bes Julie P. Gol­ding Emil Dimit­rov Zine Hamm­dai Max Bus­ser Mer­go­zi­le Bier­manns Sophia Wie­sel­ha­gen Sarah Loui­sa Emmer Vero­ni­ka Pig­mat­ter Bas­heer Zeid Chris­tie Lee Ewe­li­na Zen­c­zak Miria Iri­na Save­do Sam Kek­ko­la Hoah Phat Cynet­te Krom­bou­te Laris­sa Todic Linea Apo Ludu Hil­mer Lil­li Marie Lorenz. — stop

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