ein reisekoffer

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ginkgo : 3.55 – Das Geräusch der trop­fen­den Bäume vor dem ewigen Brausen der Stadt. Eine Nacht voll Wintergewit­ter, glim­mende Vögel irren am Him­mel, Nacht­vö­gel ohne Füße, Vogel­we­sen, die nie­mals lan­den. Als ich vor einigen Tagen nach Esme­ralda suchte, brauchte ich eine Weile, um die kleine Schnecke mit ihrem Gehäuse auf dem Rücken finden zu können. Sie saß schla­fend auf einer Fens­ter­scheibe. Es war nicht schwer, sie vom Glas zu lösen und auf den Rücken meiner rechten Hand abzu­setzen. Esme­ralda beob­ach­tete mich von dort aus mit einem Auge, das sie weit aus ihrem Kopf gestreckt hatte, während das andere Auge unsichtbar blieb, viel­leicht weil es weiter schlief, weil ein einzelnes Auge genügte, um mich zu betrachten oder in Schach zu halten. Indem ich mich mit einem Ohr Esme­raldas Schne­cken­ge­häuse näherte war da wieder der Eindruck, ein leises Summen zu vernehmen, das von einem hellen Ticken begleitet war, als wäre im Häus­chen eine Uhr einge­sperrt. Aber der eigent­liche Grund, weshalb ich nach Esme­ralda suchte, war nicht der Wunsch gewesen, an Esme­raldas Häus­chen zu lauschen, viel­mehr wollte ich Esme­ralda ihren Sche­cken­rei­se­koffer zeigen, eine Schachtel von 10 cm Länge, 5 cm, Höhe, 5 cm Breite. Die Schachtel war perfo­riert, feinste Löcher, so dass Luft in sie eindringen konnte, außerdem mit einem feuchten Tuch ausge­kleidet. Vorsichtig hob ich Esme­ralda an und setze sie in der Schachtel ab, dann schloss ich den Deckel und sagte zu Esme­ralda hin: In einer Stunde hole ich Dich wieder heraus. Diese Geschichte ereig­nete sich vor zwei Wochen. Noch immer leichter Regen. – stop

nach­richten von esme­ralda »
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im museum

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tango : 2.12 – Auf der Suche nach Texten, die das Wesen der Brief­mar­ken­sammler beschreiben, entdeckte ich eine wunder­volle Beob­ach­tung der Schrift­stel­lerin Dubravka Ugresic. Sie notiert: Im Berliner Zoolo­gi­schen Garten steht neben dem Bassin mit einem Seeele­fanten eine unge­wöhn­liche Vitrine. Hier liegen unter Glas die im Magen des See-Elefanten Roland gefun­denen Gegen­stände, nachdem dieser am 21. August 1961 verendet war, und zwar: Ein rosa Feuer­zeug, vier Eisstiele (Holz), eine Metall­bro­sche in Gestalt eines Pudels, ein Flaschen­öffner, ein Damen­arm­band (Silber?), eine Haar­spange, ein Blei­stift, eine Wasser­pis­tole aus Plastik, ein Plas­tik­messer, eine Sonnen­brille, ein Kett­chen, eine klei­nere Metall­feder, ein Gummi­reifen, ein Spiel­zeug­fal­schirm, eine Eisen­kette, (ca. 40 cm lang), vier lange Nägel, ein grünes Plas­tik­auto, ein Metall­kamm, ein Püpp­chen, eine Bier­dose (Pilsener, 0,33 l), eine Streich­holz­schachtel, ein Kinder­pan­toffel, ein Kompaß, ein Auto­schlüssel, vier Münzen, ein Taschen­messer mit Holz­griff, ein Schnuller, ein Bund mit Schlüs­seln (5 St.), ein Vorhän­ge­schloß, ein Plas­ti­k­etui mit Nähzeug. / aus: Das Museum der bedin­gungs­losen Kapi­tu­la­tion. – stop

muscheln2

schatten eines mädchens

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nordpol : 0.58 – Ich notierte: Viel­leicht ist das so, dass sich die Seele eines Ortes, beispiels­weise die Seele eines Fähr­schiffes, auf Wörter über­trägt, wenn diese Wörter an dem Ort, von dem sie erzählen, geschrieben werden während einer längeren Zeit der Beob­ach­tung. Ich sehe, was ich nicht erfinden kann. Oder ich erfinde, was ich nur hier erfinden kann. Ja, so könnte das sein. South Ferry. Hurri­cane Deck. Zitterndes, schep­perndes Brummen. Obwohl Mai, bläst eiskalter Wind durch eine halb­ge­öff­nete Tür ins Innere des Schiffes. Ein Mädchen, das unent­wegt leise spricht, hüpft über den hölzernen Boden des Decks. May i have your atten­tion, please. The Ferry is docking shortly. Die Stimme des Mädchens, die kaum hörbar ist, aber sichtbar, spricht die Sätze der Maschi­nen­stimm­loops nach. Sie lacht und eilt, ihre Mutter hinter sich her ziehend, zum Heck des Schiffes, wo sich in diesem Moment das Land dem Schiff durch die Dunkel­heit in Gestalt einer eisernen Brücke entge­gen­faltet, Trom­pe­ten­ge­räu­sche, wimmerndes Metall, Klänge, die das lachende Mädchen imitie­rend zu über­tönen sucht. Ein paar Möwen, die dicht über dem Schiff kreisen, verrenken ihre Köpfe, als ob sie dem Mädchen zuhören würden. – stop
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mrs sini reiss

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marimba : 0.08 – Vor einiger Zeit besuchte ich Mrs. Sini Reiss, die im 22. Stock eines Wohn­hoch­hauses nahe der Clark Street wohnt. Ich hörte, sie sei hoch betagt und habe ihr Apart­ment seit über zehn Jahren nicht verlassen. Die alte Dame lese viel und schaue gern vom Balkon aus zu den oran­ge­far­benen Schiffen hin, die zwischen Manhattan Süd und Staten Island pendeln. Ich erkun­digte mich, ob ich mich mit der alten Dame unter­halten müsse. Nein, nein, ich solle nur ein paar Getränke vorbei­bringen und viel­leicht ein biss­chen nach dem Müll schauen, Mrs. Reiss habe noch nie einen deut­schen Mann kennen­ge­lernt, nur welche im Fern­sehen gesehen, sie werde sicher neugierig sein, sie spreche aber nur sehr wenig, sie werde also neugierig vor allem mit ihren Augen sein. Über­haupt solle ich mich nicht wundern, ich würde das hören sobald ich aus dem Aufzug steige, in ihrer Wohnung singen Vögel und brüllen Affen und zetern Zikaden unent­wegt. Wenn du die Augen schließt, dann meinst du dich im Urwald zu befinden, das ist so, weil es in den Ohren der alten Dame seit vielen Jahren heftig rauscht und pfeift, weshalb sie jene fremden Stimmen in ihre Wohnung holte, damit sie das Geräusch, das sich in ihren Ohren befindet, nicht als ihr eigenes Geräusch wahr­nehmen müsse. Mrs. Sini Reiss trage ein Wölk­chen schloh­weißen Haares auf dem Kopf, ihr Mund sei hellrot geschminkt, ihre Wangen apri­ko­sen­farben bepu­dert, sie trage ein dunkel­blaues Kostüm, und sie lese die New York Times von der ersten bis zur letzten Seite Tag für Tag, sie wisse über die Welt sehr gut Bescheid, aber sie wolle eigent­lich nichts hören und nicht spre­chen, sondern nur die Zeitung lesen und den Vögeln und Zikaden lauschen. Genau so ist es gewesen. Es war einem Dienstag. – stop
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london . mittags

picping

MELDUNG. Auto­mo­bile, folgende, wurden am frühen Nach­mittag nach einem Kauf­haus­be­such zu London in Martha B., 90, vorge­funden. Magen – 1 Bizzar­rini P538 [ 1967 ], Dünn­darm – 1 Laffly Feuer­wehr­fahr­zeug [ 1923 ], Dick­darm – 1 Marlin Roadster [ 1914 ]. Ein Richter hatte die Durch­su­chung des hoch­be­tagten Bauches bereits zum fünften Male ange­wiesen. – stop

tapetenfabrik

fritz stern

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tango : 22.22 – Fritz Stern ist in New York gestorben. In einem Inter­view mit Kultur­zeit erklärte er noch im Februar: Beschäf­tigt Euch mit der Vergan­gen­heit, um sich an den mensch­li­chen Schick­salen aus der Vergan­gen­heit zu orien­tieren, sich zu erin­nern, und das nicht einfach hinzu­nehmen und zu glauben, dass die Errun­gen­schaften der Zeit zwischen 1945 und – sagen wir mal – 1970, dass man das nicht einfach als gegeben hinnehmen kann. Und zu glauben, das ist so, das bleibt so. Es bleibt nur so, wenn man es vertei­digt. Dieser Appell sollte gerade an die Jugend gestellt werden. Ich weiß nicht, wie weit das im Augen­blick geschieht. Ich glaube, nicht genug. – stop
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rot

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echo : 0.02 – Ich träumte von einem roten Brief­kasten. Als ich ihn öffnete, entdeckte ich weitere Brief­kästen, rot wie der Brief­kasten, der sie verwahrte. Es waren unge­fähr zwölf Brief­kästen in der Höhe und zwölf Brief­kästen in der Breite. Als ich einen dieser kleinen Brief­kästen besich­tigte, waren in ihm zwölf Brief­kästen in der Breite und zwölf Brief­kästen in der Länge zu beob­achten. In diesem Moment beschloss ich, in der Erkun­dung der Brief­kästen nicht weiter fort­zu­fahren. Ich erwachte und war zufrieden. – stop
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louis im gebirge

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nordpol : 0.02 – Wieder während der Nacht lange sitzen. Nichts tun. Nur atmen. Gegen zwei Uhr Abstieg über eine steile Treppe aus der Kammer unter dem Dach, wo im Winter Tauben wohnen. Die Stufen der Treppe knarren bei jedem Schritt, seufzen, spre­chen. Auf dem steilen, gefähr­li­chen Pfad in der Nähe des Abgrunds vor der Hütte leichter, kühler Höhen­wind. In den Bäumen Geräu­sche, als würden die Vögel murmeln im Schlaf. Es ist aber deshalb, weil es nie wirk­lich dunkel wird unterm Himmel voller Sterne. Stun­den­lang kann man sich von hier aus über das Nahen des Morgens streiten. Wie ich zurück­komme, Licht weit oben, ein kleines Fenster, alle weiteren Fenster sind ohne Licht. Plötz­lich bin ich wieder bei mir, trete in die Kammer, die vor Kurzem noch ohne mich gewesen ist. Mein Heft auf dem Tisch. Draußen, von den Wiesen her die Nacht­glo­cken der Kühe, leise, leise. Ich notiere: Beob­ach­tete unlängst eine japa­ni­sche Reisende, die im Flug­ha­fen­su­per­markt mit ihrem Mobil­te­lefon 1 halbe Stunde lang Scho­ko­la­de­nengel filmte. – stop

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louis im
gebirge
22. mai
2016

ai : SÜDAFRIKA

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MENSCHEN IN GEFAHR : “Im März wurde der südafri­ka­ni­sche Land­rechts­ak­ti­vist und Vorsit­zende des Amadiba Crisis Committee (ACC), Sikho­siphi Rhadebe, erschossen. Kurz vor seinem Tod hatte er erfahren, dass sein Name sowie die Namen zweier weiterer Sprecher_innen des ACC auf einer “Abschuss­liste” stehen. Es gibt Zweifel an der Gründ­lich­keit der Unter­su­chungen der Tötung. Zudem besteht Sorge um die Sicher­heit der beiden ACC-Spre­cher_innen sowie weiterer Aktivist_innen, die in Xolo­beni gegen ein Berg­bau­pro­jekt kämpfen. Sikho­siphi “Bazooka” Rhadebe wurde am 22. März 2016 von zwei Männern erschossen, die ihn bei sich zuhause in Lurhol­weni in der Provinz Ostkap aufsuchten und sich als Poli­zisten ausgaben. Sein minder­jäh­riger Sohn war bei dem Vorfall anwe­send. Wenige Stunden vor seinem Tod hatte Sikho­siphi Rhadebe erfahren, dass sein Name auf einer “Abschuss­liste” stand. Auf dieser Liste befinden sich zudem die Namen zweier weiterer ACC-Mitglieder, Mzamo Dlamini und Nonhle Mbut­huma. Sikho­siphi Rhadebe war Leiter des ACC, einer Gemein­schafts­in­itia­tive gegen den Abbau von Titan und anderen Schwer­me­tallen in einem Tagebau auf Gemein­schafts­land in Xolo­beni durch ein lokales Toch­ter­un­ter­nehmen des austra­li­schen Konzerns Mineral Commo­di­ties Limited (MRC). Das ACC befürchtet, dass infolge des Berg­bau­pro­jekts Hunderte Ange­hö­rige der Gemein­schaft der Umgun­gundlovu von ihrem ange­stammten Land vertrieben werden, und dass durch Umwelt­schäden wie z. B. Wasser­ver­schmut­zung ihr Recht auf einen ange­mes­senen Lebens­stan­dard (einschließ­lich Zugang zu sauberem Trink­wasser) verletzt wird. Das ACC besteht aus etwa 3.000 Mitglie­dern und kämpft seit zehn Jahren für die Rechte der Anwohner_innen, die im Fall einer Berg­bau­li­zenz für die MRC-Toch­ter­ge­sell­schaft gefährdet wären. ACC-Mitglieder sind wegen ihrer Arbeit bedroht und ange­griffen worden, unter anderem auch von Anwohner_innen, die das Berg­bau­pro­jekt unter­stützen. Die Orga­ni­sa­tion hat diese Angriffe bei der Polizei ange­zeigt, die jedoch größ­ten­teils untätig geblieben ist. Nach der Tötung von Sikho­siphi Rhadebe sind führende ACC-Mitglieder äußerst besorgt um ihre Sicher­heit. Kurz nach dem Vorfall übergab die örtliche Polizei die Unter­su­chung der Tötung an die Einheit zur Unter­su­chung schwerer Straf­taten (Direc­to­rate for Prio­rity Crimes Inves­ti­ga­tion – DCPI) des natio­nalen Poli­zei­dienstes. Doch die Ermitt­lungen weisen einige Mängel auf, was Zweifel daran aufkommen lässt, ob die Familie von Sikho­siphi Rhadebe Gerech­tig­keit erfahren wird.” – Hinter­grund­in­for­ma­tionen sowie empfoh­lene schrift­liche Aktionen, möglichst unver­züg­lich und nicht über den 6. Juli 2016 hinaus, unter > ai : urgent action

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von den katzenschnecken

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alpha : 4.05 – Ich will, ehe es hell werden wird, noch schnell von einer beson­deren Schne­cken­gat­tung erzählen, von den Katzen­schne­cken nämlich. Ich gestehe, ich habe kein Tier dieser Art mit eigenen Augen gesehen, aber ich habe von ihnen gehört, man erzählte, nein, man versi­cherte, sie würden tatsäch­lich bereits wirk­lich exis­tieren. Das Beson­dere an diesen Mollus­ken­tieren soll sein, dass sie mensch­li­cher Schöp­fung sind, irgend­je­mand muss eine gewöhn­liche Wein­berg­schnecke mittels eines spezi­ellen gene­ti­schen Codes so veredelt haben, dass sie sich sehr schnell, in etwa so schnell und hektisch wie größere Ameisen bewegen. Aber warum, fragte ich mich, sollte man Schne­cken, die doch von Natur aus eher gemüt­liche Persön­lich­keiten sind, beschleu­nigen? Man erklärte, man habe über­legt, dass Schne­cken, wenn man sie beschleu­nigen würde, für die Augen der gemeinen Land­katzen sichtbar werden würden und somit zur Beute. Katzen würden fortan aller­hand Probleme lösen, die sich für Garten­be­sitzer im Früh­ling nach und nach entfalten. Ist das nicht wunderbar, rasende Sche­cken, ein paar Hundert von Ihnen sollen sich bereits in den Bergen auf einer streng behü­teten Wiese tummeln. Von den Katzen, die man vor drei Tagen ins Schne­cken­frei­luft­ge­hege warf, soll noch keine einzige zurück­ge­kehrt sein. – stop
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2 Uhr 14

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nordpol : 3.01 – Gesetzt den Fall, wir würden eines Morgens aufwa­chen und fest­stellen, daß plötz­lich alle Menschen die gleiche Haut­farbe und den glei­chen Glauben haben, wir hätten garan­tiert bis Mittag neue Vorur­teile.Georg Chris­toph Lich­ten­berg ( 1742 – 1799 ) 
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nachts gegen drei

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sierra : 3.01 – Um kurz vor drei Uhr nachts stand ich vor dem geöff­neten Fenster und schaute zu den Sternen. Ich hatte die Nach­richt erhalten, am Himmel über mir werde die Inter­na­tio­nale Raum­sta­tion ISS sichtbar werden ( Time: Thu May 26 3:01 AM, Visible: 6 min, Max Height: 69°, Appears: 10° above WNW, Disap­pears: 11° above E ) ein Pünkt­chen, das sich, von der bald aufge­henden Sonne beleuchtet, rasend schnell über das Firma­ment bewegen würde, genau so war es berichtet worden von einem Beob­achter, der mehr­fach Augen­zeuge gewesen sein will. Aber der Himmel war bedeckt, es regnete leicht. Wie ich mich gerade abwenden wollte, entdeckte ich eine Fliege, die auf schnur­ge­rader Bahn mein Fenster passierte. Sie kam von rechts, also von Norden her, und ich fragte mich, wie das möglich sei, weil es doch regnete, schwere Tropfen. Kaum hatte ich meine Frage im Kopf so formu­liert, dass ich sie wahr­nehmen konnte, war die Fliege, ohne eine Spur zu hinter­lassen, ohne einen Beweis ihrer Exis­tenz, in der Dunkel­heit verschwunden gewesen. – stop

drohne25

lydia

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echo : 0.01 – In der Stra­ßen­bahn treffe ich eine junge Dame. Ich erkenne sie zunächst nicht, aber als sie mich grüßt, erin­nere ich eine Begeg­nung vor vielen Jahren an der selben Stelle, in einer Stra­ßen­bahn. Aus dem kleinen Mädchen, das mich mit einer Bemer­kung für den Rest mei­nes Lebens rührte, ist tatsäch­lich eine junge Frau geworden. Sie sagt, sie habe unser Gespräch, das wir führten, nie vergessen, es handelte von ihren Ohren, von einem Gedan­ken, der mir zu erklä­ren suchte, wes­we­gen ihre Ohren etwas grö­ßer seien als die Ohren ihrer bes­ten Freun­din. Das wäre näm­lich so, dass ihre Ohren des­halb grö­ßer seien, weil sie viel weni­ger spre­chen würde als ihre Freun­din übli­cher­weise. Sie könnte, sagte sie damals, mit ihren Ohren sogar ihre eigene Stimme hören, obwohl sie gar nichts sage. Zum Glück haben meine Ohren inzwi­schen aufge­hört zu wachsen, ich könnte sonst mit ihnen herum­fliegen, dann hätten Sie mich vermut­lich nie wieder­ge­sehen. Sie lacht jetzt sehr fröh­lich. Draußen fällt gerade viel Wasser vom Himmel. – stop

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