spulen

2

sier­ra : 15.01 — Ich hat­te eine Spule dig­i­taler Spe­ich­er­scheiben von einem Zim­mer in ein anderes Zim­mer getra­gen. Wie ich über eine Türschwelle trete, wurde mir bewusst, dass ich in meinen Hän­den 500 Filme trans­portierte oder 750 Stun­den Zeit, die verge­hen würde, wenn ich jeden dieser Filme ein­mal betra­cht­en sollte. Ich set­zte mich auf mein Sofa und legte eine der Scheiben in meinen Com­put­er. Kaum 2 Minuten waren ver­gan­gen, und schon hat­te ich 5 Filme, die auf dem Daten­träger seit Jahren gespe­ichert waren, von ihrem ursprünglich Ort in einen Kas­ten von der Größe ein­er Zigar­ren­schachtel trans­portiert. Mein Com­put­er arbeit­ete indessen so leise, dass ich mein Ohr an sein Gehäuse leg­en musste, um ger­ade noch seinen Atem vernehmen zu kön­nen. Zwei Stun­den atmete mein Com­put­er, in dem er alle Filme der Spule, Scheibe um Scheibe, in den kleinen Kas­ten, der neben ihm auf dem Sofa ruhte, trans­ferierte. Dann holte ich eine weit­ere Spule und set­zte meine Arbeit fort, bis auch diese Spule und ihre Filme in das Kästchen über­tra­gen waren, Spule um Spule, eine Nacht ent­lang. Nun ist das so, dass sich in meinem neuen Film­magazin unge­fähr 3000 Filme befind­en, ohne dass das Datenkästchen größer oder schw­er­er gewor­den wäre. Ich glaube, ich habe etwas Welt verdichtet, einen Raum gespe­ichert­er Film­be­tra­ch­tungszeit verklein­ert, eine Möglichkeit der Zeit, die sich selb­st nicht verän­dert haben sollte. — stop

ping

echo

2

india : 16.32 — Beobachtete, dass die Wahrnehmung eines Gedankens stets nur von einem weit­eren, einem zweit­en Gedanken aus möglich zu sein scheint. — Wieder die Fra­gen : Existieren Satzze­ichen in der Gedanken­sphäre? Ist  es möglich, einen ursprünglichen Gedanken zu erfind­en? — stop

matrjoschka

2

echo : 6.52 — Weit bin ich in der Beweglichkeit meines Ellen­bo­gen­ge­lenkes gekom­men. Ich ver­mag ein Glas Wass­er zum Mund zu führen, in einem Buch zu blät­tern oder auf ein­er mein­er elek­trischen Schreib­maschi­nen zu schreiben. Auch ein fes­ter Händ­e­druck ist wieder möglich gewor­den, wen­ngle­ich noch schmerzhaft. Gestern nun näherte ich mich mit meinem recht­en Dau­men mein­er recht­en Schul­ter soweit an, dass ich meinte, sie bere­its spüren zu kön­nen, meine Schul­ter also an der Haut meines Dau­mens und umgekehrt. Eine äußerst langsame, sagen wir, behut­same Annäherung. Ein Nachgeben Mil­lime­ter für Mil­lime­ter jenes kleineren Matr­joschkaarmes, der meinen eigentlichen Arm seit Monat­en zu bewohnen scheint, eigensin­niges Wesen, Wesen wie für sich, das noch fes­thal­ten will an ein­er Geste des Schutzes, weit­erex­istieren in einem Winkel von 90°. Mein schnur­ren­der, mein sich räus­pern­der Arm. Es knis­tert unter der Haut auch dann, wenn ich mich nicht bewege, als ob der eine Arm mit dem anderen Arm leise ver­han­delte. – Dien­stag, noch Nacht. Warmer Regen vom Nebel­him­mel. Und Jazz, und Jazz von New Jer­sey her. Art Tatum. März 1946. TIGER RAG. Guten Mor­gen. — stop

ping

misrata

2

nord­pol : 6.38 — Ein faszinieren­des Wort geis­tert seit Monat­en in meinem Kopf. Ich kenne das Wort schon lange Zeit, hat­te ihm aber zunächst keine beson­dere Aufmerk­samkeit geschenkt, bis ich das Wort in dem Zusam­men­hang ein­er unheim­lichen Szene hörte aus dem Mund eines Reporters, der von der libyschen Stadt Mis­ra­ta berichtete. Das war im Okto­ber des ver­gan­genen Jahres gewe­sen. Im Kühlraum eines Super­mark­tes lagerte der Leich­nam Mua­mar Gaddafis auf ein­er Matratze, das Haar des Dik­ta­tors war zerzaust, seine Augen geschlossen, der Mund leicht geöffnet, dünne Fäden von Blut sick­erten aus zwei Wun­den. Men­schen standen in näch­ster Nähe, ihre Fußspitzen berührten das Lager des Toten. Sie standen dort auf neugieri­gen Füßen, um den Leich­nam zu betra­cht­en, manche pho­togra­phierten mit Handyap­pa­rat­en, andere, auch Kinder waren unter ihnen, warteten in ein­er Schlange vor dem Gebäude darauf, ein­treten zu dür­fen. Ich dachte noch an den schar­fen Geruch des Todes, der dort unsicht­bar auf die wartenden Men­schen ein­wirken musste, als der kom­men­tierende Reporter bemerk­te, die Bevölkerung der geschun­de­nen Stadt wür­den sich aus allen Him­mel­srich­tun­gen näh­ern, um den Leich­nam Gaddafis und den seines Sohnes zu b e ä u g e n. In diesem Augen­blick war das Wort, von dem ich hier berichtete, eingetrof­fen, ein zartes Wort wan­dern­der Augen. Wie sich unverzüglich in der Gegen­wart dieses Wortes der Schreck­en der Sit­u­a­tion, in etwas Men­schlich­es, beina­he Kindlich­es ver­wan­delte, in ein Ver­hal­ten, das ich ver­ste­hen kon­nte, eine Berührung, eine Vergewis­serung, dass wahr ist, wovon man hörte. Ein san­ftes Wort in der Umge­bung eines Krieges, ein neu­ronaler Hebel. — stop

ping

amadeus

picping

india : 8.05 – MELDUNG. Wind­hund Amadeus [ Can­is lupus XVZ-658B ], 72 kg, wird heute, Don­ner­stag, erst­mals zwecks öffentlich­er Besich­ti­gung durch den zool­o­gis­chen Garten zu Salzburg geführt. Bemerkenswert jene zwei Köpfe des Tieres, davon der eine taub, der andere blind. – 15.00 Uhr Ort­szeit. Ein­tritt frei. — stop

fluggewicht

2

marim­ba : 8.28 — Ver­gan­gene Nacht hat­te ich einen lusti­gen Traum. Ich saß auf meinem Sofa mit einem Engel, der vom Fliegen erzählte, davon genauer, wie es ist eine Reise über den Atlantik zu unternehmen wenn man ein Engel ist, Flugzeit­en ( 2 Stun­den ), Flughöhe ( 8 Meter ), Pro­viant, Fliegerbrille und alle diese Dinge, an die ich zuvor nie gedacht hat­te. Der Engel war im Moment unseres Gespräch­es unbek­lei­det gewe­sen, schneeweiße Haut, 5 Zen­time­ter Höhe. Eine faszinierende Sit­u­a­tion. Vor uns standen zwei große Kof­fer. Ich hat­te sie gewogen, Gepäck­stücke aus­ge­tauscht, um das Gewicht gut zu verteilen. Und da war ein weit­er­er Kof­fer, etwas klein­er, ein Pilotenkof­fer. Auch diesen Kof­fer hat­te ich gewogen. Er war 15 Kilo­gramm schw­er, ich sollte ihn mit mir ins Flugzeug nehmen. Wie ich den kleinen Engel fragte, warum sein Kof­fer so schw­er gewor­den sei, was er denn mit sich nehmen werde nach Ameri­ka, ein Wesen von 20 Gramm Gewicht, daran erin­nere ich mich noch, und wie der Engel bald auf seinem Kof­fer saß und ver­suchte einen Reißver­schluss zu öff­nen. Dann wach. Regen in Strö­men. Sam­stag. – stopping

ping

ping

tango : 22.28 — Von ein­er Sekunde zur anderen Sekunde. Als wär der Son­ntag ohne Augen­licht gewe­sen. Als hätte ich nur geträumt, über den Atlantik geflo­gen zu sein, fün­f­tausend Kilo­me­ter schlo­hweißer Wolk­endecke bis kurz vor Neu­fund­land. Jamaica-Sta­tion. Roo­sevelt Island. Lex­ing­ton Avenue. Das helle Zim­mer im 22. Stock. Ein küh­ler Wind bläst über den Balkon. Rauschen von tief unten von der Straße her. Wie ich bald vor das Haus trete kommt mir eine ältere Frau ent­ge­gen in einen feinen Man­tel­stoff gehüllt, Hände seitlich gegen den Hals gefal­tet. Eigentlich müsst ich ihr unverzüglich fol­gen, sehen, warum sie das macht, ein­er Geschichte fol­gen, und diesem dampfend­en, rot und grün und blau blink­enden Dio­den­hund, der sie begleit­et, einem Riesen­tier, das ich berühren sollte, seine Tem­per­atur zu fühlen. Ich ver­ste­he an diesem Abend kein Wort in meinem Kopf. Ja, dieses Rauschen der Stadt. Süd­wärts wan­dern. Aus dem Boden sind die Stim­men der Sub­waysprech­er zu hören, next sta­tion : grand cen­tral, das Rumpeln, das Zis­chen der Züge. Ich kön­nt ein paar Stun­den noch so weit­erge­hen und schlafen. — stop

chelsea — warten auf schnee

2

alpha : 7.21 — New York. Klar­er Him­mel. Sonne, die warm ist, eine südi­tal­ienis­che Sonne, aber der Wind kalt und unberechen­bar. 8th Avenue süd­wärts. Chelsea. High Line. East Vil­lage. Auf den Stufen des Zen­tralen Post­amtes nahe Penn Sta­tion lungerten Men­schen wie Ech­sen bewe­gungs­los, Gesichter zum Stern. Jet­zt schmale Straßen, Häuser von men­schlich­er Größe, Spielplätze voller Kinder, kaum Taxis zu sehen, Fahrräder, aus­ger­aubt bis aufs Gerippe an beina­he jedem Lat­er­nen­mast. Bald Nach­mit­tag, bald früher Abend. In Cafe­häusern Wärme aufgenom­men und in der Sub­way. Ich fahre eine halbe Stunde Rich­tung Harlem und wieder zurück und gehe weit­er, immer der Blick zum Him­mel, Spuren von Dachgärten zu verze­ich­nen. Notierte: Nach Ful­ton­street Lichter der Tun­nelar­beit­er, Glüh­bir­nen­sträuße, der Ein­druck, als würd ich einen stein­er­nen Christ­baum durch­fahren. Däm­merung, Ground Zero. An ein­er bronzenen Gedenk­tafel mit Kleb­streifen befes­tigt, flat­tert ein Zettel wie zum Trotz im Wind mit Namen­szug und Fotografie eines jun­gen Mannes, der nach 9/11 an den Dämpfen des gifti­gen Schut­tberges gestor­ben war. Mon­ströse Baustelle. Gleißende Helle. Ich warte auf Schnee. – stop
ping

central park : hurly-burly

2

lima : 12.05 — Im Lärm ( noise . hub­bub . hurly-burly ) der Stadt im Cen­tral Park südlich der Straw­ber­ry Fields ( 72nd Street ) das Sin­gen oder Kla­gen der Kinder­schaukeln, leise und doch wei­thin hör­bar. Die Idee, eines der muskulösen Eich­hörnchen des Gartens würde mir fol­gen, würde mich erken­nen, würde sich erin­nern, Squir­rel No 5256, Frankie, Bil­ly. — stop
ping

queens : ein mädchen

2

lima : 22.06 — Es ist später Nach­mit­tag. Queens. Eigentlich wollt ich durch die Gegend streifen in der Louis Arm­strong gelebt hat­te, sein Haus besuchen, das zu einem Muse­um gewor­den ist. Als ich ein­tr­e­ffe, Sta­tion North Coro­na, bere­its Däm­merung. Die Straßen schwach beleuchtet. In der Nähe eines Fen­sters, das von der Sub­way in einem Abstand von 1 Meter passiert wird, sitzt ein dunkel­häutiges Mäd­chen vor einem Fernse­hgerät. Ich würd das Mäd­chen gern fra­gen, ob es mich sehen kann, ob es die Züge noch hört, die in fünf Minuten Fre­quenz an ihrem Wohnz­im­mer vorüberkom­men. Das sind schep­pernde Züge, kreis­chende, qui­etschende, blech­erne Röhren. stop. Schlangen. stop. Ungetüme. stop. Wie viele Jahre, wie viele Züge, die das Mäd­chen vielle­icht nicht hörte? — stop

brooklyn : ausgebeulte Stimmen

2

fox­trott : 2.32 — Wenn ich aus dem Fen­ster sehe wenn tiefe Nacht ist, dann scheinen die Men­schen alle gle­ich­wohl noch immer zu arbeit­en oder sie ver­fü­gen über kein­er­lei Lichter­schal­ter in New York. Ja, die Men­schen arbeit­en und arbeit­en und arbeit­en und dann sitzen sie eine halbe oder eine ganze Stunde Fahrt in der Sub­way und schlafen. Das Selt­same ist, dass sie zur recht­en Zeit aufwachen, jawohl, sie scheinen mit ihrem Gehör an ein­er Geräuschspur zu hän­gen, wie Straßen­bah­nen in Europa an ein­er Ober­leitung. Ein­er­seits schlafen sie, ander­er­seits warten sie darauf von einem ver­traut­en Sig­nal geweckt zu wer­den. Vielle­icht ist da ein beson­deres Kreis­chen oder Rüt­teln, das nur an ein­er bes­timmten Stelle ihrer Strecke heimwärts zu vernehmen ist, die aus­ge­beulte Stimme ein­er Maschi­nen­in­for­ma­tion. Kurz darauf ste­hen sie auf, so als wär kein Schlaf gewe­sen und spazieren aus dem Zug, erstaunlich! — Sam­stag. Später Abend. Es heult wieder herum da unten auf Höhe der Straße, ein Unglück irgend­wo vielle­icht. Wenn man den Feuer­wehrautos so zuhört den Tag ent­lang, dann möchte man bald meinen, die Stadt ins­ge­samt würde in Flam­men stehn. – stop
ping

manhattan : atome

2

tan­go : 1.56 — Ich hat­te in einem Café nahe Times Square ein elek­tro­n­is­ches Ton­bandgerät aus der Man­teltasche gezo­gen und richtete es auf  ein Fen­ster, um den Tumult men­schlich­er Stim­men, Sire­nen, Luft­pumpen und weit­er­er unbes­timm­bar­er Geräusche aufzunehmen. Ein junger Mann, der neben mir vor seinem Note­book saß, beobachtete mich eine Weile aufmerk­sam. Plöt­zlich lacht er: Das ist New York. Ver­rückt, nicht wahr? Ob ich in dieser Stadt öffentlich zugängliche Orte von Stille find­en kön­nte, wollte ich wis­sen. Gibt es nicht, antwortete der Mann. Es wür­den jedoch Orte existieren, die beina­he still sind. Dort aber hörst Du Geis­ter! — Son­ntag. Minus 5° Cel­sius. Lässt sich vielle­icht errech­nen, aus wie vie­len Atom­en die Stadt New York sich fügt? Wie viele Atome wer­den die Stadt täglich ver­lassen, wie viele Atome ein­reisen in unsere Rech­nung? Sub­way 28. Straße wartete ein Mann kurz nach Mit­ter­nacht mit Angel­rute in hüftho­hen Fis­ch­er­stiefeln auf dem Bahn­steig. — stop

roosevelt island : lawrence

2

ulysses : 1.58 — Wolken­los­er Him­mel. -8° Cel­sius. Ich trage heute zum ersten Mal Lawrence spazieren unter Man­tel, Pullover, Hemd unmit­tel­bar auf mein­er Haut, ein Schlangen­we­sen mit einem kleinem Kopf, der in der Nähe meines Halses zu liegen gekom­men ist. Dort lurt er jet­zt unterm Schal her­vor, man muss sich das ein­mal vorstellen, Lawrence’s sand­far­be­nen Kopf ohne Augen, Ohren, Nase, aber von einem Mund beseelt, den ich mit getrock­neten Speck­streifen füt­tere, während ich durch die knis­ternde Win­ter­luft stelze. Ich kann Lawrence hören, er ist ein leis­er, ein gemäch­lich­er Fress­er. Und die Wärme fühlen, wun­der­voll, die sein fein­häutiger Kör­p­er erzeugt, der mich fest umwick­elt, meine Brust, meinen Bauch, meine Arme, meine Beine. Speck für sechs Stun­den Wan­derzeit hab ich in meine Taschen gepackt. Es ist jet­zt 10 Uhr vor­mit­tags, um kurz vor vier Uhr nach­mit­tags sollt ich zurück gekom­men sein, dann sehen wir weit­er. Son­ntag ist gewor­den. Und so gehen wir an diesem Son­ntag also spazieren, Lawrence und ich. Zunächst gehen wir die 5th Avenue nord­wärts und ein wenig durch den Cen­tral Park. Tausende heller Wölkchen steigen dort aus den Mün­dern tausender New York­er Men­schen. Höhe 67. Straße drehen wir wieder um, laufen zurück, fol­gen der 59. Straße west­wärts bis wir den East Riv­er erre­ichen, Roo­sevelt Island Tram­sta­tion. In der Seil­bahn überge­set­zt, ein­mal hin, und sofort wieder zurück, ping­pong. In einem Baum, 61. Straße, lungerten hun­derte schlafend­er Tauben als wären sie Blüten. — stop

ping

chinatown : kandierte enten

2

nord­pol : 2.06 — Über die Brook­lyn Bridge nach Man­hat­tan. Wun­der­bares Licht, klar und san­ft. Da ist ein Wind, der aus dem Lan­desin­neren kommt, ein beständi­ger, kalter Strom, gegen den sich Möwen in ein­er Weise stem­men, dass sie in der Luft zu ste­hen scheinen. Helle Augen, grau, blau, gelb, das Gefieder dicht und fein wie Pelz. Ich folge kurz darauf einem alten chi­ne­sis­chen Mann durch Chi­na­town. Tack, tack, tack, das Geräusch seines Stocks auf dem Boden, ein Faden von Zeit über enge Straßen. Links und rechts des Weges, schmale Läden in roten, in gold­e­nen Far­ben, Waren, die Har­monie bedeuten, Bän­der, Fäch­er, lächel­nde Masken. Ich rieche heute nichts, oder die Gerüche, wenn sie noch existieren, bewe­gen sich dicht über den Boden hin, Morchel­berge, getrock­nete Schwämme, Muscheln, Nüsse, Algen­wedel, Krabben, zwei Hum­mertiere, sie leben noch, sind für 20 Dol­lar zu haben. Im Restau­rant nahe der Mottstreet, eine milde Enten­suppe gegen den Abend zu. Mess­er der Köche, die vor meinen speisenden Augen laut­los durch halbe Schweine flitzen. Gebratene Entenkör­p­er, glänzend, als wären sie von der Art kandiert­er Früchte, baumeln in den Fen­stern. Dann Däm­merung und Wärme im Bauch und das Schwin­gen der Brücke noch in den Beinen. – stop

south ferry : elektrischer vogel

2

delta : 0.08 — Im Regen gestern am frühen Mor­gen meinte ich, einen elek­trischen Vogel wahrgenom­men zu haben zunächst in der dig­i­tal­en Fas­saden­haut der Port Author­i­ty Bussta­tion, später am Times Square, Ecke 46. Straße, ein Phänomen, das sich in die Anzeigen der Stadt einge­fädelt haben kön­nte, einen Code, eine Irri­ta­tion, ein Lebe­we­sen, ein mit mir durch den Tag wan­dern­des Sekun­dengeschöpf. Auch im Warte­saal der Stat­en Island Fähre war der Vogel gegen­wär­tig gewe­sen, dort als ein Schat­ten, der von Ost nach West über eine Wet­ter­anzeigetafel raste. Gle­ich darunter warteten Men­schen, die ihre nassen Schirme zausten. Leichter See­gang. — stop
ping

brighton beach : mr. singer

2

delta : 0.03 — Nach Coney Island eine halbe Stunde mit der Sub­way vom Wash­ing­ton Square aus in süd­west­liche Rich­tung. Der Him­mel hell über dem Meer, heftige Sandwellen­winde. Es lässt sich gut gehen auf diesem Boden, der fest ist. Zer­broch­ene Muscheln, Scher­ben von bun­tem Glas, Som­merbestecke, Schuhe, Wod­kaflaschen, Lip­pen­s­tifte, Holz, Knochen. Da und dort haben sich scharfe Kan­ten gebildet unter der stren­gen Hand der Win­ter­stürme, dun­kle, feste Struk­turen, in welchen sich Spuren men­schlich­er Füße find­en als wären sie ver­stein­ert, als wären sie tausende Jahre her. Bald Brighton Beach. An den Wän­den der Häuser ent­lang der Seep­rom­e­nade sitzen alte rus­sis­che Frauen wohl ver­packt, aufge­hoben in diesem Bild frostiger Tem­per­atur. Aber der Schnee fehlt. Und Mr. Singer, der hier spazierte lang vor mein­er Zeit. — stop

greenwich village : verschwinden

2

echo : 0.12 — New York ist ein aus­geze­ich­neter Ort, um unterzu­tauchen, zu ver­schwinden, sagen wir, ohne aufzuhören. Ich stellte mir vor, wie ich in dieser Stadt Jahre spazieren würde und schauen, mit der Sub­way fahren, auf Schif­f­en, im Cen­tral Park liegen, in Cafés sitzen, durch Brook­lyn wan­dern, ins The­ater gehn, ins Kino, Jazz hören, sein, anwe­send sein, gegen­wär­tig, ohne aufz­u­fall­en. Ich kön­nte existieren, ohne je ein Wort zu sprechen, oder vielle­icht nur den ein oder anderen höflichen Satz. Ich kön­nte Nacht,- oder Tag­men­sch sein, nie würde mich ein weit­er­er Men­sch für eine län­gere Zeit als für eine Sekunde bemerken. Sehen und vergessen. Wenn ich also ein­mal ver­schwinden wollte, dann würde ich in New York ver­schwinden, vor­sichtig über Trep­pen steigen, jeden Rumor mei­den, den sen­si­blen New York­er Blick erler­nen, eine kleine Woh­nung suchen in ein­er Gegend, die nicht allzu anstren­gend ist. In Green­wich Vil­lage vielle­icht in ein­er höheren Etage sollte sie liegen, damit es schön hell wer­den kann über  Schreibtisch und Schreib­mas­chine. Ich kön­nte dann von Zeit zu Zeit ein Ton­bandgerät in meine Hosen­tasche steck­en und einen oder zwei mein­er Tage verze­ich­nen, nur so zur Vor­sicht, um nachzuhören, ob ich nicht vielle­icht schon zu ein­er selb­st­sprechen­den Mas­chine gewor­den bin. — stop
ping

downtown manhattan : concerto No 5

2

nord­pol : 0.01 — Don­ner­stag, später Abend. Mrs. Lil­lue spielt Mozarts Vio­lin Con­cer­to No 5. Schwere Schneeflock­en schaukeln vom dun­klen Him­mel. Eisige Kälte da draußen über der Upper Bay, in der Warte­halle White­hall Fer­ry Ter­mi­nal aber ist es warm und die Luft so trock­en, dass Mrs. Lil­lue ihren Man­tel ablegt. Sie trägt jet­zt ein dunkel­grünes Kleid, das bis zum Boden reicht und feuer­rote Turn­schuhe. Ein schwarz­er Junge sitzt in ihrer Nähe auf seinem Bas­ket­ball und hört ihr zu mit ern­stem Gesicht. Kaum ein weit­er­er Laut zu hören, obwohl hun­derte Men­schen darauf warten, auf das näch­ste Schiff treten zu dür­fen, das gle­ich anle­gen wird. In diesem Moment nähert sich eine zier­liche alte Frau der Kün­st­lerin. Sie ist beina­he durch­sichtig, so hell ihre Haut, so hell ihre Augen, und auch ihre Stimme so hell, dass man sie kaum noch vernehmen kann. Sie will wis­sen, wie alt die  Geige sei auf der Mrs. Lil­lue spielt? Wie sich die alte Frau soweit streckt bis sie auf den Spitzen ihrer Zehen zu ste­hen kommt, um mit dem Rück­en ihrer Hand über das Holz des Instru­ments zu stre­ichen. — stop

ping

south ferry : durchleuchtung

2

kil­i­mand­scharo : 0.15 — Leichter Schneefall, im Bus durch Brook­lyn gereist. Ich hat­te die Fahrzeit genützt, um Beobach­tun­gen, die ich auf der Stat­en Island Fähre hand­schriftlich notierte, in mein Note­book zu über­tra­gen. Mehrfach schrieb ich das Wort Sprengstoff in eine Datei. Abends wartete ich auf das let­zte Schiff, das ich an diesem Tag noch nehmen wollte. Ich saß ger­ade auf ein­er Bank, als sich ein­er der Sprengstoff­spürhunde, die ich Stun­den zuvor noch beobachtet hat­te, näherte. Präzise for­muliert, näherte sich der Hund nicht mir selb­st, son­dern meinem Ruck­sack, in dem meine Schreib­mas­chine ruhte. Er legte sich auf den Boden und schaute mich an, nicht unfre­undlich, wie auch der Polizist, der dem Hund gefol­gt war, mich wohlwol­lend musterte. Sir, sagte er, Sir! We hope for your coop­er­a­tion! Sei­ther stelle ich mir Fra­gen, die doch erstaunlich sind. – stop

manhattan

picping

MELDUNG. Man­hat­tan, Lex­ing­ton Avenue 822, 28. Etage, stein­ernes Zim­mer : Kirsche No 1012 [ Mar­mor, Car­rara : 5.03 Gramm ] vol­len­det. — stop
ping

staten island : ans ende der Welt

2

sier­ra : 0.10 — In einem Zug der Stat­en Island Rail­way ans Ende der Welt durch borstige Land­schaft. Ortschaften, die sich ähn­lich sind, Häuser von Holz, ein oder zwei Stock­w­erke hoch, helle Far­ben, Gärten, klein und von Holzwän­den umzäunt, als woll­ten die Bewohn­er dieser selt­samen Gegend einan­der nicht sehen, nicht hören. Kirch­turm­spitzen, Tankstellen, Fab­riken, Straßen ohne Ende, eine eis­erne Wild­nis, in welch­er Öltanks und Schrot­tberge wie Pilze aus kar­gen Wäldern wach­sen. Durch diese Men­schen­land­schaft schaukelt der Zug, dass man sich fes­thal­ten muss. Auf einem Schiffs­dock liegt ein Schaufel­rad­dampfer, den ich sofort mit mir nehmen würde, wenn ich ihn in meine Hosen­tasche steck­en kön­nte. Frierende Men­schen steigen ein und frieren weit­er. Aus ein­er Tasche ragt die dampfende Schwanzflosse eines gekocht­en Fis­ches. Kon­duk­teure wan­dern von Abteil zu Abteil, schla­gen Eis von den Türen. Und da ist dieser wilde Kerl, läuft rufend und sin­gend im Wag­on auf und ab. Gefrorene Möwen fall­en vom Him­mel. Tomp­kinsville. Great Kills. Atlantic. — stop

ping

saint george ferry terminal : tiefseeelefanten

2

echo : 0.02 — Gestern, Dien­stag, 24. Jan­u­ar, hat­te ich Gele­gen­heit mich genau so zu ver­hal­ten, als würde ich schlafen, obwohl ich doch hellwach gewe­sen war. War in der zen­tralen Halle des Saint George Fer­ry Ter­mi­nals, erin­nerte mich an einen Traum, den ich vor zwei Jahren erlebte. Ich wartete in diesem Traum an einem späten Abend an genau der­sel­ben Stelle auf das näch­ste Schiff nach Man­hat­tan zurück. Ich wartete lange, ich wartete die halbe Nacht, begeis­tert vom Anblick ein­er Herde fil­igraner Tief­seeele­fan­ten, die über den hell­sandi­gen Boden eines Aquar­i­ums wan­derten. Sie hat­ten ihre meter­lan­gen Rüs­sel zur Wasser­ober­fläche hin aus­gestreckt, sucht­en in der kühlen Luft herum und berührten einan­der in ein­er äußerst zärtlichen Art und Weise. Ein faszinieren­des Geräusch war zu hören gewe­sen, sobald ich eines mein­er Ohren an das haut­warme Glas des Geheges legte. Und auch gestern wartete ich wieder lange Zeit und beobachtete den sandi­gen Boden des Aquar­i­ums, von dem ich geträumt hat­te. Von Zeit zu Zeit, nicht ganz wach und nicht im Schlaf, war das Sig­nal­horn eines Fährschiffs zu hören. Glück­liche Stun­den. — stop

upper east side : mail

2

india : 2.08 — Im 22. Stock des Haus­es in Man­hat­tan, in dem ich wohne, befind­et sich vor Aufzü­gen ein Briefkas­ten der Unit­ed States Postal Ser­vices, ein Schlitz, der in die Wand ein­ge­lassen wurde, ein gus­seis­ern­er Mund, genauer, mit einem schw­eren Häubchen von rot­er Farbe. Ich war im Postof­fice an der Penn Sta­tion gewe­sen, um eine Brief­marke zu besor­gen und einen Briefum­schlag, eine Postkarte hat­te ich schon, sie zeigt eine Fotografie der Mund­har­moni­ka Jack Ker­ouacs. Ich habe nun Fol­gen­des unter­nom­men. Ich habe auf die Postkarte einen Satz für mich selb­st notiert, der natür­lich geheim bleiben muss. Dann habe ich die Postkarte in den Briefum­schlag gesteckt, meine Adresse notiert und den Brief in den kleinen Mund vor den Aufzü­gen gesteckt. In dem Moment, da ich den Brief aus den Hän­den in die Tiefe gleit­en ließ, mein Ohr hat­te ich dicht an den Schlitz herange­führt, war kein Geräusch zu hören gewe­sen, als ob der Brief in einem Nichts ver­schwinden würde. — Spaziert im Cen­tral Park. Leichter Regen. Eine Stadt voller Men­schen unter Schir­men, die miteinan­der zu sprechen scheinen. – stop

ping

manhattan : subwayaugen

2

tan­go : 0.02 — Ich fahre in der Sub­way, ein Buch in Hän­den, in oder über der Stadt unter Men­schen sitzend dahin und bändi­ge meinen Blick. Ich kann nun tat­säch­lich lesen, also abwe­send sein. Oder ich kann so tun, als ob ich lesen würde. In diesem Fall betra­chte ich Buch­staben oder die Seite eines Buch­es und ihre Zeichen oder das Buch ins­ge­samt. Andere, die in mein­er Nähe reisen, betra­cht­en ihre Hände oder ihr Tele­fon oder eine Zeitung. Wieder andere lesen in der Zeitung, sind demzu­folge tat­säch­lich nicht anwe­send oder nur zum Teil anwe­send, während ein Auge den Zeilen fol­gt, tra­chtet das andere Auge nach innen gerichtet in den kom­menden Abend oder auf den ver­gan­genen Mor­gen zurück. Gestern, auf der Fahrt mit der Lin­ie D von der 96. Straße West nach Coney Island,  habe ich ein sehr schönes Buch beobachtet. E.B.Whites Essay Here is New York. stopRegen. stop. Es ist warm gewor­den. Manche New York­er tra­gen Som­merklei­dung für einen Tag, andere Hand­schuhe. In der Däm­merung in den Pfützen der Straßen wieder blink­ende, dampfende Hunde, kün­stliche Licht­na­turen. Gespen­ster. — stop

ping

manhattan midtown — käfer der stille

2

echo : 0.18 — Wie viele Cent wür­den Käfer kosten, die sich in meine Ohren schmiegen und von der Stille sum­men? In welch­er Art Woh­nung hausen Käfer, die von der Stille erzählen? Was und wie viel wür­den sie fressen? Sind Orte bekan­nt, da ihre Lieblingsspeisen zur Abhol­ung lagern? Leben Käfer der Stille für sich oder leben sie in Grup­pen? All diese Fra­gen! All diese Fra­gen! — Ich habe ein kleines Loch in den Zeigefin­ger­strumpf meines recht­en Hand­schuhs fab­riziert, um in der Kälte meine iPad Touch — Schreib­mas­chine bedi­enen zu kön­nen. Aber es ist warm gewor­den in New York. 15 ° C. Regen. Alles dampft. Auf den Däch­ern der Häuser schnur­ren die Tur­binen. — stop

downtown south ferry : lorra

2

nord­pol : 0.22 — Elends­men­schen unter Deck­en, unter Män­teln, unter Papp­kar­tons ver­bor­gene Per­so­n­en­we­sen, zer­schla­gene, gefrorene, eit­ernde Gesichter zu Tausenden auf der Straße, in Tun­nels, Hau­se­ingän­gen, Parks. Ich kann nicht erken­nen, ob sie Frauen oder Män­ner sind, sie sprechen und bewe­gen sich nicht, oder nur sehr langsam, als wür­den sie sich in ein­er anderen Zeit befind­en. Wer noch gehen kann, wer noch über Kraft zu sprechen ver­fügt, wan­dert in der Sub­way, eine äußerst schwierige Arbeit, das Erzählen immer wieder ein und der­sel­ben Geschichte: Guten Abend, meine Damen und Her­ren! Ich bitte um ihre Aufmerk­samkeit! Ich bin Lor­ra, ich bin 32 Jahre alt, ich bin woh­nungs­los, ich habe keine Arbeit, ich habe Kinder, wir müssen über den Win­ter kom­men. Von Wag­on zu Wag­on. Von Zug zu Zug. Stunde um Stunde. Sie nimmt auch zu Essen, zu Trinken, Papi­er oder leere Flaschen an. Alles hil­ft, sagt Lor­ra, alles hil­ft. Sie wird nicht ver­höh­nt, ver­trieben oder mis­sachtet, sie bekommt, so oft ich ihr in der Lin­ie 5 down­town South Fer­ry begeg­nete, zwei oder drei Dol­lar über­re­icht. Abends sitzt sie im Warte­saal der Fähre und schläft. Ein­mal nähert sich ein Polizist. Lor­ra war ein wenig zur Seite gefall­en. Er spricht sie an, er berührt sie an der Schul­ter: Mam, ist alles in Ord­nung? Aber Lor­ra antwortet nicht. Ein zweit­er Polizist kommt hinzu. Er fragt: Ist sie noch am Leben? Sie richt­en die schlafende Frau gemein­sam auf. Sie tra­gen jet­zt Hand­schuhe von Plas­tik. Sie sprechen solange leise auf Lor­ra ein, bis sie die Augen öffnet. Dann macht sie die Augen wieder zu. — stop

ping

union square : funkempfänger

2

ulysses : 0.08 — Im Taxi, in eine Wand ein­ge­lassen, die den Raum des Fahrers von meinem Raum sorgfältig tren­nt, ein Fernse­hgerät, das sich nicht auss­chal­ten lässt. Über­haupt schep­pert das Fahrzeug in ein­er Weise, als wären sämtliche Schrauben, die am Mor­gen dieses schö­nen Tages zu lösen gewe­sen waren, mit Absicht freige­lassen. Es ist ein altes Taxi, eines, das man fotografieren kön­nte, es wäre nicht möglich, zu sagen, in welchem Jahr in New York man sich genau befind­et, nicht ein­mal das Jahrzehnt wäre ein­deutig festzustellen, in diesem Taxi kön­nte mein Vater noch gefahren sein, zu ein­er Zeit, da ich selb­st noch kaum des Laufens mächtig gewe­sen war. Vielle­icht lässt sich das Fernse­hgerät deshalb nicht auss­chal­ten, weil es eigentlich nicht in dieses Fahrzeug gehört, es ist eine nachträglich einge­baute Per­sön­lichkeit, die Sequen­zen ein­er aktuellen Wirk­lichkeit empfängt und wiedergibt. Irgend­wo muss das Auto über einen Funkempfänger ver­fü­gen für Fernse­hwellen. Ger­ade sehen wir Mr. Rom­ney, aber wir hören ihn nicht, weil das Auto­mo­bil schep­pert und weil der Fahrer ver­sucht sich mit mir zu unter­hal­ten, während ich ver­suche, ihm mitzuteilen, dass ich das Fernse­hgerät gerne leis­er stellen würde, oder auss­chal­ten noch viel lieber, um ihn, den Fahrer ver­ste­hen zu kön­nen. Am Union Square hal­ten wir an, und der Mann, der mich fährt, ein sehr junger, sehr kor­pu­len­ter schwarz­er Mann ver­lässt sein Auto­mo­bil, um sich die Sache mit dem Fernse­hgerät näher anzuse­hen. Eine beson­dere Sit­u­a­tion ist nun ent­standen, weil der Fahrer eigentlich sein Fahrzeug nie ver­lässt, so sieht er jeden­falls aus, es kön­nte sein, dass er nicht wieder hine­in­find­et in seinen Wagen und es ist noch dazu keine Zeit für solche Dinge, wir ste­hen inmit­ten des Verkehrs, es kön­nte alles mögliche passieren an dieser Stelle. – stop

ping

brooklyn : verrazano

2

nord­pol : 0.25 — Geträumt in der ver­gan­genen Nacht, das Fährschiff John F. Kennedy wäre der Küste Stat­en Islands ent­lang unter Ver­razano-Nar­rows Bridge hin­durch aufs offene Meer hin­aus­ge­fahren. — stop

Top