herbst

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marimba : 8.12 UTC – Ich geh spazieren wo die alten Menschen wohnen, über Flure wo die alten Menschen sitzen vor den Türen, hinter welchen uralte Menschen liegen, die in ihren letzten Betten schlafen. Ein alte Dame zieht sich im Roll­stuhl sitzend Stunde um Stunde am hölzernen Wand­ge­länder voran. Wie viele Kilo­meter ist sie so schon unter­wegs gewesen? Ich hörte, sie sei 88 Jahre alt. Wenn Sie mir begegnet, lächelt sie wie ein junges Mädchen, fragt warum sie hier sei, antwortet sofort: Wohl weil ich alt bin. Auf einem Tisch, um den herum weitere schla­fende Menschen sitzen, steht ein Telefon von grauer Farbe mit einer Ziffern­wähl­scheibe. Der Hörer des Tele­fons schwebt an einer mageren Hand neben einem Ohr, das lauscht. Eine weitere magere Hand wählt Nummer für Nummer Stunde um Stunde. Draußen vor den Fens­tern kühler, herbst­li­cher Regen. Und hier, gleich komme ich an ihm vorüber, das Zimmer der alten Clau­dine Tulla, sie schläft schon seit zehn Jahren in ihrem letzten Bett. Wie doch die Zeit vergeht. – stop

luftpapiere

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alpha : 15.32 UTC – Überall schweben im Sommer Fäden in der Luft herum, Spin­nen­ge­webe, auf welchem Romane notiert sein könnten mittels sehr kleiner Zeichen. Eine Frau sitzt an einem Tisch und notiert Ovids Meta­mor­phosen auf eine Papier­luft­schlange. Wie behutsam sie vorgeht, um das Papier nicht zu zerreißen. Kaum ist sie mit der Beschrif­tung einer der papie­renen Stre­cken zu Ende gekommen, verbindet sie mit einem Tröpf­chen Kleb­stoff eine weitere noch unbe­schrif­tete Schlange. Kurz darauf notiert sie weiter. Sehr feiner Pinsel. Das ist keine erfun­dene Geschichte. – stop

ping

irrarm

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nordpol : 15.38 UTC – Eine alte, ärmlich geklei­dete, stets verwirrt wirkende Frau, die mir in meinem Quar­tier jahre­lang immer wieder begeg­nete, nie hörte ich ein Wort aus ihrem Mund. Als ich sie einmal anspreche, um ihr etwas Geld zu geben, antwortet sie mit heller, kind­lich klin­gender Stimme: Danke! Warum tun Sie das. Warum geben Sie mir Geld? – Ich gehe weiter. Ich drehe mich um, auch die alte Frau dreht sich um, sieht mir nach. In diesem Moment denke ich: Du könn­test meine Mutter sein, wärst von der Armut verschont geblieben. – stop

ping

loop

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sierra : 22.01 UTC – Flug­hafen Terminal 1. Ich höre eine sanfte Frau­en­stimme. Sie sagt: Diese Durch­sage dient der Laut­spre­cher­probe. Zwei Minuten lang wieder­holt sie immer wieder diesen einen Satz. Von Mal zu Mal versuche ich Abwei­chungen in Stimme und ihrem Ausdruck einzu­fangen. Plötz­lich schlafe ich ein, ohne mich an die erste Sekunde, da ich nicht mehr wach war, erin­nern zu können. – Was träumst Du, Mutter? – stop

ping

nahe warrenstreet

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alpha : 22.28 UTC – Louis erzählte mir eine heitere Geschichte, die er nicht erfunden, viel­mehr von Monroe erzählt bekommen haben will, Monroe, die in Brooklyn in der Baltic Street seit fünf Jahren lebt. Sie habe, erzählte Monroe, ihre Freundin Lilly besucht in der Warren­street an einem fürch­ter­lich heißen Tag im August. Sie habe Lillys Wohnung betreten und sofort gespürt, dass etwas seltsam ist. Das linke Augenlid Lillys flat­terte nämlich wie ein wild gewor­dener Falter über ihrem Augapfel herum. Dieses Flat­tern habe nicht aufge­hört, sagte Lilly, seit in der Nacht vor drei Tagen über ihrem Bett ein Feuer­alarm­melder ange­sprungen sei, ein äusserst strenger heller Ton, der so kompo­niert worden sei, dass man unbe­dingt wach werden müsse, weswegen sie sogleich senk­recht im Bett hockte und nach Feuer suchte, aber keinerlei Feuer gefunden habe. Sie habe dann etwas abge­wartet, aber das Wesen an der Decke wollte sich nicht beru­higen, da sei sie dann auf einen Stuhl gestiegen und habe das pfei­fende, blin­kende Tier flugs abge­schraubt, habe versucht das Tier zu beru­higen, habe Schalter und Knöpfe gedrückt, dann das Tier in einen Pull­over gewi­ckelt, eine Decke darüber gelegt, und noch eine Decke, schließ­lich habe sie ihre Hand­ta­sche geöffnet, sei auf die Straße getreten, um zu Fuß in Rich­tung der Brooklyn Bridge zu marschieren. Indessen flat­terte ihr Augenlid noch immer herum wie ein gefan­gener Falter, weswegen sie sich sehr konzen­trieren musste im wilden Stra­ßen­ver­kehr. Das Tier, das in einer Weise in der Hand­ta­sche pfiff, dass Seemöven Lillys Gegen­wart flüch­teten, habe sie dann in den East River geworfen, was ihrem Auge ganz offen­sicht­lich nicht sofort geholfen habe. – stop

verzeichnen

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tango : 2.12 UTC – Ein Gedanke, den ich notiere, der eine Spur von Zeichen hinter­lässt. Oder ein Gedanke, den ich gerne behalten, das heißt, fest­halten würde, aber nicht notieren kann, weil notieren nicht möglich, weil es viel­leicht dunkel ist, geht verloren oder hinter­lässt einen noch tieferen Eindruck, als würde ich ihn auf ein Blatt Papier oder in digi­tale Verzeich­nisse einge­tragen haben. Ein Käfer von dunkler, von roter, von gelber, von blauer Menschen­haut, warum? – stop

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dilip

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ulysses : 15.08 UTC – Ein Brief erreichte mich, der in Kalkutta abge­schickt worden war vor zwei oder drei Wochen. Folgende Zeilen: Sehr geehrter Herr Louis, es hat gedauert, dass ich antworte, weil ich noch sehr klein bin, ich bin erst 12 Jahre alt, ich wohne an der Jessore Road. Dort habe ich einen Brief gefunden unter einem Feigen­baum bei der Bussta­tion. Der Brief war nicht an mich geschrieben, sondern an Lilifer Mindi. Ich kenne Lilifer Mindi nicht, ich habe die schönen Brief­marken auf dem Brief entdeckt und habe mir gedacht, es ist nicht so weit zu der Adresse wo Lilifer Mindi wohnt, und ich bin mit meinem Fahrrad dorthin gefahren, aber das Haus gibt es nicht, wo Lilifer Mindi wohnt oder nicht wohnt, sie müssen sich geirrt haben. Auch in dem Haus neben dem Haus, das nicht exis­tiert, wohnt Lilifer Mindi nicht, das ist sicher, weil ich gefragt habe. Ich sende Ihnen den Brief zurück, ich habe ihn nicht geöffnet, ich heiße Dilip, viel­leicht schreiben Sie einmal einen Brief an mich, weil ich in einem Haus wohne, das es wirk­lich gibt. Vor meinem Haus wachsen zwei Feigen­bäume, hinter dem Haus kann ich Ball spielen, hinten ist das Haus grün, und vorne ist das Haus rot. Wir haben einen Balkon, meine Schwester ist sehr krank, sie sitzt oft auf dem Balkon, weil sie nicht zur Schule geht. Bestimmt können Sie Englisch lesen. Dein Dilip – stop

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bogota

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MELDUNG. Bogota, Calle 11 No 12, 5. Etage, stei­nernes Zimmer : Kirsche No 5001 [ Marmor, Carrara : 12 Gramm ] voll­endet. – stop
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laufen

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delta : 15.12 UTC – Ich mag Menschen, die Verzeich­nisse anlegen, die Verzeich­nisse beschriften nach geheimen oder nach Regeln, die sofort erkennbar sind. Mein Vater führte Verzeich­nisse seiner Wetter­be­ob­ach­tungen, auch welche Vögel er im Garten beob­achtet hatte, wurde akkurat mit Blei­stift in Listen einge­tragen, Amseln, Meisen, Sper­linge, Zaun­kö­nige und Dompfaffen und Rotkehl­chen. Daran erin­nerte ich mich gestern als ich einen Film beob­ach­tete, der von den Vogel­be­ob­ach­te­rinnen und Vogel­be­ob­ach­tern des Central Parks erzählt. Eine alte Dame legt dort ähnliche Verzeich­nisse an wie mein Vater als er noch lebte. Ich selbst notiere nicht selten, welche Filme ich betrachte während ich auf einer Lauf­ma­schine laufe wenn es regnet oder nicht. Unlängst lief ich mit Kopf­hö­rern, folgte Gene Hackman in den Film French Connec­tion. Zuletzt wurde ich immer schneller in meinen Bewe­gungen. Anstatt 10 Kilo­me­tern, die ich bereits notiert hatte, lief ich 14 Kilo­meter. Ich radierte im Notiz­buch. Es war an einem Samstag gewesen. – stop

shenzhen

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nordpol : 15.12 UTC – An diesem heutigen Tag beginne ich zu beob­achten, welche und wie viele Infor­ma­tionen meine Schreib­ma­schine verlassen oder in sie hinein­ge­holt werden, von deren Kommen und Gehen ich nichts bemerke. Das ist nämlich eine sehr selt­same Sache, gestern, während ich im Regen spazierte, wurden von meiner Schreib­ma­schine 187 Millionen Byte Infor­ma­tion lautlos aus der Luft entge­gen­ge­nommen, ich weiss nicht von woher präzise und warum. Tatsäch­lich lebe ich in einer beinahe geräusch­losen Schreib­ma­schi­nen­zeit, auch das Notieren auf gläserner Tastatur ist kaum noch zu hören. Geräu­sche, zur Erzeu­gung von Infor­ma­tion auf meiner Schreib­ma­schine notwendig geworden, werden nur in großer Entfer­nung hörbar gewesen sein, das Rauschen oder Brausen der Server irgendwo an geheimen Orten. Oder das helle Sausen und Heulen der Turbinen in Kraft­werken, die Strom für das Herz meiner Schreib­ma­schine erzeugen. Das Murmeln einer schlaf­losen Arbei­terin nahe Shen­zhen. – stop
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eine lampe

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nordpol : 10.28 UTC – Gestern, ehe ich das Haus der alten Menschen besuchte, dachte ich noch, das Altwerden, das Alt- oder Uralt­sein habe mit Unruhe zu tun, mit Schlaf, dessen Zeit­räume kürzer und kürzer werden. Heute nun würde ich sagen, das Alt- oder Uralt­sein hat etwas mit Schlaf über lange Zeit­räume hin zu tun, auf einem rollenden Stuhl sitzen und schlafen oder dämmern. Da war wieder eine Frau im Licht einer gelben Lampe, die im Wohn­saal vor einem Tisch saß und einen Tele­fon­hörer in der Hand hielt. Der Tele­fon­hörer war mit einem Telefon mit Wähl­scheibe verbunden, ein derart altes Telefon, dass man, um eine Nummer zu wählen, eine krei­sende Bewe­gung ausführen muss. Dieses Telefon nun war nicht mit der Wand in Verbin­dung, viel­mehr ragte aus dem Gehäuse des Tele­fons ein kurzes Stück Kabel, das anzeigte, dass das Telefon einmal tatsäch­lich mit der elek­tri­schen Welt verbunden gewesen war. Als ich an der alten tele­fo­nie­renden Dame vorbeikam, dachte ich für einen Moment, viel­leicht liest ihr gerade jemand vor, viel­leicht Hrabal, der aus seinem Roman Ich habe den engli­schen König bedient zitiert. Es wird Herbst, in jeder Hinsicht. 288P, ein Doppelas­te­roid wurde entdeckt. Hurri­kane Maria verwüstet die Karibik. Mr. Un droht mit Wasser­stoff­bom­ben­test. – stop

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max

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charlie : 20.45 UTC – Ich habe meinen Freund Max besucht, der in München wohnt in der Brien­ner­straße unter dem Dach in einem Loft, das derart weit­räumig ist, dass man darin Hallen­fuß­ball spielen könnte. Seine Vögel, zwei Kakadus, fliegen dort gern frei herum, sie sollen, so Max, niemals bislang irgend­einen Schaden an seinen Möbeln ange­richtet haben. Das liegt viel­leicht auch daran, dass Max’ Vögel mögli­cher­weise nicht ganz echt sind, ich meine, dass sie kühle Tiere von äußerst leichtem Metall sein könnten unter dichtem Feder­kleid verborgen, dass sie also nur vorgeben, Vögel zu sein, während sie viel­mehr Drohnen sind, die sich von Max’ Computer gesteuert durch die Wohnung bewegen, als wären sie natür­liche Wesen. Ich habe beide Tiere immer nur im Flug beob­achtet, nie aus nächster Nähe, denn wenn sie einmal nicht fliegen, sitzen sie in einem Käfig, der dicht unter der Decke des Raumes uner­reichbar weit entfernt montiert wurde. Wunder­bare Algo­rithmen steuern den Flug der Kakadus, auch ihre Gespräche, die sie beständig führen. Es ist spät geworden, eigent­lich wollte ich eine ganz andere Geschichte erzählen, von Max’ Computer, der über eine Taste für Cappuc­cino verfügen soll. Diese Geschichte werde ich im nächsten Jahr erzählen. – stop

dublin

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MELDUNG. Trotz behörd­li­chen Verbotes wird am kommenden Abend in der Princess of Dublin weiteres Kampf­trinken voll­zogen. Gefochten werden schwere Benzine ab 22.15 Uhr. Mit Toten darf gerechnet werden. Pearse St., 8. Eintritt frei. – stop
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nach dem zug

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echo : 22.02 UTCMenschen, die glück­liche Menschen sind, gehen im Grunde zunächst davon aus, dass sie von anderen Menschen verstanden, präzise, dass sie nicht miss­ver­standen werden, ich meine in dem Sinne, dass Verstän­di­gung möglich ist, entweder sofort, auf der Stelle noch, oder mittels einer Nach­frage konstruk­tive Verstän­di­gung letzt­end­lich gelingt, sagen wir Zivi­li­sa­tion, die nun auch in Mittel­eu­ropa bedroht wird von Personen, die auf ihr Land stolz sein wollen in einer Weise, die Menschen fremder Spra­chen herab­setzt. – Am Mari­en­platz verliess ich den Zug. Ich stand unter Wartenden, wartete selbst, beob­ach­tete den Bahn­steig, auf dem wartende Menschen sich drängten. Sie standen sehr nahe an der Bahn­steig­kante. Als der Zug einfuhr, dachte ich, wäre ich ein Lokführer, würde ich in dieser Situa­tion meine Augen schließen. – stop

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echo

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whiskey : 22.58 UTC – Wie schwer es ist, tief­schla­fenden Menschen vorzu­lesen oder mit tief­schla­fenden Menschen zu spre­chen. Kein Zeichen eines Erwa­chens. In dem Moment, da ich bemerke, dass ich nicht weiss, ob sie mich hören, wird mein Versuch, Gehör zu finden, zu einem Selbst­ge­spräch, das schmerzt, einsame Stimme. – stop

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von kevin und liesl im zug

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tango : 22.52 UTC – Ich hörte, er heiße Kevin. Er sagte, er sei ohne Dach über dem Kopf. Auch im Sommer oder im Herbst sei das Leben nicht leicht, im Sommer habe er viel Durst, im Herbst fürchte er sich vor dem Winter. Er würde gern seine Geschichte erzählen, warum er so arm geworden sei, dass er keine Wohnung habe und nichts zu essen. Wenn Kevin spricht, ist seine Stimme sehr schön anzu­hören. Es ist eine Stimme, die gut singen könnte, ein Tenor viel­leicht. Nur das mit Kevins Geschichte ist so eine Sache, ich höre Kevins Lebens­ge­schichte seit Anfang des Jahres im Morgen­schnellzug zum Flug­hafen immer wieder. Ich sollte sagen, Kevin erzählt täglich eine andere Geschichte, er ist im Grunde ein guter Erzähler, und auch ein guter Erfinder. Im Winter erzählt er Winter­ge­schichten, im Sommer Sommer­ge­schichten. Gestern wurde Kevin von einer jungen, mageren Frau begleitet. Sie war sehr schmutzig. Kevin erzählte ihr, dass ich ihm manchmal etwas Geld geben würde oder eine Brezel, auch dass ich aufschreiben würde, was er berichte. Sie setzten sich neben mich. Die junge Frau sagte: Wenn man träumt ist man im Inneren wach und warm. Am Flug­hafen stiegen beide mit mir aus. Wir spra­chen eine halbe Stunde. Der Bahnhof war wieder einmal undicht. Regen kam von der Decke. Das Licht war teil­weise ausge­fallen, an den Wänden saßen ein paar dicke Kröten. Sie schnappten mit armlangen Zungen nach Tauben, die über den Bahn­steig segelten. Ich hörte, das Knochen­ge­spenst an Kevins Seite soll Liese­lotte heißen, sehr seltsam dieser Name für eine recht junge Person. Ich erfuhr, dass sie Lite­ra­tur­wis­sen­schaften in London studierte, sie mag gern lesen, aber sie komme nicht dazu, weil sie das Bild ihres Vaters in sich trage, der immerzu betrunken war, ein schmer­zendes Bild, das hell vor ihr leuchte. Ich weiss jetzt, Bilder eines betrun­kenen Vaters zu verdun­keln, erfor­dert unge­heuere Kraft und Ausdauer. Liese­lotte kann deshalb seit einem Jahr­zehnt nicht schlafen. Sie mag Kevin, der so schöne Geschichten erzählt, dass sie beide von seinen Geschichten ein wenig weiter­leben können. Es ist jetzt Abend. – stop

apfel

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echo : 0.10 UTC – Ich hatte an einem Abend der vergan­genen Woche mein Fern­seh­gerät ausge­schaltet, war in die Küche getreten, um Schnecke Esme­ralda zu beob­achten, wie sie einen Apfel zunächst umrun­dete, sich dann aufrich­tete samt ihres Gehäuses und auf den Apfel klet­terte. Eine Bewe­gung, die gera­dezu waghalsig anmu­tete. Es regnete. Ich wurde schläfrig. Um kurz vor Mitter­nacht klin­gelte das Telefon. Jemand war in der Leitung, sprach aber nicht, atmete nur. Ich hörte eine Weile zu, und ich dachte, dass Atem eine schöne Sprache ist, aber auch etwas unheim­lich. Also kehrte ich zu Esme­ralda zurück, die nun auf dem Apfel hockte als wäre der Apfel ein Stuhl oder ein Sofa. Wie so häufig nachts, las ich Esme­ralda einen verschlüs­selten Nach­rich­ten­text vor. Ich habe nämlich bemerkt, dass Esme­ralda sehr aufmerksam wird, sobald ich ihr kryp­ti­sche Texte vortrage, erstaun­lich, da Schne­cken doch gehörlos sein sollen. In diesem Fall, es war nicht leicht gewesen, las ich T.C.Boyle: Nfjof muvoh jtu tfis fout­di­j­fefo- bcfs xbt oýu{u ft@ Jdi cjo gýs Gsbvfosfdiuf/ Jdi cjo gýs Vnxfmutdivu{/ Jdi cjo gýs Nvmujlvmuvsbmjtnvt/ Jdi cjo gýs Cjmevoh/ Ejf wjfmfo Nfot­difo bvt efs Bscf­jufslmbttf- ejf jdi lfoof- tjoe qpmjujtdi sbejlbm boefsfs Botjdiu bmt jdi/ Ejf VTB tjoe fjo hftqb­mufoft Mboe/ Jdi lpnnf tfmctu bvt efs Bscf­jufslmbttf- voe jdi mfcf fjofo hspàfo Ufjm nfjofs [fju jo efo lbmjg­psojt­difo Cfshfo- xp wjfmf tphfo­boouf Sfeofdlt mfcfo/ Jdi mjfcf ejftf Nfot­difo- wjfmf wpo jiofo tjoe joufmm­jhfou voe fjogýimtbn/ Bcfs jo qpmjujt­difo Gsbhfo ibcfo tjf tjdi usbvs­jhfsxfjtf hbo{ voe hbs nbojqvm­jfsfo mbttfo/ Ebcfj xfsefo hfsbef tjf ejf Pqgfs wpo Usvnqt Qpmjujl tfjo voe bn nfjtufo voufs jis {v mfjefo ibcfo/ Xfoo qsjwjmfhjfsuf Bnfs­jlbofs xjf jdi ovs hfnåà jisfo xjsut­dib­gumj­difo Joufsfttfo hfxåimu iåuufo- eboo iåuufo xjs Usvnq hfxåimu- xfjm fs ejf Tufvfso tfolfo xjmm voe ebgýs tpshu- ebtt xjs votfs Hfme cfibmufo/ Bcfs jdi xåimf efo Lboe­je­bufo- efttfo Ibmuvoh jdi gýs sjdiujh ibmuf- voe ojdiu efo- efs njs Qspgju csjohu/ Jdi cjo Qbusjpu/ – stop

nach­richten von esme­ralda »
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ABOUT ESMERLADA / ENDE

schaukel

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marimba : 20.16 – Ohren­käfer, das sind Käfer, die ohne Ausnahme in den Kronen der Ohren­bäume leben, weswegen die Exis­tenz der Ohren­bäume von diesem Moment an äußerst wahr­schein­lich geworden ist. stop. Leichter Regen. stop. Was ist nun zu tun? – stop

abschnitt neufundland

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Abschnitt Neufund­land meldet folgende gegen Küste gewor­fene Arte­fakte : Wrack­teile [ Seefahrt – 155, Luft­fahrt – 3, Auto­mo­bile – 546 ], Gruß­bot­schaften in Glas­be­häl­tern [ 18. Jahr­hun­dert – 3, 19. Jahr­hun­dert – 12, 20. Jahr­hun­dert – 655, 21. Jahr­hun­dert – 4532 ], Trol­ley­koffer [ blau : 22, rot : 8, gelb : 57, schwarz : 856 ], Seenot­ret­tungs­westen [ 12439 ], physical memo­ries [ bespielt – 12, gelöscht : 33 ], Ameisen [ Arbeiter ] auf Treib­holz [ 458 ], 2 Kroko­dil­puppen [ Baujahr 1965 ], Brumm­kreisel : 12, Öle [ 0.22 Tonnen ], Prothesen [ Herz – Rhyth­mus­be­schleu­niger – 83, Knie­ge­lenke – 6, Hüft­ku­geln – 14, Brillen – 5688 ], Halb­schuhe [ Größen 28 – 39 : 112, Größen 38 – 45 : 55 ], Plas­tik­san­dalen [ 6452 ], Reise­do­ku­mente [ 568 ], Kühl­schränke [ 1 ], Tele­fone [ 755 ], Puppen­köpfe [ 6 ] Gasmasken [ 1 ], Tief­see­tauch­an­züge [ ohne Taucher – 5, mit Taucher – 14 ], Engels­zungen [ 528 ] | stop |

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