himalaya : 12.52 UTC – Hühnerherzen, wie klein sie doch sind, 32 Stück zu 2 € 18 in einer Box, 32 Herzwesen, haltbar (gekühlt) bis Samstag. Seltsame Sache, noch immer, seit oder nach 12 Jahren, seltsam. Ich sollte mich im Warenhaus auf einen Gartenstuhl setzen und warten, um endlich herauszufinden, wer Herzwesen zum Verzehr oder zum Herzkammerstudium mit sich nehmen wird. Heute ist Dienstag. — stop
Aus der Wörtersammlung: ware
kein schnee
ginkgo : 20.16 UTC – Auf einem Tisch ruht eine Fotografie. Ich hatte sie auf ein Blatt starken Papieres (180 Gramm) gedruckt. Es ist Abend. Sommerlicht. Ein Tisch von Holz. Blätterschatten, die sich kaum bewegen. Meine Hand hält die Fotografie an ihrem westlichen Rand mit zwei Fingern fest. Die Hand einer weiteren Person hält die Fotografie an ihrem östlichen Rand mit einem Finger fest. Die Fotografie zeigt eine Bushaltestelle der Stadt Mariupol. Splitter liegen auf der Straße. Glas, Steine, Metall. Und zwei menschliche Körper. Die Gesichter der Körper sind von weißen Tüchern bedeckt. Es regnet. Einer der Körper trägt eine blaue Hose, der andere eine gelbe Hose. Ein Stofftier liegt in der Nähe auf dem Boden. Die Körper sind kleine Körper. Die Körper sind Kinderkörper. Ein Fuß in einem Schuh steht etwas entfernt auf dem Boden. Ein Turnschuh mit einem Fuß und einem halben Bein. Der Finger, der die Fotografie an ihrer östlichen Seite berührt, tippt auf das Bild nahe des einsamen Fußes. Der Finger berührt die Straße. Die Stimme einer Frau ist zu hören. Sie sagt: Das ist nicht echt. Das ist gut gemacht. Wo hast Du das Foto her? Das ist gut erfunden. Die halbe Welt wird das glauben, so gut ist das erfunden, aber nicht gut genug, nur die halbe Welt wird das glauben. Du siehst, diese Unmenschen erschießen ihre eigenen Kinder. Und dann sagen sie, die Anden waren das. Aber das ist komplett gut erfunden! So etwas gibt es nicht. Das ist ein Kunstfuß, alles künstlich. Das ist wirklich gut gemacht. Du redest Unsinn! Du warst nicht dort, Du hast das nicht mit eigenen Augen gesehen. Man stirbt nicht, wenn ein Fuß verloren geht. Es war Winter dort. Es muss geschneit haben. Wo ist der Schnee? Du musst wissen, dass das alles gefälscht ist, das sieht doch jeder vernünftige Mensch auf der Stelle. Du darfst nicht immer glauben, was Du siehst. Warum steht der Fuß aufrecht? Irgendjemand hat ihn dort auf die Straße gestellt. Sie haben sich Mühe gegeben, das muss man Ihnen lassen. Das ist gut gemacht. Der Turnschuh müsste blutig sein. Da haben sie einen Fehler gemacht. Schön montiert, aber mit einem Fehler, das Blut fehlt, schon wieder einmal fehlt das Blut. Sie sagen, die Orks haben das gemacht. Wir machen so etwas nicht. Wir sind keine Orks. Wir glauben an Gott. Du weißt, dass wir an Gott glauben, es ist eine Schande. Warum zeigst Du mir so etwas? Du warst nicht in Mariupol. Wenn Du in Mariupol gewesen wärest, würdest Du das wissen, dass man so etwas niemals dort gesehen haben kann. Es war Winter im März. Kein Schnee, siehst Du, kein Schnee.- stop

der Inarisee
im november
mit uhrzeit
ursprung
heimsuchung
tango : 20.01 UTC – Über dem Kanal de Saint-Martin nahe der Rue Bichat im 10. Pariser Arrondissement kreist seit drei Tagen ein krähenartiger Vogel, ohne je zu landen. Er scheint mit der kalten Winterluft ein Gespräch zu führen im Flug bei Tag und bei Nacht. Vogelbeobachter sind eingetroffen. Sie sitzen auf Bänken und Balkonen, ihre Fernrohre auf Stative gestellt und gegen den Himmel ausgerichtet. Es ist deshalb, weil mit diesem sprechenden und singenden Vogel möglicherweise etwas nicht stimmt. Seit der Vogel eingetroffen ist, so wird erzählt, erscheinen auf den Bildschirmen lokaler Fernsehgeräte Filmaufnahmen, die aus der Sicht dieses Vogels aufgenommen worden sein könnten. Gleichwohl sind Geräusche verzeichnet, sodass nun das Weinen von Kindern in den Pariser Häusern zu vernehmen ist, auch auf den Bildschirmen der Handtelefone sind Kinder zu sehen, die in Zelten wohnen ohne einen Fußboden, weil dort hindurch der Schlamm, der von den Bergen kommt, talabwärts strömt. Die Kinder sind krank, das kann man sehen, sobald man die erschrockenen Augen öffnet. Auch die Eltern der Kinder sind krank, sie tragen Pusteln im Gesicht und auf den Armen und Beinen und auf ihren mageren Rücken. Vulkane wachsen auf den Körpern der Menschen und speien Eiter und Blut. Jener Vogel, der diese Aufnahmen in einer afrikanischen Gegend machte, um sie persönlich nach Europa zu transportieren, war und ist noch immer ein geduldiger Beobachter. Der Vogel flog leise in Bodennähe umher, ohne das Leid zu stören, das sich ihm öffnete, als wäre es eine dunkle schmerzende Blume. Kinder fassten nach dem Vogel, deuten auf ihn, sie waren ohne Furcht. Und die Eltern der Kinder erzählten in einer fremdartigen Sprache, wie es ist derart krank und elend und bedroht zu sein. Ihre Gesten zu dem Auge des Vogels hin waren flehende Gesten. Seit Tagen nun kommen diese Bilder in die Welt der Bildschirme und der Lautsprecheranlagen bei Tag und bei Nacht am Kanal de Saint-Martin nahe der Rue Bichat im 10. Pariser Arrondissement. Niemand kann sagen, warum das so ist und wie lange die Heimsuchung noch dauern wird. Vielleicht, so eine Vermutung, werden weitere Vögel kommen, weitere Bilder, Filme, Geräusche. Eine Person soll auf einer Kanalbrücke stehend lautstark gefordert haben, den Vogel endlich vom Himmel zu holen. Einmal waren Schüsse zu hören. — stop
psyop
kilimandscharo : 22.52 UTC – Ich habe heute ein besonderes Wort entdeckt. Das Wort lautet Psyop. Ich dachte, als ich das Wort las, das ist unheimlich, ein unheimliches Wort. Ich habe, um Bekanntschaft zu schließen, das Wort zunächst laut ausgesprochen, dann notiert: Das Wort Psyop wurde von einer X‑Person buchstabiert, die die Enthüllung eines Deep State in den Vereinigten Staaten von Amerika fordert. Man forderte gleichwohl, keine drei Minuten waren an Ort und Stelle vergangen, amerikanische Staatsbürger/innen somalischen Ursprungs, des Landes zu verweisen, das heißt zu deportieren. Eine Fotografie wurde zur Unterstützung gesendet, die Fotografie einer jungen Frau, einer Frau von schwarzer Hautfarbe, das ist wichtig, sie persönlich also soll inhaftiert und deportiert werden. Die Frau, die die Fotografie zeigt, lacht. Sie wusste zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht, was auf ihre Fotografie und sie selbst zukommen wird. Ich stelle fest: 45000 Augenpaare haben zum Zeitpunkt meiner Beobachtung diesen Text mit Bild wahrgenommen, 2270 menschliche Wesen haben Zustimmung durch Herzstempel erteilt. Ich fragte ChatGPT nach einer Umschreibung des Wortes Psyop. Bot antwortet Folgendes: Psyop ist eine Abkürzung für „psychologische Operation“ (auf Englisch: psychological operation). Der Begriff stammt aus dem militärischen und geheimdienstlichen Bereich und bezieht sich auf Maßnahmen, die darauf abzielen, die Wahrnehmungen, Einstellungen und das Verhalten von Menschen oder Gruppen zu beeinflussen. Ziel ist es, psychologischen Einfluss auszuüben, der oft politischer, militärischer oder sozialer Natur ist, um bestimmte Reaktionen oder Handlungen zu fördern. — stop

Vater fotografierte
1971 die Stadt
New York.
Es war kalt.
Ein Jahr vor
Watergate.
ai : USA

MENSCHEN IN GEFAHR: „Richard Moore wurde 2001 zum Tode verurteilt und soll am 1. November 2024 im US-Bundesstaat South Carolina hingerichtet werden. Er ist Afroamerikaner, das Opfer war weiß. Dieser Fall entspricht einem gängigen Muster im Verwaltungsbezirk Spartanburg County, in dem die Todesstrafe bisher hauptsächlich für Verbrechen mit weißen Opfern verhängt wurde. Darüber hinaus sorgte die Staatsanwaltschaft durch die Ablehnung afroamerikanischer Geschworener für eine rein weiße Jury. In ihrem im Jahr 2022 geäußerten Widerspruch gegen das Todesurteil erklärte Richterin Kaye Hearn vom Obersten Gerichtshof des Bundesstaates South Carolina, “Moores Todesurteil ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten … In der Jury saß kein*e einzige*r Afroamerikaner*in, obwohl mehrere als Geschworene zur Verfügung gestanden hätten.” Die Richterin kam zu dem Schluss, dass das Todesurteil im Fall Richard Moore unverhältnismäßig war. Richard Moore war unbewaffnet, als er den Laden betrat, und der Ladenmitarbeiter und er wurden mit einer Waffe angeschossen, die sich bereits im Laden befand. Dieser Tatbestand allein weist auf einen fehlenden Vorsatz hin. Nach dem US-amerikanischen Verfassungsrecht “ist die Todesstrafe auf die Straftäter*innen zu beschränken, die eine enge Kategorie der schwersten Verbrechen begehen und die aufgrund ihrer extremen Schuld die Hinrichtung am ehesten verdienen”. 2015 führte Stephen Breyer, Richter am Obersten Gerichtshof der USA, Studien an, die zeigen, dass “die Faktoren, die die Anwendung der Todesstrafe am deutlichsten beeinflussen sollten – nämlich die vergleichsweise Ungeheuerlichkeit des Verbrechens – dies häufig nicht tun. Andere Studien zeigen, dass Umstände, die die Verhängung der Todesstrafe nicht beeinflussen sollten, wie die ethnische Zugehörigkeit, das Geschlecht oder geografische Faktoren, dies oft tun.” Er verwies auf Untersuchungen, wonach “Personen, die des Mordes an weißen Opfern beschuldigt werden – im Gegensatz zu afroamerikanischen Opfern oder Opfern aus anderen Minderheiten –, eher zum Tode verurteilt werden”. / Die Interamerikanische Menschenrechtskommission hat vorsorglich einen Aufschub der Hinrichtung von Richard Moore gefordert, um mehr Zeit zu haben, den Fall zu überprüfen. Als US-Bundesstaat ist South Carolina nach internationalem Recht verpflichtet, der Forderung der Interamerikanischen Menschenrechtskommission Folge zu leisten. / Der ehemalige Leiter der Strafvollzugsbehörde von South Carolina, Jon Ozmint, bezeichnete Richard Moore als einen “vorbildlichen” Gefangenen. > EINE E‑MAIL SCHREIBEN ODER EINEN BRIEF VON PAPIER
vom fenster meines hauses aus
alpha : 15.01 UTC ‑Ein Paketbote wurde angekündigt. Er und sein Fahrzeug waren kurz nach elf Uhr auf einer digitalen Karte meiner Schreibmaschine sichtbar geworden, die eine Gegend anzeigte, die mir bekannt ist, weil ich dort wohne. Das Symbol eines Automobils saß einige Straßenzüge entfernt auf der Karte fest. Noch sieben Stopps, ehe das Automobil vor meinem Haus erwartet wurde. Ich stand am Fenster, 5. Stock, hatte das Fenster geöffnet, schöner Blick in die Bäume, Fliegen tanzten im Licht der Sonne, die Luft war schwer und feucht, eine halbe Stunde lang beobachtete ich einmal die Straße, dann wieder das Verhalten des Symbols auf dem Bildschirm. Das Automobil schien sich zunächst zu entfernen, dann kam es wieder näher, ein letzter Stopp vor einem Haus auf der Straßenseite gegenüber. Tatsächlich war soeben ein Automobil dort in gelber Farbe eingetroffen, hatte unter einer Kastanie Platz genommen. Im Schatten des Baums, es war kurz vor 1 Uhr, öffnete ein junger Mann die hintere Tür seines Fahrzeuges, hob eine Sackkarre heraus, dann drei größere Paketstücke, die er übereinander türmte, um bald mit Sackkarre und Turm in einem Tor zum Hof zu verschwinden. Kaum wieder zurück, stellte der junge Mann seine Sackkarre zurück in das Fahrzeug, setzte sich in die Fahrerkabine und schloss die Tür. Ein Fenster wurde geöffnet, Rauchwölkchen stiegen von dort her in die Luft, sie waren weiß und breiteten sich sehr langsam in allen Richtungen aus. Der junge Mann, der vermutlich höchstpersönlich rauchte, musste in diesem Moment seinen Status gemeldet haben. Vielleicht waren es die Pakete selbst gewesen, deren neuer Besitzer ihre Ankunft quittierte. Mein Bildschirm meldete 0 Stopps bis zur Ankunft. Was für ein wunderbarer Mittag. Straßenbahnen quietschten in den Kurven, die Schule war aus, Schulranzen wippten auf kleinen Rücken, so groß, als würden Systeme junger Astronauten zur Lebenserhaltung in sich tragen. Ein Herr in einem Anzug verspeiste auf und ab gehend ein Sandwich, das dampfte. Zwei Eichhörnchen hetzten über die Straße von Ost nach West. Das war kurz vor 2 Uhr gewesen. — stop
murmansk
delta : 0.28 UTC — Regen fällt. Nach Mitternacht sind Sirenen zu hören im Zimmer 305 eines Hotels an der Rue de Javel im 15. Arrondissement der Stadt Paris. Eine Frau, sie vielleicht 60 Jahre alt, sitzt auf dem Sofa, Blick zum Fenster. Sie hört diesem gnädigen Regen zu und jenem Sirenenton, den ihr Telefon spielt, ein Ton, den sie so gut kennt. Sie schließt das Fenster, geht ein oder zwei Schritte vor dem Bett auf und ab. Der hölzerne Boden knarzt. Sie nimmt ihr Handtelefon vom Tisch, wählt und spricht sofort los: Hier ist Mama! Seid ihr schon im Flur? Sind alle da, habt ihr Strom? Wasser? Und die Katzen? — Die Frau spricht mit ruhiger, fester Stimme, als würde sie eine Liste verlesen. Auf jede der Fragen antwortet ihre Tochter mit ebenso ruhiger Stimme: Ja, alle sind da. Anna ist da. Artem ist da. Viktorija ist da. Alle sind im Flur, ja, die Türen sind geschlossen, ja, wir haben zwei Powerbanks, Wasser, Licht. Liebe Mutter, sagt die Tochter, wenn das Telefon ausfällt, reg Dich nicht auf, ich ruf Dich wieder an. — Am Nachmittag bereits waren strategische Bomber in der Ferne gestartet, tief im russischen Hinterland, von Murmansk aus, um die Menschen der Stadt Kyjiw zu bombardieren. In dieser Stunde, es regnet in Paris, sind ihre Geschosse angekommen, schrittweise in Wellen. Eine lange, sorgenvolle Nacht. Die Mutter, die in Paris auf ihrem Bett sitzt, wird ihr Telefon nicht aus der Hand legen. Vielleicht wird sie gegen den Morgen zu eingeschlafen sein von der Müdigkeit der Jahre. Es regnet, die Vögel werden nass. Noch immer ist kurz nach Mitternacht. — stop
von tieren der luft
india : 15.52 UTC — Noch ein Kind gewesen, beobachtete ich Fliegen und Mücken mit argwöhnischen Augen. Sie waren so wendig, willensstark und ausdauernd in ihrer Jagd nach Zucker oder Blut, dass ich sie fürchtete und bewunderte zur selben Zeit. Sirrende Geräusche. Sturzschraubenflüge. Moskitos, die man niemals lebendig mit einer Hand fangen, aber töten konnte. Das Mikroskop, mit dessen Hilfe ich vor langer Zeit Fliegenleichen untersuchte, habe ich unlängst wiedergefunden. Ein schweres Objekt, schwarz lackiertes Gusseisen, daran befestigt, bewegliche Messingteile, Rädchen insbesondere, ein Spiegel, und ein runder, beweglicher Tisch. Das Gerät war im zurückliegenden Jahrhundert von Ernst Leitz in Wetzlar gefertigt worden. An seinem zentralen Lichthals trägt es die Signatur No. 158461. Robert Koch soll aus dieser Serie der Mikroskope das Mikroskop mit der Ziffer 100000 erhalten haben, Paul Ehrlich das Mikroskop mit der Nummer 150000. Damals, als ich noch klein gewesen war, konnte ich das Mikroskop kaum auf den Tisch heben, an den ich mich zur Untersuchung gefangener Fliegen setzte, sobald früher Abend geworden war. Um eine Fliege sezieren zu können, benötigt man sehr feines Besteck, meine Hände zitterten. Die erste Fliege, der ich mich mit einem Skalpell näherte, wachte auf, sie bewegte ihre Beinchen, ich flüchtete aus dem Zimmer. Die zweite Fliege, die ich untersuchen wollte, war so gründlich tot, dass sie über keinen eigentlichen Körper mehr verfügte, der untersucht werden konnte. Die dritte Fliege öffnete sich, sie war unerwartet feucht gewesen. In einer metallenen Schachtel verwahrte ich meine Opfer. Der Schachtel entkam ein bitterer Geruch. Ich habe nun überlegt, ob ich die Untersuchung der Fliegen oder kleinerer Spinnentiere nicht dringend wieder aufnehmen sollte. Heute meldete das Radio erste Luftkämpfe von Drohnenvögeln in der Ukraine, Drohne gegen Drohne. — stop

Vater im Jahr 1965
vor der kalifornischen Küste
fotografiert mittels seines
eigenen Fotoapparates
ai : UKRAINE

MENSCHEN IN GEFAHR: „Am 24. Februar 2022 wurden die Menschen in der Ukraine um 5 Uhr morgens von der Nachricht geweckt, dass das russische Militär in ihr Land einmarschiert ist. Mitten in der Nacht waren russische Panzer ins Land gerollt und das Militär hatte aus mehreren Richtungen angegriffen. Der russische Angriffskrieg geht mit erschreckendem Leid für die Zivilbevölkerung in der Ukraine einher. Die Recherchen von Amnesty International weisen auf ein breiteres Muster von Kriegsverbrechen durch russisches Militär hin. Russische Streitkräfte greifen wahllos Wohngebiete, Krankenhäuser und Schulen an und setzen dabei unterschiedslos wirkende Waffen und verbotene Streumunition ein. Unbewaffnete Zivilist*innen wurden in ihren Häusern oder auf offener Straße von russischen Soldat*innen erschossen. Russlands Einmarsch in die Ukraine ist ein eklatanter Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen und ein Akt der Aggression, der ein Völkerrechtsverbrechen darstellt. Gleichzeitig missbraucht Russland seine Position als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats, um sich vor Konsequenzen zu schützen. Die Russische Föderation muss diesen Akt der Aggression gegen die Ukraine beenden und die Zivilbevölkerung schützen. Sie muss sich an das Völkerrecht halten. Die Aggression nach außen wird begleitet von der brutalen Unterdrückung all jener, die sich in Russland gegen den Krieg positionieren oder unabhängig darüber berichten. Seit Februar 2022 wurden nach Informationen der russischen Menschenrechtsorganisation OVD-info mehr als 19.000 Menschen im Zusammenhang mit Antikriegsprotesten festgenommen. Hunderte Gerichtsverfahren wurden gegen sie eingeleitet, dutzende Websites unabhängiger Medien willkürlich blockiert und weitere zivilgesellschaftliche Organisationen aufgelöst, faktisch verboten oder als “ausländische Agenten” oder “unerwünscht” gelistet. Die russische Aggression hat die Menschen in der Ukraine in eine katastrophale Menschenrechtskrise gestürzt. In Russland wird jede Opposition gegen den Krieg unterdrückt. Schließen wir uns zusammen, um das sofortige Ende dieses Angriffskriegs und das Ende der Repressionen zu fordern. Wir sind viele. Sende eine E‑Mail an den russischen Botschafter in Deutschland und fordere das sofortige Ende des Angriffskriegs, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Einhaltung des Völkerrechts. Hinweis: Es werden keine persönlichen Daten an die russischen Behörden weitergeleitet.” > EINE E‑MAIL SCHREIBEN
bei harrods
MELDUNG. Automobile, folgende, wurden nach einem Kaufhausbesuch zu London in Martha B., 90, vorgefunden. Magen ‑1 Studebaker Commander State [ 1967 ] , Dünndarm — 1 Stuyvesant Four [ 1911 ], Dickdarm — 2 Mercury Hp 7 [ 1911 ]. Ein geduldiger Richter hatte die Durchsuchung des hochbetagten Bauches einerseits, sowie unmittelbare Rückführung der Fahrzeuge in das Warenhaus Harrods an der Brompton Road andererseits, dringend empfohlen. — stop


