ai : VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

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MENSCH IN GEFAHR : “Der oman­is­che Schrift­steller und Blog­ger Muawiya al-Ruwahi wurde in ein Gefäng­nis in Abu Dhabi ver­legt. Sein Gerichtsver­fahren soll dort am 14. Sep­tem­ber vor der Staatssicher­heit­skam­mer des Ober­sten Bun­des­gerichts beginnen./ Der 31-jährige oman­is­che Schrift­steller und Blog­ger Muawiya al-Ruwahi (auch al-Rawahi) wurde Ende Mai in das al-Wath­ba-Gefäng­nis in Abu Dhabi ver­legt. Sein Fall wurde an die Staatssicher­heit­skam­mer des Ober­sten Bun­des­gerichts ver­wiesen. Am 14. Sep­tem­ber soll sein Ver­fahren begin­nen. Die Anklagepunk­te sind eben­so wenig bekan­nt wie die konkreten Gründe für seine Fes­t­nahme und das Ver­fahren. / Laut der Face­book-Seite seines Vaters erhielt Muawiya al-Ruwahi, der an ein­er bipo­laren Störung lei­det, am 11. Juni Besuch von oman­is­chen Diplomat_innen sowie dem Staat­san­walt. Die Diplomat_innen kon­nten alleine mit ihm sprechen. Seit sein­er Fes­t­nahme am 23. Feb­ru­ar 2015, als er aus Oman in die Vere­inigten Ara­bis­chen Emi­rate (VAE) ein­reisen wollte, durfte er mehrere Male mit sein­er Fam­i­lie tele­fonieren. Den ersten Anruf tätigte er einen Monat nach sein­er Fes­t­nahme. Dabei bat er seine Fam­i­lie darum, einen Rechts­bei­s­tand für ihn zu benen­nen. Muawiya al-Ruwahi erzählte sein­er Fam­i­lie, dass er regelmäßig seine Medika­mente erhal­ten hat­te und dass die Behör­den der VAE von sein­er psy­chis­chen Erkrankung wussten. Seine Kranke­nak­te, die vom Sul­tan-Qabus-Uni­ver­sität­sklinikum aus­gestellt wurde, wurde an die Behör­den der VAE weit­ergeleit­et. Die Mut­ter von Muawiya al-Ruwahi durfte ihn am 18. Juni für eine halbe Stunde im Gefäng­nis besuchen. Am gle­ichen Tag durfte er außer­dem zehn Minuten mit seinem Vater in Oman tele­fonieren. Zwei Tage später wandte sich seine Mut­ter an die Behör­den des al-Wath­ba-Gefäng­niss­es, um sicherzustellen, dass ihr Sohn regelmäßig seine Medika­mente erhal­ten würde. — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 31. August 2015 hin­aus, unter »> ai : urgent action

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nachtechse

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alpha : 2.55 — Stellt Euch vor, eine Eidechse, wildes Tier, hockt seit bald zwei Stun­den auf meinem Küchen­tisch. Das wäre für sich genom­men schon eine bemerkenswerte Geschichte, weil ich recht weit oben wohne, die Fen­ster nicht geöffnet wur­den und auch kein­er­lei frische Geschenkware in den ver­gan­genen Wochen bei mir angekom­men ist. Außeror­dentlich span­nend wird die kleine Geschichte nun aber durch die Beobach­tung der zwei Köpfe, über die das Wesen gebi­etet. Sie sitzen ganz vorne an dem Tier am Hals, der sich gabelt. Die Augen der Eidechse gehen auf und zu, wie sie möchte, alle auf ein­mal oder auch getren­nt voneinan­der, es sind vier. Zwei Zun­gen natür­lich, die zün­geln, gemein­sam oder gar nicht oder auch sie unab­hängig voneinan­der. Ich über­legte nun, ob die Eidechse von Geburt an über zwei Köpfe ver­fügt haben kön­nte, oder aber welch­er der eigentliche Kopf der Eidechse gewe­sen sein dürfte, der erstere der Köpfe oder der orig­i­nale Kopf, und welch­er der zwei Köpfe demzu­folge der nachgewach­sene Kopf gewe­sen müsste. Ich habe weit­er­hin darüber nachgedacht, ob es möglich wäre, einen der zwei Eidech­senköpfe mit­tels ein­er Papier­schere zu ent­fer­nen, ohne dem kleinen Tier vielle­icht weh zu tun. Das scheint allerd­ings sehr unwahrschein­lich zu sein, deshalb bleibt die Schere liegen. Unter der Lupe ist ein weit­er­er Kopf vielle­icht schon sicht­bar, ich meine eine Buch­tung an der Schul­ter zu erken­nen, ich muss das weit­er beobacht­en. — Kurz nach drei Uhr, weit vor Däm­merung. Sollte noch ein paar Fliegen fan­gen. Wenn man drin­gend Fliegen braucht, sind niemals Fliegen da. — stop

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im keller

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gink­go : 1.52 — Sechs Stock­w­erke abwärts, ich steige in den Keller in räudi­ge Land­schaft, schneeweiße Spin­nenge­beine, die von der Decke schaukeln. Nacht ist, ich ahne Rat­ten, die mich betra­cht­en von irgend­woher, ein unheim­lich­er Ort, ein­er, der dem Besuch­er die Augen öffnet. Im Licht der Taschen­lampe kann man den Leuten, die über der Keller­land­schaft schlafen, in ihre Müll­höhlen schaun. Dieses Durcheinan­der von Holzteilen und Ölfässern und Fahrradskelet­ten kön­nte zur Woh­nung X gehören, und das alles zur Woh­nung Y, wie sorgfältig sich die Kar­ton­a­gen doch stapeln, in welchen Büch­er ver­mod­ern und Män­tel und Schals und Strümpfe. In einem der Keller­a­bteile ruht ein Plat­ten­spiel­er zen­tral auf dem Boden, son­st ist dort nichts zu sehn, nur dieser eine Plat­ten­spiel­er, staubig. Hin­ter der Luftschutztür von schw­erem Eisen rei­hen sich Schaufeln der Haus­meis­terei, die schon lange ohne den Haus­meis­ter selb­st auskom­men muss, das Hochwass­er des ver­gan­genen Jahres, wie es eine Lin­ie zeich­nete, stand den Besen bis zum Hals. Nicht rauchen ist noch immer an ein­er Wand ver­merkt in alt­deutsch­er Schrift. Und wenn ich so weit­erge­he um eine Ecke herum, stoße ich auf ein schmales Abteil, das sich mit ein­er Geschichte verbindet. Es scheint nun leer zu sein, war aber ein­mal ein beson­der­er Ort. Ich erin­nere mich an eine Öllampe, an eine Matratze, einen Stuhl und den Schat­ten eines Men­schen, der auf dieser Matratze ruhte: Im Schat­ten saßen Augen fest, sie star­rten in meine Lampe, dann flüchteten sie, dann kamen sie nicht zurück. — stop

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whiskey : 2.45 — Das Fernse­hen erzählte heute eine Geschichte von einem Jun­gen, der nahe der Stadt Fukushi­ma im Strahlen­messzen­trum Nihon­mat­su in das Gehäuse ein­er Mas­chine gestellt wurde, um die Strahlen­be­las­tung seines Kör­pers innen wie außen und von oben bis unten zu messen oder zu zählen, demzu­folge von Kopf bis Fuß. Der Junge, auf dem Bild­schirm mehrfach zu sehen, war noch nicht ein­mal zehn Jahre alt, er und seine Mut­ter wohnen in verseuchtem Gebi­et. Ein Radi­ologe erzählte der Mut­ter, was sie zu ihrem Schutz im Wohn­haus unternehmen kön­nte. Sie sollte mit Wass­er gefüllte Plas­tik­flaschen auf die Fen­ster­bret­ter der Zim­mer stellen, gut geeignet seien die viereck­i­gen Zweiliter­flaschen. Ihr Sohn sollte, wenn möglich, im Erdgeschoss schlafen, nicht im ersten Stock. Am niedrig­sten sei die Strahlen­be­las­tung in der Mitte des Zim­mers. Draußen sei die Strahlen­be­las­tung umso höher, je tiefer man sich befind­et. Aber im Haus sei das genau anders herum. Weit­er unten sei die Dosis geringer. Das komme daher, dass das Cäsi­um, das sich auf dem Dach ansam­melte, die Dosis­rate in den Zim­mern darunter erhöhe, eine plau­si­ble Begrün­dung. Ich sah und hörte zu und dachte an Georges Perec, der notierte: Es ist ein Tag wie dieser hier, ein wenig später, ein wenig früher, an dem alles neu begin­nt, an dem alles begin­nt, an dem alles weit­erge­ht. — stop

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alpha : 1.45 — Weit­ere fün­fzehn Minuten Lek­türe auf Posi­tion Face­book nahe Pegi­da. Fol­gende Begriffe ent­deckt, die asyl­suchende Men­schen beze­ich­nen: Dreckspack Verge­waltiger Zige­unerk­lau­gesin­del Moslemge­matsche Nig­ger Kak­er­lak­en Fick­er Viehzeug Rat­ten­pack Negersklaven Seuche Gesocks. Diese so beze­ich­neten Men­schen möchte man wahlweise: ver­bren­nen, ver­gasen, abfack­eln, erschiessen, kas­tri­eren, in einem Euro­tun­nel unter Wass­er set­zen bis sie alle tot sind oder aber mit­tels ein­er schw­eren Ver­schublock über­rollen, durch­löch­ern, schred­dern, erhän­gen, weg­bomben, vor Schneep­flüge span­nen, als Bio­masse ver­heizen. Noch immer kön­nte ich zahlre­iche bürg­er­liche Namen jen­er Per­so­n­en, die diese Beze­ich­nun­gen wählten, sowie zu Mord und Totschlag aufrufen, an Ort und Stelle hier notieren, sie sind bekan­nt, man scheint sich nicht im min­desten ver­heim­lichen zu wollen. — stop

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sier­ra : 0.28 — Ich begreife zahlre­iche Erschei­n­un­gen der men­schlichen Kom­mu­nika­tion im Durcheinan­der der Stim­men, der Bewe­gun­gen, die ich Nacht für Nacht erlebe, um Stun­den, manch­mal um Tage verzögert. Es ist so, als würde ich beständig einen hochau­flösenden Ton­film spe­ich­ern, welchen ich mit Verzögerung in der Zeit abspiele, um Details, um Zusam­men­hänge nachvol­lziehen zu kön­nen, die zunächst in ihrer umfassenden Erschei­n­ung nicht wahrnehm­bar waren. Manch­mal set­zt dieser Hin­ter­grund­film während sein­er Auf­nahme eine kleine Boje aus, die in Echtzeit sig­nal­isiert, da ist etwas, da war etwas: Achtung! Ich glaube, ich ver­füge über Augen oder Kam­eraob­jek­tive, die in der Lage sind, nach allen Him­mel­srich­tun­gen Auss­chau zu hal­ten. Sobald ich sie suche, kann ich diese Augen nicht find­en, es sind ver­mut­lich sehr kleine Augen. — Null Uhr achtundzwanzig auf dem Meer vor Msal­la­ta, Lybia. — stop

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MELDUNG. Rio de Janeiro, Rua Can­delária 104, 3. Etage, stein­ernes Zim­mer : Kirsche No 1055 [ Mar­mor, Car­rara : 2.06 Gramm ] vol­len­det. — stop

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fliege nachts

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tan­go : 2.15 — Ich saß in der war­men Nacht am Tisch, legte ein­mal die linke, dann die rechte Hand in eine Schüs­sel, die ich mit kaltem Wass­er füllte. Auf dem Tisch spazierte eine Fliege. Weil ich in diesem Moment nichts zu tun hat­te, als diese Fliege zu beobacht­en, ent­deck­te ich, dass sie ihre Flügel ver­loren oder vergessen zu haben schien, die Fliege flog nicht herum, auch wenn ich mich mit einem Fin­ger näherte, flog sie nicht davon, son­dern flüchtete zu Fuß. Es war eine sehr kleine Fliege, sie war so klein, dass ich sie mit bloßem Auge kaum noch wahrnehmen kon­nte. Nach ein­er hal­ben Stunde stand ich auf, suchte nach mein­er Lese­brille und kehrte an den Tisch zurück. Die Fliege lungerte nun unmit­tel­bar neben mein­er Schreib­mas­chine, ich kon­nte sie von mein­er Posi­tion aus sehr gut sehen, sie kam sog­ar noch näher her­an, als ich mich mit meinen Augen hin­ter den Gläsern der Brille über dem Tisch ver­beugte. In diesem Augen­blick erlebte ich den ersten Blick­kon­takt meines Lebens mit ein­er Fliege, ich war mir sich­er, diese Fliege musterte mich eben­so wie ich sie musterte, es war ihre Hal­tung, die mich überzeugte, wie sie unmit­tel­bar vor mir auf dem Tisch hock­te, den Kopf ange­hoben und sich nicht bewegte. Nach eini­gen Minuten drehte sie sich herum und über­querte den Tisch wiederum zu Fuß hin zu einem Teller und bestieg eine Man­darine. Es war kurz nach zwei Uhr. — stop

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martha

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marim­ba : 20.24 — Als Martha vor weni­gen Tagen ein neues Tele­fon bekam, sollte ich ihr zeigen, wie man den Anruf­beant­worter des Tele­fons in Betrieb set­zt, vor allem helfen, eine Begrüßung auf Band festzuhal­ten. Als wir soweit gekom­men waren, dass sie sprechen kon­nte, machte Martha ein bedeu­ten­des Gesicht, sie sagte: Guten Tag, guten Tag! Hier spricht Martha, ich bin nicht zu Hause oder vielle­icht doch, ich rufe bald zurück. Sobald sie fer­tig gesprochen hat­te, wollte sie ihre Ansage noch ein­mal hören, ich drück­te also auf den Knopf, der die Wieder­gabe startete, und wir hörten nun gemein­sam Marthas Stimme, rau gewor­den von der Zeit. Martha war zufrieden: Schau, das hört sich gut an, das wird noch dann zu hören sein, wenn ich gar nicht mehr anwe­send sein werde. Und wie sie so durch ihr Wohnz­im­mer ging, sah ich in ihr eine lustige Frau, die sich an Tis­chen, Stühlen, Schränken fes­thal­ten musste, ich kon­nte mir vorstellen wie sie noch ganz jung gewe­sen war, eben eine lustige junge Frau, irgend­wie leicht­füßig. Sie suchte nach ihrem Tele­fon­ap­pa­rat, der ihr 12 Jahre gedi­ent hat­te, zulet­zt waren seine Tas­ten für Marthas zit­ternde Hände zu klein gewor­den. Sie sagte: Ich will hören wie ich damals gesprochen habe. — stop

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kurz vor panitanki

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marim­ba : 4.18 — Ich kann nicht mit Sicher­heit sagen, wo sich Milanoma­ki ger­ade tat­säch­lich aufhält, ich weiß nicht ein­mal, ob es sich um eine Frau oder um einen Mann han­delt, und wie alt dieser Men­sch sein kön­nte, der mir erzählt. Zulet­zt noch fol­gende Notiz im Dezem­ber: Ich sollte ein Ohren­men­sch sein. Ich sitze mit leicht zur Seite geneigtem Kopf und höre zu, einem Men­schen vielle­icht oder ein­er Fliege, die über mir im Luftraum turnt. Oder ich ste­he in einem Zim­mer ganz still, um so präzise wie möglich denken zu kön­nen. Kurz darauf set­ze ich mich an einen Schreibtisch und mache viele Wörter, dann mache ich eine Pause, dann lese ich alles das Notierte noch ein­mal durch, dann stre­iche ich so viele Wörter mit dem Kopf wie möglich ist, um bald wieder nur einen Strich vor mir auf dem Papi­er vorzufind­en. Ich habe viel erlebt. — Vor weni­gen Stun­den nun eine weit­ere Nachricht, die in einem Zugabteil drit­ter Klasse während ein­er Fahrt von Mum­bai nach Dar­jeel­ing ent­standen sein soll. Lesen Sie selb­st: Ich kann nicht aufhören, rasendes, unen­twegtes Schreiben, weil mir Jemand beim Schreiben zusieht. Ich schrieb über das Fieber der ver­gan­genen Tage, aber dann ent­deck­te ich den Blick der roten Schuhe, und schrieb und schrieb nur noch über meine fliegen­den Hände, wie sie schneller und immer schneller notieren, während sich dieser eine rote flache Schuh in mein­er Nähe immer schneller drehte, kleine Kreise in die Luft zeich­nete, die sich beschle­u­nigten, weil ich flink­er und flink­er schreibe, ein Text über das Schnellschreiben, das nur deshalb möglich ist, weil die Schreib­maschi­nen nicht mehr klap­pern wie früher noch, mein Gott, wür­den sie noch klap­pern diese Schreib­maschi­nen, was würde das nur bedeuten, ein Getöse, jet­zt nur noch ein san­ftes leis­es Geräusch im Schreiben über das Schreiben, ein Ver­such, diesen Schuh, der zu einem anderen Sys­tem gehört, schneller und immer schneller kreisen zu lassen. - stop

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india : 5.16 — Wusst ichs doch, ent­ge­gen der Behaup­tung, Libellen flö­gen niemals in der Nacht umher, kam ger­ade vor ein­er Stunde noch eine Libelle durchs Fen­ster, stock­fin­ster draußen, vielle­icht hielt sie das Licht in meinem Zim­mer für einen Tag, den zu besuchen lohnte. Es war so still zu dieser Stunde, dass ich zum ersten Mal hörte, wie es klingt, wenn Libellen in näch­ster Nähe fliegen, sie rauschen näm­lich, während sie schein­bar bewe­gungs­los in der Luft ste­hen. Ich habe früher schon ein­mal bemerkt, dass ich gut denken und erfind­en kann, sobald ich Libellen beobachte. Das ist möglicher­weise deshalb so, weil Libellen sich in der Art und Weise der Gedanken selb­st bewe­gen. Sie scheinen lange Zeit still in der Luft zu ste­hen und sind doch am Leben, was man daran erken­nen kann, dass sie nicht zu Boden fall­en. Etwas Zeit verge­ht, wie immer. Und plöt­zlich haben sich die feinen Libel­len­raubtiere weit­er­be­wegt. Sie sind von ein­er Sekunde zur näch­sten Sekunde an einem anderen Ort angekom­men. Genau so scheint es mit Gedanken zu sein. Sie sprin­gen weit­er und machen neue Gedanken, ohne dass der Weg von da nach dort sicht­bar oder spür­bar gewor­den wäre. — stop
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kubatajo

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romeo : 5.20 — Küh­le Luft, gnädi­ges Tier, fließt über den Boden. Zwei Tauben sitzen auf dem Fen­ster­brett und spähen ins Zim­mer. Irgend­wo im Süden südlich wer­den sich in diesem Augen­blick hun­grige große Men­schen und hun­grige kleine Men­schen durchs Unter­holz der Berg­wälder schla­gen. Unlängst erzählte vom Bild­schirm her ein älter­er Herr zu Budapest, er könne SIE nicht mehr sehen, Flüchtige, man sollte ihnen in die Beine schießen, dann wür­den sie nicht wieder kom­men. Und ich dachte, der­art präzise hat er bere­its Kör­per­orte der Ver­wun­dung voraus­gedacht, dass er konkret wer­den kann. Wieder Wörter erfun­den: jusi­be­ba babukele biferigu jababu­ba kubata­jo ribeju­mu gocubobu kubexe­bu sopi­jabe bibu­je­bi. stop — 5 Uhr 15: Miles Davis / John Coltrane — Kon­serthuset Stock­holm 1960 — stop
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giraffe no 1

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alpha : 5.15 — Ich notierte eine E-Mail an August Bril­lé, bat ihn, mir in der Entschlüs­selung eines Textes behil­flich zu sein, den ich verse­hentlich der­art kodiert hat­te, dass ihn nicht wieder in einen les­baren Zus­tand zurück­zu­holen ver­mochte. August antwortete, er habe zwei sein­er Rechen­maschi­nen mit dieser kom­plex­en Auf­gabe betraut. Er könne allerd­ings nicht garantieren, in den kom­menden Jahren erfol­gre­ich zu sein in der Entschlüs­selung mein­er Pas­sage, ich solle mich deshalb ergänzend an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Unter­stützung wen­den. Hier­mit also ersuche ich Sie um Hil­fe. Soll­ten Sie in der Lage sein, meinen ver­schüs­sel­ten Text zu dekodieren, würde ich Ihnen mit Freude ein kleines Geschenk über­mit­teln. Es han­delt sich um eine hölz­erne Giraffe, die sich mit­tels Fin­ger­druck­es zur ein­er Ver­beu­gung hin­reis­sen lässt. Ich danke Ihnen im Voraus! Ihr Louis — Code : start /// g o Q C l v O V 0 s e K Q V A K Q w P 0 I l 6 u q t u 7 3 x g K J b Q u q 3 b u x 5 o b M E h j 0 f W K K e a Q Q C V T n + 7 d o f e Q K 2 d N N a s 9 0 C p T o u q O d n 1 5 n v 6 + J G i N G E 8 6 g T v Z S R n t K r X T j t l 1 8 V u b c N z 2 L 7 T e b 8 m q w q 3 Y d K L P b M Y E h V f W g x m 0 2 b + o G A j e T v L C Q L P o j k z S Q W R i 0 u L G f R M G J C W r e Y 7 J U 9 A O C F u z 4 6 l o t m w T X g F b Y 0 7 L B B k g V Q z m u B P F j p X E O m R 8 3 f c R X Z X t k j 3 \ / y s 3 T p P C R Z v 0 E z r m B 7 5 X w c a J d k 6 d 6 7 1 I n b U + c F r T W 2 O o j r N p z y b P M v Y k s B 5 8 U L + U R I 5 5 I U f 9 Y 7 S 8 t 9 q l 7 J 6 V p s v c B R a c B D i W T f 3 X Z G a H s v U N b R e O 4 E M I C b s J n c y p N b w 1 i 6 6 u 4 N x L E y u 7 t K K m f g z R 0 E k X b g o I o N 2 q y S a x O m B l P n A 3 e z V m C R l l b C K K d 7 b j u 2 B P j e T 1 T 4 M d 6 3 3 A J 3 0 r C P e V K c m 7 s b Y U V 7 T A 1 n y S y G s I 9 H 7 q q r k V P v u 7 U c o Z y O A I Y 4 b n 2 G q C w x 6 7 C q i o C M w h w G C 0 2 R z a O A L T R U G P 7 k u V c d W t m g M K O 9 N M Z e x I K M D a A Y q 8\ / b K 5 M 6 i p X b E r q a z X s 1 C + y 2 q 9 s u 3 N H m R F C f I B mG o 5 w e 8 a H P K 6 J U m P i M x d + E 2 B m U z ZH O k 8 k q m V C f y 5 D t R 7 u J K O 6 N P 8 7 A p C 8 N k + 9 p H d a 4 G d H 1 p g 9 8 g j Y g i — /// end — stop

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tan­go : 6.55 — Men­schen existieren, die Flüchtige sind in sich selb­st, unscharfe Wesen, oszil­lierende, bebende Per­so­n­en, obwohl sie doch in näch­ster Nähe ste­hen, man kön­nte sie berühren, ihnen die Hand reichen, wird man ihrer niemals sich­er sein. Oder Schlafende. Eine Frau mor­gens im Zug, der ich seit Jahren in der 6-Uhr-15-Bahn vom Flughafen ins Stadtzen­trum fahrend regelmäßig begeg­ne. Sie ist immer schon anwe­send, wenn ich den Zug betrete. Sie ist ver­mut­lich die einzige Frau, deren Gesicht­szüge mir ver­traut sind, ohne je ihre Augen gese­hen zu haben. Ich kenne sie auss­chließlich als schlafende Per­son. Ver­mut­lich wird sie stets lange vor mein­er Zeit in den Zug gestiegen sein, vielle­icht in Bad Kreuz­nach oder Idar Ober­stein, da war halb noch Nacht. Ich nehme an, ihr Schlaf ist tief, denn sie sitzt sehr sta­bil von ein­er Hand­tasche beschw­ert und rührt sich auch dann nicht, wenn jemand neben ihr Platz nimmt. Ihr rundlich­es Gesicht ist niemals geschminkt, ein friedlich­es, ich würde sagen, ein glück­lich­es Gesicht. Ein­mal, in den Tagen großer Hitze, trug sie einen Som­mer­hut, ein anderes Mal im Win­ter eine Wollmütze. — stop

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delta : 7.12 — Der Nachtzug fährt über eine Hochbahn­strecke: Unge­heure Weite, ein Meer von Licht. Dann wieder runter unter die Stadt. Von Zeit zu Zeit Bahn­höfe, die wie Plan­eten aus dem Dunkel her­ankom­men. Wie ich durch den Zug gehe, sehe ich, alle Sitz­plätze sind beset­zt, da und dort ste­hen Men­schen, sie lehnen an Wän­den oder hal­ten sich an geeigneten Stan­gen oder Streben fest. Fast Stille, nie­mand wach, hin und wieder murmel­ndes Gespräch, heftiges Atmen, Lachen, Stöh­nen. Sobald ich mich einem der schlafend­en Men­schen nähere, Flüstern: Sie befind­en sich in einem Schlafzug, sie dür­fen hier nie­man­den weck­en, unsere Pas­sagiere haben für Schlaf bezahlt. Eich­hörnchen, Hun­derte, tollen durch die Abteile des Zuges, sie sprin­gen an den Wän­den hoch, jagen über Kof­fer­abla­gen dahin, purzeln unter Sitzrei­hen, Akro­bat­en, ohne je einen der schlafend­en Men­schen zu berühren. stop. Gestern erste Teller­aprikose meines Lebens. — stop

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MELDUNG. In der Nacht zum Don­ner­stag bere­its haben acht weiße Wale vor Tromvik ein rus­sis­ches Unter­see­boot der Con­dork­lasse auf das Schreck­lich­ste mis­shan­delt. Das Wrack, men­schen­leer, wird zur Behand­lung nach Mur­man­sk geschleppt. — stop

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MENSCHEN IN GEFAHR : “Die aser­baid­sch­a­nis­che Men­schen­rechtsvertei­di­gerin Ley­la Yunus und ihr Ehe­mann Arif Yunus wur­den am 13. August 2015 zu achtein­halb bzw. sieben Jahren Haft verurteilt. Der Gesund­heit­szu­s­tand von Arif Yunus hat sich weit­er ver­schlechtert, er ver­lor im Gerichtssaal das Bewusst­sein. Die aser­baid­sch­a­nis­chen Behör­den schränk­ten zudem weit­er­hin den Zugang für inter­na­tionale Beobachter_innen und Journalist_innen zur Gerichtsver­hand­lung ein. Die gewalt­losen poli­tis­chen Gefan­genen Ley­la und Arif Yunus wur­den am 13. August 2015 vom Gericht für schwere Straftat­en in der aser­baid­sch­a­nis­chen Haupt­stadt Baku zu achtein­halb bzw. sieben Jahren Haft verurteilt. Bei­de wur­den des “Betrugs” und ander­er Straftat­en, die im Zusam­men­hang mit der Men­schen­recht­sar­beit des Ehep­aares ste­hen, für schuldig befun­den. Ley­la Yunus ist die Vor­sitzende der aser­baid­sch­a­nis­chen NGO_ Insti­tute for Peace and Democracy_. Vor ihrer Fes­t­nahme hat­te sie die Behand­lung poli­tis­ch­er Gefan­gener durch die Behör­den in Aser­baid­schan doku­men­tiert. Ihr Ehe­mann Arif Yunus ist His­torik­er und poli­tis­ch­er Aktivist. Dem Ehep­aar wird außer­dem Lan­desver­rat wegen der ange­blichen Spi­onage für Arme­nien vorge­wor­fen. Diese Anklage wurde jedoch zur Prü­fung an ein anderes Gericht ver­wiesen. Inter­na­tionalen Beobachter_innen und Journalist_innen wurde der Zugang zum Gerichtssaal ver­wehrt und nur wenige Diplomat_innen durften dem Ver­fahren bei­wohnen. / Während der Anhörung am 13. August ver­lor Arif Yunus das Bewusst­sein. Zuvor musste eine Anhörung vom 3. August auf den 5. August vertagt wer­den, nach­dem Arif Yunus auf­grund Bluthochdrucks ohn­mächtig gewor­den war. Im April 2014 erlitt er zwei Schla­gan­fälle. Seine Fam­i­lie befürchtet, dass er einen weit­eren Schla­gan­fall nicht über­leben würde. Bei Ley­la Yunus wur­den Dia­betes und Hepati­tis C diag­nos­tiziert. Zudem ist ihr Sehver­mö­gen auf dem linken Auge eingeschränkt. Sie erhält im Gefäng­nis keine angemessene medi­zinis­che Betreu­ung. Die Behör­den haben sich geweigert, die Men­schen­rechtsvertei­di­gerin in ein Kranken­haus zu ver­legen. Ley­la Yunus gab an, bedro­ht, drangsaliert und eingeschüchtert sowie mis­shan­delt wor­den zu sein, nach­dem sie um medi­zinis­che Hil­fe gebeten hat­te. / Arif und Ley­la Yunus wer­den seit Som­mer 2014 auf der Grund­lage kon­stru­iert­er Ankla­gen in Haft gehal­ten. Zu den Vor­wür­fen zählen Lan­desver­rat und einige Ankla­gen finanzieller Natur. Nach Auf­fas­sung von Amnesty Inter­na­tion­al hän­gen diese Ankla­gen mit der legit­i­men Men­schen­recht­sar­beit des Ehep­aars sowie ihrer Kri­tik an der aser­baid­sch­a­nis­chen Regierung zusam­men. — Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sowie emp­foh­lene schriftliche Aktio­nen, möglichst unverzüglich und nicht über den 24. Sep­tem­ber 2015 hin­aus, unter »> ai : urgent action

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Notiz des Fotografen:

cen­tral african repub­lic: torn apart by violence:fane abdelka­rim arame, aged 70, found shel­ter at Ecole lib­er­ty, but she still wor­ries about the sit­u­a­tion in bossan­goa. despite the arrival of peace-keep­ing troops, she said, “we can’t go back to our own dis­trict now, it’s been taken.”she said she had lost four rel­a­tives in the vio­lence. “we grew up in this coun­try, my grand — par­ents are cen­tral africans and we were here before inde­pen­dence, we have seen six regimes come and go. we don’t have any­where else to go.” she called for a return to the days when com­mu­ni­ties lived in har­mo­ny.

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india : 5.05 — Eine Straßen­bahn, tat­säch­lich, am frühen Mor­gen. Staubige junge Män­ner, Maler­ar­beit­er, sie lehnen aneinan­der und schlafen wieder oder erzählen sich irgendwelche wilden Geschicht­en in pol­nis­ch­er Sprache, wie an jedem Tag zu dieser Zeit, auch wenn Son­ntag ist oder Sam­stag. Am Max-Weber-Platz, fünf Uhr und acht Minuten, steigen uralte, afrikanis­che Frauen zu, sind in weiße, goldbe­stick­te Tüch­er gehüllt, auf dem Weg zur Mor­ge­nan­dacht vielle­icht. Auch sie erzählen sich irgendwelche wilden Geschicht­en, sehr helle Stim­men, so hell oder schnell, dass sie kaum noch hör­bar sind. Es ist jet­zt eine Stunde, die nicht länger zur Nacht, aber auch noch nicht in den Tag gehört. Nur in dieser 1 Stunde Zeit fahren Straßen­bah­nen herum, die voll staubiger, müder Män­ner und heit­er­er, ural­ter Frauen sind, die sich Geschicht­en erzählen, vielle­icht von der Furcht, die sicht­bar wird in Gesten, scheuen Blick­en, Lamel­leniris, nur nicht sprechen, tat­säch­lich, von der Furcht, von der ich weiß, Nes­rin hat mir erzählt, von heim­lich­er Furcht, an die man am besten nicht denkt. — stop

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lamelleniris

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char­lie : 3.12 — Ich stellte mir eine Ver­such­sanord­nung vor. Ich sollte für die Ver­wirk­lichung dieser Ver­such­sanord­nung Nahrungsmit­tel hort­en, zwei oder drei Enten ( je 1 kg), Maro­nen ( 1 kg ) , Wass­er ( 10 l ), Man­dari­nen ( 2 kg ), dun­kles Brot ( 2 kg ), helles Brot ( 1 kg ), Marme­lade ( 0,5 kg ), Kaf­fee ( 3 Pfund ) und But­ter ( 0,5 kg ). Ich würde meine Com­put­er­maschi­nen ein­er Nach­barin übergeben, mein Fes­t­net­ztele­fon zertrüm­mern ( ich brauche ohne­hin ein Neues ), mein Handy ins Eis­fach leg­en und dort vergessen, weit­er­hin Filmab­spiel­maschi­nen jed­er Art aus der Woh­nung tra­gen, auch alle Büch­er, aber im Gegen­zug einige tausend Karteikarten auf meinem Küchen­tisch stapeln. Dann lange Zeit von Stille, Tage der Ruhe und Konzen­tra­tion, ich sitze oder gehe in der Woh­nung unter dem Dach auf und ab, und notiere Wörter. Es geht näm­lich darum, alle Wörter mein­er Sprache, die ich erin­nern kann, aufzuschreiben, je ein Wort auf eine Karte, um her­auszufind­en, über wie viele Wörter ich ver­füge. Mit welchem Wort werde ich begin­nen? — stop

drohne14

manhattan

picping

MELDUNG. Man­hat­tan, Lex­ing­ton Avenue 822, 28. Etage, stein­ernes Zim­mer : Kirsche No 2055 [ Mar­mor, Car­rara : 3.08 Gramm ] vol­len­det. — stop
ping

von eichhörnchen

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tan­go : 8.12 — Vor weni­gen Tagen hörte ich am Tele­fon, ein Fre­und sei wegen eines Post­ings auf Posi­tion Face­book bedro­ht wor­den, das war eine Dro­hung gegen Leib und Leben. Er hat­te sich einem Pegi­da-Fan gegenüber kri­tisch geäußert, darauf fol­gende öffentliche Unter­hal­tun­gen eskalierten. Mein Fre­und bemühte sich zunächst, Spuren im Inter­net, die zu seinem Wohnort führen kön­nten, zu löschen, eine schwierige Arbeit, sehr viele Spuren waren zu notieren und jede einzelne für sich bedeutete bit­tende oder fordernde Kom­mu­nika­tion über Eingabe­masken mit entsprechen­den Web­seit­en oder Insti­tu­tio­nen. Seit zwei Wochen trainiert er Möglichkeit­en, sich eines kör­per­lichen Angriffes zu erwehren, nach Ein­bruch der Dunkel­heit ver­lässt er das Haus durch einen Hin­terein­gang, die Straße vor dem Haus wird von ihm beobachtet, weshalb er zum ersten Mal ent­deck­te, dass in den Bäu­men jen­seits der Straße zwei Eich­hörnchen wohnen. Heute ist Don­ner­stag. — stop

ping

spulen

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delta : 8.02 — Ich hat­te vor langer Zeit ein­mal, kurz vor ein­er Reise nach New York, eine Spule dig­i­taler Spe­ich­er­scheiben von einem Zim­mer in ein anderes Zim­mer getra­gen. Wie ich über eine Türschwelle trat, wurde mir bewusst, dass ich in meinen Hän­den 500 Filme trans­portierte oder 750 Stun­den Zeit, die verge­hen würde, wenn ich jeden dieser Filme ein­mal betra­cht­en sollte. Ich set­zte mich auf mein Sofa und legte eine der Scheiben in meinen Com­put­er. Kaum 2 Minuten waren ver­gan­gen, und schon hat­te ich 5 Filme, die auf dem Daten­träger seit Jahren gespe­ichert waren, von ihrem ursprünglich Ort in einen Kas­ten von der Größe ein­er Zigar­ren­schachtel trans­portiert. Mein Com­put­er arbeit­ete indessen so leise, dass ich mein Ohr an sein Gehäuse leg­en musste, um ger­ade noch seinen Atem vernehmen zu kön­nen. Zwei Stun­den atmete mein Com­put­er, in dem er alle Filme der Spule, Scheibe um Scheibe, in den kleinen Kas­ten, der neben ihm auf dem Sofa ruhte, trans­ferierte. Dann holte ich eine weit­ere Spule und set­zte meine Arbeit fort, bis auch diese Spule und ihre Filme in das Kästchen über­tra­gen waren, Spule um Spule, eine Nacht ent­lang. Nun ist das so, drei Jahre sind sei­ther ver­gan­gen, dass sich in meinem neuen Film­magazin unge­fähr 5778 Filme befind­en, ohne dass das Datenkästchen indessen größer oder schw­er­er gewor­den wäre. — stop

ping

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