Aus der Wörtersammlung: wesen

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hybrid

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del­ta : 0.05 — Eine nord­ame­ri­ka­ni­sche Radio­sta­ti­on mel­de­te vor weni­gen Tagen, die Regie­rung der USA habe die Absicht, Beschrän­kun­gen finan­zi­el­ler Mit­tel für For­schung und Ent­wick­lung hybri­der Lebe­we­sen auf­zu­ge­ben. Eich­hörn­chen sind nun denk­bar, die nicht nur in der Vor­stel­lung, viel­mehr tat­säch­lich mensch­li­che Her­zen in sich tra­gen, Her­zen in der Grö­ße, wie wir sie in Föten kurz vor ihrer Geburt beob­ach­ten, gut trai­nier­te Her­zen, jeder­zeit bereit, gepflückt zu wer­den. – stop
ping

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von hinten oder von der seite her

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echo : 2.12 — Ich dach­te ges­tern noch, dass ich den Faden einer Geschich­te mit Möwe, die mich kürz­lich auf einem Fähr­schiff besuch­te, ver­mut­lich so nie wie­der erle­ben wer­de. Trotz­dem beach­te­te ich in den dar­auf­fol­gen­den Tagen die Erschei­nun­gen der Möwen, wel­che auf dem Dach des alten Hau­ses saßen. Etwas war anders gewor­den. Ich hat­te bemerkt, dass es sich bei dem alten Haus um ein Hotel han­del­te. Ich kann­te nun den Namen des Hotels, obwohl ich nie dort gewe­sen war, ich hat­te das Gebäu­de in der digi­ta­len Sphä­re iden­ti­fi­ziert. Tage ver­ge­hen. Plötz­lich sit­ze ich in einem Zug. Es ist spät, dun­kel drau­ßen, Men­schen in mei­ner Nähe schla­fen, von Zeit zu Zeit tau­chen Lich­ter einer Stadt oder eines Dor­fes aus der Licht­lo­sig­keit. Ich beob­ach­te einen Film auf dem Bild­schirm mei­ner Schreib­ma­schi­ne. Es geht schön laut zu in dem Film, ich tra­ge Kopf­hö­rer, und ich den­ke, wenn ich nun in ein Atten­tat gera­ten wür­de, ich wür­de mög­li­cher­wei­se das Atten­tat nicht bemer­ken, solan­ge nicht bemer­ken, bis mir jemand von hin­ten oder von der Sei­te her in den Kopf schießt, auch das wür­de ich even­tu­ell nicht bemer­ken. — stop

josephine

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eine geschichte von büchern

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nord­pol : 4.02 — B. erzähl­te ges­tern, war­um sie ihren Lieb­ha­ber M. nun wirk­lich zum letz­ten Mal aus ihrer Woh­nung gewor­fen habe. Sie sei, sag­te sie, ihrem jun­gen Freund noch immer sehr ver­bun­den, aber es sei eben auch so, dass sie gelernt habe, nie­mals vor­her­sa­gen zu kön­nen, was M. Ver­rück­tes in der nächs­ten oder über­nächs­ten Stun­de unter­neh­men wür­de. Ein­mal habe er sich auf eine Stra­ße gelegt, um Kin­dern, die ihn beob­ach­te­ten, vor­zu­füh­ren, was gesche­hen wür­de, wenn sie bei Rot über die Stra­ße gin­gen. Er sei dann bald selbst über­fah­ren wor­den, nur weil die Kin­der win­kend auf der Stra­ße einem sich nähern­den Bus ent­ge­gen­ge­lau­fen sei­en, war er ver­mut­lich am Leben geblie­ben. Wie­der­holt, sie­ben oder acht Male, sei er außer­dem in das Klas­sen­zim­mer, in dem B. gera­de unter­rich­te­te, ein­ge­drun­gen, um ihr, mit Rosen bewaff­net, je einen Hei­rats­an­trag zu eröff­nen. Ein­mal, das wer­de sie nie­mals ver­ges­sen, sei M. wäh­rend einer Film­vor­füh­rung im Metro­po­lis-Kino auf­ge­sprun­gen und habe dar­um gebe­ten, den Film sofort anzu­hal­ten, zurück­zu­spu­len und lang­sam wie­der vor­wärts­lau­fen zu las­sen, da er etwas Beson­de­res beob­ach­tet haben woll­te, er sei sich aber nicht sicher gewe­sen, er müss­te das über­prü­fen. Nun also habe sich M. an ihrer, B.’s, Biblio­thek ver­grif­fen. Zwei­tau­send Bücher, sorg­fäl­tigst sor­tiert, Phi­lo­so­phie, Kunst, Rei­se, Dich­tung, ein Sys­tem, in dem sie sofort jedes gesuch­te Buch noch im Traum fin­den konn­te. Auch wenn er in guter Absicht gehan­delt haben moch­te, an einem Vor­mit­tag, da sie unter­rich­te­te, habe M. ihre Biblio­thek voll­kom­men neu orga­ni­siert, er habe ihre Bücher sowohl der Grö­ße, als auch der Far­be ihrer Buch­rü­cken nach in die Rega­le ein­sor­tiert, noch schlim­mer sei gewe­sen, dass er sich ihre Empö­rung nicht erklä­ren konn­te. Sie habe ihn in die Arme genom­men, und dann habe sie ihn behut­sam auf den Geh­steig vor ihr Haus gestellt. — stop
ping

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gelb

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nord­pol : 0.12 — Wie gut, dass digi­ta­le Such­ma­schi­nen exis­tie­ren, die in der Lage sind, die­sen Ort : par­tic­les : zu durch­su­chen, sobald ich eine Fra­ge an ihn rich­te, zum Bei­spiel, wie oft ich das Wort Blau ver­wen­det habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ( : 53 Mal ), oder das Wort Rot ( : 35 Mal ), das Wort Oran­ge ( : 10 Mal, eher sel­ten ), auch mit dem Wort Gelb war ich spar­sam gewe­sen ( : 18 Mal ). Als ich das Wort Gelb, die Häu­fig­keit sei­nes Vor­kom­mens prüf­te, erin­ner­te ich mich an einen wun­der­ba­ren Text, Uwe John­sons Brief aus New York, in dem das Wort Gelb eine her­vor­ra­gen­de Rol­le spielt. Der Text beginnt so: Über was hier anders ist / in New York im Staat New York / weißt du es ist eine von jenen Städ­ten in die die west­ber­li­ner Zei­tungs­ver­le­ger klei­ne Klin­geln aus Por­zel­lan schi­cken an Fami­li­en denen ein Ange­hö­ri­ger umge­bracht wur­de bei dem Ver­such Ange­hö­ri­ge ande­rer Fami­li­en umzu­brin­gen / in Viet­nam das ist noch hin­ter der Tür­kei / ein Brief über was hier anders ist über einen Unter­schied / Ende der Über­schrift // Gelb, zum Bei­spiel / Gelb ist hier anders­wo / ich mei­ne die gan­ze Far­ben­fa­mi­lie / was noch gelb ist oder so nahe an Gelb wie Ocker oder Kana­ri­en­vo­gel oder über­haupt alles im Bereich zwi­schen Rot und Grün / nicht nur any of the colors nor­mal­ly seen when the por­ti­on of the phy­si­cal spec­trum of wave lengths 571,5 to 578,5 mil­li­mi­crons employ­ed as a sti­mu­lus wie Webs­ter sagt / son­dern auch was mal gelb war / Gelb ist hier anders­wo / nicht nur im Ei in den Mon­go­len in der Gelb­sucht in Schwäm­men Schmet­ter­lin­gen But­ter­blu­men / nie so viel Gelb gese­hen wie hier … / — stop. Ich habe die­sen Text in dem Buch Eine Lite­ra­ri­sche Land­kar­te ent­deckt, das von Hans Magnus Enzens­ber­ger im Jahr 1999 her­aus­ge­ge­ben wur­de. Gleich werd ich mich an mei­nen Schreib­tisch set­zen und mit Blei­stift aus­ge­rüs­tet, das Wort Gelb zu zäh­len begin­nen. — stop
ping

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ai : BAHRAIN

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MENSCH IN GEFAHR : “Der bah­rai­ni­sche Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger Nabeel Rajab ist am 13. Juni fest­ge­nom­men wor­den. Er ist wegen “Ver­brei­tung von fal­schen Infor­ma­tio­nen und Gerüch­ten mit dem Ziel, den Staat in Ver­ruf zu brin­gen” ange­klagt. Die Staats­an­walt­schaft hat eine sie­ben­tä­gi­ge Haft­an­ord­nung gegen ihn erlas­sen. Er ist ein gewalt­lo­ser poli­ti­scher Gefan­ge­ner. Am 13. Juni gegen 5 Uhr mor­gens umstell­ten Bereitschaftspolizist_innen das Vier­tel des Dor­fes Bani Jam­ra west­lich der Haupt­stadt Mana­ma, in dem Nabeel Rajab wohnt, und nah­men den Men­schen­rechts­ver­tei­di­ger fest. Sie leg­ten einen Durch­su­chungs­be­schluss für sein Haus sowie einen Haft­be­fehl gegen ihn und einen Beschluss für sei­ne Über­ga­be an die Kri­mi­nal­po­li­zei vor. Eine Begrün­dung für die­se Maß­nah­men war dar­aus jedoch nicht ersicht­lich. Sein Han­dy und sein Com­pu­ter wur­den beschlag­nahmt und er ist auf die Poli­zei­sta­ti­on in Ost-Rif­fa süd­lich von Mana­ma gebracht wor­den, wo er sich noch immer befin­det. Man hat ihm erlaubt, sei­ne Fami­lie anzu­ru­fen. Am 14. Juni hat man Nabeel Rajab zur Staats­an­walt­schaft gebracht, wo er wegen “Ver­brei­tung von fal­schen Infor­ma­tio­nen und Gerüch­ten mit dem Ziel, den Staat in Ver­ruf zu brin­gen” ange­klagt wur­de. Die Staats­an­walt­schaft erließ zudem wegen der lau­fen­den Ermitt­lun­gen eine sie­ben­tä­gi­ge Haft­an­ord­nung gegen ihn. Die Rechts­bei­stän­de von Nabeel Rajab waren bei dem Ter­min am 14. Juni anwe­send. Als sei­ne Ange­hö­ri­gen ihn gegen 21 Uhr des­sel­ben Tages besuch­ten, sag­te er ihnen, dass man ihn anders als ande­re Gefan­ge­ne in Ein­zel­haft fest­hal­te. Gegen Nabeel Rajab wird zusätz­lich wegen sepa­ra­ter Vor­wür­fe bezüg­lich eini­ger Twit­ter-Kom­men­ta­re und geteil­ter Twit­ter-Nach­rich­ten ermit­telt. The­men der Kom­men­ta­re sol­len der Krieg im Jemen und Fol­ter­vor­wür­fe im Zusam­men­gang mit einem Häft­lings­streik am 10. März 2015 im Jaw-Gefäng­nis gewe­sen sein. Soll­te auch die­ser Fall vor Gericht gebracht und Nabeel Rajab ver­ur­teilt wer­den, dro­hen ihm bis zu zehn Jah­re Haft. Im Novem­ber 2014 wur­de ein Rei­se­ver­bot gegen ihn ver­hängt.” — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­le­ne schrift­li­che Aktio­nen, mög­lichst unver­züg­lich und nicht über den 28. Juli 2016 hin­aus, unter > ai : urgent action

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auf stelzen

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del­ta : 5.15 — Ein merk­wür­di­ger Tag, die hal­be Stadt steht im Was­ser wie auf Stel­zen. Man hört das Was­ser nicht, aber es ist anwe­send, in den Kel­lern, in den Stim­men in den Tele­fo­nen, den Unter­füh­run­gen, den tie­fer gele­ge­nen Stra­ßen. Spät, hoch auf einem Stelz­haus, sag­te Mar­gue­ri­te Duras in einem Gespräch mit dem fran­zö­si­schen Regis­seur Benoît Jac­quot ges­tern auf einem Fern­seh­bild­schirm berüh­ren­de Sät­ze über das wil­de Schrei­ben, über die Ver­bin­dung von Zwei­fel und Ein­sam­keit. Ein Schrift­stel­ler sei stumm. Unmög­lich, über ein Buch zu spre­chen, das gera­de im Ent­ste­hen begrif­fen ist. Ein Buch sei Nacht. — stop

duras

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hannah maria

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MELDUNG. Erfolg­reich aus 33000 Fuß Höhe über dem Pazi­fi­schen Oze­an kurz vor Mon­terey abge­wor­fen: Kapu­zi­ner­af­fe­da­me Han­nah Maria, 8 Jah­re, fünf­te Über­le­ben­de der Test­se­rie Tef­lon-XC5 {Haut­we­sen}. Man ist, der Schre­cken, noch voll­stän­dig ohne Bewusst­sein. — stop

ping

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nachts gegen drei

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sier­ra : 3.01 — Um kurz vor drei Uhr nachts stand ich vor dem geöff­ne­ten Fens­ter und schau­te zu den Ster­nen. Ich hat­te die Nach­richt erhal­ten, am Him­mel über mir wer­de die Inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ISS sicht­bar wer­den ( Time: Thu May 26 3:01 AM, Visi­ble: 6 min, Max Height: 69°, Appears: 10° abo­ve WNW, Dis­ap­pears: 11° abo­ve E ) ein Pünkt­chen, das sich, von der bald auf­ge­hen­den Son­ne beleuch­tet, rasend schnell über das Fir­ma­ment bewe­gen wür­de, genau so war es berich­tet wor­den von einem Beob­ach­ter, der mehr­fach Augen­zeu­ge gewe­sen sein will. Aber der Him­mel war bedeckt, es reg­ne­te leicht. Wie ich mich gera­de abwen­den woll­te, ent­deck­te ich eine Flie­ge, die auf schnur­ge­ra­der Bahn mein Fens­ter pas­sier­te. Sie kam von rechts, also von Nor­den her, und ich frag­te mich, wie das mög­lich sei, weil es doch reg­ne­te, schwe­re Trop­fen. Kaum hat­te ich mei­ne Fra­ge im Kopf so for­mu­liert, dass ich sie wahr­neh­men konn­te, war die Flie­ge, ohne eine Spur zu hin­ter­las­sen, ohne einen Beweis ihrer Exis­tenz, in der Dun­kel­heit ver­schwun­den gewe­sen. — stop

drohne25

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ai : SÜDAFRIKA

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MENSCHEN IN GEFAHR: „Im März wur­de der süd­afri­ka­ni­sche Land­rechts­ak­ti­vist und Vor­sit­zen­de des Ama­di­ba Cri­sis Com­mit­tee (ACC), Sik­ho­si­phi Rha­de­be, erschos­sen. Kurz vor sei­nem Tod hat­te er erfah­ren, dass sein Name sowie die Namen zwei­er wei­te­rer Sprecher_innen des ACC auf einer “Abschuss­lis­te” ste­hen. Es gibt Zwei­fel an der Gründ­lich­keit der Unter­su­chun­gen der Tötung. Zudem besteht Sor­ge um die Sicher­heit der bei­den ACC-Spre­cher_in­nen sowie wei­te­rer Aktivist_innen, die in Xolo­be­ni gegen ein Berg­bau­pro­jekt kämp­fen. Sik­ho­si­phi “Bazoo­ka” Rha­de­be wur­de am 22. März 2016 von zwei Män­nern erschos­sen, die ihn bei sich zuhau­se in Lur­hol­we­ni in der Pro­vinz Ost­kap auf­such­ten und sich als Poli­zis­ten aus­ga­ben. Sein min­der­jäh­ri­ger Sohn war bei dem Vor­fall anwe­send. Weni­ge Stun­den vor sei­nem Tod hat­te Sik­ho­si­phi Rha­de­be erfah­ren, dass sein Name auf einer “Abschuss­lis­te” stand. Auf die­ser Lis­te befin­den sich zudem die Namen zwei­er wei­te­rer ACC-Mit­glie­der, Mza­mo Dla­mi­ni und Nonhle Mbut­hu­ma. Sik­ho­si­phi Rha­de­be war Lei­ter des ACC, einer Gemein­schafts­in­itia­ti­ve gegen den Abbau von Titan und ande­ren Schwer­me­tal­len in einem Tage­bau auf Gemein­schafts­land in Xolo­be­ni durch ein loka­les Toch­ter­un­ter­neh­men des aus­tra­li­schen Kon­zerns Mine­ral Com­mo­di­ties Limi­t­ed (MRC). Das ACC befürch­tet, dass infol­ge des Berg­bau­pro­jekts Hun­der­te Ange­hö­ri­ge der Gemein­schaft der Umgun­gund­l­o­vu von ihrem ange­stamm­ten Land ver­trie­ben wer­den, und dass durch Umwelt­schä­den wie z. B. Was­ser­ver­schmut­zung ihr Recht auf einen ange­mes­se­nen Lebens­stan­dard (ein­schließ­lich Zugang zu sau­be­rem Trink­was­ser) ver­letzt wird. Das ACC besteht aus etwa 3.000 Mit­glie­dern und kämpft seit zehn Jah­ren für die Rech­te der Anwohner_innen, die im Fall einer Berg­bau­li­zenz für die MRC-Toch­ter­ge­sell­schaft gefähr­det wären. ACC-Mit­glie­der sind wegen ihrer Arbeit bedroht und ange­grif­fen wor­den, unter ande­rem auch von Anwohner_innen, die das Berg­bau­pro­jekt unter­stüt­zen. Die Orga­ni­sa­ti­on hat die­se Angrif­fe bei der Poli­zei ange­zeigt, die jedoch größ­ten­teils untä­tig geblie­ben ist. Nach der Tötung von Sik­ho­si­phi Rha­de­be sind füh­ren­de ACC-Mit­glie­der äußerst besorgt um ihre Sicher­heit. Kurz nach dem Vor­fall über­gab die ört­li­che Poli­zei die Unter­su­chung der Tötung an die Ein­heit zur Unter­su­chung schwe­rer Straf­ta­ten (Direc­to­ra­te for Prio­ri­ty Cri­mes Inves­ti­ga­ti­on — DCPI) des natio­na­len Poli­zei­diens­tes. Doch die Ermitt­lun­gen wei­sen eini­ge Män­gel auf, was Zwei­fel dar­an auf­kom­men lässt, ob die Fami­lie von Sik­ho­si­phi Rha­de­be Gerech­tig­keit erfah­ren wird.“ — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­le­ne schrift­li­che Aktio­nen, mög­lichst unver­züg­lich und nicht über den 6. Juli 2016 hin­aus, unter > ai : urgent action

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louis im gebirge

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nord­pol : 0.02 — Wie­der wäh­rend der Nacht lan­ge sit­zen. Nichts tun. Nur atmen. Gegen zwei Uhr Abstieg über eine stei­le Trep­pe aus der Kam­mer unter dem Dach, wo im Win­ter Tau­ben woh­nen. Die Stu­fen der Trep­pe knar­ren bei jedem Schritt, seuf­zen, spre­chen. Auf dem stei­len, gefähr­li­chen Pfad in der Nähe des Abgrunds vor der Hüt­te leich­ter, küh­ler Höhen­wind. In den Bäu­men Geräu­sche, als wür­den die Vögel mur­meln im Schlaf. Es ist aber des­halb, weil es nie wirk­lich dun­kel wird unterm Him­mel vol­ler Ster­ne. Stun­den­lang kann man sich von hier aus über das Nahen des Mor­gens strei­ten. Wie ich zurück­kom­me, Licht weit oben, ein klei­nes Fens­ter, alle wei­te­ren Fens­ter sind ohne Licht. Plötz­lich bin ich wie­der bei mir, tre­te in die Kam­mer, die vor Kur­zem noch ohne mich gewe­sen ist. Mein Heft auf dem Tisch. Drau­ßen, von den Wie­sen her, die Nacht­glo­cken der Kühe, lei­se, lei­se. Ich notie­re: Beob­ach­te­te unlängst eine japa­ni­sche Rei­sen­de, die im Flug­ha­fen­su­per­markt mit ihrem Mobil­te­le­fon 1 hal­be Stun­de lang Scho­ko­la­den­en­gel film­te. — stop

louisimgebirge2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

lou­is im
gebir­ge
22. mai
2016



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